Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Überwinde dich selbst, indem du die Wichtigkeit des Ziels erhöhst


Drei Fragen, die ich erhielt, über das Teilen der eigenen persönlichen Errungenschaften, dem Aufrechterhalten der Verbindung mit dem Schöpfer auf jeder neuen Stufe und dem Überwinden von Widerwillen gegen die Kabbala:

Frage: Warum ist es schädlich, das persönlich Erlangte mit anderen zu teilen? Und wenn dem so ist, was versteht man in diesem Fall unter „Erlangungen“? Betrifft das Verbot nur das Mitteilen der eigenen „Kommunikation“ mit dem Schöpfer oder gibt es auch andere verbotene Themen? Ist es für die Leute schädlich, das Erleben ihrer verschiedenen Zustände mitzuteilen, z.B. wie sie aus Abstiegen herauskamen oder über ihre Beziehung zum Umfeld? Ich spüre, dass mir die Erfahrungen anderer Leute wirklich helfen, und mich befähigen, neue Perspektiven über die innere Arbeit mit Kabbala zu entdecken.

Meine Antwort: Sie können Ihr persönliches Verhältnis zum Schöpfer nicht nach außen tragen. Der Schöpfer ist neidisch! Dies kann verglichen werden mit einer Situation, in der Sie jemanden lieben, oder mit Ihren intimen Beziehungen oder Ihrem Kontostand usw. Es gibt Dinge, die Sie nicht mit anderen teilen möchten.

In der Kabbala gibt es mehrere Motive für das Verbot:

  • Man spricht mit niemandem über Dinge, die höchsten Stellenwert für einen haben;
  • Jede Person kann deinem spirituellen Weg mit ihren Gedanken und Wünschen Schaden zufügen; auch unabsichtlich.
  • Korrekturen geschehen durch die Absicht, nicht durch Worte.

Frage: Was hilft mir, mit dem Schöpfer auf jeder neuen Stufe verbunden zu bleiben, und eine korrekte Analyse meiner Gedanken und Verlangen durchzuführen, unter der Berücksichtigung, dass auf jeder neuen Stufe alles von Null beginnt?

Meine Antwort: Das einzige, was helfen kann, sind Rahmenbedingungen, die man sich vorzeitig setzt:

  • Planmäßige Studien für 1 – 3 Stunden pro Tag;
  • Verbreitung für 1+ Stunden pro Tag; und
  • Teilnahme an einer Freundesversammlung einmal pro Woche, zusammen mit anderen Leuten, die physisch in deiner Nähe sind.

Frage: Während der letzten ein oder zwei Wochen fühle ich mich von den Morgenlektionen angeekelt. Ich fühle aber auch einen inneren Drang, beharrlich weiter zu studieren und zu den Morgenlektionen zu kommen. Dasselbe geschieht im Verhältnis zu den Freunden in der Gruppe. Wie soll ich mit dieser Situation umgehen?

Meine Antwort: Sie sollten sich überwinden, aber ohne sich kaputtzumachen oder zu zwingen – allein durch die Erhöhung der Wichtigkeit des Ziels, „die Erlangung des Schöpfers“. Sie sollten alle Störungen als einen Berg sehen, den sie bezwingen müssen, um das Ziel – den Schöpfer – zu erreichen.

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In der Gruppe kann man alle seine spirituellen Fragen deutlich herausstellen


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man in einer kabbalistischen Gruppe arbeiten kann

Frage: In einem Ihrer Vorträge sagten Sie, dass mir die Menschen in der Gruppe vom Schöpfer gesandt wurden und wenn ich sie liebe, liebt mich der Schöpfer auch. Das ist mir schon klar in der spirituellen kabbalistischen Gruppe mit Freunden. Doch in meinem täglichen Leben bin ich von anderen Gruppen umgeben – meiner Familie, Nachbarn, Mitarbeitern und anderen. Sind die Menschen in diesen Gruppen per Zufall in meinem Leben oder muss ich ihnen gegenüber die gleiche Einstellung wie zu meinen spirituellen Brüdern haben?

Meine Antwort: In diesen Gruppen müssen Sie sich so wie jeder andere verhalten – wie ein normaler Mensch handeln und Ihre spirituellen Fragen und Errungenschaften verbergen. Sonst denken die Leute, Sie sind ein „Alien von einem anderen Planeten“, dass Sie sich von ihnen unterscheiden, weil Sie andere Ideen, Entscheidungen und Eigenschaften – anti-egoistische – haben. Sie werden Sie dann als zurückweisend empfinden. Also, verhüllen Sie sich!

Frage: Ich verstehe nicht, was dies bedeutet: „Erniedrige und annulliere dich vor der Gruppe, aber nicht vor anderen Menschen, damit du genau fühlen kannst, dass du schlimmer und niedriger bist als alle Menschen auf der Welt“.

Meine Antwort: All Ihre spirituelle Erkenntnis geschieht in Ihrer spirituellen Welt, in der einzigen Seele, oder in anderen Worten – nur mit Bezug auf Ihre Freunde in der Gruppe. Was den Rest dieser Welt betrifft: betrachten Sie diesen nur als einen Ort, wo Ihr Körper existiert.

Frage: Stimmt es, dass es sich um spirituelle Entwicklung handelt, wenn man ständig durch die Verbindung mit der Gruppe zu fühlen versucht „Was ist die Kraft des Schenkens“?

Meine Antwort: Das stimmt unbedingt. Es gibt nur eine Schöpfung – die Urseele. Je nach Grad Ihrer Wahrnehmung von ihr und in ihr drinnen, nehmen Sie die Kraft wahr, die sie geschaffen hat und sie belebt – den Schöpfer. Bei jeder Ihrer Handlung müssen Sie erst einmal die Absicht der Handlung festlegen und es gibt nur eine Absicht (ob es nun unbewusste Handlungen sind, die in der Natur stattfinden, oder bewusste Handlungen, die wir ausführen) – den Schöpfer in uns zu enthüllen.

Frage: Baal HaSulam sagt, dass die einzige Wahl, die wir treffen können, ist, die korrekte Umgebung auszusuchen, damit diese uns beeinflussen kann. Was geschieht, wenn ich nun meine Umgebung ausgewählt habe und in ihr studiere? Was soll ich als Nächstes tun? Worin liegt dann meine tägliche freie Wahl?

Meine Antwort: Die Wahl liegt in Ihrer täglichen Bemühung, Teil der Gruppe zu sein. Sie haben Unrecht, wenn Sie denken, dass es Ihre Wahl war, als Sie zur Gruppe gelangten. Es war der Schöpfer, der Sie zur Gruppe brachte (Sehen Sie auch „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“, Punkte 3 und 4), und nun haben Sie die Freiheit des Willens, um an ihr teilzunehmen, indem sie tägliche Anstrengungen unternehmen – trotz ihrem Verlangen.