Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Meine Antwort: Gerade nach dem Tod gibt es ein Leben. Und solange wir uns nicht von unserem Egoismus befreien, gibt es auch kein Leben. Wir spüren unsere Existenz im Innern des Egos. Sie ist nichtig, gemein und sehr begrenzt.

Auch wenn wir uns von unserem Egoismus befreien, ist es nur eine Befreiung auf der ersten egoistischen Stufe. Sogar der physische Tod ist nur eine sehr kleine Erlösung und eine sehr kleine Stufe des Aufstiegs. Dadurch können wir verstehen, dass die Natur und die Welt tatsächlich auf einer anderen Ebene, nämlich über dem Egoismus, existiert.

Frage: Menschen, die nur in ihrem kleinen Umfeld leben, haben keine Zeit über etwas anderes nachzudenken. Sie sind damit beschäftigt sich selbst und ihre Familien zu ernähren. Vielleicht ist das der Grund warum der Egoismus uns heutzutage wahrlich auffrisst. Wie können wir aus diesem Kreislauf entkommen?

Meine Antwort: Das muss erklärt und unterrichtet werden. Deswegen habe ich die Kabbala-Akademie gegründet. Mehrere Millionen Menschen studieren praktisch auf jedem Kontinent und in allen Sprachen der Welt. Wir halten Unterrichte und Vorträge, treffen uns, organisieren internationale Kongresse und weitere Veranstaltungen.

Aber das aktuelle Virus, dieses letzte System der Wahrnehmung der Natur, das jetzt allmählich in unser Bewusstsein dringt, drängt den Menschen dazu, zu erkennen, wo er lebt und warum er existiert. Und hier hat er keinen Ausweg.

Wir müssen das Gesamtbild der integralen Natur, entweder auf richtige oder auf falsche Weise, verstehen. Wir müssen verstehen, wie wir in ihr existieren können und zur richtigen ganzheitlichen Beziehung mit ihr gelangen. Wir müssen einfach selbst integral werden.

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Aufbau der zukünftigen Gesellschaft, Teil 13

Warum sollte man Kabbalisten glauben?

Kommentar: Viele mögen sagen: „Warum sollte ich den Kabbalisten glauben, dass der Schöpfer die Eigenschaft des Gebens und der Liebe ist?

Meine Antwort: : Man braucht nicht daran zu glauben, man muss lediglich die Gesellschaft in diese Richtung voranbringen, sie behutsam und schrittweise heranführen. Warum sollte man darüber sprechen? Auch wenn dies nicht schaden wird, werden die Menschen nicht davor fliehen können. Sie befinden sich heute unter solchen Umständen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit für Diskussionen bleibt.

Kommentar: Nun, viele Wissenschaftler sagen auch, dass alles so subjektiv ist, dass man die Existenz des Schöpfers weder beweisen noch leugnen kann, jedoch kann man einfach viele verschiedene Theorien aufstellen. Es ist schwer, etwas zu beweisen, da unser Gehirn so arbeitet, dass wir jegliche Theorie akzeptieren können.

Meine Antwort: Der Schöpfer ist das Gesetz der Natur. Und wir müssen dieses Gesetz einfach erkennen, da die Gesamtheit der Natur in ihrer integralen Komplexität der Schöpfer genannt wird.

Frage: Und Sie versuchen nicht, dies zu beweisen?

Antwort: Nein. Sie können niemandem etwas beweisen. Wie kann ich einem kleinen Kind die Existenz von etwas beweisen, das über seine Wahrnehmung hinausgeht? Es gibt keine Möglichkeit. Das Einzige, was ich tun kann, ist, das Kind geduldig zu erziehen, es auf die Ebene zu heben, auf der es alles sehen und erklären kann. Ansonsten, nein.

Frage: Es ist also unmöglich, einem Menschen zu erklären, dass es zwei Gesetze gibt – das Gesetz des Empfangens und das Gesetz des Gebens – und wenn wir der Gesellschaft geben, werden wir wie der Schöpfer?

Antwort: Warum nicht? Dies lässt sich sogar ganz leicht erklären. Auf unbelebter, pflanzlicher und tierischer Ebene können wir sehen, wie diese Gesetze eingehalten werden, wie alles auf einem Gleichgewicht zwischen Empfangen und Geben aufgebaut ist.      

Auf der Ebene der Gesellschaft hingegen sehen wir das nicht, weil in ihr im Gegensatz dazu alles nur auf Empfangen aufgebaut ist, und Geben nur möglich ist, wenn man stattdessen noch mehr bekommen kann. Das heißt, in der Gesellschaft gibt es überhaupt kein Geben. Es gibt Empfang, getarnt als Geben. Das bedeutet, dass die Gesetze der unbelebten, pflanzlichen und belebten Natur auf die Ebene des Zustands der Gesellschaft, auf die menschliche Stufe, erhoben und dort verwirklicht und in die Praxis umgesetzt werden müssen. Deshalb müssen wir sehen, wie dies erreicht wird, wie in der Gesellschaft Empfangen und Geben, Plus und Minus, in uns in der gleichen Weise existieren wie auf den drei vorhergehenden Stufen. Ist es möglich oder nicht? Das ist im Prinzip das ganze Problem und all unser Unglück. Wenn wir das schaffen, werden wir eine perfekte Welt haben.

Ich spreche hier weder von Religion, noch vom Schöpfer, noch von irgendjemandem. Es geht nur darum, was die Welt braucht, und heute sehen wir dies. Versuchen wir, es umzusetzen.

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Leben und Tod, Teil 8

Leben nach dem Tod

Anmerkung: Verschiedene mystische Lehren erklären das Leben nach dem Tod sehr detailliert. In den Religionen ist es einfach. Sie beschreiben das gleiche Leben wie hier, mit den gleichen Problemen. Das heißt, alles was einem Menschen hier gewöhnlich erscheint, wird er dorthin übertragen.

Wenn man die kabbalistischen Quellen liest, ist es schwierig zu verstehen, was da vor sich geht. Es gibt kaum eine Erklärung für die beschriebenen Kreisläufe.

Antwort: Es lieg nicht daran, dass die Kabbalisten es nicht erklären wollen, sondern das es unmöglich ist, dies zu tun.

Nach und nach kommt der Mensch selbst darauf und beginnt einige Bewegungsabfolgen in sich spüren, da sich in ihm, Teilchen, Gefühle, Wissen und alle möglichen Erklärungen sammeln.

Aber auch hier gilt, wenn es wirklich in ihm auftaucht, wird er es niemandem richtig vermitteln können. So heißt es: „Und was euch offenbart wird, werdet nur ihr sehen und sonst niemand“

Frage: Es ist also unmöglich, einem Menschen etwas über das Leben nach dem Tod zu erzählen?

Antwort: Nein. Es gibt eine Erklärung.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV Sendung“Grundlagen der Kabbala“, 14.01.2019

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Familie und Ehe, Teil 5

Die Familie ist die Grundlage für das spirituelle Wachstum eines Volkes.

Aussage: Die Kabbala spricht von der Wichtigkeit einer Umgebung, die die Ansicht unterstützt, dass nur die Offenbarung des Schöpfers zur Gründung einer Familie motivieren kann.

Antwort: Diese Umgebung sollte nicht die eines Dorfes oder einer Kleinstadt sein, in der die Meinung einer ungebildeten Öffentlichkeit, die Jugendlichen drängt und zwingt, eine Familie zu gründen um existieren zu können.

Aussage: Es ist ein Prozess der Erziehung. Man sollte bereits Schulkindern den Sinn der Schöpfung, das Phänomen des Schöpfers und in diesem Sinn, den Unterschied zwischen männlich und weiblich erklären. Das ist nicht so einfach.

Antwort: Das muss alles genau erklärt werden. Es ist die Art der Erziehung, die uns zur Familie zurückbringt. Wir haben einen Zustand erreicht, in dem wir keine Familie mehr brauchen. Früher haben die Menschen im Alter von 16-18 Jahren darüber nachgedacht eine Familie zu gründen, heute ist das nicht mehr so. 

Frage: Ist die Familie die Grundlage für Verbindung und der Ausgangspunkt von spiritueller Entwicklung zwischen den Menschen?

Antwort: Das spirituelle Wachstum der Menschen beginnt überwiegend aus der Familie heraus. Wenn wir von einer kabbalistischen Gruppe sprechen, ist das etwas anderes. Wenn wir von den Massen sprechen, dann stellt die Familie die Grundlage dar.

Frage: Ist die Familie das Modell, welches mir eine positive Einstellung zu meiner Frau und meinen Kindern gibt, da mir das von der Natur vorgegeben wird?

Antwort: Nicht nur. Die Familie soll ein Entwurf für spirituelles Wachstum sein. Darüber hinaus soll es Männer- und Frauengruppen geben, in denen sich Männer und Frauen getrennt entwickeln. Dort bekommen sie den Antrieb, die Inspiration und die spirituelle Kraft, die sie in der Familie umsetzen können.

Frage: Wird es also diese beiden Möglichkeiten geben?

Antwort: Ja. Es wird Männer- und Frauengruppen geben, sowie Mann und Frau mit ihren Kindern als Familie- so wird die Struktur der Gesellschaft aussehen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung «Die Grundlagen der Kabbala», 01.01.2019

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