Ein Buch, das Himmel und Erde verbindet

Frage: Was ist so besonders an der Tora, wenn sogar das Buch Sohar lediglich ein Kommentar zur Tora ist?
Antwort: Die Aufzeichnungen, die Moses auf Pergament gemacht hat, sind eine irdische Darstellung der spirituellen Handlungen des Lichts an dem Verlangen, ausgedrückt in materiellen Symbolen.
Alles, was Moses seinen Schülern beigebracht hat, hat er in einem Buch festgehalten. Während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste schrieben sie die ganze Tora nieder und durchliefen dabei in ihren Aufzeichnungen, in ihren Körpern und in ihrem Geist den gesamten Weg, den sie zurückgelegt hatten, angefangen vom ägyptischen Exil (irdisch und spirituell) über die Wüste (irdisch und spirituell) bis hin zum Land Israel (irdisch und spirituell). All dies geschah in Verbindung von Zweig und Wurzel. Moses drückte diesen ganzen Weg in einer ganz konkreten, symbolischen Form aus.
Der Sohar drückt denselben Vorgang bereits auf einer anderen Ebene, in einer anderen Form aus, da das allgemeine Verlangen nach Genuss, das vom Schöpfer erschaffen wurde, inzwischen einige Schritte vorangekommen ist und sich unter dem Einfluss des Lichts weiterentwickelt hat
Und deshalb muss diesem Verlangen, das Höhen und Tiefen, den Untergang des Ersten und Zweiten Tempels, die Verbannung und die letzte Zerstörung vor der letzten Verbannung durchlaufen hat, eine Methode gegeben werden, die für das Ende der Verbannung, für unsere Zeit, geeignet ist.
Deshalb wurde das Buch Sohar geschrieben, dessen Autoren Anhänger vieler Generationen von Kabbalisten waren, angefangen bei Abraham bis zum Untergang des Tempels. Denn Rabbi Shimon war ein Schüler von Rabbi Akiva, der ein riesiges Licht offenbarte, und deshalb konnte er dies im Buch Sohar zum Ausdruck bringen.
Die Tora ist in zwei Teile aufgeteilt: in die mündliche und die schriftliche Tora, was aus dem Unterschied zwischen Seir Anpin (SA) und Malchut kommt. SA der Welt Azilut heißt „mündliche Tora”, und Malchut der Welt Azilut heißt „schriftliche Tora”.
Die Tora ist die Offenbarung des Lichts. In dem Licht, das zu Malchut kommt, ist alles enthalten, was für ihre Veränderung notwendig ist. Aber es ist noch nicht in die Tat umgesetzt worden und wird deshalb als „mündliche Tora” bezeichnet. Es handelt sich dabei noch um die Arbeit mit den Schirmen.
Und wenn unter dem Einfluss desselben Lichts in Malchut innere Veränderungen stattfinden und sich in ihr festsetzen, wird dies als „geschriebene Tora“ bezeichnet.
Es geht aber nur um die Wirkung des Lichts im Verlangen – vom Anfang der Schöpfung bis zu ihrer Vollendung. Denn es gibt nichts außer dem Verlangen. Unter diesen Wünschen gibt es solche, die sich selbstständig fühlen, getrennt von allen anderen – das sind wir. Sie haben Eigenschaften, die ihnen auf dem Weg der Korrektur helfen können. Und dafür bekommen sie das Gefühl von Mangel, von eigener Unvollkommenheit, von der Erkenntnis des Bösen – so fühlen wir uns.
Genau ihnen muss die sogenannte Tora gegeben werden – eine Anleitung, die ihnen erklärt, wie sie selbst, durch ihre freie Wahl, an ihrer Korrektur mitwirken können, selbst das Licht anziehen können, indem sie sich wünschen, schneller korrigiert zu werden, anstatt darauf zu warten, dass das Licht kommt und sie wachrüttelt.
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Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“





Frage: Vor 3000 Jahren offenbarten die Menschen das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft: „Liebe deinen Nächsten“. Sie haben schon damals darüber geschrieben. Dies ist dasselbe Gesetz, welches auch auf der Ebene der Elementarteilchen existiert.
Frage: Wie kommt es, dass der König der Natur in der Lage ist, nicht nur Fremde, sondern sogar sich selbst wegen illusorischer Vorstellungen zu zerstören? Wie passt das zu hohen Idealen, Kultur, Kunst, moralischen Prinzipien und einem mächtigen Intellekt?
Heute haben wir es mit einer Generation zu tun, die nur dann in der Lage ist, etwas zu tun, wenn sie versteht, spürt, beschließt und dem zustimmt, was getan werden soll. Anderenfalls wird sie nichts tun. Wir können es sogar an den Ereignissen sehen, die im Moment in der Welt stattfinden. Es kommt eine neue Welle, mit anderen Worten, es erwacht eine neue Ebene der gemeinsamen Seele in der gesamten Menschheit.
Eine Frage, die ich erhielt:
Alles, was die Kabbalisten der vergangenen Tage zu ihrer Zeit geschafft haben, während jeder von ihnen entsprechend seinen Bedingungen gehandelt hat, war die Vorbereitung auf unseren jetzigen Zustand. Dadurch verfügen wir heute über alle notwendigen authentischen Quellen: Werke von ARI, das Buch Sohar mit dem Sulam-Kommentar, Werke von Baal HaSulam und Rabash, um mit ihrer Hilfe voranzukommen.
Die gesamte Korrektur beginnt mit der Erkenntnis des Bösen, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora als Mittel zu seiner Korrektur“.
Das Buch Sohar ist für die Menschen geschrieben, die das Ziel der Schöpfung erreichen wollen und nach dem Licht streben, das zum Ziel der Schöpfung, zur Quelle, zurückführt.
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