Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Baal haSulam. Das Buch “die Früchte der Weisheit.” Brief 1. Teil 4

“…Was tat der König? Er setzte seinen Diener als Wächter ein, um die Schatzkammer zu bewachen, und befahl einem Minister, der es verstand, Streiche zu spielen, sich zu verkleiden und sich als Rebell auszugeben, als ob er in den Krieg ziehen würde, um den königlichen Palast gerade dann einzunehmen, wenn die Wachen abwesend waren.

Der Minister tat, wie ihm vom König aufgetragen worden war, alles sehr heimlich, klug und überlegt, und trat mit der Absicht vor, den königlichen Palast zu erobern.”

Wäre der Sklave, der bereits in der Lage zu sein scheint, sich zum Minister zu erheben, dem verkleideten Räuber verfallen, dann wäre es nicht der Rede wert gewesen – er war gefallen, und man muss ihn wieder vorbereiten.

Wenn er hätte fallen können, hätte der Schöpfer nicht von Anfang an diese Arbeit mit ihm gemacht. Wäre er einfach automatisch diesem verkleideten Räuber erlegen, dann wäre er nicht von Anfang an auf diese Tortur vorbereitet gewesen, und der Schöpfer hätte nicht begonnen, diese Kombination mit ihm zu spielen.

Daher war der arme Sklave ursprünglich durch all seine früheren Leiden auf diese Tortur vorbereitet. Mit Hilfe der Gruppe, des Studiums, mit allem, was möglich war, kam er zu dem Schluss, dass es keinen anderen Weg gab – nur den spirituellen Weg. Das ist es, was Altruismus ausmacht. Er bedeutet die Ablehnung aller egoistischen, allgemein verführerischen Möglichkeiten.

Und der arme Sklave kämpfte bis zum Tod und rettete seinen König.

Das heißt, er wollte in gehobenen Zuständen bleiben – wie ein König. Er rettete seinen König, indem er Ihm zur Seite stand und die gesamte königliche Schatzkammer bewachte.

Dieser arme Sklave kämpfte also bis zum Tod und rettete seinen König, indem er mit großem Mut gegen den verkleideten Minister kämpfte und weder Kraft noch Leben verschonte.

Du scheinst alles zu haben, und du gibst alles für die Spiritualität auf….. Aber du hast noch nichts vom Spirituellen, dass du es vorziehen könntest und eine Berechnung anstellen könntest – dies ist dem vorzuziehen.

Hier wird dir die ganze Welt angeboten, um der Herr von allem zu werden. Dort wird dir gar nichts angeboten! Nur die Größe des Schöpfers, nur! Der kleine Glaube, dass Er der Einzige ist, der Einzige, der alles organisiert, der am ganzen Bild teilhat. Die einzige innere Überzeugung, die aus großem Leid geboren wurde, dass nur das Geben die Erlösung vom Leid sein kann, nicht aber weiterer Egoismus. Nur wenn ich, nachdem ich diese ganze Welt aufgegeben habe, auch die spirituelle Welt aufgeben kann.

Dafür kämpft der Sklave gegen den Minister und scheut weder Mühe noch Leben, bis seine absolute Liebe zum König allen offenbart ist. Es mag ein langer Kampf sein. Dieser Kampf mag nachlassen und wiederkommen und sich steigern und sich in verschiedenen Hypostasen, Typen, Stilen manifestieren. Es ist ein langer Kampf.

Aber nachdem die Liebe des Sklaven zum König allen offenbart worden war, warf der Minister seine Rüstung ab….

Denn er hatte seine Aufgabe erfüllt. Die Aufgabe der Klipot, der unreinen Kräfte, ist nur, uns zur Arbeit zu befähigen, sonst nichts! Deshalb verkleidet sich der Schöpfer in ihnen und präsentiert sich uns so, im Gegensatz zu seinem wahren Selbst.

Der Diener warf seine Rüstung ab – und Heiterkeit brach aus, denn der Diener kämpfte mit großer Tapferkeit, und nun wird allen offenbart, dass das alles erfunden und gar nicht echt war. Erst jetzt wird es enthüllt.

Außerdem lachten sie, als der Minister von der Raffinesse seiner Intrigen und dem Schrecken erzählte, den sie dem armen Sklaven zufügten. Und jede Einzelheit dieses schrecklichen Krieges wurde zu einem Grund für große Heiterkeit.

Denn er wurde überwunden! Und durch die Überwindung all dieser Leiden, Schrecken, Ängste, all dessen, was dieser arme, unglückliche Sklave empfand, verwandelte sich alles im Gegenteil in große Verdienste, Leistungen, Erhebungen und Erkenntnisse.

Der Sklave gewinnt also den ersten Kampf. Der erste Kampf geht also um die Schatzkammer. Es ist durchaus möglich, dass dies alles ist, was der König hat. Oder hat er noch etwas Größeres, die nächste Stufe, vielleicht sogar noch wichtiger als die Schatzkammer? Oder ist es vielleicht gar nicht wichtiger, sondern nur anders geartet, wenn der Sklave, indem er darin vorankommt, nicht nur seine Ergebenheit, seinen Verzicht auf Egoismus, seinen Wunsch, um jeden Preis mit dem König zu verschmelzen, demonstriert? Vielleicht muss er hier ganz andere, besondere Eigenschaften erwerben? Schauen wir weiter.

Etwas Anderes ist uns nicht gegeben

Die Gruppe unterstützt jeden entsprechend seiner Ergebenheit ihr gegenüber.

Wenn der Mensch sich der Gruppe hingibt, wird er zu einer großen Errungenschaft für sie. Denn das ist nicht einfach nur eine weitere Kraft.

In der Spiritualität verkörpert jeder quasi die Gesamtseele von Adam. Jede Seele erfasst alle Seelen und stellt die gesamte Malchut der Welt der Unendlichkeit dar.

Darum bringt jeder, der versucht, sich über das Wissen, über den Egoismus zu erheben und sich in die Hände der richtigen Umgebung zu begeben, eine gewaltige Kraft mit. Durch ihn kann bereits das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu allen fließen.

Nachdem sich der Mensch in die Gruppe eingeordnet hat, darf er ihren spirituellen Zustand nicht kritisieren, er muss lediglich für ihre Stärkung, sowohl äußerlich als auch innerlich, sorgen. Ohne auf die Gruppe zu verzichten, unterstützt er sie durch persönliche Beteiligung und persönliches Vorbild weiter.

Der Mensch versteht immer besser, dass die Spiritualität nur durch die Gruppe erreicht werden kann. Dort ist der Ort des Zerbrechens und der Ort der Korrektur, dort ist der Schöpfer und die Schöpfung, die Gesamtseele von Adam. Alles ist in der Gruppe enthalten, sie ist ein System, das vom Schöpfer erschaffen wurde, etwas Anderes ist uns nicht gegeben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 24.10.2010

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Die positive Kraft

Infolge unserer gemeinsamen Handlungen der Vereinigung, wird Energie geschaffen.
Wie sollen diese Energie richtig für die Verschmelzung mit der Gruppe verwenden.
Die Energie welche dann von der Gruppe zurückkommt, ist eine Art Belohnung für meine Ergebenheit.Auf diese Weise werde ich zum Integralteil des Ganzen :
ich bin bereit, dass die Freunde genau das aus mir machen, was die Gruppe benötigt.
Das ist dass richtige Verhalten der Gruppe gegenüber, und somit kann ich auch weiterhin die Energie von ihr fordern, die mich noch inniger mit ihr verbindet.
Ich gebe mich also ohne Bedenken hin, damit die Gruppe mich mit ihren Werten erfüllt, und sich dieser Teil, ohne Zweifel, in die Bürgschaft einreiht.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“, 15.10.2010

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In der Absicht leben

Der Schöpfer schickt uns Unglück und Probleme, alle möglichen unangenehmen Dinge – und wir müssen in ihnen eine gute Absicht und Vaterliebe erkennen. Denn der Schöpfer ist gut und tut sowohl Guten als auch Schlechten Gutes.

Mit anderen Worten: Er teilt uns nicht in Gute und Schlechte auf, denn so hat er uns erschaffen, jeder von uns nimmt aber die Haltung des Schöpfers, d.h. sein eigenes Leben, auf seine Art und Weise wahr.

Mit jeder beliebigen Erscheinung in unserem Leben müssen wir unsererseits eine Haltung Ihm gegenüber aufbauen: „Alles kommt vom Guten, der Gutes tut“, vom „Es gibt niemanden außer Ihm“. Hier muss der Mensch sich über die Empfindung „süß-bitter“ zur Bewertung „Wahrheit-Lüge“ erheben.

Die Wahrheit besteht darin, dass alles, „Süße und Bittere“, von einer Kraft und nur zu meinem Wohl, der Wahrheit wegen, ausgeht. Und süße und bittere Empfindungen werden hinterher gegeben, damit ich mich über der Bitterkeit zur Wahrheit ausrichte.

So lernen wir nach der Höheren Kraft zu streben, sie zu verstehen, sie in den eigenen Eigenschaften ausfindig zu machen: wie verhält sie sich uns gegenüber, was bringt sie uns, wonach verlangt sie.

Sie verlangt nach dem Glauben über dem Verstand, nach der Ergebenheit, nach dem Geben über all dem Empfangen, über allen Empfindungen. Letztendlich verlangt sie von uns, uns über die Empfindung „süß-bitter“ zur Absicht „Wahrheit-Lüge“ zu erheben.

Dadurch erkennen wir ihr Ziel und beginnen, es zu verstehen: sie will, dass wir uns allem gegenüber, was es in der Realität gibt, nur entsprechend der Absicht und nicht der Empfindung verhalten.

Dann enthüllt sich uns ein neues Sinnesorgan – das reflektierte Licht, Chassadim, der Glaube über dem Wissen. Genau in diesem Sinnesorgan beginnen wir, den Schöpfer zu erkennen, der uns alle Gefühle und Situationen schickt, über die wir uns erheben müssen, indem wir die Haltung Ihm gegenüber über jeglichen Empfindungen aufbauen.

Uns wird klar, dass die gesamte Arbeit über dem Egoismus, über den Empfindungen, die der Schöpfer in unserem egoistischen Verlangen erschafft, stattfindet.

All das ist nur dazu da, damit wir immer mehr die Absicht zum Geben – die „Wahrheit“ – entwickeln. In ihr werden wir leben und in ihr werden wir genießen, indem wir alles aus uns heraus auf das Geben an den Nächsten und den Schöpfer ausrichten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.10.2010

Die psychologische Barriere auf dem Weg zum Geben

Es gibt eine psychologische Barriere auf dem Weg zum geistigen Ziel. Wenn ich das Geben erreichen will, dann muss ich nichts anderes fragen, außer wie ich den Zustand des Gebens erreichen kann.

Dieser Zustand des Gebens befindet sich nicht in den Definitionen meiner egoistischen Vernunft und meines heutigen Wunsches.

Das heißt, ich darf nichts verlangen, was mir jetzt klar ist – denn es wird dem echten Geben, dem wahrhaft spirituellen Zustand entgegengesetzt.

Wenn ich diesen Zustand erreichen werde und mir diese geistige Eigenschaft aneignen werde, dann werde ich mich dort schon mit der neuen Vernunft und dem neuen Herz prüfen – ich werde in den gebenden Wünschen fühlen und verstehen.

Aber wenn ich über das Geben in den egoistischen Wünschen erfahren möchte, dann werde ist keine Erkenntnis erlangen. Deshalb heißt die allererste Etappe „der Übergang des Machsom“ (der Barriere zur spirituellen Welt).

Es bedeutet, die Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens in der Loslösung von allem, was in meinen heutigen Wünschen empfunden wird.

Deshalb verlange ich die Eigenschaft, die höher als mein Verstand ist: Ich will nur wissen, wie diese Eigenschaft zu bekommen ist, aber was diese Eigenschaft bedeutet – weiß ich nicht.

Ich habe mit ihr keine Verbindung, keinen Punkt des Kontaktes, keine Prüfung – ich nehme sie als solche, die mir von oben geben wird.

Es scheint so zu sein, dass eine solche Herangehensweise für den ernsten, entwickelten, klugen Menschen unpassend wäre. Aber im Gegenteil!

Gerade diejenigen, die über das entwickelte Gefühl oder die Vernunft und das Verständnis bezüglich aller Prozesse verfügen, die über den Egoismus nachdenken und erkennen, wie sehr sie sich in seiner Macht und in der Sklaverei befinden, verstehen auch folglich, dass wir keine andere Wahl haben, als darüber aufzusteigen und uns von den heutigen Wünschen, von egoistisch beschränkten Gefühlen und Vernunft vollständig loszulösen!

Deshalb bitte ich während des Unterrichts nur um die Einwirkungen des Lichtes – ungeachtet davon, was es mit mir machen wird.

Ich fühle mich wie das Kleinkind, das nichts versteht, und mit allem einverstanden ist, was die Mutter macht, während es sich in den Händen seiner Mutter befindet.

Gerade solche Hingabe und solche Ergebenheit muss ich gegenüber dem Höheren erreichen: Ich bitte es, heile mich! Und außer dem verlange ich nichts mehr.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.06.2010

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