Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Um die Vergangenheit kümmerte sich der Schöpfer – aber die Zukunft hängt von dir ab!


Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin eine 31-jährige Frau, verheiratet, mit fünf Kindern. Kürzlich ging meine Ehe durch eine schwierige Krise. Mein Mann hat mich mit meiner besten Freundin (einer Geschiedenen) betrogen und mich ihretwegen verlassen. Ihre Beziehung dauerte vier Monate, und ich hatte grosse Schwierigkeiten, diese Phase zu durchleben. Heute leben mein Mann und ich wieder zusammen und versuchen, unsere Beziehung wieder aufzuleben. Er sagt, er müsse mit mir das, was er in den vier Monaten durchmachte, teilen, doch ich habe Angst, dass ich diesen Schmerz nicht noch einmal ertragen kann. Ich meine, dass ich alles, was passierte, aus meiner Erinnerung löschen muss, damit ich mit meinem Leben weitermachen kann. Was meinen Sie?

Meine Antwort: Sie haben Recht. Denken Sie nicht über die Vergangenheit nach, sondern nur an die Gegenwart und Zukunft. Sehen Sie ihren Mann an, als ob Sie sich erst gestern getroffen hätten, und löschen Sie alles, was passiert ist.
Kabbala rät uns genau das, und ebenso verhält es sich mit unserer Beziehung zum Schöpfer. Diese Handlung wird „Dilug“ – überspringen – genannt.

Man sollte nicht denken, dass jetzt vor sich gehende Ereignisse durch unsere aktive Beteiligung geschehen, und dass es Vorgehen sind, die wir ändern können und müssen. Doch sobald Teile einer Handlung oder die ganze Handlung stattgefunden haben, sollte man dies als etwas akzeptieren, das sich nach dem anfänglichen Plan des Schöpfers ereignete.

In anderen Worten, bedauern Sie nichts, seien Sie aber auch nicht stolz auf das, was Sie getan haben oder denken Sie nicht, dass es Ihretwegen geschah, dass Sie daran beteiligt wären. Akzeptieren Sie es hingegen als etwas, dass die Natur Ihnen gab und dass an Sie weitergegeben wurde, um Sie über die nächste Handlung zu unterrichten – die ganz und gar von Ihnen abhängt. Ihre Einstellung der Zukunft gegenüber sollte normal, materialistisch sein – ohne sich auf den Schöpfer zu verlassen. Wir lernen in der Kabbala, dass alles vom Erheben des MAN abhängt – der Bitte um Korrektur.

Es ist schwierig, alles, was in der Vergangenheit geschah, dem Schöpfer anzuheften. Doch ist dies notwendig, weil man sonst nie andauernd mit dem Schöpfer vereint sein kann. Die Verbindung liegt immer darin, Ihn wahrzunehmen, Ihm die gesamte Vergangenheit zuzuschreiben und die Zukunft – sich selbst.

Verwandtes Material:
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Im Leben eines Kabbalisten ist Platz für diese Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Statt der auf „Bestrafung“ bezogenen Artikel, würde ich lieber mehr darüber lesen, wie ein Kabbalastudent vermeiden soll, in eine über die Norm hinausreichende Isolation gezogen zu werden. Sicher ist etwas einsiedlerisches Verhalten unumgänglich, wenn man sich in einer „virtuellen Gruppe“ befindet, physisch abgesondert von den Kli-Teilnehmern, und man nicht besonders daran interessiert ist, zu viel Zeit mit sinnlosem Tratsch zu verbringen.

Meine Antwort: Sie haben Recht – jemand, der Kabbala studiert, kann nicht umhin, sich losgelöst von der Welt zu entwickeln. Andererseits verbringe ich täglich einige Zeit damit, Nachrichten oder Naturfilme und aktuelle Ereignisse zu sehen. Jeden Tag fahre ich ans Meer, wo ich 5 km spazieren gehe und hinterher schwimme. Den Rest des Tages sitze ich drinnen – diese Routine halte ich bereits seit vielen Jahren ein.

Drum sorgen Sie sich nicht um das Gefühl, von der Welt isoliert zu sein. So fühlt man sich am Anfang – als ob man die gesamte Welt hinter sich lässt. Dies geschieht, weil Sie mit spirituellen Informationen gefüllt sind, aber später werden Sie auch wieder Platz für diese Welt haben.

Die Zeit bringt alles ins Gleichgewicht. Machen Sie sich keine Sorgen darüber und handeln Sie nicht künstlich. Ich empfehle Ihnen, Ihre Zeit nicht in der Kommunikation mit leeren Menschen zu vergeuden. Saugen Sie, wann auch immer Sie können, so viel wie möglich Wissen und Eindrücke aus den kabbalistischen Quellen auf. Suchen Sie sich eine vernünftige Art und Weise, Arbeit, Sport, Familie und Kabbala gleichmäßig zu verteilen – schon bald werden Sie das Ergebnis spüren!

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Blog-post: als Einsiedler verwehrt man sich die Korrektur
Blog-post: Vermischen Sie die zwei Welten nicht!
Kabbala-Blog: Sie haben… eine… neue Nachricht! 🙂

Geburtsvorbereitung – ein Gespräch


Ich hatte ein Gespräch über das Thema „Geburtsvorbereitung“ als Teil der Serie „Familie und Kinder“. Ich sprach mit:

Dr.Yoel Shofaro – ein Spezialist in der Behandlung von Unfruchtbarkeit

Hagit Telem – Projektmanager bei „Beit Kabbalah L’Am

Niv Navon – Manager der Abteilung, die für die Internetverbreitung unseres Materials zuständig ist

Wir verglichen die Vorgänge der Empfängnis und die Entwicklung des Embryos im Mutterleib, die dem Zweig entsprechen, d.h. dem was in unserer Welt stattfindet, mit dessen Wurzel, der Entwicklung der Seele in der spirituellen Welt.

Dr. Yoel Shofaro, einer der führenden praktizierenden Spezialisten auf dem Gebiet der Behandlung von Unfruchtbarkeit, erklärte die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft über Empfängnis und die Hauptprobleme der heutigen Unfruchtbarkeit. Wir verglichen dies mit Fällen von Unfruchtbarkeit in der Tora und der Empfängnis unserer Seelen. Warum sprachen wir darüber? Weil es das allerwichtigste Ereignis in unserem Leben ist, wenn der Höhere Parzuf – der „Mutter“ (Ima) genannt wird – mit uns schwanger ist – mit unserer Seele!

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt
Blog-post: Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala

Der Rat für Einsteiger – Verbreite!


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man Kabbala in sein Leben integriert

Frage: Seit langem habe ich nach etwas gesucht ohne zu wissen, wonach ich suchte. Ich spürte, dass ich etwas brauchte, aber wusste nicht, was es war. Und dann traf ich eines Tages auf einen Menschen und erzählte ihm von mir; er lächelte und ohne etwas zu sagen, gab er mir den link zu ihrer Website. Er sagte, „Schau und höre und Du wirst dort alle Antworten finden“

Und hier, was wirklich geschah: Ich begann am 27. Januar 2008 Ihren Lektionen zuzuschauen und plötzlich sah ich, was ich 20 Jahre zuvor sah – das Licht stieg von oben herab. Bedeutet das, dass mein Punkt im Herzen erwachte? Eine Revolution geschah in mir. Seitdem habe ich 10 Lektionen gehört und mir ist klar, dass das nicht viel ist, aber in mir vollziehen sich gewaltige Änderungen. Meine Welt verliert ihren Wert für mich, jedoch habe ich noch keinen anderen gefunden. Ist es normal, so zu empfinden?

Meine Antwort: Alle Ihre Ansichten sind richtig. Sie sollten nur systematisch weiter studieren und keine Angst vor den Auf und Abs haben – sie sind notwendig. Versuchen Sie eine Art der Verbreitungsarbeit zu finden, das wird Sie verpflichteter und dazugehöriger machen, und Ihnen Motivation geben, sich zu entwickeln. Die Teilnahme an der gemeinsamen Arbeit wird Ihre Kenntnisse vergrößern, Ihnen Unterstützung geben, und Ihnen ermöglichen, den Wert dieser Welt richtig zu bewerten.

Frage: Der Schöpfer begleitet uns immer. Aber Er verwirrt uns, obgleich wir voranschreiten, damit wir uns intensiver an Ihn klammern und kontinuierlich unseren Glauben über dem Verstand stärken. Es sieht aus, als würde dieser „Grad der Selbstaufhebung“ helfen, unsere Wahrnehmung aus dem Körperlichen heraus und in die Spiritualität zu ziehen. Doch scheint es, dass zur gleichen Zeit absolut paradoxe Situationen und Ereignisse auftreten, die verlangen, dass wir uns in einer Art benehmen, wie es mit den akzeptierten sozialen Normen unvereinbar ist.

Meine Antwort: Wenn Sie mit den Leuten um Sie herum in dieser Welt in Interaction treten, sollten Sie wie jeder andere auch handeln. Keiner sollte irgendetwas Ungewöhnliches an Ihnen sehen. Sie müssen im Kontakt mit der Außenwelt sein, um innen ausgeglichen zu bleiben – und der beste Kontakt ist durch die Verbreitung. Allerdings sollten Sie nicht unter den Leuten verbreiten, die Sie kennen, denn dadurch werden Sie sich im regelmäßigen Leben außerordentlich beschränken. Verbreitung ist jedoch notwendig und Sie sollten dies unter Fremden tun. Wenn Sie etwas für andere tun, gleichen sie ihr Wissen und ihren Stand mit dem allgemeinen System der Seelen ab – und dies bewegt und beschleunigt Ihr spirituelles Wachstum.

Verwandtes Material:
Blog-post: Studium, Arbeit und Verbreitung
Blog-post: Kabbala für alle!
Blog-post: Verbreite die Weisheit der Kabbala an jene, die du liebst