Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Endkorrektur'

Die Verbindung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung

Eine Frage, die ich erhielt: Was fühlt der Kabbalist, der die Endkorrektur (Gmar Tikun) erreicht hat?

Meine Antwort: Im endgültig korrigierten Zustand (Gmar Tikun) finden unaufhörliche und riesige Veränderungen statt.

Die Seele befindet sich „gleichzeitig“ im Fallen und im Aufstieg, weil für sie diese zwei entgegengesetzten Zustände identisch und einheitlich sind.

Diese zwei Extreme verbinden sich in ihr zu einem Ganzen, da der Mensch sein Verhältnis zu ihnen, wie zu einer Erscheinung, korrigiert hat.

Aber je nach unserem Aufstieg zur Welt der Unendlichkeit, hören „die Umstellungen“ aus der Leere in die Füllung nicht auf, sondern verwandeln sich in die Gegenüberstellung der Ausgangsgegenteile der Tat des Schöpfers: „Etwas aus Etwas“ und „Etwas aus Nichts“ (Esch mi Esch ve Esch mi Ain). Und gerade verbinde ich, der Mensch, sie zusammen in mir und ergänze die Tat des Schöpfers.
Dadurch ist die Notwendigkeit in der Erschaffung des Menschen diktiert, damit er diese zwei Extreme in sich verbindet und aus „Etwas aus Nichts“ das „Etwas aus Etwas“ und wer der Schöpfer ist, enthüllt.

Aus dem Gespräch über das Thema „Das Licht, das zur Quelle zurückführt“ vom 08.09.2010

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Und was ist hinter dem Horizont?

Am Anfang hat Nukwa kein Verlangen das Licht zu empfangen, sie ist nur ein Punkt hinsichtlich von SA (hinter der Brust von SA).

Später fängt sie an zu wachsen und das Licht zu empfangen, um ihre Verlangen (Gefäße, Kli) aufzubauen. Das Licht kommt von SA zu Nukwa, und sie baut sich dank der Verbindung zu ihm auf.

Diese Verbindung zwischen ihnen durch ihre „Kehrseiten“ ist die Zeit der Bildung von Nukwa, ihres Schirms, der ihr die Formen des Gebens, von SA, beibringt.

Wenn sie sie übernommen hat, erhält sie das Verlangen und die Kraft und kann zu einer für SA angemessenen (ihm ähnlichen) „Frau“ werden – dann vereinen sich Nukwa und SA (die Schöpfung und der Schöpfer) „von Angesicht zu Angesicht“, und sie bekommt von Ihm die Erfüllung.

Doch die Schöpfung wird niemals zum „Schöpfer“ werden können – sie muss Ihm ähnlich, gleich werden! Der eine kann nicht zum anderen werden, er kann ihm nur ähnlich werden. Und das reicht auch aus, wir haben kein Bedürfnis nach mehr!

Wir wissen nicht, wie es weiter geht, nach der Endkorrektur (Gmar Tikun). Im Moment ist es unmöglich, sich das vorzustellen.

Es kann sein, dass sich uns vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen, wie auch jetzt die spirituelle Welt sich dem Menschen unserer Welt plötzlich zu enthüllen beginnt und diese ganze Welt ihm wie ein kleines Sandkorn im Vergleich zu dem spirituellen Universum, das sich ihm eröffnet hat, erscheint.

So riesig kommt ihm die spirituelle Welt in seinen Eindrücken, Empfindungen, Erfüllungen und Erkenntnissen vor. In erster Linie ist es für den Menschen selbst so, als ob er neugeboren wird und alles, was mit ihm früher geschah, als nichts empfindet.

Es ist sogar noch kleiner als ein Samentropfen im Vergleich zu einem großen, erwachsenen Menschen. Denn der Samentropfen gehört der gleichen materiellen Welt an, enthält in seinem Inneren bereits die gesamte Information über den zukünftigen Menschen und muss sich nur entwickeln.

Und hier entsteht etwas vollkommen Neues. Die spirituelle Welt bedeutet eine neue Wahrnehmung der Realität: anstelle der egoistischen, in sich hinein, eine, die aus sich herausgeht.

Es ist auch möglich, dass nach dem Ende der Korrektur ein Durchbruch in eine weitere Dimension erfolgt, die wir uns im Moment überhaupt nicht vorstellen können.

Wir können uns noch nicht einmal die spirituelle Welt vorstellen, obwohl wir alle möglichen Ansätze für deren Wahrnehmung haben: die Tora, Religionen, Erzählungen von Kabbalisten.

Darüber aber, was nach dem Ende der Korrektur geschieht, ist gar nichts bekannt – die Kabbalisten deuten das mit keinem einzigen Wort an.

Sie erzählen uns nur von dem Weg der Korrektur. Niemand sagt aber, was geschieht, nachdem ich dem Schöpfer ähnlich geworden bin.

Der Sohar grenzt unsere Forschung klar durch das Material und die Form, die in die Materie gehüllt ist, ein. Und über die abstrakte Form und das Wesen darf nicht gefragt werden, denn wir verfügen über keine Werkzeuge zu deren Forschung, um die Antwort darauf zu bekommen.

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 14.09.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Aufstieg entlang der Stufen der Welten

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Die höheren Welten existieren in keinem physischen Raum, sie sind ähnlich den Eigenschaften, die keinen Ort,keinen Umfang, kein Gewicht und keine Größe haben.

Ein Mensch, der sich in seinem angeborenen egoistischen Verlangen befindet, baut durch seine Eigenschaften in seinen Empfindungen „diese Welt“ auf. Wenn der Punkt im Herzen in ihm erwacht, beginnt er zu wünschen, die höhere Dimension zu erfassen.

Während er in einer Gruppe, in der die Wissenschaft der Kabbala studiert wird, an sich arbeitet, beginnt er, von oben, von der Ebene der „Unendlichkeit“, durch alle Welten das Licht zu erwecken.

Dieses Licht erschafft in ihm das Verlangen, zusammen mit der Gruppe die Eigenschaft des Gebens – Malchut der Welt von Azilut – zu erreichen. Wenn er diese Ebene erreicht hat, beginnt er, den Schöpfer wahrzunehmen,

Ihm genauso zu geben, wie auch der Schöpfer ihm gibt. Das gemeinsame Verlangen der in Malchut der Welt von Azilut verbundenen Seelen erhebt sich zu Seir Anpin, dann weiter zu Aba we Ima und noch höher bis zur Welt der Unendlichkeit. Und dann steigt das Licht aus der

Welt der Unendlichkeit entlang aller Stufen zurück zu den Seelen herunter und erfüllt sie. Wenn die Seelen die Erfüllung empfangen, wachsen sie und verbinden sich mit dem ihnen gebenden Seir Anpin. Das nennt sich Vereinigung zwischen Seir Anpin und Malchut, dem Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) und der Shechina, Verschmelzung der Seelen mit dem Schöpfer.

Es sind ganz viele dieser Handlungen nötig, bis alle Verlangen im Inneren der Seelen sich verwirklichen und zur Verschmelzung mit dem Schöpfer führen. Wenn alle Verlangen korrigiert sind und dem Schöpfer geben, so wie auch der Schöpfer ihnen gibt, kommt die Endkorrektur (Gmar Tikun).

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Gewollt und nicht gezwungen

Der Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 7: „Die zwei sind gekrönt und leuchten, das bedeutet, sie werden drei – ChaGaT – durch die Mittlere Linie, die zwischen ihnen entschied. Daher „treten drei in eine ein“, weil die Mittlere Linie, Tiferet, selbst empfängt und sich in drei anderen Linien – NHJ – ausbreitet. „Dies ist so, weil der Untere mit dem vollen Maß belohnt wird, welches er im Leuchten des Höheren verursacht, da es dessen Ursache ist.“

Wenn du den Höheren nicht erwecken und in dem Höheren nicht das Verlangen, dir zu geben, hervorrufen kannst, bedeutet dies, dass du selbst noch kein Verlangen hast, die spirituelle Erfüllung zu empfangen. In dem Maße, in dem der Untere den Höheren erwecken kann, ist er bereit, sprich korrigiert, um von dem Höheren zu empfangen, und darum empfängt er auch. Denn von dem Höheren geht keine Handlung aus, sondern der Untere öffnet selbst den Ausgang – und empfängt. Doch der ganze Prozess der Annäherung der gesamten Schöpfung an die Vollkommenheit hat sein eigenes Programm „Beito“ (zu seiner Zeit), nach welchem wir das Ziel der Schöpfung innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen müssen, indem wir uns zu einem Verlangen mit einem Licht vereinen, wie in der Welt der Unendlichkeit vor der Einschränkung.

Deshalb existiert eine Abfolge von Handlungen, die wir, ob wir wollen oder nicht, in jedem Augenblick vollziehen müssen.

Aus diesem Grund werden in uns jeden Augenblick unkorrigierte Reschimot (Informationen) sowie die sie korrigierende Kraft erweckt – und dieser Korrekturprozess führt uns von dem Schöpfungsursprung zur Endkorrektur, zur völligen Angleichung an die Eigenschaften des Schöpfers.
Deshalb beginnt alles damit, dass der Schöpfer und die Schöpfung getrennt und voneinander polar entfernt sind, und die Einwirkung der Kraft auf das unkorrigierte Verlangen (Reshimo) zwingt sie, sich durch die Ähnlichkeit der Eigenschaften anzunähern.

Diese Annäherung, die der Untere nicht will und nicht begreift, wird in ihm als Leiden empfunden, denn er bewegt sich etwas Unerwünschtem entgegen. Deshalb ist unser ganzes Leben ein durchgängiges Leiden, denn wir bewegen uns dem Schöpfer entgegen, empfinden aber, dass wir uns dem Bösen nähern. Und alles nur, weil der Weg „Beito“ (mit der Zeit) – ein Prozess, der die gesamte Schöpfung zur Korrektur führt, – automatisch läuft, ohne die Unteren zu fragen. Doch indem wir die Wissenschaft der Kabbala studieren, können wir heute für uns das Programm enthüllen, nach dem der Prozess unserer Korrektur „Beito“ automatisch läuft, und uns daran beteiligen, indem wir uns gewollt, nach dem Prozess „Achishena“, korrigieren (und die Zeit der Korrektur beschleunigen) – zuerst aus Ausweglosigkeit und später gewollt.

Das Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften zwischen uns und dem Schöpfer, der Zustand der Welt der Unendlichkeit, den wir erreichen müssen, wirkt auf uns ein und zieht uns zu diesem Zustand, ob gezwungen oder gewollt. Und deshalb sollten wir lernen, wie dieses Gesetz umzusetzen ist. Sonst stürzen uns diese ganzen Etappen, in denen wir uns nicht in der Ähnlichkeit der Eigenschaften befinden, in enorme Leiden. Daraus kann man ableiten, welche Leiden die Gegner der Kabbala der Welt zufügen…

Aus dem Sohar-Unterricht vom 13.07.2010

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Woher habe ich diese spirituellen Gene?

Im siebten Teil des „Talmud Esser HaSefirot“, den wir gerade lesen, geht es um das Heruntersteigen der Welten von oben nach unten und ihr Zerbrechen.

Es ist wichtig für uns, das zu wissen, um die Natur der Dinge begreifen und daraus wiederum verstehen zu können, wie man aufsteigen kann, indem man sich durch seine kleinen Korrekturen und indirekte Hilfshandlungen auf diesen Aufstieg vorbereitet.

Jede dieser kleinen Handlungen bereitet eine größere Handlung in Zukunft vor.

Beim Heruntersteigen der Welten hat ein riesiges Zerbrechen vielerlei kleinere Handlungen zur Folge gehabt. Nun vollziehen wir, indem wir von unten nach oben aufsteigen, vielerlei kleinere Handlungen, die sich verbinden und eine große Handlung der Korrektur hervorrufen.

Auf diese Weise fließen kleine Korrekturen in einen vollkommen korrigierten Endzustand – Gmar Tikun – mit ein.

Natürlich ist das Hauptziel des Studiums das Anziehen des Lichtes, das zur Quelle zurückführt. Und doch müssen wir ein wenig von den Prozessen, die in der Spiritualität stattfinden, wissen.

Wir studieren das Zerbrechen der Welten so ausführlich, um es rechtfertigen und seine Notwendigkeit begreifen zu können!

Dank diesem befinden wir uns jetzt unten und verfügen über alle Informationsdaten (Reshimot) für den Aufstieg und die Erreichung der Endkorrektur.

Uns fehlt nur das höhere Licht, das diese Informationsdaten mit dem Material, in dem wir uns befinden, mit dem Verlangen, verbindet und sie eine nach der anderen (wer ist hier mit „sie“ gemeint?) umsetzt!

Reshimo ist eine Art Computerprogramm. Ich schiebe die CD mit dem Programm in den Computer hinein, und dort drin ordnet sich alles und nimmt die Form dieses Programms ein. Genauso funktioniert ein Reshimo.

Jedes nachfolgende Reshimo muss von mir in meinem Material umgesetzt („vernäht“) werden, damit es von ihm „formatiert“ wird, damit es im Inneren ein System aufbaut, eine bestimmte Form aus ihm „bildet“.

Ich habe ein Informationsgen (Reshimo), das Material (Verlangen) wird auch enthüllt, und ich muss nur das eine auf das andere legen und es in Ordnung bringen – das geschieht mit Hilfe des umgebenden Lichtes.

Das heißt, wir haben zwei Komponenten, wir müssen nur die dritte, die fehlende, erhalten – die Kraft des Schöpfers.

In dem Kapitel, das von dem Zerbrechen der Welten erzählt, wird uns erklärt, woher wir diese inneren Informationsgene haben, und uns ermöglicht, unser inneres Wesen zu spüren.

Aus dem Unterricht nach dem “ Talmud Esser HaSefirot“ vom 15.07.2010

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Antworten auf eure Fragen – 12

Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 8“

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Eine Frage, die ich erhielt: Zitat: „…dass der Mensch alle Fehler der Schöpfung korrigiert…“ Was sind das für Fehler der Schöpfung, wenn der Schöpfer alles als vollkommen erschaffen hat? Etwas Vollkommenes kann doch keine Fehler haben.

Meine Antwort: Die Verhüllung des Schöpfers gibt uns die Möglichkeit, das Verhüllte zu vervollständigen, d.h., so wie Er zu werden, indem wir Ihn nur als Beispiel dafür, wie wir sein müssen, enthüllen.

Eine Frage, die ich erhielt: Zitat von Baal haSulam: „Alle Welten, Seelen und alles, was in ihnen bis zur Endkorrektur geschehen wird, sind bereits in der Unendlichkeit in all ihrer Pracht und Vollkommenheit enthalten“.

Wenn die ganze Vollkommenheit in einem korrigierten Zustand existiert, woher kommt dann das von uns gesehene verzerrte Bild und woher kommen wir?

Meine Antwort: Von der Verhüllung des Schöpfers in Bezug auf uns, um uns die Möglichkeit zu geben, uns selbst zu vervollständigen

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Wo findet man den Punkt seiner Freiheit?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum hat der Schöpfer die Welt so gemacht, warum verbirgt er sich vor unseren Verstand und unserer Wahrnehmung? Warum hat er uns Sich und dem Endziel entgegengesetzt erschaffen?

Meine Antwort: Weil Er uns Freiheit geben wollte! Damit wir nach unserer freien Wahl Ihn enthüllen und so gebend wie Er werden wollen. Wenn wir von Anfang an den Schöpfer spüren und so wie Er ist akzeptieren würden, wer von uns beiden würde sich wehren?
So wie jetzt, wehrt sich keiner von uns gegen den uns beherrschenden Egoismus. Wir sind nur Roboter, die auf Egoismus vorprogrammiert wurden. Wenn der Schöpfer in uns ein Programm des Gebens eingelegt hätte, hätten wir dies genauso ausführen müssen. Solche Geschöpfe nennt man Engel, unwillkürliche / mechanische Naturkräfte. Weder erstere noch letztere sind frei.

Die Freiheit liegt allein in der Mitte, zwischen Unreinheit und Heiligkeit. Dieser Zustand heißt Klipat Noga, das mittlere Drittel der Eigenschaft Tiferet.

Deshalb ist es notwendig, uns an solchen Punkt im unstabilen Gleichgewicht einzusetzen, wo wir nicht wüssten, in welche Richtung wir uns wenden sollen – wo befindet sich das Gute und wo das Böse, was sollen wir vorziehen und wonach sollen wir streben?

Genau hier befindet sich der Punkt unserer freien Wahl, und nur aus solchen Punkten setzen wir eine Linie zusammen, entlang welcher wir vom jetzigen Moment bis zur Endkorrektur gehen. Unsere Aufgabe besteht nur darin, das Maß und die Formen der Verhüllung, ihren Grund und ihre Notwendigkeit zu verstehen, um uns selbst als eine unabhängige Persönlichkeit zu bauen. Der Schöpfer hat hier kein anderes Ziel außer unsere Selbstständigkeit. Er braucht eine selbständige Schöpfung, wem sonst kann Er Genuss bereiten? Einer Machine, die Er selbst geschaffen hat und die ganz von Ihm angetrieben wird?

Aber nur in dem Maße, in welcher die Schöpfung selbständig wird, genießt der Schöpfer, indem er ihr Genuss bereitet. Es gibt bereits jemand, dem man Genuss bereiten kann! Es gibt jemand, der wirklich existiert! Deshalb konnte Er uns nicht gleich vollkommen erschaffen und uns die ganze Welt der Unendlichkeit gleich schenken, und somit das Ganze abschließen. Er musste uns Sich entgegengesetzt schaffen und zwischen zwei Welten einpflanzen.

Denn gerade hier in der Mitte, auf dem Riß zwischen zwei dieser Welten, wo weder die Macht des Schöpfers, noch die Macht der Schöpfung wirkt, in diesem neutralen Punkt, der weder zur einen noch zur anderen gehört, nur hier gibt es Freiheit!

Aus einem Unterricht über dem Artikel „Einführung zur TES“, 03.06.2010

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Die gesamte Welt ist wie eine Pyramide

Eine Frage, die ich erhielt: Warum benötigen wir soviel Zeit – 6000 Jahre – um die Endkorrektur zu erreichen?

Meine Antwort: Die gesamte Welt ist wie eine Pyramide konstruiert, die in die leblose, pflanzliche, belebte und menschliche Ebene aufgeteilt ist. Der unbelebte Teil ist unser gesamtes Universum, welches vor 15 Milliarden Jahren geschaffen wurde. Vor 4 Milliarden entstand unser Planet mit dem pflanzlichen Leben. Die ersten lebenden Organismen entstanden vor ungefähr einer halben Milliarde Jahren. Die ersten menschlichen Wesen tauchten vor ungefähr 50 000 Jahren auf (kommt drauf an, was Sie als menschliches Wesen erachten). Sehen Sie die Proportion, in der sich all diese Ebenen zueinander verhalten?

Das Gleiche bezieht sich auf die Menschen, die innerlich auch die unbelebte, pflanzliche, belebte und menschliche Entwicklung durchmachen müssen. Auf der unbelebten jahrtausendelangen Entwicklungsebene, die die Menschen durchmachten, gab es keinen Unterschied zwischen den Menschen und Tieren. Dann begann die „pflanzliche“ Ebene der menschlichen Entwicklung, und bis heute existieren wir auf dem belebten Level der Entwicklung.

Unsere gesamte innere Entwicklung findet aufgrund unseres wachsenden Egoismus statt.

Der individuelle oder persönliche Egoismus ist eine Eigenschaft, die zu den belebten Ebenen gehört.

Auf der unbelebten Ebene war jeder gleich. Auf der pflanzlichen Ebene begann der Egoismus in den Menschen zu blühen, doch sie entwickelten sich als eine integrale Masse, so wie die Pflanzen, die sich zusammen Richtung Sonne drehen, sich dem Wind beugen oder sich für den Regen öffnen.

Auf der belebten Stufe erschienen egoistische Wünsche im Menschen, so wie sie es auch in allen Tieren gibt. Wann erreicht der Mensch dann den menschlichen Grad? Dies geschieht gerade erst jetzt, im 21. Jahrhundert! Schauen Sie, wieviele Milliarden von Jahren das Universum zu seiner Entwicklung im Vergleich zur Entwicklung des Menschen brauchte.

Die Frage lautet: „Wir haben nun 5000 Jahre lang gelitten. Wie lange noch?“ Warum fragt man nicht nach den vergangenen 15 Milliarden Jahren? Weil man eine engstirnige, subjektive Weltansicht besitzt, die nicht den ganzen Vorgang erfasst. (Aus dem täglichen Kabbala Unterricht über Shamati 13).

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Anderen zu geben, ist die vollkommene Erfüllung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Welt einen Punkt erreicht, wo jeder den durchschnittlichen Lebensstandard haben wird und keiner außerhalb dieses Standards lebt, was wird dann die Leute antreiben, sich weiter zu entwickeln? Was wird Leute veranlassen, in ihrer Entwicklung voranzuschreiten?

Meine Antwort: Wenn eine Person Vergnügen darin fühlt, anderen zu geben, wenn sie fühlt, dass durch die Verbindung mit anderen, sie ein einziges Gefäß erschaffen, innerhalb dessen sie die Höhere Kraft (den Schöpfer) fühlt, dann wird die ständig anwachsende Kenntnis des Schöpfer, die sie fühlt, ihre Absicht und Belohnung sein. Wenn eine Person die „menschliche“ Stufe in sich erbaut, indem sie anderen gibt, korrigiert sie ihre Einstellung zu ihnen, und das gleicht sie dem Schöpfer an. So steigt sie entlang der 125 spirituellen Stufen zur Endkorrektur.

Wenn sie spirituell aufsteigt, fühlt sie Befriedigung und Erfüllung, und kommt so dem Schöpfer näher. Die Erfüllung, die sie davon wahrnimmt, ist vollkommen. Sie ist nicht temporär und vergänglich, sondern ewig. Sie erfüllt eine Person vollständig, ohne eine Leere zu hinterlassen. Außerdem gewinnt man unaufhörlich neue Möglichkeiten für noch größere Arten der Erfüllung.

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Steuert die Welt auf Nazismus oder spirituelle Entwicklung zu?

Die egoistische Entwicklung unserer Gesellschaft hat ihr natürliches Ende erreicht. Egoismus ist der Gebrauch unseres Verlangens, Genuss „für uns selbst“ zu erhalten und wir enthüllen zurzeit die Tatsache, dass dies unmöglich zu erfüllen ist. Dadurch ist der Egoismus eine „Hilfe gegen das Selbst“ (Ezer KeNegdo) und führt zu seinem eigenen Untergang.

Die nächste Form, welche die Gesellschaft annehmen wird, ist eine der vollständigen Verbindung unter der ganzen Menschheit, wo alle Menschen wie ein Ganzes sein werden. Die Natur bietet uns Beispiele dieser Verbindung im Überfluss und auch wir müssen damit in Übereinstimmung sein.

Die Kabbala macht uns jedoch darauf aufmerksam, dass die Erkenntnis, dass unser Egoismus schlecht ist, nicht für uns ausreicht, um zu folgern, dass die einzige Gesellschaftsform, die von Vorteil und notwendig ist, sich auf gegenseitige Bürgschaft gründet. Wenn wir nicht zu diesem Ergebnis kommen, werden wir zusätzliche Zustände durchlaufen müssen, welche fanatischen Nationalismus und religiöse Regime, wie auch einen dritten und vierten Weltkrieg mit sich bringen werden. Am Ende dieser Kriege werden wir schließlich erkennen, dass der Egoismus ein Übel ist und wir werden nur eine Sache wollen: uns von ihm trennen.

Die gegenwärtige Krise zeigt uns, dass es unmöglich ist, auf egoistische Weise erfüllt zu werden. Damit jeder erkennt, dass der Egoismus schlecht ist und ihn zurückweist, muss die Krise auch von einer Erklärung ihrer wahren Ursachen begleitet sein. Alle Kanäle der Massenmedien müssen dafür eingesetzt werden, den Menschen diese Erklärung zu bringen. Andernfalls wird die Menschheit in eine andere Richtungen streben, wie Isolation, Abtrennung, Fanatismus und Diktatur.

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