Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Innere Arbeit eines Kabbalisten, 23.05.2010

„Liebe zu Freunden“

1. Wozu brauche ich die Liebe zu Freunden?

Liebe zu Freunden bedeutet Verbindung zwischen den Seelen.

„Ich“ bedeutet meine Seele, „Freund“ bedeutet eine fremde Seele, und „Liebe“ bedeutet eine solche Verbindung zwischen uns, bei der er für mich und ich für ihn wichtiger sind, als jeder für sich selbst. Ich muss seine Verlangen wichtiger als meine eigenen wahrnehmen, das bedeutet „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Das ist aber nicht die Wahrnehmung von Verlangen unserer Welt und ihre Befriedigung, sondern die Vereinigung von unseren Verlangen, den Schöpfer zu erreichen.

Das heißt, ich baue eine vollkommen neue spirituelle Konstellation auf – die gemeinsame Seele von Adam Rishon, die vorher niemals existiert hat und die über allem Materiellen steht.

2. Warum habe ich ausgerechnet diese Freunde und die Freunde mich ausgesucht?

Habe ich denn wirklich diese Freunde ausgesucht? Die höhere Kraft hat mich zu dieser Gruppe geführt. Wo fängt denn mein freier Wille an?

Unseren freien Willen bauen wir jeden Tag selbst auf, indem wir ständig überprüfen, wofür wir uns mit den Freunden verbinden müssen:

– Sehe ich in ihnen und sie in mir den Punkt im Herzen – das Verlangen, uns zu vereinigen und die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen?

– In welcher Beziehung zueinander müssen wir stehen, um Ihn zwischen uns zu enthüllen, gemäß dem Gesetz der Ähnlichkeit von Eigenschaften?

3. Muss jeder der Freunde seine Liebe offen zeigen, oder reicht es, wenn sie in seinem Herzen verborgen ist?

Jeder muss seine Liebe gegenüber der Gruppe offen zeigen. Dadurch wird er die Liebe in den Herzen seiner Freunde vergrößern und lässt sich später selbst von ihnen begeistern. Wenn er vorher nur eine – seine eigene – Kraft der Liebe zu Freunden gehabt hat, wird er jetzt Kräfte von allen Freunden in der Gruppe bekommen.

Man muss immer das Ziel der Gruppe im Kopf behaltendie Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Eine kabbalistische Gruppe gründet auf der Liebe zu Freunden, weil das ein Sprungbrett zum Erreichen der Liebe zum Schöpfer ist.

Deshalb müssen wir einander Beispiele der Nächstenliebe geben.

4. Muss man genau wissen, woran es jedem Freund fehlt, um ihn zu erfüllen, oder reicht es, die Freunde im Allgemeinen zu lieben?

Es reicht, die Freunde im Allgemeinen zu lieben, um sicher zu sein, dass es dem Freund an der Motivation, an der Unterstützung auf dem Weg, an der Begeisterung, an der Empfindung der Wichtigkeit des Schöpfers und der Gruppe fehlt – und ihm all das nach Möglichkeit anzubieten. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Vereinigung der Verlangen bestimmt alles

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, dass wir alle den Wunsch haben müssen, den Sohar zusammen zu studieren? Wie sollen wir das machen oder fühlen?

Meine Antwort: Korrektur bedeutet, dass alle Verlangen zusammen vereint sind. Wenn unsere Verlangen voneinander getrennt sind, fühlen wir diese Realität oder diese Welt in ihnen. Wenn wir unsere Verlangen zusammen verbinden, dann fühlen wir in ihnen eine Realität, die „spirituelle Welt“ genannt wird. Alles ist sehr einfach und zeit- und raumlos. Alles hängt von der Einheit der Verlangen in einem einheitlichen Ganzen oder ihrer Trennung voneinander ab.

Im Moment fühlen wir diese Realität, weil unsere Verlangen unverbunden sind und jeder für sich steht. In deinem kleinen, eigenen Verlangen, welches nur deinem Vorteil gilt, bist du fähig zu fühlen, was in ihm ist. Du fühlst Licht, aber wenn das Licht in diesem Verlangen auftritt, erscheint es dir als das, was du jetzt siehst. Möchtest du etwas anderes sehen? Du wirst nicht fähig sein, etwas mit diesen weltlichen Verlangen zu tun bis zum Ende der Korrektur.

Wenn dieses weltliche Verlangen enthüllt wird und in uns wächst, fühlen wir, dass wir leben. Danach verschwindet es und wir fühlen, dass wir sterben. Dann wird es wieder zum Leben erwachen und stirbt, als ob es wiederbelebt wurde, um genutzt zu werden und wieder in der Verhüllung zu verschwinden. Daneben jedoch gibt es ein anderes Verlangen, das „Punkt im Herzen“ genannt wird, welches von einer anderen, spirituellen Ebene kommt. Dies ist ein Verlangen, mit dem wir uns mit den anderen verbinden können. Wir können nicht die Verlangen dieser Welt verbinden, welche Verlangen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebenen sind. Sie existieren in ihrer normalen Form, wo jeder Mensch mit den anderen verbunden ist, in dem Maß wie die Natur ihn verpflichtet, und nicht mehr als das.

Wir können jedoch unsere Verlangen, genannt „die Punkte im Herzen“, verbinden, und dann fühlen wir die spirituelle Welt in ihnen. Deshalb muss ich mir dieses gemeinsame Verlangen (Kli oder Gefäß) vorstellen. Es ist sehr konkret und liegt wirklich in unseren Händen. Wenn wir unsere Verlangen nach Spiritualität, unsere Punkte im Herzen, verbinden können, durch gegenseitige Hilfe und gegenseitige Verbindung, dann werden wir die spirituelle Welt fühlen. Die Empfindung in ihnen muss jedoch gegenseitig sein. Es kann nicht in jedem einzelnen Individuum passieren, weil es durch die Einheit der Verlangen offenbart wird.

Was wird enthüllt? Es ist die Verbindung unter den Verlangen. Diese Verbindung wird Erfüllung genannt – der Schöpfer, oder das Licht, welches das Verlangen erfüllt. Wir enthüllen das Licht nicht selbst. Wir enthüllen nur unseren Eindruck des Lichts, die Qualität des Gebens, die sich in uns einkleidet. Sie kleidet sich präzise in unseren Beziehungen der Liebe und des Gebens untereinander ein.

Es gibt eine Kraft, die uns befähigt, uns gemeinsam zu verbinden und uns gegenseitig zu geben. Mein Geben an eine andere Person wird „Licht“ genannt, und das gegenseitige Geben, das ich unter allen anderen enthülle, nennt man „den Schöpfer“. Dies ist die Bedeutung des Verses „Von der Liebe für die geschaffenen Geschöpfe zur Liebe für den Schöpfer“.

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Würde mir endlich jemand sagen, worum es im Sohar geht?


Ich erhalte viele Fragen über das Studium des Sohar, sowohl von erfahrenen Studenten wie auch von absoluten Anfängern. Die Leute schreiben, „Wir waren bisher gewohnt, zu verstehen, was wir studieren. Talmud Esser HaSfirot und „Einführung zur Weisheit der Kabbala“ (Pticha) gaben uns Wissen über den Aufbau des Universums. Die Artikel über die Gruppe führten uns zum Nachdenken über die Einheit und das Ziel, welche die Gruppe erreichen muss. Die Artikel von Baal HaSulam erklärten die Verbindung der Kabbala zu anderen Wissenschaften und ihre Einstellung zu Religion, Philosophie und der Freiheit des Willens. Es war klar, dass diese Artikel sich mit der Struktur der äußeren Gesellschaft ebenso befassten, wie mit der inneren Struktur des Menschen. Aber was zum Teufel studieren wir im Buch Sohar?

Diese Fragen verdeutlichen die falsche Einstellung gegenüber dem Studium, weil letztendlich muss sich alles zu einem verbinden. Beispielsweise ist die Gruppe eine Ansammlung von Seelen, die sich zusammen vereinigen müssen. Es erscheint nur unserer Vorstellung und Empfindung so, dass es verschiedene, fremde Seelen und Verlangen um uns gibt, und dass wir diese an uns anheften wollen, um das wahre Bild zu sehen.

Es ist unmöglich, Kabbala theoretisch zu studieren; diese Weisheit kann ausschließlich praktisch erlangt werden. Dies ist das Hauptanliegen beim Studium der Wissenschaft der Kabbala: Es geht darum, den Schöpfer gegenüber den Geschöpfen in dieser Welt zu enthüllen.

Der Schöpfer (Bo-reh) bedeutet „Komm und siehe“ – komm und erfahre die Eigenschaft des Gebens durch deren Offenbarung in dir, indem du von der „Nächstenliebe“ zur „Schöpferliebe“ gehst. Die wirkliche Wahrnehmung der Realität besteht dann, wenn die Wirklichkeit nicht mehr in „ich“ und „die anderen“ geteilt ist, sondern alle zusammen in einem einheitlichen Ganzen verbunden sind. Aber wie können wir diese Einheit und Wahrnehmung erlangen, wenn wir immer noch unfähig sind, alle Seelen als einen Menschen mit einem Herzen zu spüren, sie mit dem Schöpfer zu vereinen und diese gesamte Welt in uns zu fühlen? Wie können wir das aufdecken und verstehen?

All das muss durch das Höhere Licht für uns getan werden. Das Licht muss uns zum Zustand „Es gibt niemanden außer Ihn“ und „Er ist gut und Gutes tuend“ bringen, trotz allem was uns widerfährt. Diese zwei Formen der Enthüllung müssen gemeinsam kommen und sich verbinden; wir wissen bloß nicht, wie das geschehen soll.

Genau das ist unser Ziel, wenn wir mit dem Studium des Sohar beginnen: Wir müssen das Verlangen danach haben, dass uns die wahre Realität enthüllt wird, dass sich der Schöpfer hier und jetzt der Schöpfung offenbart, dass sich das Verlangen gemeinsam mit dem Licht darin enthüllt! Zusätzlich müssen wir dieser Einstellung ein wenig Sensibilität und Sorge hinzufügen. Jeder von uns sollte sich fragen: Tue ich alles, was mir bestimmt ist? Führe ich das erforderliche Maß an Anstrengung aus, das ich tun sollte? Dies wiederum hängt von unserem Empfinden für die Wichtigkeit des spirituellen Ziels und einer beständigen inneren Sorge darum ab. Dann ist uns der Erfolg garantiert.

Das Verlangen eines Kindes nach monatlichen Kongressen

Frage: Weshalb haben wir nicht jeden Monat einen Kongress?

Meine Antwort: Wir müssen zwischen uns eine Verbindung aufbauen, die es erlaubt, dass unser wahres Leben über der körperlichen Welt fließt und unser tägliches Leben irgendwo darunter bleibt. Dann würden wir uns immer inspiriert fühlen und das großartige, ewige Leben viel stärker spüren, als wir es während eines Kongresses tun.

Du kannst die spirituelle Welt nicht mit einem Zug oder einem Flugzeug erreichen – sie ist in uns. Wir müssen nur das spirituelle Empfinden in uns erwecken, um die spirituelle Realität genauso wie diese Welt zu fühlen. Unser Empfinden muss schärfer werden und wir müssen unsere Wahrnehmung dem öffnen, was genau hier in unserer eigenen Umgebung geschieht.

Wir haben bereits die Fähigkeit, dies zu tun, und indem wir es tun, werden wir uns in einem unendlichen Abenteuer wiederfinden, das so wundervoll ist, dass uns nichts anderes übrig bleiben wird, als über dieses, sich immer mehr ausweitende Abenteuer zu staunen.

Wir Erwachsenen müssen den Grundstein für euch legen, sodass ihr bereit sein werdet, in diese Welt einzutreten. Und wir werden unser Bestes dafür geben.

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Die Schöpfung und der Schöpfer können ohne einander nicht bestehen

Eine Frage, die ich erhielt: Wo ist mein „Ich“ im System der spirituellen Kräfte?

Meine Antwort: Das „Ich“ ist dasjenige, was sie offenbart. Das „Ich“ ist der Schirm, auf dem sie offenbart werden. Das „Ich“ ist der Grad der Angleichung und Enthüllung. In der spirituellen Welt ist es unmöglich, Unterschiede zu machen, weil man sie mittels der Wechselwirkung (Siwug) und der Vereinigung offenbart. Es ist unmöglich, die spirituelle Empfindung in den Erkennenden und die Erkenntnis zu unterteilen.

Spiritualität ist ein allgemeines Empfinden; es ist das Ergebnis Ihrer Einbindung in die Höhere Stufe. Sie werden nicht als „Schöpfung“ bezeichnet, bevor sie nicht den Schöpfer offenbart haben. Und wenn Sie diese Empfindung haben, ist es unmöglich, einen Unterschied zwischen Ihm und Ihnen zu machen. Die Schöpfung und der Schöpfer können nicht ohne einander bestehen und Sie offenbaren dies entsprechend dem Grad ihrer Angleichung an Ihn.

Sie fragen also, „Wo ist hier mein „Ich“?“ Das „Ich“ ist der Grad Ihrer Angleichung an den Schöpfer. Ohne diese existieren Sie in der spirituellen Welt nicht.

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Die drei Linien unserer inneren Arbeit verstehen (Fortgeschrittene)

Wir verstehen nicht, wie zwei entgegengesetzte Phänomene zur gleichen Zeit existieren können, wie es möglich ist, zu empfangen und zu genießen und gleichzeitig demjenigen Vergnügen zu bereiten, der mir Genuss gibt. Dies sind gegensätzliche Empfindungen. Wie also können sie kombiniert werden, wenn sie in verschiedene Richtungen streben: eine in meine Richtung und die andere in Seine Richtung? Wie ist es möglich, gleichzeitig von zwei Verlangen Genuss zu empfinden?

In unserer Welt gibt es dazu keine Beispiele, weil sie nur auf einem Verlangen basiert, welches das egoistische Verlangen ist. Jedoch in der spirituellen Welt gibt es ein zusätzliches Verlangen – das Verlangen zu geben und beide Verlangen wirken gemeinsam.

Doch zuerst müssen die beiden Verlangen miteinander kollidieren. Der Wille zu genießen wächst und widerstreitet dem Willen jemandem Vergnügen zu bereiten. Die Harmonie zwischen ihnen entsteht kraft der dritten Linie, die nicht nur eine Verbindung der zwei Verlangen ist – es ist kein Kompromiss, sondern die zwei Verlangen – „für mich“ und „für Ihn“ – werden eins. Der einzige Weg, wie dies stattfinden kann, ist durch die Enthüllung des Höheren Lichts, das einem die Möglichkeit gibt, Gegensätze zu verstehen und sie miteinander zu verbinden.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

 

Warum Amerikaner von Antidepressiva abhängig sind


In den Nachrichten (aus MSNBC News): „Gebrauch der Antidepressiva verdoppelt sich in den Vereinigten Staaten, findet eine Studie heraus“ Der Gebrauch von Antidepressiva in den Vereinigten Staaten hat sich zwischen 1996 und 2005 verdoppelt, vermutlich aus einem Faktorenmix heraus, berichteten Forscher am Montag. „Ein signifikanter Anstieg des Gebrauchs der Antidepressiva ist in allen soziodemographisch untersuchten Gruppen erwiesen, außer bei Afro-Amerikanern“, schrieben Dr. Mark Olfson von der Columbia Universität und Steven Marcus von der Pennsylvania Universität in Philadelphia in den Archives of General Psychiatry.

Mein Kommentar: Da die Leute ein neues, überirdisches Verlangen verspüren, das in dieser Welt unmöglich erfüllt werden kann, erfahren sie einen unheilbaren Zustand der Depression und Melancholie, den sie mit Drogen oder anderen abhängig machenden Substanzen zu unterdrücken versuchen. Dieses Verlangen kann stattdessen durch die Enthüllung der Höheren Welt mit dem ersehnten Genuss gestillt werden, indem die Methode der Erfüllung dieses neuen Verlangens genutzt wird – die Seele. Diese Methode wird die „Weisheit der Kabbala“ genannt. Kabbala wird aus dem Hebräischen als „Empfangen oder Erfüllung“ übersetzt.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wir müssen uns auf eine höhere Bewusstseinsebene erheben, um unsere Probleme zu lösen
Blog-post: Virtueller Unterricht – Die Krise und die Lösung
Blog-post: Antworten auf Kommentare über „Depression“, „anderen egoistisch zu erscheinen“ und „Elternschaft“
Leben aus der Kabbala, Seite 370: Leiden, die uns aus uneingeschränkter Güte geschickt werden

Zeit ist das subjektive Gefühl, dass etwas Fehlendes später noch kommen wird

Eine Frage, die ich erhielt: Wie erklären Kabbalisten den Parameter von Zeit, den wir durch unsere Sinne spüren und mit technischen Instrumenten dieser Welt messen können?

  • Wozu brauchen wir die Zeitvorstellung, und warum vergeht dieses Gefühl, sobald wir den Machsom überqueren?
  • Wie und warum schaffen wir Zeit in uns?
  • Welchen Einfluss kann ein Mensch auf die Zeit haben und wie beeinflusst die Zeit den Menschen?
  • Und zum Schluss, welchen Einfluss hat die Zeit auf die Natur und umgekehrt?

Meine Antwort: Die Zeit wird von unserem Egoismus erschaffen. Zeit ist ein Gefühl des Defizits, des Unterschiedes zwischen dem, was existiert und existieren wird. Wenn jemand allerdings die Zukunft als etwas wahrnimmt, das er bereits erhalten hat und das es bereits gibt, dann hat er kein Zeitgefühl mehr – er hat dann nicht mehr die Empfindung, dass ihm heute etwas fehlt, das erst in der Zukunft auftreten wird.

Wenn aber jemand ohne irgendwelche Zweifel fest daran glaubt, dass er etwas zwar noch nicht erhalten hat, aber es auf jeden Fall in der Zukunft empfängt, dann sind Gegenwart und Zukunft eins für ihn, da die Zukunft der Gegenwart nichts mehr hinzufügen kann. Wenn wir uns daher über das Ego erheben, befinden wir uns ausschließlich und nur in der Gegenwart.

Es steht geschrieben, dass jemand, der nach dem Schöpfer strebt, die Zeit komprimiert. Tatsächlich befindet sich das gesamte Bild der Welt in uns und das schließt auch den Zeitfaktor ein.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Zeit – Illusion oder Realität
Blog-post: In der Tora gibt es keine Zeit
Blog-post: In der Spiritualität gibt es keine Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung!
Shamati #36: Was sind die drei Körper des Menschen?
 

 

Bin ich ein Mystiker oder ein Prophet?

Zwei Fragen, die ich über mich selbst erhielt:

Frage: Sind Sie ein Mystiker?

Meine Antwort: Ich bin ein rationaler, nüchterner Mann. Mystik hat mich nie gereizt. Selbst wenn ich Gefühle habe, die „mystisch“ scheinen, fühle ich sie, weil ich sie für mich selbst erreicht habe. Das ist eine Wahrnehmung des Schöpfers, eine Wahrnehmung des Überganges, eine Wahrnehmung der Gemeinsamkeit, einer einzigen Kraft und eines Feldes der Liebe. All das ist in mir. Das ist meine Wirklichkeit, weil ich es lebe und atme. Deshalb ist es nicht Mystik für mich, sondern eine sich entfaltende, erweiternde Welt. Also nennen Sie mich einen „Mystiker“, wenn Sie wollen, aber für mich bedeutet dies das Erreichen einer höheren, weiteren Sichtweise, wo Erreichung nicht Mystik ist.

Frage: Sind Sie ein Prophet?

Meine Antwort: Leute stellen mir häufig diese Frage. Für mich ist eine spirituelle Empfindung keine Prophezeiung, sondern die Wirklichkeit, in der ich lebe. Und wenn Sie mich fragen werden, „Was wird morgen geschehen?“, werde Ihnen unzweideutig sagen: „Das weiß ich nicht.“ Und keiner der Propheten wusste es. Sie sagten einfach, „Wenn ihr nicht das tut, was ihr tun solltet, dann werden die Dinge für euch schlecht sein.“ Und sie konnten die „schlechten Dinge“ beschreiben, die geschehen würden, weil sie die Naturgesetze kannten, und was geschehen wird, wenn Leute sie nicht erfüllen. Das ist, was sie geschrieben haben.

„Aber wenn ihr euch entsprechend verhaltet“, so erklärten sie, „dann wird sich all dieses Übel zum Guten wandeln. Wir, die Propheten, wissen nicht, was wirklich geschehen wird. Wir erzählen euch über den Plan der Natur (oder des Schöpfers) und der Rest hängt von euch ab.“ Ich weiß auch nicht, was in der Zukunft wirklich geschehen wird. Es hängt von unserer Wahl ab: Welchen Pfad wir wählen werden, um ans endgültige Ziel zu gelangen – die Angleichung an den Schöpfer.

Fernsehen stumpft unseren Sinn für Moral ab

In den Nachrichten (aus CNN): Maschinengewehrartig präsentierte Nachrichten im TV oder der Erhalt von Updates via sozialen Netzwerken wie Twitter, könnten unseren Sinn für Moral abstumpfen und uns gleichgültig gegenüber dem Leiden anderer Menschen machen, sagen Wissenschaftler. „Wenn Ereignisse zu schnell geschehen, werden einem die Empfindungen über den psychologischen Zustand anderer Menschen nicht so sehr bewusst und das könnte Auswirkungen auf unsere Moralität haben“, sagte die Wissenschaftlerin Mary Helen Immordino-Yang. … die Studie erhebt die Frage über die emotionale Belastung, speziell bei jungen Leuten, durch eine starke Abhängigkeit von einer Sturzflut an Nachrichtenschnipseln, die via Fernsehen und Internetkost, wie Twitter, geliefert werden.

Mein Kommentar: Genau daher rühren die Probleme unserer Jugend. Dies ist der Einfluss durch TV-Programme, die zu rein oberflächlichem Denken aufrufen und weniger zu einer bewussten Ebene.

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