Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Sprache der spirituellen Kräfte

Frage: Gibt es einen Unterschied im geistigen Aufstieg, wenn wir das Buch Sohar auf Hebräisch oder in der Übersetzung in andere Sprachen lesen?
Meine Antwort: Ich wuerde sagen, dass es doch einen Unterschied gibt. Die Besonderheit der hebräischen Sprache liegt darin, dass sie aus der geistigen Wurzel stammt. Und deshalb äußern die Form der Buchstaben, ihre Reihenfolge, die Kombinationen der geistigen Kräfte.

Diese Sprache ist nicht meine Muttersprache und gerade deswegen, weil ich mich an sie nicht gewöhnt habe, öffne ich in den Kombinationen der Buchstaben und in ihrer Form eine wahrlich mathematische Logik. Das sind die Berechnungen, die Symbole, die sich in Form der Buchstaben ausprägen. Der Buchstabe ist ein Symbol.
Der Sohar sagt so viel über die Buchstaben, ihre Formen und die Ordnung zwischen ihnen, dass, wenn Du ihn in einer anderen Sprache liest, Du quasi die Möglichkeit, das zu machen, verlierst. Und dasselbe gilt für die Wortfolge, die Reihenfolge der Buchstaben.

Angenommen, es gibt im Hebräischen viele Sachen, auf die man verzichten könnte, z.B. die Buchstaben „Schin“ und „Sin“, die zwar identisch geschrieben werden, aber anders ausgesprochen, oder „Tav“ und „Tet“, die anders geschrieben werden, aber identisch ausgesprochen. Dazu gehört auch die Schreibweise der Buchstaben und der Wörter.
Die anderen Sprachen änderten sich im Laufe der Zeit, und deshalb sind in den heutigen Sprachen auch einige Elemente der alten Sprache vorhanden geblieben, wie z.B. die Endungen im Französischen.
Das Hebräische änderte sich allerdings während der Zeit nicht. Die Kräfte, die im Geistigen jene Begriffe schaffen, die die Wörter beschreiben, sind so geregelt, dass es während der Jahrtausende unmöglich war, weder die Schreibung der Wörter, noch die Form der Buchstaben zu ändern.
In jeder Sprache gibt es die alte und die neue Sprache, aber im Hebräischen gibt es dies nicht. Es gibt die Umgangssprache, aber die Sprache selbst ist unverändert geblieben. Sie kann sich nicht ändern, weil sie anhand der Kräfte aufgebaut ist, die diese Symbole schaffen, sogenannte Buchstaben und Wörter.
Diese Sprache wird erst im Gmar Tikun entschwinden, wenn wir von SaT (sieben unteren Sefirot) von Bina und SoN zu GaR (drei ersten Sefirot) von Bina aufsteigen werden – dort werden diese Buchstaben entschwinden. Dann wird auch die ganze Materie entschwinden.
Deshalb als Antwort auf die Frage „Hebräisch zu lernen oder nicht?“ würde ich antworten, dass es in irgendeinem Maß gefordert wird, zumindest ein wenig. Wenn man die Möglichkeit und die Zeit hat, lohnt es sich, diese Anstrengung zu machen.
Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 30.12.2010

Ein universelles Triebwerk zur Korrektur

„Die Buchstaben“ in der Spiritualität ist ein System der Korrektur, eine Schablone, welche langsam uns bekleiden sollen, um uns ihre Form zu geben.

Wie in der Buchdruckerei drucken sie auf uns ihre Kontur, in der richtigen Reihenfolge und richtigen Zusammensetzung der nötigen Elemente.

Am Ende nehmen wir die gleiche Form des höheren Lichtes in der Unendlichkeit an. Der spirituelle Abdruck legt sich auf unsere Materie des Verlangens, solange es dem Licht nicht eben ist.

Das System der Korrektur formte sich als Ergebnis der Zerbrechung der Welten, und deswegen gibt es in ihr die Zusammensetzung der Bina und Malchut, welche wir annehmen sollen. Dieses System wurde speziell aufgebaut, um die Korrektur an die Seelen anzupassen.

Danach zerbrach die Seele von Adam Rishon, damit die Buchstaben d.h. unsere korrigierten Formen die Übereinstimmung zu unserer verdorbenen Materie finden. Jetzt kann das Licht durch die Buchstaben gehen und verschiedene Formen annehmen, welche wir dann in der Lage sind entgegen zunehmen.

Dieses Triebwerk ist die Basis aller Korrekturen in der Welten, eingeschlossen unserer Welt. Wenn wir richtig handeln wollen, indem wir ins Innere eindringen und danach streben, den richtigen Weg zu finden, dann kommen wir genau zu dem System, die das höhere System der Korrektur eben ist.

Wir sind so geschaffen und haben keine andere Möglichkeit etwas anderes zu entwickeln.

Daraus sehen wir, ob wir in eine richtige Richtung voranschreiten, ob wir den wahren Fehler und die Möglichkeit seiner Korrektur verstehen. Sogar beim ersten Schritt können wir uns nach diesem System kontrollieren.

Untrennbare Gegensätze

Eine Frage, die ich erhielt: Was ermöglicht der mittleren Linie, die rechte und die linke zu vereinen?
Meine Antwort: Im Grunde genommen sind die rechte und die linke Linien einander vollkommen entgegengesetzt.
Die rechte Linie ist das absolute Geben, sie weiß nicht, was Empfangen bedeutet, und will es nicht wissen. Und die linke Linie beinhaltet empfangende Kelim, die nicht verstehen, was es heißt, zu geben.
Doch jedes unserer Verlangen, Eindrücke, Gedanken besteht unerlässlich aus einer Mischung von Bina und Malchut, von gebenden und empfangenden Verlangen. Ihre Trennung ist nur durch die Kraft des Lichts möglich, wenn ich quasi die eine hinsichtlich der anderen unterdrücke.
Sowohl in der rechten als auch in der linken Linie gibt es ebenfalls drei Linien. Wir sind nicht in der Lage, etwas Einzelnes in reiner Form herauszutrennen.
Das Zerbrechen hat sie durch das allerstärkste Licht für ewig miteinander verschmolzen. Es hat sie dermaßen tief ineinander gebracht, dass kein einziges Detail, kein einziges Teilchen übrig geblieben ist, in dem es diese zwei Elemente nicht gäbe.
Deshalb stellt die rechte Linie in Wirklichkeit die gebenden Kelim, die an den empfangenden arbeiten, dar, und in der linken Linie verbergen sich die gebenden Kelim unter den empfangenden. Wenn ich jedoch die mittlere Linie erlange, erhalte ich Kelim, in denen diese Eigenschaften miteinander kombiniert sind.
Das gegenseitige Durchdringen, das ich an die mittlere Linie anschließe, ist die Kraft des höheren Lichts, genauer gesagt, die Kraft des Schöpfers, der Schöpfungsgedanke, der das Zerbrechen vorherbestimmt und hervorgerufen hat. Auf diese Weise, indem ich anfange, die zwei Linien zu einer zu verbinden, nutze ich die Kraft des Schöpfers selbst.
Ich gedenke und beabsichtige genau Ihn zu enthüllen, die mittlere Linie verbindet mich mit Ihm, mit der Quelle des Zerbrechens. In ihr erkenne ich die Ursache des Zerbrechens und die Absicht des Schöpfers. Indem ich mich über die Natur erhebe, verschmelze ich mit Demjenigen, der über ihr existiert.
Demnach verbirgt sich der Schöpfer in der mittleren Linie, und ich berühre Ihn dank ihrer vereinenden Wirkung. Hier befindet sich der Treffpunkt zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 28.09.2010

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Der Weg zum Palast des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, den Zustand des spirituellen Aufstiegs zu schätzen?

Meine Antwort: Der Aufstieg ist ein Zustand, in dem ich alles, was mit mir geschieht, rechtfertigen kann – wenn ich Freunde und die Gruppe rechtfertigen kann, weil ich in ihnen Engel sehe, die mir helfen, meinen freien Willen umzusetzen und das Ziel zu erreichen.

Aus den Elementen dieses Zustandes kann ich mich selbst und meine Beziehung dem Schöpfer gegenüber, der sich innerhalb dieses Zustandes enthüllt, aufbauen.

Die Komponenten meines Zustandes sind die Gruppe, das Zuhause, die Arbeit, das Studium, die Gesundheit usw. Ich muss alles als zweitrangig bezüglich der Gruppe einordnen, ich muss alles zusammenpacken und mich damit in die Gruppe einordnen, obwohl sie nur eine Komponente von vielen ist.

Und in ihr kläre ich ebenfalls sehr viele Komponenten, bis ich mich nur für eine entscheide – das Verlangen, den Schöpfer zu erreichen.

Ich dringe in meiner Arbeit und in meinen Klärungen immer tiefer, zum Kern, durch, als ob ich von Weitem dem Königspalast immer näherkommen würde, bis ich ihn erreicht habe.

Ich richte mich immer mehr auf den Zielpunkt aus und überprüfe die Richtung, bis ich das Ziel erreicht habe.

Zuerst glaube ich, dass um mich herum eine ganze Welt existiert, und später sehe ich nur die Gruppe und verschiedene Situationen innerhalb der Gruppe, bis ich zu einem ganz einfachen Schema komme, dass alles um mich herum Engel, Kräfte, sind, die mich auf den Schöpfer ausrichten und mir helfen, zu Ihm zu kommen.

Was ist das für eine Gruppe – ist das die lokale Gruppe, die mir am nächsten steht, oder die Weltgruppe? Gruppe bedeutet alle Seelen. Wir fangen mit der ganzen Welt an und engen dann den Kreis ein.

Die Gruppe beginnt für mich mit den physischen Körpern, mit den mir bekannten Menschen weltweit, die ich als durch ein gemeinsames Ziel verbunden empfinde.

Das sind Menschen, die mich verstehen und fühlen, ich muss sie nicht von Angesicht kennen, es ist unwichtig. Doch in der spirituellen Welt befinden wir uns in einem gemeinsamen System. In dieser Welt müssen wir uns noch nicht einmal getroffen haben, doch in der spirituellen Welt sind wir vereint.

Das ist die rettende Möglichkeit – zweifelsohne sind wir miteinander verbunden, unterstützen einander und hängen voneinander ab.

Und das sind nicht nur Menschen, die in meiner Generation leben und sich im Moment in dem gleichen Zustand bezüglich des Schöpfers befinden, sondern auch alle Kabbalisten der Vergangenheit, angefangen mit Adam, der als erster vor 5770 Jahren den Schöpfer enthüllte und den freien Willen umsetzte.

Von diesem Moment an begann die Schöpfung, der Punkt des Verlangens, ihren Weg zur Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Seit dem gehören alle Kabbalisten, die mit diesem Ziel verbunden sind, dem gleichen System an, unabhängig davon, auf welcher Stufe der Leiter sie sich befinden.

Und die Menschen, die in diesem System noch nicht aktiv arbeiten, gehören ebenfalls dazu, wir müssen sie nur erwecken.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.09.2010

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Kraft über das gesamte Universums erwerben


Aus dem Sohar, Abschnitt BeHaalotcha„(Wenn sie die Kerzen aufstellen),, Punkt 118: Nachdem er die ersten zwei Banner erklärte, welche die mittlere Linie und die rechte Linie sind, erklärt er jetzt das dritte Banner, welches die linke Linie ist, genannt „das Gesicht eines Ochsen“ in den Tieren und „Gabriel“ in den vier Engeln. Es ist bekannt, dass nachdem die mittlere Linie Entscheidung traf und die rechte Linie und die linke Linie miteinander vereinigte, nur das Licht von Malchut in der linken Linie verblieb, welche das Leuchten von Chochma von unten nach oben ist, gemeint sind VAK, während GAR verschwanden.

Zwei ganze Linien, die Rechte und die Linke (Chassadim und Chochma), kommen auf uns von Oben herab. Der Zerbruch der Gefäße fand statt, da das Geschöpf versuchte sich vollkommen mit Chassadim und Chochma zu vereinigen, um das gesamte Licht von Chochma zu bekommen gekleidet im Licht von Chassadim mit der Absicht zu Geben. Jedoch war es unmöglich dies zu tun, aufgrund des Fehlens eines solch großen Schirmes. Daher zerbrach die Absicht (Kli) um zu Geben und der Schirm verschwand.

Jetzt müssen wir diesen Zerbruch korrigieren. Durch diese Korrektur, beginnen wir zu verstehen, was mit dem Geschöpf geschah, warum es auf diese Weise vom Schöpfer erschaffen wurde, und was ER sich wünschte, was sie tun sollen. Der Zerbruch ist nichts Schlechtes. Es ist ein Weg unsere Welt vorzubereiten, diese wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen, durch Verständnis, Wahrnehmung und Empfindung. Denn würden wir in einer Welt existieren, die bereit für uns wäre, würden wir dies nicht verstehen können.

Daher, seit der Schöpfer die Welt der Unendlichkeit erschuf und dann zerbrach, gab er uns eine Möglichkeit, die Welt der Unendlichkeit wieder zu einem zusammenzusetzen, uns damit selbst am Akt der Schöpfung (Maase Merkava) und an der ersten Handlung (Maase Bereshit) zu beteiligen, um IHN dadurch zu verstehen, IHN zu fühlen und IHM gleich zu werden.

Sicherlich errichten wir dies alles nicht aus dem Nichts, da wir selbst aus dem „Nichts“ erschaffen wurden. Doch dadurch, dass wir die Teile wieder zu einem Ganzen zusammenfügen, erhalten wir ein Verständnis und eine Empfindung was wir benötigen, um uns dem Schöpfer anzugleichen. Daher gab man uns alle Informationen über alle Teile, Elemente und der Tiefe des Universums.

Daher berichtet uns das gesamte Buch Sohar und die gesamte Wissenschaft der Kabbala, wie wir die zerbrochenen Verlangen (Kelim) korrigieren können, wie wir diese richtig miteinander verbinden und diese zu einem gesamten Verlangen (das spirituelle Gefäß oder Kli) zurückbringen können, dem gesamten Licht das zuvor die Welt der Unendlichkeit erfüllte.

Aber das Geschöpf muss dies selbst durch seine eigenen Anstrengungen ausführen. Dadurch erreicht es ein Verständnis, ein Gefühl, eine Vorstellung von der Kraft des gesamten Universums.

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Wann werden Deine Gebete erhört?


Jedes Konzept dieser Welt ist gemäß der Stufen des direkten Lichts in die vier Stufen des HaVaYaH unterteilt – in jeder Qualität, Einfluss, Definition und Unterteilung. Diese Unterscheidung kann auf die gesamte Wirklichkeit übertragen werden.

• Die Stufen 0-1-2-3-4 „Shoresh-Aleph-Bet-Gimel-Dalet,“

HaVaYaH „Die Spitze der Buchstaben Yod-Yod-Hey-Vav-Hey,“

Sefirot „Keter-Chochma-Bina-Seir Anpin-Malchut,“

• Die Sinne „Sehen-Hören-Riechen-Schmecken-Tasten“

ParzufimGalgalta-AB-SAG-MA-BON,“

• Die Welten „Adam Kadmon-Atzilut-Briah-Yetzira-Assiya,“

• Die Lichter „Yechida-Haya-Neshama-Ruach-Nefesh,“

• Die vier Elemente „Feuer-Luft-Wasser-Erde“…

Unser Gebet soll immer allgemein gehalten werden: Ein Gebet der Gesellschaft, für die Gesellschaft, ein Gebet von Vielen. Es soll alle Stufen und Abteilungen enthalten, das gesamte HaVaYaH. Wenn jemand nur um etwas fleht ist es kein Gebet. Seine Bitte muss sein Verstehen und sein Empfinden enthalten, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Falls er seine Bitte genauso ausrichtet ist das Gebet erwachsen und gereift und er wird eine Antwort erhalten.

Baal HaSulam´s Buch Beit Shaar HaKavanot repräsentiert diese genaue, allgemeine Herangehensweise, eine globale Sicht der Schöpfung und der gesamten Realität. Anstatt kleine, individuelle Elemente zu unterscheiden erklärt er wie man sie vereinigt. Talmud Eser Sefirot ist eine Analyse in welcher das gemeinsame Ganze in Teile aufgebrochen wird, während Beit Shaar HaKavanot die Synthese darstellt, in der die Teile wieder zusammengefügt werden.

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Das ewige Bündnis des Ganzen und Seiner Teile

Der Sohar, Abschnitt Wajikra, Punkt 20:… Und ein Gesandter wurde von außen an der Türe eingesetzt, und sein Name ist Gabriel. Mit ihm sind zwölf Gesandte, die ihn umgeben – drei auf jeder Seite, von vier Seiten.Der untere gemeinsame Kriegswagen (Merkawa), ist zwölf: Michael – Gabriel – Uriel -Rafael, wobei jeder aus drei Linien besteht, ChaGaT, also insgesamt – zwölf.

Folglich beinhaltet jeder von ihnen auch zwölf…

Jedes spirituelle Geschöpf besteht aus zwölf Teilen. Ein beliebiges, das kleinste Element und die gesamte geistige Realität weisen eine und dieselbe Struktur auf, sowie gleiche Eigenschaften.

Wenn man einen winzigen Teil abtrennt, dann wird er alle Eigenschaften des Ganzen beinhalten.

Deshalb gibt es in der Spiritualität keinen Unterschied zwischen dem Ganzen und seinem Teil, nicht wie in unserer Welt, wo sich die einzelnen Teile zusammenaddieren, um ein Ganzes zu bilden.

In der Höheren Welt zählt also die Qualität und nicht die Quantität, und das Ganze entsteht nicht aus der Summe einzelner Teile – jeder Teil repräsentiert das Ganze, das im qualitativ neuem Maß enthüllt wird.

Die geistige Realität wird nur in der Wahrnehmung des Menschen, innerhalb seines Wunsches enthüllt, das heißt wir begreifen die Formen des eigenen Wunsches, die als „Seele“ und „Licht“ bezeichnet werden, folglich gelten sie innerhalb des Wunsches und geben ihm solche Formen.

Daraus folgt, dass die gesamte Realität eine Seele (Adam Rishon) ist. Alle Welten, alle spirituellen Objekte (Parzufim), die Engel, die Formen – stellen vier Stufen eines Wunsches dar (unbelebt, pflanzlich, tierisch, menschlich).

Die gesamte Schöpfung weist eine und dieselbe Struktur auf, und außer ihr gibt es nur Azmuto – das Wesen des Schöpfers, das für uns unbegreiflich ist.

Man kann nur erraten, dass es die Wurzel für alles ist, was wir offenbaren werden, aber wir können sie nicht begreifen.

Aus dem Abendunterricht zum Buch Sohar, 13.05.2010

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Alles, was ich tun kann, ist euch zu lehren

Eine Frage, die ich erhielt: Ich möchte gern das Licht empfangen und es um des Schöpfers willen mit anderen teilen. Ich habe voller Glück Ihre Essays, Hinweise und Lehren gelesen und danke Ihnen fortwährend. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich gerne Ihren Rat darüber einholen, was ich tun muss und was nicht oder bezüglich der Hauptarbeiten, die jemand tun muss, um das Licht zu empfangen und ein Diener des Schöpfers zu sein. Ich weiß nicht, wie viele meiner 613 (+7) egoistischen Verlangen ich bis jetzt korrigiert habe. Wäre es eine eigennützige Bitte, wenn ich Sie bitten würde, mir zu helfen, mich zu korrigieren und das Licht zu empfangen und den Schöpfungsgedanken zu erreichen?

Meine Antwort: Alle unsere 613 Verlangen werden simultan korrigiert. Das ist so, weil unsere Seele immer ganz und niemals geteilt ist, genauso wie ein Samentropfen, ein Embryo oder ein Erwachsener alle Elemente eines Körpers haben.

Ihre Arbeit ist es, alle 125 Stufen der Korrektur zu durchlaufen. Wenn Sie zur ersten Stufe aufsteigen, werden Sie den Schöpfer in dem von der Stufe bestimmten Maße enthüllen. Ich kann Ihnen nicht in der Weise helfen, wie Sie es gerne hätten. Ich kann das nicht an Ihrer Stelle tun. Ich kann Sie nur nähren und Sie lehren zu wachsen.

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Bog-post: Unser Fortschritt ist von unserer Anstrengung und unserem Verlangen abhängig

Die Welt ist ein Spielplatz

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben oft erwähnt, dass der Mensch die Gesamtheit der Natur in Harmonie bringen muss. Aber wurde die Natur nicht in Harmonie erschaffen?

Meine Antwort: Die Natur befindet sich in absoluter Harmonie, jedoch fehlt es dieser Harmonie an einem Element – dem „Ich“ des Menschen. Das fehlt der Harmonie der Natur wegen des dem Menschen innewohnenden Egoismus, der absichtlich in ihm erschaffen wurde. Wenn die Natur durch das Ego des Menschen betrachtet wird, erscheint sie ihm chaotisch und es fehlt ihr an Harmonie.

Es gibt eine Welt und eine Natur, die viel größer und weiter sind, sehr viel integraler und globaler, als das, was wir sehen. Es beinhaltet das gesamte System des Universums, wo alle Elemente ideal miteinander verbunden sind. Und dieses gesamte System wird von Kräften gelenkt, die wir nicht spüren oder sehen können. Der Grund, aus dem sie sich unserer Wahrnehmung und unserem Verständnis entziehen, ist unser Egoismus. Unser Egoismus steht dem im Weg und entstellt die Perfektion der Natur.

Deshalb betrachten wir dieses gewaltige globale und perfekte System als unvollkommen, denn es wird durch unseren Egoismus entstellt. Das gibt uns jedoch die Gelegenheit, uns selbst zu korrigieren: Durch unsere Bemühungen in Richtung Korrektur gleichen wir uns dem Schöpfer an.

Stellt euch vor, dass ich ein Puzzle in einem Spielwarengeschäft gekauft habe. Ich nehme es mit nach Hause, mische die Teile und gebe sie meinem kleinen Sohn, damit er sie wieder zusammensetzt. Warum zerbrach ich das Puzzle? Damit mein Sohn lernt und erkennt, wie man die Teile richtig zusammensetzt.

Daher sind unsere gesamte Gesellschaft, alles vom Menschen durch die Jahrtausende Geschaffene, unsere gesamte Kultur und Zivilisation nichts weiter als ein Spiel, das wir meistern müssen, um zu werden wie die Natur (der Schöpfer). Dann wird diese gesamte Welt aus unserer Wahrnehmung verschwinden und aufhören, zu existieren. Wenn wir die spirituelle Welt erlangen, wird unser gesamtes Universum, alles was wir heute durch unsere fünf Sinne wahrnehmen, einschließlich uns selbst und die Welt um uns, verschwinden. Die Welt wird verschwinden wie ein altes Spielzeug.

Stattdessen werden wir eine andere Ebene der Existenz, eine andere Welt, andere Formen des Umgangs miteinander und eine andere Stufe der Wirklichkeit wahrnehmen – eine, die ewig und vollkommen ist.

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Materie, die verschwindet: Der nächste Schritt für die Wissenschaft

Wenn Wissenschaftler die Natur erforschen, entdecken sie, dass die gesamte Materie aus Elementarteilchen und Energie besteht. Indem sie tiefer in die Materie eindringen, finden entdecken sie Wellen, anstatt Teilchen oder in anderen Worten – Kräfte.

Aber danach verschwindet die Materie vollständig und das Einzige, was bleibt, ist die Kraft, die das Höhere Licht enthält.

Wenn diese Kräfte durch die Menschen erkannt werden, nehmen sie die Formen von unbelebten Objekten, Pflanzen, Tiere und Menschen an. Doch dies alles sind nur Kräfte.

Es gleicht dem erschaffen eines Bildes auf einem Bildschirm durch elektromagnetische Kräfte. Auf diese Weise wird unser Bild von der Wirklichkeit durch Kräfte dargestellt, die uns eine Wahrnehmung von der Welt und uns selbst geben.

Wenn wir jedoch tiefer in die Mikrowelt eindringen, werden wir an einen Punkt gelangen, wo wir nicht einmal Wellen sehen. Alles dort verschwindet, ähnlich wie ein leeres weißes Blatt, dass nie von einem Bleistift oder Füller berührt wurde. Auf diese Weise wechselt die wissenschaftliche Erforschung der Wirklichkeit von der Beobachtung physischer Objekte zu Atomen, Wellen und dann – Leere.

Durch unsere Erforschung der Materie kehren wir zur Ursache ihrer Entstehung zurück – zum Höheren Licht. Doch um Es wahrzunehmen und zu erforschen, müssen die Forscher sich verändern!

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

 

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