Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Grundlagen der Absichten (das Haus der Tore der Absichten)

Das Buch von Baal HaSulam „Beit Schaar a-Kawanot“ (das Haus der Tore der Absichten) ist dafür vorbestimmt, um uns zum „Gebet“ – zur Bitte um die Korrektur, vorzubereiten.

Und deshalb beschreibt das Buch kein Universum, analysiert es nicht, sondern synthetisiert, verbindet die separaten Details zusammen und, zeigt das ganze Universum, in Form eines globalen Integralsystems, das in allen Details zusammengebunden ist.

Wenn der Mensch dieselben Formen sowohl vom Standpunkt des Einzelnen, als auch des Allgemeinen betrachtet, wie alles gegenseitig verbunden ist, dann sieht er von der Seite „Igulim“ (der Kreise) des Systems her, das zum endgültig korrigierten Zustand gehört, wo das Einzelne und das Allgemeine – gleich sind.

Das Einzelne kann nicht mehr oder weniger als das Allgemeine beinhalten, und das Allgemeine kann nicht mehr oder weniger aufweisen, als jeder seiner Einzelteile enthält. Es ist das Gesetz der Vollkommenheit. Und deshalb ist solches Herangehen an die Welt, in Form des globalen, Integral- und untereinander verbundenen Systems – für die Erreichung des Gebets notwendig.

Deshalb ist dieses Buch für uns so wichtig, denn es richtet uns ständig auf das allgemeine System aus, zeigt uns, dass wir nur seine kleinen Teile sind, die im Einzelnen genauso wichtig, wie das ganze System sind.

Aus dem Unterricht nach „Beit Schaar a-Kawanot“, 26.10.2010

Habe ich eine Gruppe?

Frage: Jeden Freitag besuche ich Ihren Unterricht, außerdem haben wir bei uns in der Stadt ein Zentrum eröffnet, das eher eine Art Gemeinde ist. Reicht das aus? Habe ich eine Gruppe?

Meine Antwort: Ich kann dir nicht sagen, ob du eine Gruppe hast. Wie viele Zentren oder Veranstaltungen von uns du auch besuchen magst, ob du eine Gruppe hast, weiß ich nicht.

Doch damit nicht genug: einige kommen täglich hierher (und nicht so wie du einmal die Woche), übernehmen Dienste, bezahlen Maasser, erledigen viele Aufgaben – und ich weiß, dass sie keine Gruppe haben. Was will man mehr, wenn der Mensch sich hier schon physisch befindet? Doch eine Gruppe hat er nicht.

Frage: Was soll man dann tun? Was ist eine Gruppe?

Meine Antwort: Eine Gruppe ist die innere Verbindung mit anderen Menschen, wenn ich weiß, dass ich nur mit Hilfe dieser Verbindung das Licht erlangen kann. Ich enthülle das Licht, das auf mich einwirkt und mich korrigiert, nur unter der Bedingung, dass ich mich mit ihnen verbinde. Denn das Licht verbirgt sich gerade in unserer Einheit.

Frage: Kann ich diese Menschen aussuchen?

Meine Antwort: Natürlich. Wie Rabash in seinen Artikeln über die Gruppe schreibt, suchst du sie nach ihrem Bestreben, nach dem Ziel aus. Setzen sie sich zum Ziel, die Einheit und durch die Einheit das Geben und durch das Geben den Schöpfer zu erlangen?

Wollen sie die spirituelle Welt enthüllen und den Nächsten wie sich selbst lieben? Wenn ich sehe, dass sie im Allgemeinen genau danach streben, wenn sie dieses Ziel nicht verschmähen, wenn sie sich anstrengen – dann gehe ich mit ihnen.

Frage: Können zwei eine Gruppe bilden?

Meine Antwort: Ja. Gruppe ist ein Begriff, der bedeutet, dass ich aus mir heraus gehe. Es spielt keine Rolle, wem ich entgegenkomme. Lass es einen Einzelnen sein: den Schöpfer oder einen Freund, oder lass es viele Menschen sein – es ist unwichtig. Wichtig ist, aus sich heraus.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 15.09.2010

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Auch Kinder fragen, warum wir alle miteinander verbunden sind

Frage: Warum sind wir alle miteinander verbunden?

Meine Antwort: Der Schöpfer erschuf ein einziges Verlangen und zerbrach es dann in Einzelteile.

In Wirklichkeit sind wir alle in unserem Inneren miteinander verbunden und wir fühlen uns nur, als ob wir getrennt sind.

Ich fühle mich, als ob die anderen von mir getrennt sind. Ich belüge Menschen, bestehle sie, schlage sie und hasse sie, weil ich nicht spüre, dass sie ebenfalls ich sind. Die gesamte Welt ist alles ich!

Der Schöpfer hat mich absichtlich verwirrt. Die Tatsache, dass die anderen ich sind, wird mir enthüllt und ich muss mich dann selbst fragen „Wie konnte ich mich nur auf diese Weise behandeln? Ich habe mir selbst Dinge weggenommen, mich selbst bestohlen. Ich habe mir selbst so viele gute Dinge weggenommen.

Ich habe mir ständig selbst weh getan, meiner eigenen Gesundheit, meiner eigenen Behaglichkeit und meinem Frieden Schaden zugefügt. Ich habe mir selbst diese schlechten Dinge getan. Was habe ich mir dabei gedacht? Warum konnte ich nicht das Offensichtliche sehen?“

Das ist ein unangenehmes Gefühl, doch das Gute daran ist, dass es zur Korrektur führt. Es treibt uns dazu, miteinander verbunden zu sein und motiviert uns, einander näher zu kommen und unseren Nächsten zu lieben.

(Aus dem Kinderunterricht am Nordamerika Kongress in Buffalo 17.10.09)

 

Ein Blick hinter die Kulissen der Show, die “Leben” genannt wir

Wir müssen die Wurzeln der Dinge verstehen, die geschehen. Diese Wurzeln werden in den Büchern der Kabbala beschrieben. Diejenigen, die diese Bücher geschrieben haben, die Kabbalisten, waren nicht durch die Beschränkungen der irdischen Welt gebunden. Vielmehr sehen die Kabbalisten die Seelen und deren Verbindungen untereinander. Die Veränderungen in diesen Verbindungen bestimmen unsere Leben, die des Einzelnen und die aller.

Die Kabbalisten möchten uns gerne sagen, was unseren Seelen an den Wurzeln aller Dinge geschieht. Sie sprechen nicht über unsere Welt, die ja die Welt der Handlungen ist, in die alle Entscheidungen von der Welt der Seelen hinabsteigen. Die Kabbalisten nutzen die Sprache der Zweige, um die Ereignisse in der Welt der Seelen zu erklären. Aber gewöhnlich verstehen wir sie nicht. Um zu verstehen, muss man in beiden Welten zugleich existieren, so wie sie es tun.

Wenn wir daher ihre Worte verstehen und etwas über die Kräfte erfahren möchten, die uns beeinflussen und alle Ereignisse in der Welt bedingen, müssen wir uns auf die Ebene dieser Kräfte erheben – die Ebene, wo die Entscheidungen gefällt werden. Wir müssen unser Augenmerk vom Spiel, das in unserer Welt stattfindet wegbewegen und stattdessen versuchen die innere Kraft, die Hand, zu sehen, die in jedem Menschen, Tier oder in jeder Pflanze wirkt. Es spielt keine Rolle, welches Objekt oder Ereignis dabei betrachtet wird, da das Wichtigste die innere Kraft ist.

Das ist das Einzige, was zählt. Was den Körpern in dieser Welt geschieht, spielt keine Rolle. Die wichtigste Frage ist: was geschieht mit den Seelen, die alles bestimmen, was den Körpern – ihren folgsamen Marionetten – geschieht?

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