Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Einwohner'

Alles ist vom „Glück“ (Licht) abhängig

Der Sohar, Abschnitt „Miketz“, Punkt 113:

„Und Josef war der Herrscher über das Land.“ Josef ist die Sonne, Seir Anpin (SA), denn Josef ist Jessod de SA, welches den Mond (Nukwa) regiert, auf sie scheint und sie nährt. Er ist der Ernährer aller Einwohner des Landes, denn alle werden von diesem Fluss gespeist, der sich von Eden aus erstreckt, welcher Jessod ist, genannt „Josef“, und von wo die Seelen zu jeder Person hinab fliegen. Deshalb beugt sich jeder vor diesem Platz, denn es gibt nichts in der Welt, was nicht vom Glück abhängt, welches Jessod ist.

Alles ist abhängig vom Licht der Erfüllung und dem Licht der Korrektur, das von Jessod zu Malchut und so zu den Seelen gelangt, welche in Malchut sind. Malchut kann diese Lichter erhalten, wenn sie zusammen mit allen Seelen die Angleichung der Form mit Jessod erreicht.

Jessod beinhaltet alle Eigenschaften, welche über ihr stehen, alle Sefirot von Seir Anpin. Wenn die Seelen in Malchut in der Lage sind, eine Einheit zu erreichen und eins zu werden, wie Jessod, erhalten sie jenes Licht, welches als „Mazal“ (Glück) bezeichnet wird, welches sie korrigiert.

Deswegen ist die Bedingung für den Empfang der Tora, seinen „Nächsten zu lieben wie sich selbst“ und sich zu vereinen wie „ein Mann mit einem Herzen“. Wenn wir für diese Einheit bereit sind (auch wenn wir selbst nicht in der Lage sind, dies zu tun, denn nur das Licht kann all diese Handlungen ausführen), dann wird das Licht diese Handlung als Reaktion auf unser Verlangen ausführen.

Wenn wir ein Verlangen haben, uns zu vereinen, selbst wenn dies nur „lo lishma„, also rein künstlich und äußerlich ist, wird dies das Licht verstehen und auf uns wirken. Durch den Unterschied zwischen unseren Stufen versteht uns das Licht ähnlich, wie wir unsere kleinen Kinder verstehen: Wir wissen, wozu jedes entsprechend seiner Stufe, seinem Charakter und seinen Eigenschaften in der Lage ist.

Wenn unsere Seelen in der Lage und bereit sind, sich miteinander zu verbinden und sich Jessod anzugleichen, dann gibt es einen Kontaktpunkt zwischen Malchut und Jessod, und die Seelen, welche in Malchut beinhaltet sind, erhalten das Licht, welches korrigiert. Daher steht geschrieben, dass alles vom Glück („Mazal„) abhängig ist – vom Licht, welches von Jessod zu Malchut kommt.

Die Entwicklung der Reshimot in der Geschichte

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte zeigen Sie mir praktisch, indem Sie Beispiele aus der Geschichte gebrauchen, wie Reshimot sich verändern.

Meine Antwort: Die periodische Veränderung unserer Einstellung zum Leben wird von den sich verändernden „Genen“ in uns vorgegeben (Reshimot, was vom Wort Roshem – „speichern“ auf Hebräisch – stammt). Die Stufen der Veränderung des Egoismus sind in jedem von uns von Anfang an gespeichert worden, als die gemeinsame Seele sich in viele Seelen teilte.

Reshimot werden in einer ansteigenden und aufeinanderfolgenden Anordnung in uns enthüllt: 0-1-2-3-4. Daher brachten die Reshimot in den Anfangsstadien ihrer Verwirklichung einen kleinen Egoismus in uns hervor; in diesen Lebenszyklen waren wir „naiv“ – Sklaven und Herren. Als dann fortgeschrittenere Reshimot in uns zum Vorschein kamen, als wir in den nächsten Epochen geboren wurden, verlangten wir danach, freier zu sein, Arbeiter (wie Vasallen oder Leibeigene) zu sein. Frauen wurden ohne ihre Zustimmung unter die Haube gebracht und das wurde als „richtig“ angesehen. Sie liebten ihre Ehemänner, weil ihr kleiner Egoismus ihnen nicht in die Quere kam. Das war die akzeptierte Norm.

Und als sich danach noch fortgeschrittenere Reshimot in uns äußerten, verlangten wir danach „freie“, bezahlte Arbeiter zu sein, und Arbeitgeber anstatt Herren. Wir wollten Freiheit und Gleichheit (einschließlich für Frauen), und so weiter.

Die Reshimot rufen Verlangen in uns hervor und die Verlangen fordern den Verstand heraus, zu bekommen, was wir verlangen. Heute können wir Nationen sehen, in denen in der gleichen Epoche unterschiedliche Reshimot zum Ausdruck kommen und somit leben wir nicht in einem einzigen kulturellen Bereich, sondern in unterschiedlichen Kulturen und Formationen. Die Globalisierung hat jedoch eine rasche Verwirklichung der Reshimot in jedem Einzelnen und in allen zusammen zur Folge.

In Bezug auf die Wahlmöglichkeit:

  • Ehe (freiwillig – aus Liebe oder erzwungen – die Braut stehlen, ein Lösegeld zahlen, auf Befehl des Vaters heiraten und so weiter),
  • Macht (zwangsweise – obgleich später akzeptiert und geliebt, wie in Russland bis heute; durch die Wahl; oder ererbt),
  • Wohnort (ortsgebunden sein, eine Wohnerlaubnis haben, ein Ausweissystem, sich frei bewegen können),
  • und entsprechend anderer Anzeichen kann man sagen, welche Reshimot sich in einer Nation oder einer Zivilisation verwirklichen.

 

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Blog-post: Wir erheben das ganze Universum bis zum Schöpfer
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

 

Nur ein Wandel unserer inneren Haltung kann uns aus der Rezession führen


In den Nachrichten ( The Investment Blog):
In den USA ist das Verhältnis Schulden / Einkommen von 70% in den 90er Jahren auf heutige 140 % gestiegen. Die Einschränkungen des amerikanischen Verbrauchers werden eine schmerzliche Neuregulierung der Wirtschaft und ein Sinken des gesamten Privatverbrauchs auf 600 Millionen US-Dollar zur Folge haben.

Mein Kommentar: Diese Zahlen sind korrekt, wenn wir nicht die Welt und unsere Haltung ihr und all unseren Schulden gegenüber, ändern. Wir müssen alle unsere Werte umfassend überprüfen und gemeinsam entscheiden, wie wir den Gesetzen der Natur, die uns steuern, entsprechend leben können. Dann wird es uns leicht fallen einen gemeinsamen Weg aus der Rezession zu finden.

In den Nachrichten (BBC News): Das japanische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, dass eine Barauszahlung an jeden Einwohner vorsieht, mit dem Zweck die Rezession-gebeutelte Wirtschaft wieder anzukurbeln. Im Rahmen des 20 Millionen-Dollar-Plans werden die meisten Menschen mindestens 12 000 Yen (121 US-Dollar; ca. 170 Euro) erhalten.

Mein Kommentar: In Wirklichkeit werden die Menschen dieses Geld einfach für schwerere Zeiten bunkern.

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Blog-post: Der Fehlschlag von Obamas Konjunkturplan ist eine weitere Mahnung, dass wir alle in einem Boot sind

Die G-20 werden sich ohne Kabbala nicht vereinen können


Eine Frage, die ich erhielt: Der G-20 Gipfel erinnert mich an die berühmte Geschichte, als Einwohner eines Kibbuz mitten in der Wüste um Regen beteten. Ist das ein guter Vergleich?

Meine Antwort: Sie sagten, dass die Kibbuz Mitglieder aus der Tiefe ihres Herzens um Regen beteten und schließlich kam der Regen. Wenn also die G-20 und die Menschheit im Allgemeinen sich das Gute wünschen, wird das Gute dann eintreten? Also die Leute, die im Kibbuz lebten, waren bereits verbunden! Sie waren gewillt, ihren Egoismus anderen gegenüber zu opfern und sich selbst im Hinblick auf den Kibbuz zu annullieren. Sie hatten einen gemeinsamen Wunsch – ein Gebet, das aus ihrer tiefen Verbindung entsprungen war, und daher erfüllte sich ihr Wunsch.

Doch welche Verbindung besteht hier bei den G-20? Einerseits können wir sagen, dass diese Leute durch ein gemeinsames Problem verbunden sind, wie Nüsse in einem Sack. Dies ist aber nicht genug, denn wahre Verbindung ist gefordert. Es hilft nicht, es nur zu versuchen und vor dem Leid zu fliehen. Dies wird die Menschen nicht zur Tugend zurückführen. Es gelingt nur unter der Bedingung, dass sie verstehen, wie man diese Tugend bzw. Güte erschafft.

Tatsächlich stellt sich folgende Frage: Kann die Menschheit den Weg zu einer glücklichen Zukunft auch ohne Kabbala finden? Die Antwort lautet: nein, denn sie hat nicht die Kraft, die fähig wäre, Egoisten zu vereinigen. Sie verfügen nicht über den Kanal, der das Höhere Licht anzieht, das das Vakuum zwischen Egoisten füllen und als „Klebstoff“ zwischen ihnen dienen könnte. Notwendig dazu ist die Verbindung zu der Höheren Kraft; das ist der Grund, warum die Kabbala im alten Babylon enthüllt wurde und nun zurückkehrt.

(Aus der Lektion über Baal HaSulams Artikel „Ein Gebot“ vom 3.8.2009)

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