Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Einschränkung'

Gerecht ist derjenige, der den Schöpfer rechtfertigt

Mit der fortschreitender Entwicklung der Menschheit wird unser materielles Leben immer komfortabler, doch der Mensch in uns fühlt sich immer leerer. Dann heißen wir „Sünder“, denn, wenn wir leiden, legen wir das unvermeidlich dem Schöpfer zur Last.

Nur wenn wir sehen, dass der Schöpfer uns Genuss bringt, können wir Ihn rechtfertigen, wie die Weisen sagten: „Gerecht ist derjenige, der den Schöpfer rechtfertigt, d.h. der sagt, dass der Schöpfer die Welt gerecht regiert“.

Das heißt, wir müssen uns so korrigieren, dass wir spüren, dass die höhere Kraft, die uns lenkt, uns Gutes und nicht Böses bringt, so wie wir das heute empfinden.

Unser ganzes Leben wird in zwei Teile aufgeteilt: das Leben des tierischen Körpers und das Leben des Menschen als eines Teils der umgebenden Gesellschaft. Und wir können uns so korrigieren, dass wir unser Leben in jeder Hinsicht als vollkommen empfinden.

Ein solcher Mensch, der seine Wahrnehmung korrigiert hat, wird als Gerechter bezeichnet werden, denn er wird den Schöpfer rechtfertigen, weil er Seine gute Lenkung erkennen wird.

Diese Lenkung war von Anfang an gut und gerecht, doch wir sind als Egoisten erschaffen worden und nehmen alles aus dem uns umgebenden positiven Feld des Gebens, des Schöpfers, als negativ, mit einem Minuszeichen davor, wahr, weil wir ihm entgegengesetzt sind.

Unsere Aufgabe besteht darin, uns zu korrigieren und unsere Wahrnehmung zum positiven zu verändern. Indem wir auf diese Weise arbeiten, erweitern wir unsere Wahrnehmung immer mehr, von einem kleinen Plus zu einem immer größeren, bis es zu einem genauso unendlichen Plus wie der Schöpfer selbst geworden ist.

Genau diese Stufen meiner Annäherung an Ihn in der Wahrnehmung einer guten Lenkung der Welt sowohl hinsichtlich Quantität als auch Qualität, in der Größe und in der Kraft, sind auch Stufen der Erhebung, Stufen der „Gerechtigkeit“.

Baal haSulam schreibt im Brief 59, dass „der Gerechte einen ununterbrochenenen Genuss empfindet und den Schöpfer, der für ihn eine so gute und freudvolle Welt erschaffen hat, dafür preist“. Das heißt, es kann nicht sein, dass ich mich schlecht fühle und dabei den Schöpfer rechtfertige! Die Kabbala ruft zu keinen Einschränkungen auf.

Alles wird nur von der Wahrnehmung des Menschen, in der Tiefe des Herzens, bestimmt. Wenn es ihm schlecht geht, wird er unweigerlich den Schöpfer rügen, und wenn es ihm gut geht, wird er Ihn preisen.

Deshalb müssen wir uns so korrigieren, dass wir all Seine Güte und Sein Geben wahrnehmen können, dann werden wir zweifellos zu den Gerechten. Gerecht ist nicht derjenige, der alles demütig erträgt, sondern derjenige, der sich korrigiert hat, um die Wahrheit zu erkennen!

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Im Ozean des Lichts und der Güte

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Es ist wichtig, zu verstehen, wozu wir das alles brauchen. Es ist so, dass der Schöpfer von Anfang an über das Verlangen zu geben verfügt. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, Ihn darum zu bitten, uns Licht und Genuss zu geben, wie wir das für gewöhnlich zu tun pflegen.

Der Schöpfer hat sowohl etwas, das Er uns geben kann, als auch das Verlangen zu geben. Doch Er will, dass der Mensch nicht einfach nur von Ihm empfängt, sondern genauso wie Er wird: groß, unabhängig, gebend, Ihm in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe ähnlich.

Deshalb muss der Mensch genau darum bitten, dass er das Verlangen zu geben, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, erlangt, über welche der Schöpfer verfügt.

Wir sind es gewohnt, um die Erfüllung zu bitten, während wir um die Korrektur bitten müssen. Sobald wir korrigiert sind, wird das Licht des Schöpfers uns sofort erfüllen.

Mit anderen Worten: Unser Problem besteht darin, dass wir nicht verstehen, worum genau wir den Schöpfer bitten sollten. Wir befinden uns in einem Ozean des Lichts, der Güte und des Genusses, doch wir besitzen kein passendes Gefäß, um diese ganze Fülle darin wahrnehmen zu können.

Dieses Gefäß ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, und genau darum müssen wir den Schöpfer bitten. Sobald wir diese Eigenschaft erlangt haben, wird das Licht der Fülle uns selbst erfüllen.

Von der Seite des Schöpfers gibt es nur eine Einschränkung, eine einzige Bedingung für das Empfangen des Lichtes: wir müssen Ihm ähnlich werden. Denn Er wünscht, dass wir genauso wie Er genießen.

Die höhere Musik erhören

Der Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 211: Der Schöpfer erschuf sieben Firmamente oben, welche die SaT (sieben Sefirot) von Azilut, ChaGaT NeHJM sind.

Alle existieren aus dem Grund, damit die Herrlichkeit des Schöpfers erkannt werden kann und durch sie die Bedeutung des hohen Glaubens bekannt wird.

Warum heißen Sefirot Firmamente? – Firmament bedeutet Schirm. Doch es existieren viele Arten von Schirmen. Wenn es sich um einen Schirm handelt, der die Stufen voneinander trennt, dann heißt er „Firmament“.

Die Rede ist nur von dem Verlangen, über dem ein Schirm aufgebaut ist, welcher das Licht reflektiert. Das Verlangen befindet sich in der Einschränkung, es verfügt über Awiut (Grobheit, Größe des Verlangens) und dementsprechend auch über die Kraft deren Überwindung – enthalten in dem Schirm.

Das sind alles technische Begriffe. Doch wenn wir mit Verlangen arbeiten und damit wie man diesen widersteht, enthüllen wir darin sinnliche Eindrücke.

Es gibt das Verlangen zu genießen, in dem diese oder jene Erscheinung enthüllt wird. Wir reden über die Erscheinung und nicht über das Verlangen an sich, das diese Erscheinung hervorruft.

Ich kann zum Beispiel die genaueste Erklärung über eine Geige, deren Aufbau und Material abliefern und erzählen, wie genau, mit welchem Druck und mit welcher Geschwindigkeit usw., ich den Geigenbogen über die Saiten führe. Ich kann aber auch den sinnlichen Eindruck der Melodie weitergeben.

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Alle Schätze – sind vor dir!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere tagtäglich Sohar, aber ich fühle nichts anderes außer dem wachsenden Verlangen. Bewege ich mich in die richtige Richtung?

Meine Antwort: Es ist sehr gut! Wenn das Verlangen tagtäglich wächst – man braucht nichts anderes!

Das Problem liegt darin, das man seine Einstellung zum wachsenden Wunsch verändern muss, obwohl du darunter leidest ist er deine Belohnung. Denn der Wunsch, bzw. die Abwesenheit der Füllung ist eine Kraft, die dich vorwärts kommen lässt.

Aufgrund des leeren Wunsches spüre ich den Mangel an der Verschmelzung mit dem Schöpfer, an der Empfindung der Verbindung mit Ihm, und der Eigenschaft des Gebens.

Der richtige Wunsch ist schon eine Art der Bezahlung. Während du in unserer Welt die Füllung verdienen sollst, ist es das geistige Gefäß, der spirituelle Wunsch in der Höheren Welt, den du brauchst. Er gibt die Füllung – nimm sie dir! Wo kommt sie rein? Das ist eben die Frage …

Du bist von den geistigen Schätzen umgeben: „die Brillanten“, „das Gold“, „das Geld“, alles, was du dir nur wünschen kannst.

Du hast aber keinen Wunsch dazu – und deshalb erkennst du sie nicht. Der Raum um dich herum scheint leer zu sein!

Man muss den Wunsch, das geistige Gefäß, wachsen lassen, vorbereiten. Deshalb ist der Wunsch, das Streben selbst die Belohnung. Mit diesem Ziel war er vom Licht erschaffen.

Wir sollen unsere Wahrnehmung, unsere Einstellung zur Belohnung und zur Strafe verändern. In unserer Welt gilt der Wunsch, die Empfindung des Mangels als eine Strafe, und die Belohnung – als die Füllung, das mich beruhigen sollte, da ich mich im Wunsch, zu genießen aufhalte.

Wenn ich mich dagegen im Geben aufhalte, d.h. diesen Wunsch habe, dann ist es meine Belohnung. Warum gibt es dann solchen Unterschied? Infolge der Einschränkung. Denn auf das Erhalten wurde eine Einschränkung Kürzung gemacht, und auf das Geben gibt es keine Einschränkungen.

Wenn du schon den Wunsch zum Geben hast, – dann steht dir alles offen, du wirst alles im Maß deines Wunsches enthüllen. In deinem gebenden Wunsch siehst du alles, was dich umgibt im widergespiegelten Licht – bitte nimm dir das alles!

Auf diese Weise verändert der Sohar allmählich unsere Sicht, die Richtung unserer Gedanken baut eine andere, neue Einstellung zum Leben, zu den Etappen des geistigen Aufstiegs.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.07.2010

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Ich antworte auf Ihre Fragen – 15

Fragen zum Eintrag Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, T.18

Eine Frage die ich erhielt: Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verhüllt?

Meine Antwort: Um uns eine freie Wahl zu ermöglichen, sonst wären wir völlig durch seine offensichtliche Größe geleitet

Eine Frage die ich erhielt: Die Verhüllung des Schöpfers… vielleichtt sind wir schon in der Eigenschaft des Gebens und bereiten dem Schöpfer dadurch Genuss, nur ist es durch unseren Egoismus verhüllt, denn so könnte er sich egoistisch auffüllen.

Meine Antwort: Alles wird nur in Bezug auf uns gemessen. Wenn sie die Quelle ihrer Erfüllung finden und sich damit vollständig erfüllen , dann haben sie das Ziel erreicht.

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Gewollt und nicht gezwungen

Der Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 7: „Die zwei sind gekrönt und leuchten, das bedeutet, sie werden drei – ChaGaT – durch die Mittlere Linie, die zwischen ihnen entschied. Daher „treten drei in eine ein“, weil die Mittlere Linie, Tiferet, selbst empfängt und sich in drei anderen Linien – NHJ – ausbreitet. „Dies ist so, weil der Untere mit dem vollen Maß belohnt wird, welches er im Leuchten des Höheren verursacht, da es dessen Ursache ist.“

Wenn du den Höheren nicht erwecken und in dem Höheren nicht das Verlangen, dir zu geben, hervorrufen kannst, bedeutet dies, dass du selbst noch kein Verlangen hast, die spirituelle Erfüllung zu empfangen. In dem Maße, in dem der Untere den Höheren erwecken kann, ist er bereit, sprich korrigiert, um von dem Höheren zu empfangen, und darum empfängt er auch. Denn von dem Höheren geht keine Handlung aus, sondern der Untere öffnet selbst den Ausgang – und empfängt. Doch der ganze Prozess der Annäherung der gesamten Schöpfung an die Vollkommenheit hat sein eigenes Programm „Beito“ (zu seiner Zeit), nach welchem wir das Ziel der Schöpfung innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen müssen, indem wir uns zu einem Verlangen mit einem Licht vereinen, wie in der Welt der Unendlichkeit vor der Einschränkung.

Deshalb existiert eine Abfolge von Handlungen, die wir, ob wir wollen oder nicht, in jedem Augenblick vollziehen müssen.

Aus diesem Grund werden in uns jeden Augenblick unkorrigierte Reschimot (Informationen) sowie die sie korrigierende Kraft erweckt – und dieser Korrekturprozess führt uns von dem Schöpfungsursprung zur Endkorrektur, zur völligen Angleichung an die Eigenschaften des Schöpfers.
Deshalb beginnt alles damit, dass der Schöpfer und die Schöpfung getrennt und voneinander polar entfernt sind, und die Einwirkung der Kraft auf das unkorrigierte Verlangen (Reshimo) zwingt sie, sich durch die Ähnlichkeit der Eigenschaften anzunähern.

Diese Annäherung, die der Untere nicht will und nicht begreift, wird in ihm als Leiden empfunden, denn er bewegt sich etwas Unerwünschtem entgegen. Deshalb ist unser ganzes Leben ein durchgängiges Leiden, denn wir bewegen uns dem Schöpfer entgegen, empfinden aber, dass wir uns dem Bösen nähern. Und alles nur, weil der Weg „Beito“ (mit der Zeit) – ein Prozess, der die gesamte Schöpfung zur Korrektur führt, – automatisch läuft, ohne die Unteren zu fragen. Doch indem wir die Wissenschaft der Kabbala studieren, können wir heute für uns das Programm enthüllen, nach dem der Prozess unserer Korrektur „Beito“ automatisch läuft, und uns daran beteiligen, indem wir uns gewollt, nach dem Prozess „Achishena“, korrigieren (und die Zeit der Korrektur beschleunigen) – zuerst aus Ausweglosigkeit und später gewollt.

Das Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften zwischen uns und dem Schöpfer, der Zustand der Welt der Unendlichkeit, den wir erreichen müssen, wirkt auf uns ein und zieht uns zu diesem Zustand, ob gezwungen oder gewollt. Und deshalb sollten wir lernen, wie dieses Gesetz umzusetzen ist. Sonst stürzen uns diese ganzen Etappen, in denen wir uns nicht in der Ähnlichkeit der Eigenschaften befinden, in enorme Leiden. Daraus kann man ableiten, welche Leiden die Gegner der Kabbala der Welt zufügen…

Aus dem Sohar-Unterricht vom 13.07.2010

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Der Sündenfall ist geplant

Wie kommt es zum Zerbrechen der Welten? Der Untere (Malchut, die sich nicht füllen kann, ohne die jedoch das Ende der Korrektur nicht erreicht werden kann) bittet den Höheren (die Mutter, Ima) um das Licht, damit er es um des Gebens willen empfangen kann.Das ganze System der höheren Welten ist bereit, dem Unteren dieses Licht zu geben – nun hängt alles von dem Unteren ab, der versteht, dass alles bereits für das Mahl vorbereitet ist und er es ohne jegliche Scham bekommen kann, doch nur um des Gebens willen! Und er möchte wirklich geben! Und von oben wird ihm gesagt: „Nimm, es wird dir alles gelingen!“ Nichts deutet auf ein Scheitern hin…

Irgendwo dort, in der Ersten Einschränkung, Zimzum Alef, ist der Schlangenbiss verborgen, doch von hier ist es unmöglich, ihn zu sehen, noch hat er sich nie blicken lassen. Das ist der verborgene Punkt der Unabhängigkeit der Schöpfung, der noch nie zum Vorschein gekommen ist. Die Schöpfung hat sich immer dem Schöpfer, dem Licht, das sie erschaffen hat, untergeordnet, und es war unmöglich, zu verstehen, dass irgendetwas sie dabei hindern könnte, im vollkommenen Geben zu sein. Doch andererseits musste ein solcher Punkt existieren, sonst kann die Schöpfung nicht selbständig werden.

Wenn ich alles machen kann, was der Schöpfer mir sagt, dann existiere ich selbst quasi nicht! Meine Persönlichkeit existiert nicht! Mein Ich kommt genau dann zum Vorschein, wenn ich unbedingt dem Schöpfer ähnlich werden will, aber irgendetwas in mir lässt mich nicht. Genau diese Eigenschaft, die mich trotz meines ganzen Verlangens nicht dem Schöpfer ähnlich werden lässt, macht mich auch unabhängig. Die Wurzel des Zerbrechens liegt darin, dass die Unabhängigkeit der Schöpfung, die gegenüber dem Schöpfer steht, enthüllt wird.

Würden jetzt ihre ganzen Verlangen erfüllt werden – das Licht von oben, die Erweckung von unten – und würde sie die Handlung des Gebens vollziehen, wäre das eine Maschine!

Gerade das Zerbrechen aber holt aus ihr den Punkt heraus, der es ihr ermöglicht, sich von dem Höheren, dem Schöpfer, zu trennen, und entwickelt ihn. Vor dem Zerbrechen ist es einfach eine Maschine, während des Zerbrechens offenbart sich der Punkt ihrer Selbständigkeit, und nach dem Zerbrechen wird ein System zur Korrektur dieses Punktes erschaffen – es gibt eine Möglichkeit, selbständig zu handeln. Die Korrektur der Schöpfung besteht darin, dass sie nach dem Zerbrechen alle Entscheidungen aus dem Punkt ihrer Unabhängigkeit heraus trifft, deshalb steigt sie allmählich hoch, von unten nach oben, dem Schöpfer entgegen – und erschafft sich selbst.

Aus dem Unterricht nach dem “ Talmud Esser HaSefirot“ vom 14.07.2010

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Der Weg aus dem Garten Eden und zurück

Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen, „etwas aus dem nichts“, geschaffen und hat ihn mittels 4 Stadien sowie unter der Einwirkung des direkten Lichtes entwickelt.

Und als dieser Wunsch das letzte Stadium erreichte, und genauso groß wurde wie das Licht, das ihn ausfüllte, und alle seine Eigenschaften übergab, dann hat sich die Schöpfung in der letzten Schicht ( in dalet-de-dalet, bzw. im 4. Teil des 4. Teiles) als Empfänger empfunden.

Und diese Tatsache hat darin solche heftige Scham und das Gefühl des Gegenteils zum Gebenden, dem Schöpfer, bewirkt, dass die Schöpfung sich verringerte und aufs Empfangen verzichtete.

Diese unangenehme Empfindung, die als „Leuchten der Malchut“ bezeichnet wird, ist die Dunkelheit, die kaum zu ertragen ist.

Sie heißt der „leere Raum“, worin kein Licht leuchten kann. In diesem letzten Punkt, im 4. Teil des 4. Stadiums geschieht eben die Einschränkung, Zimzum.

Alle vorhergehenden Stadien können mit dem Licht verglichen werden, da gibt es noch kein absolutes Gegenteil.

Aber das ganze Problem besteht darin, was mit diesem letzten, vierten Teil zu tun ist?! Es ist unmöglich ihn durchzustreichen oder ihm zu entkommen, denn dann wird die Schöpfung nicht mehr existieren, da sie sich nicht in den Schöpfer einreiht und Ihm in allen Eigenschaften entgegengesetzt ist!

In der Schöpfung muss dieser unabhängige Punkt, das 4. Stadium, erhalten bleiben – und zwar als ihre Grundlage. Wäre hier nicht die Scham im Spiel, so hätte sich der Gast dem Gastgeber vollständig unterworfen und hätte alles, was er will getan – wie die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur es tut, wie der häusliche Hund, der seinem Besitzer ergeben ist.Aber wen bezeichnet man als „Gast“ – der dem Gastgeber entgegengesetzt und fremd ist? Im Unterschied zum Gastgeber, der sich von ganzem Herzen freut und fragt, wie er den Gast noch zufrieden stellen könnte, damit es ihm noch besser geht, füllt sich der Gast völlig unwohl. Er sagt: „Nimm alles, es ist deins!“

Aber der Gast antwortet darauf: „Es ist nicht meins, sondern deins!“ Er kann der Empfindung der Scham im Stadium „dalet-de-dalet“ nicht entkommen, und muss sie behalten, um weiterhin als Schöpfung zu existieren.

Und wenn wir uns im Garten Eden – im reinen Geben, in Bina – aufhalten, dann ist es noch der Engel, und nicht der wahre Mensch.

Ein Mensch ist solange nicht für seine Mission bereit, bis er in seinem Innersten diese klaffende Leere erreichen wird, die er solange nicht
ausfüllen kann, bis darin die ganze Scham enthüllt wird, das Bedürfnis sich mit „den Gewändern“ zu bedecken entsteht, das Bedürfnis nach der Korrektur.

Und, um dem Menschen zu helfen, kommt eine Frau aus ihm heraus, die sich als seine Frau, Nukwa, erweist „geschaffen aus seiner Rippe“.

Besonders sie verspürt diese Leere, und beide gemeinsam (Seir Anpin und Malchut, Adam und Eva) sehen die Notwendigkeit an den Gewändern – im widergespiegelten Licht, in der Absicht des Gebens, wie der Gast in Bezug auf den Gastgeber, wodurch sie die Korrektur, das Geben, erreichen können – und die Scham in die Würde und die Ehre umwandeln.

Es ist der komplizierte und lange Weg. Jedem in der Welt ist diese Erzählung über Adam und Eva bekannt, aber niemand vermutet, was sich dahinter verbirgt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu „Panim Meirot““, 13.07.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Die Belohnung versteckt sich in der Verhüllung

Wir sollten dem Schöpfer für die Verhüllung sehr dankbar sein. Hätte es die Verhüllung nicht gegeben, würde man sich kaum von einem Tier unterscheiden, da man die ganze Zeit nur offensichtlichen Genuessen nachjagen würde.

Die Verhüllung lässt mich im Dunkel, was für mich unangenehm ist, und  mir doch die Möglichkeit gibt, mich selbst aufzubauen. Deshalb ist es uns unmöglich, zu sehen, ob wir uns richtig fortbewegen, und ob  eine Belohnung auf uns wartet.

Die Belohnung ist,  sich im Zustand der Verhüllung   fortzubewegen und sich zu bemühen, die Handlungen des Gebens auszuführen. Die Belohnung besteht darin, keine Belohnung wahrnehmen zu können.

Sonst waerest du nicht in der Lage, dich von der Herrschaft des Schöpfers über dich zu befreien. Nur in der Verhüllung kannst du IHM scheinbar nicht unterstellt sein.

Er wacht ueber dich und gibt dir die Möglichkeit, im Bereiche der Verhüllung, die nach der Einschränkung in der Welt der Unendlichkeit entstanden ist, IHN selbst und die Erhabenheit SEINER Taten zu enthüllen.

Man fragt nicht nach Enthüllung. Dies würde ja bedeuten, dass der Mensch, der durch sein natürliches Streben bewegt wird,  sich wünscht, zum tierischen Zustand zurückzukehren.

Das Wissen ist das  Schlimmste. Wenn wir uns das Wissen jedoch nach dem Erreichen des Glaubens über den Verstand aneignen,  dann enthüllt sich uns das neue Wissen – in der Eigenschaft des Gebens, nicht des Empfangens. Das ist schon das Göttliche Wissen.

Aber zuerst sollten wir die Einschränkung ausführen, auf die andere Seite übergehen und dort IHN finden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Zohar“, 13.06.2010

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Eine klare Definition des Ziels


Der Schöpfer erschuf das Verlangen nach Genuss und füllte es mit Licht. Der Schöpfer und die Schöpfung waren als ein Ganzes verbunden, als ein Verlangen, ein Licht und ein Zustand von Einheit. In der Kabbala bezeichnet man dies als den ersten Zustand – Zustand 1. Darin sind alle Verlangen, Seelen und Welten mit dem Licht der Unendlichkeit gefüllt, als eine einzige und einfache Ganzheit. Dieser Zustand wird nur durch die Kraft des Lichtes, die Macht des Schöpfers, zusammen gehalten.

Nach dem die erste Einschränkung (Zimzum Alef) stattgefunden hat, zog das Licht sich zurück. Allmählich schwächte sich das Licht in den Welten aufgrund einer Verhüllung ab, bis das Geschöpf zu spüren begann, dass es in kleine Stücke zerbrochen war, durch eine Explosion getrennt, auseinander genommen und geteilt. Jede Seele wurde ein kleiner, einzelner Splitter des ersten Zustandes, welcher vor der Explosion bestand. Dies wird als Zustand 2 bezeichnet.

Der Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Zustand ist das Verschwinden des Lichtes. Eine Korrektur wird dann stattfinden, wenn jene, die sich auf der niederen Stufe befinden, dieses durch die Erhebung von MaN zu fordern beginnen. Das Licht wird auf Grund dieser Forderung zurückkehren, weil die Splitter sich wieder zusammenfügen wollen.

Es gibt nichts anderes außer diesem einfachen Prinzip. Darum dreht sich unser ganzes Leben und es ist das Ziel, für welches wir überhaupt existieren. Wir müssen uns nur selbst als getrennte, zerbrochene Splitter, welche vom gesamten Berg abgebrochen sind, erkennen und uns wieder vereinigen. Nur das „Licht der Korrektur“ ist in der Lage, dieser Kleber zu sein, der uns wieder zu einem Ganzen zusammenfügt. Dies bringt uns zu unserem anfänglichen guten Zustand zurück, in welchem wir alle vereinigt waren und wie ein gut eingestelltes Getriebe zusammengearbeitet haben. Unser Ziel ist es, zu diesem Zustand zurück zu kehren.

Daher besteht unser Ziel aus zwei Teilen:

1. Das Verlangen zu erreichen, sich miteinander zu verbinden.
2. Die Erkenntnis, dass wir selbst unfähig dazu sind und MaN erheben – indem wir den Schöpfer um Hilfe bitten.

Unsere Verbindung muss sich für die Angleichung an den Schöpfer enthüllen, mit der Absicht, Ihn zu erfreuen, so wie Er uns erfreut. Dadurch erreichen wir die Angleichung mit Ihm und erlangen Seine Stufe.

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