Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Einbindung'

Was ist Bildung? (Quora)

Bildung – das heißt, die richtige Form der Bildung und nicht, wie es derzeit um den Erwerb von Fähigkeiten und Kenntnissen geht. Sie ist unsere Einbindung in ein bestimmtes soziales Umfeld, das uns eine Handlungslinie und eine Ausrichtung auf einen zukünftigen Zustand gibt.

Wir müssen unseren nächsten Zustand in unserem sozialen Umfeld sehen. Unser nächster Zustand drängt uns vorwärts, erweckt, ermutigt, motiviert und inspiriert uns, so zu sein. In einem sozialen Umfeld fällt es uns leichter, uns zu verändern.

Die Erzieher sollten also eine soziale Atmosphäre schaffen, in der unsere Gefühle und Stimmungen zu Impulsen für die Anpassung an unsere Umgebung werden, so dass sich die Einheiten, aus denen sich die Gesellschaft zusammensetzt, zu einer harmonischen Gruppe zusammenfinden, die zu unserem nächsten Zustand wird.

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Diese Welt – ist nur der Ausgangspunkt

Der Schöpfer hat diese materielle Welt nicht geschaffen! Sie existiert nur in deiner Einbildung, weil du dich in deinem Egoismus befindest.

In dem Moment, wo du zum Wunsch des Gebens übergehen wirst und die gebenden Wünsche zu erwerben beginnst, wird dir die Höhere Realität offenbart, in der du dann lebst und dich entwickelst.
Und deine untere Schicht des materiellen Wunsches bleibt weiterhin bestehen, denn sie soll dir die Freiheit des Willens bezüglich des Spirituellen gewährleisten.
Wie auch in dieser Welt, wenn ich einkaufen oder arbeiten gehe, aber immer wieder nach Hause, zur Familie zurückkomme.

Ebenso gibt es in der spirituellen Welt einen konstanten Ort, worin wir existieren. Und daraus steigen wir nach den geistigen Stufen hinauf und hinunter – aber diese untere Schicht der Existenz bleibt uns ständig erhalten.

Sie ist illusorisch und existiert in der Wirklichkeit nicht – sie besteht nur in unserer Einbildung, um aus diesem Basispunkt heraus selbständig eine Handlung des Gebens zu begehen.

Es ergibt sich, dass der Schöpfer uns allen denselben Film zeigt, damit wir in dieser Realität existieren können.

Deshalb sieht sowohl der größte Kabbalist als auch der dümmste Mensch, nach wie vor, ein und dieselbe materielle Welt.

Es ist klar, dass der Kluge sie ein wenig anders sieht, weil er darin mehr versteht – aber im Allgemeinen sehen alle das gleiche Bild.

Und wenn es doch einen Unterschied gibt (wenn ein Mensch bspw. die besonderen Eigenschaften hat), hat es nichts mit der Spiritualität zu tun.

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Wie man den Sohar genießt

Was lehrt uns der Sohar? Wir wissen aus der Wissenschaft der Kabbala, dass der Schöpfer nur ein einziges Verlangen erschaffen hat, in welchem jegliche weitere Entwicklung stattfindet. Dieses eine Verlangen beinhaltet zahlreiche einzelne Verlangen, welche zusammen in einem System verbunden sind, welches „Adam“, die allgemeine Seele, genannt wird.

Entsprechend Seinem Programm begann der Schöpfer dann die Verbindungen zwischen den Teilen dieses Verlangens zu korrumpieren. Dadurch begannen sie, die Verbindung untereinander zu verlieren, ähnlich wie Organe in einem erkrankten Körper, die aufhören, in korrekter Art und Weise zusammen zu arbeiten. Die Folge davon ist eine Unausgeglichenheit und wir fühlen Krankheitssymptome, wie steigenden Blutdruck und erhöhte Temperatur, eine falsche chemische Zusammensetzung des Blutes usw. Dies alles sind Anzeichen, dass der Organismus nicht im Gleichgewicht ist, und dies nennen wir Krankheit.

Warum tut der Schöpfer dies den Seelen an? Er tut dies in der Absicht, damit wir die Verdorbenheit fühlen und sie dann beginnen zu korrigieren. Die Krankheit ist die Beschädigung der Verbindung zwischen uns, welche alle Teile eines einzigen Systems sind. Da diese Verdorbenheit uns trennt, beginnen wir uns immer weniger miteinander verbunden zu fühlen.

Es gibt 125 Stufen in diesem Verlust der Verbindung zwischen uns. Dies ist ein Abstieg von der Unendlichkeit, wo wir unendlich miteinander verbunden sind, bis hin zum Zustand, wo diese Verbindung völlig verschwindet.

Darüber hinaus gibt es eine Ebene, genannt „Parsa„, entlang der 125 Stufen, an der eine noch größere Verdorbenheit entsteht. Anstatt einer positiven Verbindung oder deren Verlust, formen wir eine negative Verbindung. Deswegen will jeder die anderen zu seinem Nutzen ausbeuten. Der Organismus stirbt nicht einfach, sondern zehrt sich selbst vollständig auf.

Dieser Abstieg in das Verlangen, andere auszubeuten, geht so lange weiter, bis der Zustand erreicht ist, in dem wir vollkommen alle Verbindungen zwischen uns verlieren – sowohl die positive Verbindung des Gebens wie auch die negative Verbindung des Empfangens. In diesem Zustand existieren wir im absoluten Gegensatz zur Spiritualität, wo alle Erkenntnisse und das Wissen fehlen. Dies ist ein Resultat unserer Trennung von einander, wo wir die Welt wahrnehmen als eingebildete Realität. Aber warum ist das alles Einbildung? Weil dies gezielt vom Schöpfer so eingerichtet wurde, um uns eine Illusion seiner Abwesenheit zu geben.

Was also sollen wir tun? Wir müssen verstehen, dass wir unsere Verbindung zwischen uns korrigieren müssen. Der Aufstieg der Seelen von unserer Welt zur Welt der Unendlichkeit geschieht in dem Ausmaß, in dem wir die Verbindung zwischen uns stärken. Die Wiedererlangung der Verbindung unter uns erschafft den Aufstieg.

Je mehr wir uns unseren Zustand in der Verbindung mit anderen Seelen vorstellen, desto mehr werden wir das Buch Sohar genießen können. Das Buch Sohar wurde letztendlich durch einen Aufstieg in die Welt der Unendlichkeit geschrieben. Die Verfasser des Sohar schrieben dieses Meisterwerk vom Aufstieg der 125. Stufe aus, in welcher sie zusammen verbunden waren.

Während wir den Sohar studieren, müssen wir ein Verlangen nach Verbindung zwischen uns fühlen. Es ist nicht nötig „klug“ zu sein. Es reicht völlig aus, sich zu erinnern, dass wir alles in der Verbindung zueinander erreichen werden.

Eigentlich spricht der Sohar nur über die Verbindung zwischen den Seelen. Er erklärt unsere Verbindung in dem globalen System, welches „Adam“ genannt wird, mit all den anderen Seelen und wie wir dies benutzen können, um gemeinsam in Verbindung zu treten, zu einem gesunden und korrekt funktionierenden System.

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