Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Warum fangen Menschen an, die Kabbala zu lernen?

Frage: Wenn Menschen die Wissenschaft der Kabbala entdecken befürchten sie, dass der Entwicklungsprozess sehr lange, sogar viele Jahre dauert. Wird dieser Prozess jemals kürzer werden? Werden die Menschen diese Zustände bald schneller durchlaufen als wir?

Antwort: Angenommen, Sie bekommen ein Diplom, hängen es an die Wand, was wäre dann Ihr nächster Schritt?

Kommentar: Wahrscheinlich ewig leben.

Antwort: Sie wollen so schnell wie möglich das ewige Leben erreichen?

Das ewige Leben bedeutet, dass man nach der Eigenschaft des Gebens und der Liebe strebt und nur an andere denkt.

Wenn ein Mensch zur Kabbala kommt wird ihm klar, dass er jetzt einen neuen Zustand, eine neue Lebenseinstellung, eine neue Phase der Menschheit, ein neues System der Interaktion zwischen den Menschen beginnt. Es ist nicht nur so, dass er hinzutritt, ein wenig lernt, ein Vermerk über ihn gemacht wird und ihm ein Stück Papier ausgehändigt wird, damit er es an die Wand hängen kann, er kommt, um sich zu verändern. Er kommt um in die höhere Welt einzutreten und dort zu existieren. Das ist viel mehr als ein vorübergehendes Interesse zur Kabbala.

Die Wissenschaft der Kabbala beschäftigt sich damit, einen Menschen auf die nächste Stufe der Spiritualität zu heben, ihn erkennen zu lassen, woher alle leitende Kräfte kommen mit denen er zu tun hat.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 09.12.2018

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Kabbala Akademie

 

Die Welt im Licht des Gebens sehen

Frage: Während des Lesens des Sohar versuche ich daran zu denken, dass ich mich korrigieren will und dass das Studium mich korrigieren wird. Reicht das?

Meine Antwort: Jein. In dem Gebet während des Studiums muss die Verbindung zwischen uns allen enthalten sein, damit wir uns mit den Eigenschaften des Gebens erfüllen können. Darum muss der Mensch bitten. Es ist unmöglich, sich selbst zu zwingen, doch es ist möglich, sich allmählich zu einem solchen Verlangen zu bringen.

Ich muss mich also während des Unterrichts zu einem solchen Verlangen bringen, dass sich alles zu einem gemeinsamen Verlangen, welches die Korrektur fordert, – zur Enthüllung der zerbrochenen Seele – vereint.

Später, wenn wir mit diesem zerbrochenen Verlangen in den spirituellen Zustand eintreten, d.h. wenn die Eigenschaft des Gebens in ihm zu herrschen beginnt, werden wir gerade in diesem zerbrochenen Kli alle möglichen Erscheinungsformen der Verbindung zwischen uns, des Gebens und der Liebe – Sefirot, Parzufim, Welten – wahrnehmen. Wir werden SoN, Aba we Ima, ACHaP, Galgalta we Ejnaim, deren Auf- und Abstiege erkennen können. Dann wird unser Studium eine Form annehmen, über die geschrieben steht: „Die Seele des Menschen lehrt ihn“.

Doch in jedem Fall muss ich alles zu einem Ganzen vereinen. Denn die ganze Welt ist meine momentane Wahrnehmung. Das heißt, ich muss mich nicht einfach auf irgendeinen kleinen Gedanken konzentrieren, sondern daran denken, dass mein ganzes Ich, meine ganze Welt, alles, was ich mir vorstelle, jetzt der Korrektur unterliegt. Ich will diese ganze Realität im Licht des Gebens sehen.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 06.03.2011