Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'EigenschaftDesGebens'

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 7

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Schöpfungsziel bezieht sich auf die gesamte Menschheit.

Es ist so, dass sich das Schöpfungsziel auf die gesamte Menschheit bezieht, niemanden ausgenommen (die völlige Angleichung an den Schöpfer, die Eigenschaft des vollkommenen Gebens wird entweder von oben, auf dem Weg der Leiden, erzwungen, oder durch die Anstrengungen des Menschen von unten, auf dem Weg der Tora, des korrigierenden Lichtes, erreicht).

Baal haSulam „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen

Das Ziel der Schöpfung ruht auf den Schultern der gesamten Menschheit, ob schwarz, weiß oder gelb, ohne jeglichen wesentlichen Unterschied.

Baal haSulam „Die Bürgschaft“

Das Ziel der Schöpfung können nicht nur besonders Begabte, sondern alle Geschöpfe ohne Ausnahme erreichen, dazu bedarf es keiner besonderen Gabe (keine irdischen Fähigkeiten oder Talente beeinflussen den Erfolg bei der Korrektur der Seele).

Rabash „Shlavey HaSulam“ 1984, „Liebe zu Freunden 2

Alle Völker werden sich (in Zukunft, gezwungenermaßen auf dem Weg der Leiden oder bewusst auf dem Weg des Lichts) vereinen und bereit sein für die Arbeit des Schöpfers (das gemeinsame Geben an den Schöpfer: das Empfangen der grenzenlosen Erfüllung von dem Schöpfer für Ihn).

Baal haSulam, Brief 55

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Das Klagelied von Rabbi Shimon

Frage: Es steht geschrieben, dass Rabbi Shimon weinte, als er das Buch Sohar schrieb, er fürchtete das Geheimnis zu lüften: „Wehe mir, wenn ich sage, und wehe mir, wenn ich es nicht sage“.

Wenn ich es sage, werden die Schuldigen für ihren Herrn arbeiten lernen. Und wenn ich es nicht sage, verlieren die Gefährten dieses Vermögen». Um welches, großes Geheimnis, das im Buch Sohar verheimlicht ist, weinte Rabbi Shimon?

Antwort: Das Geheimnis des Buches Sohar liegt darin, in dem du dich richtig zu diesem Buch verhälst, kannst du das höhere Licht daraus schöpfen, das zum Quelle zurückführt. Und dieses Licht kann für uns wie zum Lebenselixier, als auch zum Todesgift werden – das hängt nur von unserem Verhältnis zum Buch Sohar und überhaupt zu der Tora ab.

Doch sehen wir, dass es kein Verbot auf das Studium der Fünf Bücher Mose oder des Talmuds gab, obwohl sie auch von Kabbalisten geschrieben wurden. Nur der Zohar wurde so viele Jahre geheim gehalten und war verboten – weil darin ein sehr starkes Licht verborgen ist, welches wir anziehen können. Natürlich existiert in der Tora auch ein Licht, doch ist dieses für uns unerreichbar, so hoch ist es.

Das Licht Sohars ist uns näher, aber wenn der Mensch sich immer noch in seinem Ego befindet, wird er das Licht egoistisch benutzen wollen. Dann wird das Licht für ihn zum Todesgift.

Wenn ich die Eigenschaft des Gebens erlagen möchte – dann wird dieses Licht für mich zum Lebenselixier und hilft mir diese Eigenschaft zu erlangen. Doch wenn die Tora ohne des Verlagerns die Eigenschaft zu erlangen, studiert wird, beginnt der Mensch egoistischer zu werden und sich als etwas Besonderes, höher als die Anderen, als Gerechten zu fühlen. Die Tora wird zum Todesgift und führt ihn zurück zum Ego. Anstatt sich vor anderen niedriger zu machen und sich kleiner zu fühlen, ist es umgekehrt, er beginnt vor Stolz zu protzen.

Und das alles geschah jetzt, im letzten Jahrhundert, bei der neuen Ebene des Egos. Deswegen waren die Kabbalisten besorgt, dass die Wissenschat der Kabbala genauso egoistisch studiert wird, die Menschen werden vor Stolz protzen und sie in ein Handel mit „Wundermittel“ verwandeln: roten Bändern, heiliges Wasser und Segen.

Das wird die Menschen verwirren und von der Korrektur abschrecken, solange sie nach vielen verlorenen Lebenskreisen nicht eröffnen, dass so ein Herantreten – ein Betrug ist. Doch wieviel Zeit und Leiden wird dafür gebraucht!

Aus einem Unterricht über den Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 14.12.2010

Die Belohnung versteckt sich in der Verhüllung

Wir sollten dem Schöpfer für die Verhüllung sehr dankbar sein. Hätte es die Verhüllung nicht gegeben, würde man sich kaum von einem Tier unterscheiden, da man die ganze Zeit nur offensichtlichen Genuessen nachjagen würde.

Die Verhüllung lässt mich im Dunkel, was für mich unangenehm ist, und  mir doch die Möglichkeit gibt, mich selbst aufzubauen. Deshalb ist es uns unmöglich, zu sehen, ob wir uns richtig fortbewegen, und ob  eine Belohnung auf uns wartet.

Die Belohnung ist,  sich im Zustand der Verhüllung   fortzubewegen und sich zu bemühen, die Handlungen des Gebens auszuführen. Die Belohnung besteht darin, keine Belohnung wahrnehmen zu können.

Sonst waerest du nicht in der Lage, dich von der Herrschaft des Schöpfers über dich zu befreien. Nur in der Verhüllung kannst du IHM scheinbar nicht unterstellt sein.

Er wacht ueber dich und gibt dir die Möglichkeit, im Bereiche der Verhüllung, die nach der Einschränkung in der Welt der Unendlichkeit entstanden ist, IHN selbst und die Erhabenheit SEINER Taten zu enthüllen.

Man fragt nicht nach Enthüllung. Dies würde ja bedeuten, dass der Mensch, der durch sein natürliches Streben bewegt wird,  sich wünscht, zum tierischen Zustand zurückzukehren.

Das Wissen ist das  Schlimmste. Wenn wir uns das Wissen jedoch nach dem Erreichen des Glaubens über den Verstand aneignen,  dann enthüllt sich uns das neue Wissen – in der Eigenschaft des Gebens, nicht des Empfangens. Das ist schon das Göttliche Wissen.

Aber zuerst sollten wir die Einschränkung ausführen, auf die andere Seite übergehen und dort IHN finden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Zohar“, 13.06.2010

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