Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Dunkelheit'

Die Dunkelheit ist die Rückseite des Lichtes

Der Sohar, Abschnitt Bo, Punkt 63: Es ist ein großer und friedvoller Fluss. Und da sich sein Bina, Tiferet und Malchut während des kleinen Zustandes (Katnut) zu Keter und Chochma der kleinen Flüsse absenkten, während der große Zustand (Gadlut) kommt und der friedliche Fluss abermals sein Bina, Tiferet und Malchut zu sich erhebt, steigen Keter und Chochma der kleinen Flüsse mit ihnen auf und empfangen GAR von ihm.

Es ist ein großer, friedlicher Fluss, welcher mit all den kleinen Flüssen durch ihr Galgalta we Ejnaim verbunden ist. Dieser große Fluss löscht sein ACHaP (darum wird er als friedlich bezeichnet) in der Absicht, den Kleineren die Möglichkeit zu geben, sich mit ihm zu verbinden. Es wartet auf sie, damit sie sich mit ihm verbinden, und sobald sie es tun, beginnt er, sie zusammen mit sich zu erheben. Auf diese Weise steigen sie von ihrer Stufe zur nächsten empor. Auf dieser höheren Stufe gibt es einen anderen „friedvollen Fluss“, und wieder verbinden sie sich mit diesem und der Aufstieg geht weiter. Auf diese Weise funktioniert der „spirituelle Aufzug“ nach Oben.

Alles was sich uns als Dunkelheit darstellt, ist in Wahrheit Licht in einem verhüllten Zustand. Es gibt keine Dunkelheit. Der einzige Grund, warum wir Dunkelheit sehen, ist, weil wir uns egoistisch zum Licht verhalten. Dies ist der Grund, warum das Licht sich vor uns versteckt und von der Rückseite auf uns scheint. Daher bedeutet das hebräische Wort Or „Licht“, und das gleiche Wort in aramäischer Sprache, Orta, bedeutet „Nacht“. Diese beiden Sprachen sind gegensätzlich zueinander wie zwei Seiten einer Münze.

Tatsache ist, dass keine Dunkelheit existiert. Sie existiert nur in Bezug auf unser unkorrigiertes Verlangen, aber diese Dunkelheit wird verschwinden, wenn unsere Verlangen korrigiert sind. Wenn wir daher einen Mangel an Inspiration oder uns schlecht gelaunt fühlen, bedeutet dies, dass uns damit die Möglichkeit gegeben ist, einen größeren Grad der Verbindung mit dem Höheren zu erwecken. Diese Verbindung kann gerade durch diese Dunkelheit erreicht werden, die wir derzeitig spüren.

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Die neue Himmelsleiter erbauen


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der schnellste und effektivste Weg, um die Kabbala in der Welt zu verbreiten?

Meine Antwort: Eine Mannigfaltigkeit an Wegen ist erforderlich, da wir jetzt Stufen aufsteigen, die bisher niemand bestiegen hat. Bis heute gingen Kabbalisten ihre eigenen Wege und lehrten ihre Schüler die gleiche Methode, die von Adam ausging, dem ersten Kabbalisten. Später begründete Abraham die Methodik und die Gruppe, die letzten Endes das Volk Israels wurde. Allerdings fielen sie von diesem spirituellen Grad herab und die letzten zweitausend Jahre haben Kabbalisten ihr Wissen einer dem anderen weiter gegeben.

Mittlerweile jedoch leben wir in einer Zeit, in der Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zum Verlangen nach spirituellem Aufstieg erwachen und Seite an Seite mit uns gehen. Individuell Kabbala zu studieren, ist ein Ding der Vergangenheit geworden. Heute kehren wir zur ursprünglichen Absicht Abrahams zurück, die Korrektur allen Babyloniern anzubieten.

Wie sollen wir die Kabbala unter diesen neuen Bedingungen verbreiten? Ich kann lediglich aussprechen, was ich denke und fühle, jedoch werden wir es nicht sicher wissen, bis wir genügend Erfahrung gesammelt haben. Selbst Rabbi Shimon wäre nicht in der Lage, uns einen Rat zu geben, da diese neuen Stadien der Entwicklung erst erforscht werden müssen.

Baal HaSulam hoffte in seiner Zeit, dass seine Zeitung die Situation verändern würde, jedoch wurde sie rasch stillgelegt. Er veröffentlichte dann Bücher und seine Schüler dachten, dass dies eine spirituelle Revolution veranlassen und die Menschen letztendlich erkennen würden, dass sie sich in der Dunkelheit befinden. Jedoch die Welt machte weiter, als hätte sich nichts verändert.

Daher probieren wir gegenwärtig verschiedene Methoden und Ansätze aus, um die effektivsten zu bestimmen. Eine Sache ist klar: Verbreitung muss so weit wie möglich in allen Sprachen und für jedermann in der ganzen Welt durchgeführt werden. Abraham wollte alle im Alten Babylon damit erreichen, und heute hat sich Babylon dazu ausgeweitet, die ganze Welt zu beinhalten.

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Wenn der Morgen graut


Der Sohar, Kapitel VaYeshev (Und Jakob setzte sich nieder), Punkt 114: Es gibt nicht einen Menschen in der Welt, der des Nachts nicht den Geschmack des Todes kostet und auf dem Körper liegt der Geist der Unreinheit. Denn weil die heilige Seele sich vom Menschen entfernt hat, liegt der Geist der Unreinheit auf diesem Körper und er ist geschändet.

Das bedeutet, dass ein Mensch einen Schirm hat, das Licht der Einheit, das Licht der Verschmelzung und dass die Eigenschaft des Gebens in ihm herrscht. Doch dann verschwindet alles. Der Parzuf wurde entleert und alles Licht ist daraus entschwunden. Das kann aus einem äußeren oder inneren Grund geschehen, wie, wenn des Menschen innerer Wille zu genießen wächst und neue Reshimot sich in ihm zeigen.

Das geschieht dann, wenn in ihm ein neues, unkorrigiertes Verlangen erwacht und über ihn herrscht. Der Mensch ergibt sich ihm und, geführt durch dieses Verlangen, beginnt er, über sein Leben, über Selbsterfüllung nachzudenken und darüber wie er dieses Verlangen erfüllen kann.

Nur wenn er sich rechtzeitig für diese Dunkelheit vorbereitet hat, für die Nacht, den Zustand, wenn seine Verlangen über ihn herrschen, ist er fähig, alle Kraft zusammenzunehmen und die Dunkelheit als Mittel zum Aufstieg auf eine neue Stufe zu betrachten. Dann richtet er eine wahre Forderung nach Oben, an Abba ve Ima, und bittet sie, für ihn zu sorgen (das wird „Verschmelzung um Mitternacht“ genannt).

Ab Mitternacht beginnt er mit den Korrekturen. Ein Mensch beginnt, das gesamte zusätzliche Verlangen zu genießen zu korrigieren, dass er bekommen hat und das er als Geschmack des Todes gefühlt hat. Doch jetzt versüßt er ihn.

Das bedeutet, dass ein Mensch gen Morgen voranschreitet, wenn er von Oben das Licht, das umgestaltet, die erste Eigenschaft des Gebens empfängt. Und dann kommt das Morgenrot. Ein Mensch beginnt, in seinem Zustand das Licht zu fühlen, da er einen Schirm über sein voriges Verlangen zu genießen erlangt hat und nun befindet er sich in der Eigenschaft des Gebens.

Darum war es für ihn notwendig, den Geschmack des Todes zu kosten.

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Warum der Schlaf 1/60tel des Todes ist

In der Spiritualität ist ein Traum eine bestimmte Art und Weise, in der das Licht gefühlt wird. Es ist ein Zustand des Verlangens relativ zum Licht, wenn ich dieses Verlangen nicht nutze, weil es keinen Schirm hat. Daher wird ein Traum „ein Sechzigstel des Todes“ genannt.

Wir sprechen offensichtlich nicht über einen gewöhnlichen Traum, sondern über einen spirituellen Zustand, in dem ich nur den kleinsten Teil aus all den riesigen Verlangen nutze, die in mir enthüllt werden. Ich nehme die Wirklichkeit und meine Beziehung zum Schöpfer nur in diesem Teil wahr.

„Einschlafen“ bedeutet, einen neuen Abschnitt, eine neue Stufe zu beginnen, wenn ein alter Zustand endet und ich mit neuen, noch unkorrigierten Verlangen zu arbeiten beginne. Aus diesem Grund nehme ich sie als Dunkelheit, als Nacht wahr, als liegenden horizontalen Zustand, worin alle Teile des spirituellen Parzuf (Seele) – sein Kopf, sein Torso, seine Gliedmaßen (Rosh, Toch, Sof) – sich auf der gleichen Ebene befinden und es keine Einkleidung des Inneren Lichtes von Oben nach unten gibt.

Alles Licht ist verschwunden und es wurde in den Kelim nur ein schwaches Nachleuchten zurückgelassen, das diese belebt. Das wird Traum (Kista de-Chauta) genannt. Wenn ich nichts fühle oder verstehe, wenn ich das Gefühl des Träumens erlebe, wird das „ein Sechzigstel des Todes“ genannt.

Von diesem Zustand oder Punkt muss ich aufwachen und mich zu meiner vollen Höhe (GAR) erheben. Und dann, zusammen mit meinen neuen Verlangen, lege ich mich wieder hin. Und so folgt ein Zustand dem anderen, ein Zyklus nach dem anderen.

Zuerst überlasse ich mich der Höheren Kraft, lasse sie für mich sorgen, wie für einen Embryo im Körper der Mutter gesorgt wird. Und je mehr ich mich selbst zurücknehme, umso mehr hilft sie mir zu wachsen.

Dann fange ich an, mich selbst aktiv zurückzunehmen, mein Verlangen zu genießen aus eigener Kraft zu unterdrücken. Und dann entleert sich mein Parzuf vom Licht und ich beginne zu träumen bis ein neuer Tag beginnt und mit ihm eine neue Stufe.

Der Geschmack des Todes

Der Sohar, Kapitel VaYeshev, Punkt 114:

Es gibt nicht einen Menschen in der Welt, der in der Nacht den Geschmack des Todes nicht spürt…

Wenn das Licht (das Geben) nicht auf einen Menschen scheint und Dunkelheit (egoistische Verlangen) zu ihm kommt, um über ihn zu herrschen, dann wird selbst der gerechteste Mensch mit den stärksten Schirmen den Geschmack des Todes empfinden, denn in dieser Lage ist er vom Licht, vom Schöpfer, abgetrennt. Später wird er diese Kluft überwinden und sein Verlangen korrigieren, doch zuerst, für den Bruchteil einer Sekunde, trennt er sich noch immer von der Heiligkeit (dem Geben und der Liebe) und fühlt den Geschmack des Todes. Er fällt unter die Macht des Verlangens zu empfangen, schmeckt sie und erklärt sie zum Geschmack des Todes.

Wir müssen diesen Geschmack empfinden, um zu spüren, dass wir unter seiner Macht und Kraft stehen. Dann müssen wir dies mit der Hilfe der Gruppe überwinden, da wir alleine dazu nicht fähig sind. Nur eine andere, äußere Kraft – der Einfluss der Gruppe – kann mir helfen, zur der Schlussfolgerung zu gelangen, dass das Verlangen sich zu freuen, dass in diesem Moment über mich herrscht, in Wirklichkeit Tod bedeutet.

Wenn ich keine Hilfe von außen erhalte, dann kann nichts helfen und ich bleibe unter der Macht des Verlangens zu genießen und kann nicht erkenne, dass das dem Tod gleichkommt. Ich fühle mich, als ob ich lebe und alles ist gut, genau wie wir das jetzt tun.

“Lass mich gehen, denn der Tag bricht an”

Sohar, Kapitel VaYishalach Punkt 90:

„Lass mich gehen, denn der Tag bricht an“

Wenn der Schöpfer die Söhne Israels belebt und sie vom Exil erlöst, öffnet sich für sie eine schmale, kleine Tür zum Licht hin. Und danach öffnet sich ein anderes Tor für sie, breiter und größer als das Erste. Dies setzt sich solange fort, bis der Schöpfer die höheren Tore aufreißt, welche allen vier Winkeln der Erde gegenüber liegen.

Daher wird die Befreiung nicht auf einmal zu allen kommen, sondern wie eine Morgendämmerung, die nach und nach erblüht, bis der Tag anbricht.

Uns ist diese Erlösung garantiert – der Erwerb der Eigenschaft der Liebe und des Gebens, welche im Schöpfer existieren, was uns zur Anheftung an Ihn führen wird.

Und dies ist, was der Schöpfer an den Söhnen Israels tut… Israel steht für jeden, der sich dem Schöpfer annähern möchte, weil „IsraEl“ für „direkt zum Schöpfer“ steht, unabhängig von seiner physischen Abstammung. Schließlich spricht der Sohar zu allen „Babyloniern“ – zu uns allen… und den Gerechten unter ihnen. Dies bezieht sich auf jene, welche die Höhere Stufe enthüllen wollen, um den Schöpfer zu rechtfertigen, anstatt Ihn anzuklagen.

Er erlöst sie stufenweise, aber nicht auf einmal. Es ist wie bei einem Mann, der sein ganzes Leben in Dunkelheit verbracht hat. Wenn man ihm Licht bringen will, muss man zuerst einen kleinen dünnen Strahl, wie durch ein Schlüsselloch enthüllen, und dann ein bisschen mehr, bis er schrittweise zur vollkommenen Erleuchtung des ganzen Lichtes kommt.

Hier wird über das Licht der Liebe und das Geben an andere gesprochen, was sich nur enthüllen kann, wenn wir gemeinsam diesem Verlangen zustimmen, es fordern und erbitten. Daher wird es uns stufenweise enthüllt, in dem Maße, in welchem wir unsere Natur verstehen und wie gegensätzlich diese zur gebenden Natur des Schöpfers ist.

So enthüllen wir unsere Seele, vom dünnsten Lichtstrahl bis zur Enthüllung des vollständigen spirituellen Parzuf, dem gesamten HaWaYah und den drei Linien, welche man als die „12 Stämme Israels“ bezeichnet – die 12 Eigenschaften der Seele.

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Wir leben in einer Epoche spiritueller Befreiung

Unsere Zeit ist ein Zeitalter der Befreiung vom Egoismus, eine Zeit, in der uns der Schöpfer enthüllt wird. Wir müssen handel, als ob diese Enthüllung jeden Augenblick stattfinden kann, denn egal, wie weit entfernt wir uns diesen Augenblick denken, findet die spirituelle Handlung immer spontan statt.

Der Augenblick vor dem Auszug aus Ägypten hat niemand daran gedacht, dass es möglich wäre. Plötzlich sprach der Schöpfer: „ Heute Nacht wird es geschehen!“ Und du wirst sofort in die Dunkelheit eingetaucht und musst rennen.

Die „Dunkelheit Ägyptens“ ist ein qualitatives Konzept, das die Abwesenheit des Schöpfers symbolisiert. Es hat nichts mit physischem Leiden zu tun. Physischer Schmerz und Leiden dienen nur als Vorstufe, um uns aus unserem egoistischen Kampf und Wettbewerb aufzuwecken und erhebt unsere Gedanken über unser materielles Leben.

Doch kann Leiden das menschliche Wesen in uns wirklich erwecken und uns verstehen lassen, was mit uns geschieht und wohin uns das Schicksal führt? Tatsache ist, dass wir die Kabbala brauchen, damit wir zu dieser Erkenntnis gelangen. Ohne sie werden wir noch jahrelang leiden, bevor wir den wahren Grund und den Zweck unserer Probleme verstehen. Darum ist die Verbreitung der Kabbala so wichtig.

Kabbala Akademie

 

Nur deine Augen werden sehen


Zwei Fragen, die ich über die innere spirituelle Entwicklung erhielt:

Frage: Wer erschafft die spirituellen Eigenschaften in mir? Mache ich das selbst oder tut das der Schöpfer für mich?

Meine Antwort: Auf dem spirituellen Weg enthüllt ein Mensch ständig neue Ebenen der Realität und allmählich entsteht vor ihm ein einziges System. Es ist ein großartiger Mechanismus, der jedes Atom und Molekül in der gesamten Schöpfung lenkt. Dieser Mechanismus lenkt ebenfalls ihre Verbindung untereinander und welche Veränderungen stattfinden.

Wir wissen nicht, was wir in Folge unserer spirituellen Suche enthüllen werden, aber es ist unsere Aufgabe, den Schöpfer durch die Beispiele Seiner Handlungen kennenzulernen.

Frage: Ist es möglich, zwei Sichtweisen zu vereinen: „Es gibt niemand außer den Schöpfer“ und „Es gibt niemand außer mir“?

Meine Antwort: Wir können uns nicht vorstellen, diese Gegensätze in unserer Sprache, unseren Gefühlen und unserem Verstand zu vereinen.

Wenn du spürst, dass du ein wenig höher als die Stufe dieser Welt aufgestiegen bist und wenn deine vorgefassten Meinungen von Raum und Zeit verschwinden, wird sich eine völlig neue Wahrnehmung in deinem Verstand bilden. Doch selbst in der spirituellen Wahrnehmung sind wir durch die Beschreibungen der Welten BYA begrenzt.

Ein Mensch ist fähig, noch höher aufzusteigen, doch er ist nicht fähig zu beschreiben, was ihm dort enthüllt wird, denn es gibt keine Buchstaben, Worte oder Töne, um es zu beschreiben. Das ist so, weil unsere gesamte Wahrnehmung auf Kontrasten basiert. Zum Beispiel Licht und Dunkelheit, gut und böse. Oberhalb der Welten von BYA jedoch vermischen sich gut und böse zu einem. Aber das können wir nicht beschreiben.

Daher gibt es eine Antwort auf deine Frage, aber es ist unmöglich, es auszudrücken. Wie also kannst du die Antwort finden? Steige auf und sie wird dir enthüllt. Es steht geschrieben „Nur deine Augen werden es sehen, jedoch die Augen eines anderen nicht“.

(Aus dem Unterricht über die „Einführung zum Buch ‚Aus dem Mund eines Weisen‘“, 6.11.09)

Die zielgerichtete Entdeckung grundlosen Hasses


Indem man die Verlangen anderer mit sich selbst verbindet, um diese Verlangen zu erfüllen, erschafft der Mensch seine Seele. Auf diese Weise erkennt er das Verlangen, dem Schöpfer gleich zu werden.

Vor langer Zeit versammelte Abraham im Alten Babylon solche Leute um sich und gründete eine Gruppe, die „Isra-el“ genannt wurde, was „direkt zum Schöpfer“ bedeutet. Allerdings ist die Eigenschaft des Gebens heutzutage verschwunden, und anstatt der Liebe zum Nächsten wurde grundloser Hass zwischen uns offenbar. Ich hasse andere einfach deswegen, weil sie nicht ich sind und weil sie ihre eigenen Verlangen haben.

Ich bin auf solche Weise geschaffen, dass andere in keinster Weise in meine Interessensphäre einbezogen sind, es sei denn, ich kann von ihnen profitieren. Ich hasse die anderen, denn sie sind von mir getrennt.

Andererseits, wenn wir vereint wären und die Verlangen der anderen in uns verspüren könnten, würden wir sie lieben. Daher kann Hass nur im Gegensatz zur Liebe offenbart werden. Wir lernen ständig von Gegensätzen – „der Vorzug des Lichts wird durch die Dunkelheit erlernt.“ Indem ich daher nach Liebe für den Nächsten strebe, entdecke ich in Bezug zu ihm Hass in mir.

Die Schüler von Rabbi Akiva, die in der Eigenschaft der Liebe zum Nächsten lebten, stiegen von dieser Liebe zu grundlosem Hass herab. Sie wurden in verschiedene Richtungen verstreut, durch die Explosion des Egoismus in ihnen.

Wenn ein Mensch entlang der spirituellen Grade aufsteigt, wenn er Geben, Liebe und Gleichheit mit dem Schöpfer erreichen will, dann entdeckt er immer und immer wieder, dass seine Natur grundloser Hass ist, und dass durch die Offenbarung des Sünders in ihm, er sich korrigiert und gerecht wird.

(Aus einem Unterricht über „Vorwort zum Buch ‘Mund des Weisen'“ – am 11.06.2009)

Die Dunkelheit ist der Beginn der Wahrnehmung des Höheren


Wenn das Höhere das Niedere nicht erweckt, wird das Niedere nie an das Höhere denken. Demzufolge, jedes schlechte Gefühl ist ein Zeichen vom Schöpfer ihm Beachtung zu schenken.

Die Anerkennung von dem ist der Beginn einer Verbindung zum Höheren. Ein Mensch versteht am Anfang nicht was mit ihm geschieht, er fühlt sich einfach schlecht und fragt danach, “ Warum fühle ich mich so schlecht? Habe ich etwas falsch gemacht?“ Er vermutet dass ihm jemand Probleme sendet, weil er etwas falsch gemacht hat.

Im Moment beginnt die ganze Welt den Teil des Höheren (AHP) zu fühlen, der zu uns herunter kommt. Dies ist die Besonderheit unserer Zeit, weil wir uns alle gegen das AHP vom Höheren wehren, nicht individuell, aber zusammen verbunden in einem globalen Egoismus.

Das AHP des Höheren (Dunkelheit, hartes Leben, Krisen) wird dagegen enthüllt indem die Menschen beginnen sich zu fragen, „ Von wo kommt es her? Was ist der Grund dafür? Was sollen wir nun tun?“

All dieses kommt von der Dunkelheit, welches das AHP vom Höheren gebracht hat. Wenn es nicht für Ihn ist, würden wir nicht die egoistische Verbindung zwischen uns, als eine Negative und als einen Grund für all unser Leiden, fühlen.

1. Jedes individuelle Ego hat das Ende seines Wachstums erreicht im Prozess von tausenden von Jahren in der Geschichte. Wir haben uns in einem egoistischen System verbunden.
2. Die Opposition gegen das Höhere kommt an die Oberfläche und deshalb fühlen wir uns schlecht. Der Grund dieses Gefühls ist der Schöpfer. Er verkleinert sein AHP um uns zu fördern ihn zu ersuchen.

Am Anfang fragte ich einfach, „Mach dass ich mich gut fühle! Mich!“ Aber dann beginne ich zu realisieren, dass mich gut zu fühlen nichts hilft, weil die Welt global ist. Ich beginne dann für andere wie für mich zu bitten, und dann beginne ich erst für andere zu bitten und dann für mich selbst.

Auf diese Weise führt uns die Dunkelheit zur richtigen Feststellung/Schlussfolgerung.

(Aus der Lektion des Eurasienskongress 10.23.09)

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