Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Weg aus dem Garten Eden und zurück

Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen, „etwas aus dem nichts“, geschaffen und hat ihn mittels 4 Stadien sowie unter der Einwirkung des direkten Lichtes entwickelt.

Und als dieser Wunsch das letzte Stadium erreichte, und genauso groß wurde wie das Licht, das ihn ausfüllte, und alle seine Eigenschaften übergab, dann hat sich die Schöpfung in der letzten Schicht ( in dalet-de-dalet, bzw. im 4. Teil des 4. Teiles) als Empfänger empfunden.

Und diese Tatsache hat darin solche heftige Scham und das Gefühl des Gegenteils zum Gebenden, dem Schöpfer, bewirkt, dass die Schöpfung sich verringerte und aufs Empfangen verzichtete.

Diese unangenehme Empfindung, die als „Leuchten der Malchut“ bezeichnet wird, ist die Dunkelheit, die kaum zu ertragen ist.

Sie heißt der „leere Raum“, worin kein Licht leuchten kann. In diesem letzten Punkt, im 4. Teil des 4. Stadiums geschieht eben die Einschränkung, Zimzum.

Alle vorhergehenden Stadien können mit dem Licht verglichen werden, da gibt es noch kein absolutes Gegenteil.

Aber das ganze Problem besteht darin, was mit diesem letzten, vierten Teil zu tun ist?! Es ist unmöglich ihn durchzustreichen oder ihm zu entkommen, denn dann wird die Schöpfung nicht mehr existieren, da sie sich nicht in den Schöpfer einreiht und Ihm in allen Eigenschaften entgegengesetzt ist!

In der Schöpfung muss dieser unabhängige Punkt, das 4. Stadium, erhalten bleiben – und zwar als ihre Grundlage. Wäre hier nicht die Scham im Spiel, so hätte sich der Gast dem Gastgeber vollständig unterworfen und hätte alles, was er will getan – wie die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur es tut, wie der häusliche Hund, der seinem Besitzer ergeben ist.Aber wen bezeichnet man als „Gast“ – der dem Gastgeber entgegengesetzt und fremd ist? Im Unterschied zum Gastgeber, der sich von ganzem Herzen freut und fragt, wie er den Gast noch zufrieden stellen könnte, damit es ihm noch besser geht, füllt sich der Gast völlig unwohl. Er sagt: „Nimm alles, es ist deins!“

Aber der Gast antwortet darauf: „Es ist nicht meins, sondern deins!“ Er kann der Empfindung der Scham im Stadium „dalet-de-dalet“ nicht entkommen, und muss sie behalten, um weiterhin als Schöpfung zu existieren.

Und wenn wir uns im Garten Eden – im reinen Geben, in Bina – aufhalten, dann ist es noch der Engel, und nicht der wahre Mensch.

Ein Mensch ist solange nicht für seine Mission bereit, bis er in seinem Innersten diese klaffende Leere erreichen wird, die er solange nicht
ausfüllen kann, bis darin die ganze Scham enthüllt wird, das Bedürfnis sich mit „den Gewändern“ zu bedecken entsteht, das Bedürfnis nach der Korrektur.

Und, um dem Menschen zu helfen, kommt eine Frau aus ihm heraus, die sich als seine Frau, Nukwa, erweist „geschaffen aus seiner Rippe“.

Besonders sie verspürt diese Leere, und beide gemeinsam (Seir Anpin und Malchut, Adam und Eva) sehen die Notwendigkeit an den Gewändern – im widergespiegelten Licht, in der Absicht des Gebens, wie der Gast in Bezug auf den Gastgeber, wodurch sie die Korrektur, das Geben, erreichen können – und die Scham in die Würde und die Ehre umwandeln.

Es ist der komplizierte und lange Weg. Jedem in der Welt ist diese Erzählung über Adam und Eva bekannt, aber niemand vermutet, was sich dahinter verbirgt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu „Panim Meirot““, 13.07.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Fliehe vor dir selbst zum Nächsten

Was bedeutet die Flucht vor sich selbst, aus Ägypten?

Ich ergreife alles, was ich nur tragen kann, und renne, um mich zu verstecken. Aber wohin soll ich laufen, wenn ich nur von der Dunkelheit Ägyptens umgeben bin? Ich bin in meinem Verlangen eingeschlossen, wohin kann ich also flüchten? Letztlich habe ich sonst nichts.

Es mag zwar unmöglich erscheinen, dies selbst zu tun, aber ich muss danach streben. Ansonsten habe ich keine Chance zu überleben. Ein Mensch nimmt alle Gefäße der Ägypter mit sich und flieht aus Ägypten in der Nacht, in Dunkelheit. Aber wohin kann er fliehen, wenn er von Dunkelheit umgeben ist? Der nächste Zustand ist ebenso dunkel, dennoch verspürt er darin die Nähe zur Freiheit.

Auch wenn ich momentan die anderen hasse und nicht mit ihnen verbunden bin, weiß ich dennoch, dass der nächste Zustand entwickelter sein wird. In anderen Worten gelange ich aus meinen Verlangen zu den Verlangen meines Nächsten, so gut wie es mir möglich ist. Ich laufe einfach davon. Ich kann jedoch im Moment kein Licht in ihnen erkennen. Ich muss meine Bereitschafft zeigen, herauszutreten, trotz der Dunkelheit.

Letztendlich erreiche ich das Rote Meer und ich bin bereit hineinzuspringen, weil ich hinter mir nichts leuchten sehe und ich nicht mehr länger in der Lage bin, weiter in meinem Ego zu verharren. Ich bin bereit, es zu töten, nur um in die gemeinsamen Verlangen einzutreten, in die Verlangen meines Nächsten.

Trotz der Tatsache, dass ich dort nichts für mich erhalten werde, erkenne ich, dass die nächste Stufe, die spirituelle Stufe, dort liegt. Ein Mensch versteht, dass die äußeren Verlangen der anderen eine höheren Stufe sind, als seine eigenen, inneren Verlangen.

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Unsere innere Schlacht von Armageddon


Menschen sind gegen die Kabbala, weil sie ein unterbewusstes Gefühl haben, dass die Weisheit der Kabbala sie zerstören wird. Das ist ihr Egoismus, der gegen die Kabbala ankämpft in einem Krieg, der das Armageddon genannt wird oder der Krieg zwischen Gog und Magog, welcher von den Propheten als der Kampf des Lichtes gegen die Dunkelheit beschrieben wird.

Dies ist ein langwieriger, ermüdender Kampf, den ein Mensch in seinem Inneren führt. Aber zusätzlich zum inneren Kampf müssen wir auch gegen die Widersacher der Kabbala in unserer Gesellschaft ankämpfen. Dies ist ein Kampf gegen „Erev Rav“ (vermischte Menge), welcher im Buch Sohar beschrieben wird.

Es gibt keinen Zeifel, dass dieser Kampf vom Schöpfer – der Kraft des Lichts, des Gebens und der Liebe, gewonnen werden wird. Aber der Umfang und die Dauer des Leidens der Menschen hängt von den Anstrengungen ab, die wir in diesem Kampf machen. Die beste Weise einen Krieg zu führen, ist der Angriff, so wie der Schöpfer sagte, „Lasst uns zum Pharao gehen, weil ich sein Herz verhärtet habe!“

Wir müssen den Krieg gegen den Egoismus beginnen, sowohl innerlich wie auch äußerlich, ohne darauf zu warten, dass er uns angreift. Wir werden dadurch den Prozess der Korrektur beschleunigen.

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