Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Hochschulabschluß mit zwölf

Frage: Was genau gibt die Weisheit der Kabbala Kindern, das eine gute Privatschule ihnen nicht bieten kann?

Meine Antwort: Die Kabbala entwickelt einen Menschen. Sie gibt ihm Werkzeuge, die ihm dann das Leben erleichtern. Sie ermöglicht, alles auf eine leichte Weise wahrzunehmen und zu lernen, denn sie enthüllt in einem Menschen Fähigkeiten, die ihn befähigen, alles zu verstehen. Es werden ihm keine Schwierigkeiten begegnen, bei denen er sich unfähig fühlt, sie zu überwinden. Der Mensch wird alles aus der Sicht von oben betrachten und es als etwas anschauen, das er lernen kann. Er wird keine Schwierigkeiten damit haben, Erkenntnis zu erwerben.

Durch das Studium der Kabbala entwickelt das Kind Werkzeuge, die ihm helfen, sich auf eine höhere Ebene zu begeben. Folglich wird es keine Probleme mit normalen Wissenschaften wie Physik, Chemie oder Biologie haben. Es wird sie als Wissenschaft der niederen Stufen der Natur betrachten: unbelebt, pflanzlich und tierisch.

Die Kabbala beginnt sofort, die menschliche Stufe in einem Kind zu entwickeln. Die anderen Stufen entwickeln sich für das Kind erstaunlich schnell. Innerhalb von zwei oder drei Jahren kann es mit 12 oder 15 Jahren auf einer Hochschule den Abschluss machen.

Doch bis jetzt haben wir uns noch nicht solch ein Ziel gesetzt. Doch wir können so eine Gruppe organisieren und beim Amt für Erziehung einen Antrag stellen, ihnen qualifizierte Examen zu ermöglichen. Lasst sie sehen, wie entwickelt diese Kinder und wie reif ihre Gedanken sind. Sie verdienen wirklich ein Diplom entsprechend ihrer menschlichen Stufe.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 28.12.2010, „Die Weisheit der Kabbala und Philosophie

Das Licht der Erkenntnis in der Seelenkette

Jeder Mensch hat ein Recht zu überprüfen, ob ihm der Ort, wo er studiert, auch passt. Aber nach der Untersuchung muss er wählen und ohne weitere Zweifel das Studium an einem gewählten Ort eingehen. Sonst kann man den Schöpfer und Seine Welt nicht enthüllen.

Es gibt auch Gruppen, die behaupten, sie studieren nach ihrer eigenen Methodik, was überhaupt unklar ist, denn wie kann eine Methodik existieren, die nicht durch eine Kabbalistenkette, vom Lehrer zum Schüler, erhalten wurde.

Es ist nicht möglich, selbstständig so eine Methodik zu erhalten. Nur Adam haRishon erhielt diese Methodik „vom Himmel“ sozusagen, hat sie selbst enthüllt, und alle anderen haben sie durch eine Kette von Kabbalisten erhalten, sogar Abraham, der am Anfang ein „Götzenanbeter“ war, d.h. er beschäftigte sich zwar mit der spirituellen Arbeit, aber in einer umgekehrten Form und dann entdeckte er den Widerspruch. Zwanzig Generationen nach Adam haRishon wurde Abraham die Kabbala übergeben.

Die Methodik der Erkenntnis kann man nur empfangen, wenn man sich an den Lehrer anheftet, so verbreitet sie sich von oben nach unten, über die Seelenkette. Wie kannst du dich mit der Wurzel von allein verbinden, wenn du kein Adam haRishon bist?

Nur Adam haRishon ist direkt mit dem Schöpfer verbunden. Und die anderen Seelen müssen von ihm über eine Kette empfangen, je nach ihrer Position in der Kette. Jede bekommt von der vor ihr stehenden, und alle sind in einer Kette mit der Wurzel verbunden. Das ist ein ganzes hierarchisches System, wie ein Baum.

Ich befinde mich an einer ganz bestimmten Stelle und kann nur von dem mir nahestehenden Menschen empfangen, von meinem Höheren. Dafür muss ich mich vor dem Höheren annullieren, wie der untere Parzuf sich vor dem Höheren in der spirituellen Welt annulliert.

Wenn die Menschen deshalb behaupten, sie bekommen das Licht oder eine Einsicht von oben oder im Schlaf, ist das alles nicht ernst. Einen spirituellen Kontakt kann man nur haben, wenn man sich während seines Lebens neben einem Kabbalisten befindet.

Wenn du nur einen Punkt von solchem Kontakt erreicht hast, kannst du aus ihm alle anderen entwickeln. Aber ohne diesen ersten Punkt hast du keinen Bezug zur weiteren Entwicklung, du bist von dem Baum, von dem ganzen Seelensystem, abgetrennt.

Deshalb fragt man als Erstes immer: „Wer war dein Lehrer? Woher kommst du?“

Deswegen habe ich bei all meinen Diplomen keinen wichtigeren als einen kleinen Zeitungsartikel, wo ich der treue Schüler und erste Helfer von Rabash genannt wurde. Denn dies bezeugt zumindest, wie sehr ich mit dem Rabash verbunden war.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010

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Lerne die Morgendämmerung zu erwecken


In unserer Welt studiert ein Mensch an der Universität einige Jahre, macht viele Prüfungen und leidet, wenn er etwas nicht versteht, aber später, wenn er das Studium beendet, ein Diplom erhält und die Universität verlässt, kann er sich nicht mehr daran erinnern, warum er überhaupt studiert hat? Gut, er tat es, um einen gewissen Gewinn zur Verbesserung seines Fachwissens zu erreichen und um die Fähigkeit zu nutzen, neue Dinge zu lernen. Sein früheres Wissen ist nicht die Grundlage dafür; es gibt ihm nur den richtigen Ansatz, welcher es ihm besser ermöglicht „das Licht, das erneuert“ zu erkennen.

Die gleiche Fähigkeit wird in der Spiritualität von einer Stufe zur nächsten weiter gegeben. Wenn ich von einer Stufe zu einer anderen gehe, werde ich erfahrener und empfindsamer für das Licht und es gelingt mir besser, es anzuziehen. Ich weiß nicht, was das Licht ist, aber ich weiß bereits, wie es arbeitet. Ich bin fähig, es zu erkennen, und ich bin aus dem Innern meiner Verlangen in der Lage, zu verstehen, wie es zu mir kommen und welchen Einfluss es haben sollte. Bis zu einem gewissen Ausmaß bin ich für neue, unbekannte Stufen vorbereitet. Ich bin fähig, den Einfluss des Lichts durch meinen eigenen Antrieb zu erwecken und wenn das Licht kommt, bin ich dafür bereit.

Innerhalb meiner Eigenschaften erkenne und verlange ich bereits den richtigen Einfluss des Lichts. Selbst in der Abwesenheit des Lichts, in der Dunkelheit, während des Übergangs von dieser Welt in die kommende Welt, kann ich bereits die Morgendämmerung erwecken.

Daher ist es unsere ganze Arbeit, die ständige Suche beizubehalten, da uns diese Suche allmählich das neue Verständnis für die zukünftigen Stufen bringt.