Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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In eine neue Welt geboren werden

Heutzutage ist es bereits offensichtlich, dass sich die Natur in einer relativen Ausgewogenheit befindet und einfordert, dass wir auf die gleiche Ebene gelangen. Das muss sich im materiellen Leben, in „grünen“ Technologien etc., wie auch in sozialen, persönlichen Beziehungen offenbaren. Auf diese Art können wir den Ausgleich zwischen den beiden Ebenen in die Praxis umsetzen.

An erster Stelle dürfen wir nur das notwendigste des lebensnotwendigen Bedarfs von der Natur verbrauchen. Dann ist es nicht wichtig, wie viele Milliarden Menschen auf der Welt leben,weil die Natur es ermöglicht, was bedeutet, dass sie in der Lage ist, jeden zu ernähren, solange wir ihre Ressourcen korrekt nutzen. Zweitens muss auf menschlicher Ebene in allem mit der Natur Ausgewogenheit aufrecht erhalten werden. Hierin liegt das schwerste Gewicht in der Erkenntnis des Bösen.

Bescheidener Verbrauch ist die materielle Erkenntnis des Bösen. Andernfalls zerstören wir die gesamte natürliche Basis, sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen. Stufenweise müssen wir die menschliche Gesellschaft gemäss den Gesetzen der Natur bilden, sie zur Gleichheit und Ausgewogenheit führen.

Andernfalls erwarten uns Revolutionen, Kriege und andere Umwälzungen, die bereits mit bedrohlicher Gleichmässigkeit aufflammen.

Globale Oberhäupter und Herrscher besitzen keine Fähigkeit, irgendetwas zu tun. Wir stehen einem Dilemma gegenüber, entweder durch zahlreiche Kriege und eine schwierige Geburt in die neue Welt zu gelangen, oder durch eine bewusste Entwicklung in Übereinstimmung mit den Erfordernissen der Natur, die uns zu einer gerechten Verteilung verpflichtet. Selbstverständlich ist es nicht möglich, die gleichen Sachen für jedermann bereitzustellen. Es ist notwendig, mit der Kultur, der Region, dem Klima und so weiter übereinzustimmen. Der Schlüssel ist, für jedermann, innerhalb von allgemein akzeptierten Grenzen, zu sorgen.

Ausserdem zeigt uns die innere Erkenntnis des Bösen, dass wir in einem einzigen System wie ein Mensch mit einem Herzen verbunden sein müssen. Nur auf diese Weise werden wir Harmonie mit der Natur erreichen.
Innere Einigkeit offenbart sich gemäss der individuellen Fähigkeiten. Ein Mensch kann anderen Schaden und es nicht fühlen. Daher müssen wir die Massenmedien und das Bildungssystem aktivieren, so dass die Menschen auf der ganzen Welt mehr und mehr die egoistischen Zusammenhänge des Bösen erkennen. Alles hängt von der Erziehung ab.

Weiterhin werden die Menschen in einem bestimmten Abschnitt in diesem Prozess erkennen, dass die Eigenschaft des Schenkens ihnen einfach von selbst ein Gefühl des Vertrauens verleiht, es fördert die Gutherzigkeit. Sie werden dann allmählich verstehen, dass wahre Einigkeit, Ähnlichkeit mit der Natur und Verbindung mit ihr, es uns erlaubt, die Macht der Liebe zu spüren, die in ihr verborgen ist.

Diese Macht verbindet alle Teile der Natur und erhebt das ganze System, das gesamte Universum, alle Ebenen von der unbelebten bis zur menschlichen auf eine höhere Ebene. All dies geschieht für uns dank der Erkenntnis des Bösen. Dieser bestimmte Hebel, dieser bestimmte Weg, dieser Impuls, dieses Werkzeug stellt die Mittel bereit, durch die wir uns immer mehr als ein Ganzes mit der Natur verbinden und in die neue, höhere, ewige Dimension des Seins gelangen.

Die gesamte Evolution ist darauf ausgerichtet. Ob wir es wollen oder nicht, wir werden uns mit der Natur zu vereinigen haben. Wir haben andererseits die Gelegenheit, die Erkenntnis des Bösen zu beschleunigen, bevor die Missgeschicke eintreten; wir können uns nach vorne bewegen, hin zur Korrektur auf dem guten Pfad, wie es gute Kinder mit Einwilligung ihrer Eltern tun. Wir können von der Natur lernen, bevor wir von ihr eine noch ernsthaftere Reaktion für unsere Unausgeglichenheit heraufbeschwören.

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 27/03/2011, Die Grundlagen der globalen Erziehung

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Der tiefe Start

Eine Frage, die ich erhielt: Ich befinde mich im Fallen seit dem Ende des Kongresses. Ich befürchte, ich habe das Streben zum Geben verloren.

Ich arbeite in der Gruppe, aber fühle, dass sie mir nicht hilft, sie stört mich sogar. Ich denke über eine Pause nach, um den Wunsch wieder zu enthüllen. Sind meine Überlegungen richtig?

Meine Antwort: Welchen Wunsch wirst du öffnen, wenn du weggehst? Den Wunsch, in die Bar zu gehen oder den Fußball anzuschauen? Wir bekommen das spirituelle Bedürfnis nur von der Umgebung. Wenn du die Gruppe verlässt, dann wirst du dich in die genau entgegen gesetzte Richtung begeben.
Es ist über die Offenbarung des Egoismus gesagt: dort, wo die Gerechten gehen werden, fallen die Sünder. Es ist dein Dilemma eben: zum Gerechten oder zum Sünder zu werden.

Die Verhüllung, die nach dem Kongress erfolgte, hat in dir einen neuen, starken egoistischen Wunsch gezeigt, der für die Korrekturarbeit vorbestimmt ist.

Und du willst dieser Arbeit entlaufen, anstatt neu zu starten, wobei genau das notwendig ist.

Wir kommen immer nur dann voran, wenn wir die neuen, beschädigten Teile des Wunsches der Genüsse offenbaren. An dieser Stelle muss man nur die Verbindung zum Ziel bemerken.

Dieser beschädigte Teil entfernt mich in Wirklichkeit nicht vom Ziel, sondern ermöglicht mir hingegen, vorwärts zu gehen, wenn ich ihn zur Korrektur mit schleppen werde.

Folglich erprobe ich die schlechten Empfindungen, die Finsternis und die Hilflosigkeit. Ich fühle die Schwere und die Gleichgültigkeit, alle flammenden Reden trüben sich. Was ist zu machen? Wie kann man jetzt nicht weglaufen?

Hier wird die Gewohnheit, die Verpflichtung, die geführte Ordnung helfen. Meine Bemühungen sammeln sich in den großen Besitz an. Somit darf man niemals vom Weg abgehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 21.11.2010

Zuviel Wohlstand?


Ich erhielt folgende Frage: Was ist der Unterschied zwischen den „sieben fetten und den sieben mageren Jahren“? Wie wirken sie sich in unserer Welt aus?

Meine Antwort: „Die sieben fetten Jahre“ (sieben guten Jahre) bezeichnet die Zeit, in der die Menschheit nach Wohlstand strebte. Wir wollten durch technische, wissenschaftliche, soziale und politische Revolutionen ein gutes Leben erreichen. Noch vor wenigen Jahren beanspruchten die Amerikaner die Erfolgreichsten zu sein, da Amerika eine Konsum-Gesellschaft ist. Je größer der Konsum, desto größer der allgemeine Wohlstand. Jetzt entdecken wir, dass eine Kultur des Konsums nicht zukunftsfähig ist; wir zerstören uns und unseren Planeten. Wir können mit dem Weg des Konsumverhaltens nicht voranschreiten, da alles Grenzen hat.

Zukunftsvoraussagen in der Zeit meiner Kindheit malten ein ganz anderes Bild von unserem gegenwärtigen Zustand. Mir wurde gesagt, dass ich als Erwachsener nur noch vier statt acht Stunden zu arbeiten hätte, den Rest der Zeit könnte ich für kulturelle Aktivitäten nutzen, Ich hätte zwei Monate Ferien und die Kinder der Zukunft hätten eine gute Ausbildung und wären kulturell entwickelter.

Heute jedoch arbeiten die Menschen zwölf Stunden und haben kaum Urlaub. Ausbildung und Kultur sind in einer schrecklichen Krise. Die Familien brechen auseinander. Die Mehrheit der Menschheit lebt in Verzweiflung und Depression und ist von Antidepressiva oder „Modedrogen“ abhängig. Wir sind in einem Zustand, der das Ende der „sieben fetten Jahre“ einläutet und den Beginn der „sieben mageren Jahre (die sieben schlechten Jahre) markiert. Die „sieben mageren Jahre“ entstehen, um die Menschheit zur Entscheidung zu bewegen, eine solche Existenz aufzugeben.

Was sollen wir tun? Die Menschen des alten Babylon standen vor dem gleichen Dilemma, als ihr Egoismus genauso wie der unsrige explodierte. Abrahams Ratschlag zur damaligen Zeit passt also genauso in unsere Zeit.

„Es gibt zwei Lösungen. Willst Du Dich über die ganze Erde verbreiten, obwohl die Bestimmung des Geschöpfes die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer ist?“ „Fliehe nicht vor Deiner Aufgabe“, warnte Abraham, „Es ist unausweichlich, dass Du in viereinhalbtausend Jahren zu ihr zurückkehren musst“. Abraham sprach natürlich von unserer Zeit.

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Es gibt einen Zweck für die Turbulenzen in unserem Leben


Wir befinden uns heute in einem einzigartigen Dilemma: Die Natur zeigt uns, dass wir voneinander getrennt sind und einander hassen und dass unser Egoismus zerstörerisch ist. Dennoch zeigt sie uns auch, dass wir auf einer globalen Ebene voneinander abhängen und gegen unseren Willen miteinander verbunden sind.

Wir können nirgendwohin voreinander davonlaufen. Wir werden verpflichtet, das Gesetz der Natur zu befolgen, und es ist die Natur, die uns dazu zwingt, viel mehr als künstliche, vom Menschen geschaffene Bedingungen. Wenn wir diesem Gesetz nicht Folge leisten, werden wir in noch größerem Konflikt mit der Natur sein und uns dem Risiko von noch größeren Schlägen und Leiden aussetzen, bis hin zu Auslöschung. Und all das wird aufgrund unseres Egoismus geschehen.

Wir sind in einem Zustand der Vertreibung aus der Natur. Gibt es irgendetwas, das uns aus diesem Zustand befreien könnte? Das gibt es: Unsere Erlösung liegt in der Erschaffung der richtigen Verbindung zwischen uns und der Natur um uns. Das wird uns die Gelegenheit geben, ein integraler, harmonischer Teil von ihr zu werden.

Es ist zwingend, dass jeder von uns fühlen und verstehen wird, dass unser Überleben -Nahrung, Wasser, Klima, Gesundheit, psychische und spirituelle Bedingungen und alles andere – ausschließlich von unserer Harmonie mit der Natur abhängen. Das ist in der Tat der Zweck der Turbulenzen in unserem Leben. Alle Situationen, Vorfälle und Zustände, durch die wir gehen, geschehen mit der Absicht, uns bei der Enthüllung der inneren, antreibenden Kraft zu helfen, welche der Schöpfer ist. Die Schwierigkeiten und Spannungen ermöglichen es uns zu lernen, Ihn zu fühlen und zu erkennen, dass Er die Ursache hinter allem ist.

Das ist der Grund, weshalb die Krisen in Wellen kommen. Ihr Ziel ist es, zu enthüllen, dass der Hass zwischen uns der Grund für alle üblen Dinge in der Welt ist. Wir werden dann erkennen, dass dieser Hass einer Vertreibung aus der Vollkommenheit gleichkommt und dass die Erhebung über diesen Hass
uns von der Ausschließung befreien wird.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Ein perfektes Leben wird für uns bereit gehalten
Blog-post: Wir können uns nicht verbinden – aber wir müssen
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen

Wir können eine Menge von einem internationalen “Hasse-deine-Kinder-Tag” lernen


Vor kurzem hat die Welt einen Internationalen Tag der Erde gefeiert. Vielleicht sollten die Menschen einen internationalen Tag organisieren, an dem sie versuchen, ihre Kinder in gleicher Weise zu hassen, zu belügen und zu benützen, wie sie andere hassen, betrügen und ausbeuten. Das wird den Menschen helfen zu erkennen, wie sehr sie sich ändern müssen und dass es gleichzeitig unmöglich für sie ist, sich selbst zu ändern.

Dann werden die Strategien, die derzeit von den G-20 Führern angewendet werden, um aus der Krise herauszukommen, nicht länger notwendig sein. Die Menschen werden aufhören zu versuchen, diese Pläne auszuführen, weil sie erkennen werden, dass diese nur die Situation verschlimmern. Die Menschen werden dann erkennen, dass sie am „Point of No Return“ angekommen sind und nicht aus der Situation herauskommen können, indem sie die alten Taktiken anwenden. Doch sie haben auch keine neue Methode, welche die alte ersetzt.

Wenn die Menschen die Ursache für die gegenwärtige Krise verstehen, werden sie aufhören, sich weiteres Leiden zuzufügen. Das heißt, sie werden aufhören, eine negative Reaktion der Natur auszulösen. Wenn die Menschen jedoch nicht erkennen werden, dass die Ursache für die gegenwärtige Verfassung der Welt, die egoistische Natur des Menschen ist, werden sie in diesem Dilemma verbleiben.

Desweiteren müssen die Menschen erkennen, dass sie unfähig sind, ihre Natur zu korrigieren, da die Korrektur nur geschehen kann, wenn sie die Höhere Kraft gebrauchen. Andernfalls wird unser Leiden sich noch verschlimmern, wie Baal HaSulam in Punkt 70 der „Einführung zum Buch Sohar“ erklärt.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Zeit ist gekommen, um bei uns selbst ein „Upgrade“ durchzuführen
Blog-post: Die G-20 werden die Krise nicht beseitigen