Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'die Lösung'

Licht am Ende des Tunnels

Der Wille der Menschen, den Angriff des Coronavirus zu dominieren und zu einem normalen Leben zurückzukehren, steht im Gegensatz zum Anstieg der rekordverdächtigen Infektionsraten rund um den Globus. Die Menschen sind vom ständigen Gedanken an die Pandemie erschöpft, doch sie lässt nicht los, verbreitet sich weiter und fordert Opfer. Doch wenn wir erkennen, dass die Lösung in unseren eigenen Händen liegt, werden wir den Durchhaltewille dafür erhalten und die Krise meistern.

„Zum ersten Mal in der Geschichte konzentriert sich fast jeder Wissenschaftler der Welt auf dasselbe Problem… das beginnt sich nun wirklich auszuzahlen“, sagen Wissenschaftler aus Harvard. Damit erkennen sie die Bedeutung von Zusammenarbeit zur Milderung der Auswirkungen der Pandemie in allen Bereiche unseres Lebens – in Wirtschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur – in der neue Ära, in die wir eingetreten sind. 

Millionen von Menschen weltweit stehen durch die vielen verschiedenen Voraussagen, was uns in der Zukunft erwartet unter Anspannung. Wie wird sich der kommende Winter auf die COVID-Fälle auswirken? Wie viele Menschen werden von Arbeitslosigkeit betroffen sein? Unzählige Fragen. Diese Unsicherheit beeinflusst unser kollektives Bewusstsein und bereitet es auf eine starke Veränderung vor. Eine Art Perspektivenwechsel – von einer eingeschränkten, egoistischen hin zu einer umfassenden, offenen Ausrichtung. Dies wird uns helfen eine Lösung für die Krise an der tiefsten Wurzel des Problems zu finden. Der Lösungsansatz besteht darin, anstatt die Krise nur aus einer wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Perspektive anzugehen, sie als gemeinsame Herausforderung zu sehen, unsere nicht-funktionierenden zwischenmenschlichen Beziehungen neu aufzubauen.

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König Salomons Weisheit: Greife dem Hund nicht an die Ohren

Derjenige, der sich beim Vorbeigehen in den Streit eines anderen einmischt, greift dem Hund an die Ohren“.  (König Salomon)

Frage: Heißt das, dass man sein Schicksal herausfordert?

Antwort: Natürlich! Wenn du dich in den Streit anderer einmischst, verursachst du bei ihnen Ärger, wie auf der Stufe eines Hundes.

Wir wissen, dass man sich lieber nicht einmischen sollte. Es ist besser, keine Weisheiten oder Ratschläge zu geben und nicht zu zeigen, was mit den anderen los ist, sonst wird man für sie zum Feind.

Frage: Angenommen es gibt einen Streit, was sollte man tun?

Antwort: Wenn es sich um eine fremde Person handelt, dann sollte man nichts tun. Man sollte sie lassen und weggehen. Das ist möglicherweise die Angelegenheit für die Polizei o.ä., sie müssen die Situation lösen. Ein  Fremder hat kein Recht, sich einzumischen.

Frage: Weil er nicht weiß, wer schuldig oder wer unschuldig ist?

Antwort: Er hat kein Recht sich einzumischen, da sonst die Parteien keine Lösung finden werden.

Frage: König Salomon sagte, dass der Streit in einem selbst liegt. Welche Art von Streit gibt es in einem Mensch?

Antwort: Der Streit ist konstant, denn ein Mensch besteht aus zwei Wünschen: Egoistische und altruistische Wünsche. Ein wahrer Mensch ist derjenige, in dem es ständig einen inneren Kampf zwischen Gut und Böse gibt.

Das Böse in uns steigt ständig auf. Es will alles für sich selbst. Der Mensch, der sich selbst erzieht, entwickelt ständig das Gute in sich und befindet sich immer in diesem inneren Kampf.

Alle diese Gleichnisse beruhen auf der Offenbarung des Bösen in einem Menschen, aber nur in dem Maß, wie er versucht, das Gute in sich zu offenbaren.

Frage: Ist das Böse in mir, ist der Egoismus die ganze Zeit vorhanden – ist das meine Natur?

Antwort: Ja, du bittest den Schöpfer, dir die gute Natur zu geben – damit du diese beiden Naturen ausbalancieren kannst! Du kannst sagen: „Ich bitte den Schöpfer, die böse Natur aus mir herauszunehmen“. Nein! Das ist unvernünftig.

Ich bitte Ihn, mir die Kraft zu verleihen, dass beide Naturen in mir im Gleichgewicht sind. Keine von beiden sollte über die andere dominieren. Die Mittellinie ist ein wunderbarer Zustand! Ich bewahre die ganze Zeit dieses Gleichgewicht. Ich stehe über ihnen. Nur so kann ich das Minus und das Plus und die ganze Natur unter mir vollständig spüren.

Frage: Ist ein Mensch, der seine Natur und die Natur des Schöpfers mit einbezieht, ein harmonischer Mensch?

Antwort: Selbstverständlich! Dann wird er „Adam“ genannt – „dem Schöpfer ähnlich “, denn dann wird sein inneres Wesen, das dem Schöpfer entgegengesetzt ist, dem Schöpfer auch ähnlich.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 16.12.2019.

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Familie und Ehe, Teil 10

Frage: Was sagt die Kabbala über Phänomene in der Familie wie Eifersucht und Betrug? Was ist die richtige Einstellung dazu?

Antwort: Es ist natürlich, denn wir sind sowohl Tiere als auch, in gewissem Maße, Menschen. Wenn unsere höhere Verbindung alles bestimmen wird, dann wird es keine Probleme geben, wir werden uns immer verstehen.  

Heute basiert alles auf der gegenseitigen Angst zwischen Mann und Frau: Ich werde mich scheiden lassen, die Polizei, das Gericht, es gibt körperliche Gewalt und alles Mögliche. Solche Grausamkeiten müssen vermieden werden. Solange wir die Vollkommenheit und die Kombination von Spirituellem mit dem Materiellem nicht erreicht haben, werden diese Probleme bestehen bleiben. Diejenigen, welche die Kabbala mit dem Ziel studieren, sich selbst zu korrigieren, werden diese Schwierigkeiten nicht weniger, sogar schlimmer als andere haben.

Bemerkung: Sie haben also eine Lösung für alle Probleme: die Offenbarung des Schöpfers. Wenn Er sich offenbart, wird alles verständlich.

Antwort: Wir sehen auch in unserer Welt, dass nichts Anderes übrigbleibt. 

Bemerkung: Ja, aber es nimmt Zeit in Anspruch.

Antwort: Das ist egal, wir müssen etwas tun und nicht die Entwicklung fortsetzen, die zu nichts führt.

Frage: Hat die Kabbala irgendwelche Lösungen?

Antwort: Damit wir verstehen, was wir sind, müssen wir zu arbeiten anfangen und uns ständig um die Offenbarung bemühen. Ich bin ein Tier, wenn ich mich mit der Kabbala beschäftige, werde ich vielleicht für eine gewisse Zeit ein noch größeres Tier. Es heißt: „Wer das Wissen vermehrt, vermehrt die Trauer.“

Der Egoismus des Menschen wächst, und ist nicht in der Lage, mit sich selbst klar zu kommen. Er versteht seine Probleme, kann aber nichts dagegen tun. Er korrigiert sie auf der spirituellen Stufe und stürzt möglicherweise auf die egoistische, irdische Stufe ab. Das gehört alles zum Weg, du kannst nichts tun.

Bemerkung: Sie sagen, dass man es versuchen, ausprobieren und sich Mühe geben soll.

Antwort: Das ist der Weg der Evolution. Schaut euch an, wie das alles geschieht: ein Individuum steigt auf und stürzt, verschwindet; dann erscheint und verschwindet ein anderes Individuum, das Dritte usw. Dies ist der Weg der Evolution. Wir machen auf unserem kabbalistischen Weg nichts Neues, wir beschleunigen lediglich die Zeit. Deshalb besteht unser Leben aus solchen Wirbeln.

Fortsetzung folgt…

 

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 01.01.2019

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„Wir werden gezwungen uns zu korrigieren“

Frage: Kritiker sagen, dass die Kabbala die Apokalypse als Mittel benutzt, um Menschen einzuschüchtern.
Meine Antwort: Ich mache niemandem Angst, ich sage nur: „Lasst uns ein Auge auf das werfen, was in der Welt vor sich geht. Ich möchte meinen Schülern die Dialektik, die Beobachtung beibringen, wie sich die Welt entwickelt.

Schaut bitte meine Lektionen von vor einem Jahr an, vor fünf Jahren, vor zehn Jahren, und ihr werdet sehen, dass ich immer wieder darüber spreche, was in der Welt geschehen soll, denn die Welt ist die allmähliche materialistische Entwicklung des menschlichen Egoismus.

Deshalb erkläre ich, dass die Entwicklung des Egos uns dazu führt, so egoistisch zu werden, dass wir zu Spaltungen kommen, zur Entdeckung schrecklicher Zustände unter uns, und so weiter.
Ich beängstige und bedrohe niemanden, sondern sage einfach, dass wir verpflichtet werden, uns zu korrigieren. Lasst uns herausfinden, warum, wieso, wie! Lasst uns darauf im Voraus vorbereitet sein.

Bemerkung: Die Sache ist die, dass, wenn man es durch das Prisma des eigenen Egoismus betrachtet, man den Eindruck bekommt, dass Sie uns Gruselgeschichten erzählen und sagen: „Die Lösung, die Medizin gibt es nur bei mir, komm zu mir, ich werde euch heilen“.

Meine Antwort: Aber dies sind keine Gruselgeschichten. Ich kann es offen sagen. Ich bin der Einzige, der eine Lösung hat. Oder besser gesagt, nur in der Kabbala ist die Lösung. Wenn ihr es annehmt, werdet ihr in der Lage sein, mit jedem Übel entsprechend umzugehen und den Frieden, Wohlstand und alles Gute zu erreichen.

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Warum haben wir nichts aus der Krise gelernt?


Eine Frage, die ich erhielt: Die gegenwärtige globale Krise hat viele Menschen getroffen. Als die Schläge jedoch vorbei waren, hörten die Menschen nicht auf die Wissenschaft der Kabbala. Stattdessen entschieden sie, dass die schlechten Zeiten nun vorbei seien und nun wieder gute Zeiten beginnen, wodurch alles wieder in Ordnung kommt.

Meine Antwort: Dies ist verständlich. Die Krise wird immer schlimmer, aber da noch keiner die Lösung gefunden hat, ignorieren die Menschen sie einfach. Es ist überall so.

Wir empfangen viele Schläge für unsere unredlichen Handlungen, aber wir können nicht damit aufhören. Was bedeutet, dass die Schläge noch nicht stark genug waren, um uns das richtige Verhalten zu lehren.

Warum lernen wir nicht aus unseren Fehlern? Man sollte denken, es wäre so einfach wie das Einmaleins. Wenn bloß schwächere Schläge uns sofort zur Korrektur führen könnten! Unser Egoismus jedoch entwickelt sich immer weiter und wird größer. Und da wir immer egoistischer werden, können auch die vorherigen Schläge uns nicht dazu bringen, korrekt zu handeln.

Nehmen wir an, ich stehle 10$ und werde bestraft. Wenn ich jetzt 10$ sehe, dann denke ich an die Strafe und das hält mich zurück. Was mache ich aber, wenn ich plötzlich 100$ vor mir sehe? Ich wurde noch nie wegen 100$ bestraft, und daher besteht in meinem Verstand für 100$ keine Verbindung zur Strafe. Somit klaue ich sie und werde bestraft.

Was passiert nun aber bei 1000$? Es ist das Gleiche, so sind wir eben gemacht – wie die Tiere, die nur Dinge kennen, die sie gefühlt haben. Darum steht geschrieben: „Ein Mensch kann kein Gebot ausführen (eine Handlung des Gebens und Liebe für den Nächsten) es sei denn, er bricht es zuerst (findet die gegensätzliche Handlung in ihm).“
Erst muss man stolpern und fallen, man muss „stehlen“, und dann bereuen und berichtigen, was man gemacht hat. Das geschieht nur, wenn man Schläge erhalten hat, und ohne solche kann sich ein Mensch nicht verändern.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, dass jedes Verlangen sich in vier Phasen entwickelt, von dem Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seiner endgültigen Form. Wir bestehen aus einem Verlangen und einer Absicht. Daher gibt es vier mögliche Kombinationen des Verlangens und der Absicht, weil es im Ganzen vier Kombinationen aus zwei Größen gibt: „Man begehrt etwas und beabsichtigt es, man begehrt nichts und hat keine Absicht dafür“ usw. (siehe „Innere Reflexion“ im Talmud Esser HaSfirot).

Man muss vier Phasen von Schlägen und Klärungen durchlaufen, um die letzte Stufe zu erreichen, wo man den Egoismus nur des selbstlosen Gebens und der Liebe willen verwendet. Darum kann man nicht von einem kleinen Schlag lernen, da zwischen dem Verlangen und dem Licht ein Gesetz herrscht.

Das Licht schafft ein Verlangen und das Verlangen handelt genau nach dem Programm, welches in ihm vom Licht eingebracht wird. Wenn es das Verlangen nach Freude ist, dann will es nur Genuss empfangen. Damit es ihm das Geben beibringen kann, muss das Licht das Verlangen durch vier Phasen beinflussen.

Erst in der letzten Phase merkt das Verlangen, dass es empfängt. Als Resultat fühlt es Scham und schränkt sich ein. Dies geschieht mit jeder spirituellen Handlung.

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