Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Die Höhere Welt'

Der Weg zur höchsten Stufe

Frage: Wenn ich ein Sklave der Gefühle bin und mich in der Macht der mir auferlegten Wünsche befinde, – wie kann mir die Kabbala helfen, meine Wahrnehmung zu verändern, wenn sie eine direkte Folge meiner Wünsche und Gefühle ist?

Antwort: Alle Wünsche und Gefühle deiner grundlegenden Eigenschaften werden von der Stufe bestimmt, auf der du dich befindest. Jetzt sind sie egoistisch.

Wenn du die Kabbala, um das so genannte höhere Licht anzuziehen, ernsthaft zu studieren beginnst, dann wird sie dich allmählich verändern. Demnach wirst du dir in deinen neuen Eigenschaften eine andere Welt vorstellen.

Die Welt die uns am nächsten ist, ist jene in der du das Gefühl bekommst, dass sich alles in einem Zustand absoluter Einheit, Integrität und vollständiger Verbindung befindet. Du wirst es nicht im Verständnis jedes einzelnen Objekts wahrnehmen, sondern auf der niedrigsten Stufe.

Das heißt, du wirst das Licht von Nefesh der Welt Assija begreifen – die erste von 125 Stufen. Es wird dir eine Vorstellung vermittelt, dass es etwas gibt, das sich über dem befindet was du heute erlebst.

Frage: Durch meine Sinnesorgane nehme ich die materielle Welt wahr. Wenn wir uns mit anderen Menschen verbinden, werden wir qualitativ ein neues Gefühl haben – die Höhere Welt. Wird das der Schöpfer genannt?

Antwort: Dies ist die nächste Stufe. Du kannst es „Schöpfer“ nennen, denn diese Stufe ist höher als deine. Man geht darauf zu und wird wie Er.

Wir nennen die Stufe, die höher ist als wir, den Schöpfer – sie enthüllt sich sofort und wird noch höher.

Aus dem Unterricht, 26.08.2018.

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Erfolg hängt von der Frau ab

Die Vereinigung unter Frauen kann einen sehr starken Einfluss auf Regierungen, Staaten und die Welt im Allgemeinen haben. Denn in der Zeit der Coronavirus-Epidemie hängt alles von unseren Absichten ab, nicht von unserem Handeln.

Wenn Männer an die Front gehen und Frauen hinten zu Hause bleiben, denkt man, dass die Männer die Kraft waren, die für den Sieg im Krieg gesorgt haben. Aber das ist nicht wirklich der Fall. Es sind die Frauen, die mit ihren Absichten über den Erfolg des Krieges entscheiden.

Der Schirm und das reflektierte Licht hängt von Malhut, d.h. von einer Frau, von der Tiefe des Verlangens, ab. Es hängt also von der Absicht der Frau und von der Verbreitung von Informationen durch die Frauen ab, wie schnell wir die Virusepidemie beenden, uns zusammenschließen und die Endkorrektur erreichen können.

Schließlich ist diese Epidemie eine Folge dessen, dass wir uns auf der letzten Stufe der menschlichen Entwicklung befinden, die als „letzte Generation“ bezeichnet wird. Lasst uns also diese egoistische Entwicklung und unser bisheriges Leben beenden und uns auf eine höhere Existenzebene, die man Leben in der Hohen Welt nennt, begeben.

Aus dem Frauenunterricht „Fragen und Antworten“, 04.04.2020.

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Was wird uns durch das Virus offenbart?

Frage: Der israelische Künstler und Musiker Arkady Dukhin sagte in einem Interview: „Wir Künstler wurden durch die Krise buchstäblich auseinandergerissen. Und jetzt, wo wir uns wieder auf zwei Meter nähern dürfen, wird etwas Neues geschehen, es wird eine neue Musik und eine neue Kunst entstehen; wir werden einen Durchbruch im Leben spüren“.
Warum gibt uns die Natur diesen neuen Impuls, wo jeder Mensch die Distanz auf unterschiedliche Weise wahrnimmt?

Antwort: Das Virus zeigt uns, wie wir miteinander umgehen. „Ihr liebt euch nicht! Dann kommt euch nicht näher, sonst wird es euch schlecht gehen“. Es ist eine Manifestation unseres fortgeschrittenen Egoismus. Das Wort „Virus“ stammt vom Wort „avira“ – es bedeutet die Unterbrechung der guten Kommunikation zwischen den Menschen. Das ist es, was das Virus bewirkt.

Ich hoffe, dass die Menschen verstehen werden, wie unsere Verbindung zueinander wiederaufgebaut werden kann. Dann werden wir im Nachhinein vielleicht erkennen, dass das Virus etwas Gutes war. Denn es gibt nichts Böses auf der Welt. Alles hängt davon ab, wie wir die Dinge anwenden. Das ist im Prinzip vergleichbar mit der Atomenergie oder jeder anderen Energieform, die uns einerseits nützt, andererseits aber auch Risiken birgt.

Wenn wir uns korrigieren und dieses Virus als eine positive Kraft wahrnehmen, die uns bei der Korrektur hilft, werden wir uns so nahekommen können, dass zwischen uns ein Gefühl der Höheren Welt entsteht. Das ist der nächste Zustand, in dem wir bereits außerhalb der körperlichen Welt existieren können. Darauf weist das Virus im Prinzip hin.

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Aus dem russischen Unterricht, 22.03.2020

Leben und Tod, Teil 7

Werden Sie ein Mensch

Frage: Die Kabbalisten sagen: „ Die Aufgabe des Menschen besteht darin zu existieren. Sie haben kein  Gefühl für das Leben und den Tod. Wenn dieses Gefühl vorhanden ist, bedeutet es, dass die Person noch nicht über ihr tierisches Niveau hinausgewachsen ist, sie ist noch nicht Mensch geworden. Ein Mensch ist derjenige, der ewig existiert und sich als solcher fühlt. Wie ist das möglich?

Antwort: Wenn der Mensch diese Welt nicht niedriger als sich selbst wahrnimmt, dann ist er auf einer höheren Stufe. Er nutzt die ganze Welt, aber nur um sich zum Spirituellen hinzubewegen.

Wenn wir in unsere Vereinigung die gemeinsame, gegenseitige Kraft des Guten und der Liebe, die „ Schöpfer“ genannt wird offenbaren, dann ist die spirituelle Welt unsere Verbindung.

Frage: Was ist die Stufe „ Mensch“?

Antwort: Der Mensch ist Adam, was von dem Wort “Adomae“, „dem Schöpfer ähnlich sein“ abstammt. Er ist in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe wie der Schöpfer. In dieser Hinsicht ist es möglich, darüber zu sprechen, wer von uns, wie viel Mensch ist.

Frage: Verstehe ich richtig, dass ein Mensch, der eine gewisse spirituelle Stufe erreicht hat stirbt und dann in einem Körper wiedergeboren werden muss?

Antwort:  Wir sprechen über Wünsche und Absichten, nicht über den Körper.

Frage: Nehmen wir an, ein Kabbalist stirbt, wird wiedergeboren und durchläuft mehrere Entwicklungen. Die erste Stufe ist, wie bei jedem anderen Menschen auch, eine unbewusste Entwicklung. In ein paar Jahrzehnten wird er schnell zum Kabbalisten, dann hilft er anderen. Ist das richtig?

Antwort:  Sehr primitiv. Schließlich gibt es einen „Ibur Nashamot“, eine Trennung, eine gegenseitige Verschmelzung der Seelen. Es ist eine Bewegung, Verbindung und deshalb kann man nicht sagen, dass all dies geschieht. Alles ist viel komplizierter, weil es sich um ein einziges System handelt.

Sobald wir uns von der Erde (von unserer Welt) lösen, betreten wir sofort die Höhere Welt. Und dort gibt es ganz andere Zustände. Es existiert keine Trennung zwischen den Seelen, so wie in unserer Welt, in der sie sozusagen durch einen Körper getrennt sind. Wenn unser Körper, d.h. der irdische Egoismus, nicht existiert, ist die Verknüpfung zwischen den Eigenschaften des Gebens und der Liebe völlig anders.

Fortsetzung folgt….

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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Der Weg zum höchsten Ziel, Teil 1

Grundlagen der Kabbala

 Die Kabbala ist Ursache und Wirkung von absteigenden Höheren Kräften, die ständigen und absoluten Gesetzen unterworfen sind, sie sind miteinander verbunden und zielen darauf ab, die Höhere lenkende Kraft des Schöpfers durch den Menschen in dieser Welt zu offenbaren.(Baal HaSulam, „Die Wissenschaft der Kabbala“)

Die Kabbala sagt, dass wir in unserer Welt durch das konsequente Studium und die Offenlegung der Naturgesetze zur Erkenntnis der Höheren Welt, der Höheren Kraft des Schöpfers kommen können.

Wir werden Ihn, der alle Teile der Schöpfung verbindet, als absolutes, klares und höchstes Gesetz offenbaren. Indem wir den Schöpfer offenbaren, werden wir die gesamte Schöpfung verstehen, denn Er schließt alles ein.

Alles ist in ihm, einschließlich wir. Nur auf dem Weg zu dieser Einheit, dieser gemeinsamen Kraft, dem gemeinsamen System, verwirren wir uns in verschiedenen kleinen, privaten Situationen und Verbindungen. Im Allgemeinen offenbaren wir nur den Schöpfer, denn es gibt nichts außer Ihm.

So steht es geschrieben:“ Es gibt niemanden außer Ihm.“ Das ist die erste Voraussetzung, um die Grundlage der Kabbala zu bestimmen. Das heißt, die Kabbala beschäftigt sich damit, den Schöpfer, durch den Mensch in unserer Welt zu enthüllen. Der Mensch, der die gesamte Kette von sich bis zum Schöpfer studiert und ihn so nach und nach offenbart.

Fortsetzung folgt….

Aus dem Unterricht 18.08.2019

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Blitz Antworten eines Kabbalisten

Frage: Wird die Tiefe der Verbindung mit dem Schöpfer durch das Bewusstsein meiner Bedeutungslosigkeit bestimmt?

Antwort: Die Tiefe der Verbindung mit dem Schöpfer wird nicht nur durch diesen Parameter bestimmt. Ihr beruft euch auf den Satz „Der Schöpfer ist groß und die Unbedeutenden werden Ihn sehen“.

Was bedeutet „der Unbedeutende“? Ihr solltet euch nicht klein machen, sondern den Schöpfer erheben. Ihr erhebt und folgt Ihm nach. Das ist das Wichtigste. 

Frage: Wir bauen einen Weg zwischen Zukunft und Gegenwart. Hängt es von unseren Bemühungen ab, ob es auf diesem Weg einen Räuber (Egoismus) geben wird oder ob Er uns helfen wird?

Antwort: Natürlich hängt es von uns ab. Die Antwort darauf steckt schon in der Frage selbst. Was können wir tun, damit es keinen Egoismus gibt? Nur in dem wir uns verbinden. Der „Räuber“ d.h. der Egoismus drängt sich zwischen uns und verhindert, dass wir völlig miteinander verbunden sind, so verlieren wir und geraten in seine Hände.

Frage: Gibt es z.B. bei militärischen Einheiten, bei denen Menschen rund um die Uhr zusammen trainieren, arbeiten, kämpfen, eine starke Verbindung?

Antwort: Nichts dergleichen. Man kann nicht auf diese Weise in die höhere Welt gelangen. Sie bauen kein System auf, um wie der Schöpfer zu sein.

Frage: Ist es unbewusst möglich, Verschmelzungen und besondere Zustände zu erreichen?

Antwort: Nein. Nichts geschieht zufällig.

Frage: Ich bemühe mich, in der Gegenwart nichts zu tun, was in Zukunft Probleme machen könnte, kann mich aber nicht zurückhalten. Was macht ein Kabbalist? Wie hält er sich zurück?

Antwort: Der Kabbalist stoppt nichts. Er tut, was er tun muss, um die ganze Welt durch sich, zur Korrektur zu führen.

Frage: In weichem Zustand befinden wir uns während wir schlafen?

Antwort: Im tierischen Zustand, sonst nichts

Aus dem Unterricht 28.04.2019

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Was ist der Unterschied zwischen Kabbala und Philosophie?

Frage: Wikipedia sagt: „Kabbala und Philosophie sind zwei Systeme des Wissens über die Welt und den Menschen, die auf der gleichen Frage basieren – der Frage nach dem Sinn der Existenz.

Was die Ursprünge der Philosophie betrifft, so schrieb der deutsche Philologe und Humanist Johann Reichlin (15. bis 16. Jahrhundert): „Mein Lehrer Pythagoras ist der Vater der Philosophie, er hat seine Lehren nicht von den Griechen, sondern von den Juden übernommen, deshalb sollte man ihn als Kabbalisten bezeichnen. Er war der Erste, der das unbekannte Wort „Kabbala“,  seinen Zeitgenossen mit dem Wort „Philosophie“ ins Griechische übersetzte.

Heißt das, die Griechen haben von der Kabbala gelernt?

Antwort: Die Griechen lernten von den Kabbalisten bereits in der Zeit der jüdischen Propheten.

Damals waren die Völker miteinander in Kontakt und die Juden akzeptierten alle, die lernen wollten: Wer lernen will, ist willkommen! Wie im alten Babylon: Es gab diejenigen, die sich Abraham anschließen wollten und jene, die es nicht wollten, es aber auch später noch tun durften. Die Kabbala war offen für alle.

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen der Kabbala und der Philosophie? Berücksichtigt die Kabbala, im Vergleich zur Philosophie keine abstrakten, spekulative Argumente gegenüber der Seele und zu Gott?

Antwort: Ja, denn die Philosophie hat kein geeignetes Werkzeug, um auf den Menschen zu zugehen, in ihm „zu bohren“, seine Wünsche in all seinen Abstufungen zu studieren und seine Absichten zu untersuchen: um meinetwillen, um der anderen willen, was ist der Unterschied.

Die Philosophie studiert nicht, wie man aus sich heraustreten kann, wie man seine Wünsche steigert und senkt, wie man im Auf- und Abstieg arbeitet etc. Das heißt, die Kabbala ist eine vollständige Wissenschaft, eine gewaltige innere spirituelle Psychologie.

Frage: Können wir sagen, dass Philosophen Menschen sind, die zwar von der Kabbala heraus studiert haben, aber kein Verständnis für den Schöpfer erlangt haben, d.h. keinen Bildschirm erworben haben, sondern auf der Stufe des Wissens geblieben sind und daher diese Wissenschaft zur Philosophie entwickelt haben?

Antwort: Natürlich. Da sie nicht in der Lage waren, die Höhere Welt und den Schöpfer zu begreifen, entwickelten sie sich, aus ihren Schlussfolgerungen heraus, in Richtung des logischen Denkens. 

Deshalb ist Philosophie keine Wissenschaft. Heute werden nur noch die Menschen Philosophen, die ihr Leben im vergeblichen Denken verbringen wollen.

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 13.12.2018

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Der lange Weg zur Frage nach dem Sinn des Lebens

Frage: Im Gleichnis von Schild und Schwert drückt der König seinem Sohn die Waffe in die Hand, ohne ihm vorher beigebracht zu haben, wie man sie benutzt, danach verschwindet er. Er wusste, dass sein Sohn angegriffen werden würde, warum hat er ihm dann nicht gezeigt wie man gegen Feinde kämpft? 

Antwort: Fühlt ihr euch etwa nicht wie der Sohn in dieser Welt? Spürt ihr nicht, dass ihr rausgeworfen wurdet, dass ihr hier existiert ohne zu wissen, wie, wieso und warum? Plötzlich wird euch gesagt, dass es eine Wissenschaft der Kabbala gibt, die euch helfen wird, das Gefühl für die höhere Welt zu bekommen und den Sinn eurer Existenz zu erfahren. 

Eigentlich seid ihr wirklich so verloren und ignorant. Das ist unser Zustand in der materiellen Welt. Lasst uns daher feststellen, dass wir uns tatsächlich in solch einem Zustand befinden.

Frage: Warum ist uns solch ein Zustand gegeben, in dem wir als Tiere existieren, ohne zu wissen, wo wir sind, warum und wofür?

Antwort: Bis wir zu Menschen werden, entwickeln wir uns bereits Jahrtausende lang als Tiere. Schließlich werden wieder Jahrtausende benötigt, bis in den sogenannten Menschen etwas zu entstehen und fragen beginnt: Wofür, warum, wozu bin ich, was ist der Sinn des Lebens, was geschieht mit mir vor der Geburt und nach dem Tod, was ist die Bestimmung dieses Lebens, etc.?

Es vergehen zehntausende von Jahren, bevor die Menschheit, darüber nachdenkt und Fragen stellt. In jeder Generation gibt es einen Zuwachs an Egoismus, der uns langsam weiterentwickelt. Wir denken dann gleich: „Warum ist das alles notwendig? Brauchen wir das?“ Es entstehen viele Fragen, auf die man nur sehr schwer Antworten finden kann.

Frage: Warum bekommen wir nicht gleich, bevor wir eine Frage formulieren, eine Antwort? 

Antwort: Glaubt mir, es ist nicht so einfach. Ihr werdet lange Zeit, vielleicht sogar ein paar Jahre leiden. Wenn sich diese Frage endlich in euch ausgereift hat, dann werdet ihr die Antwort darin erkennen.

Aus dem Unterricht, 07.04.2019

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Die Struktur der Seele aufbauen

Bemerkung: Als Baal HaSulam bei seinem Lehrer, dem Rabbiner aus Pursov, das  Buch „Der Baum des Lebens“  von Ari fand, war er sehr glücklich und voller Hoffnung: „Ich habe es endlich gefunden! Wie sein Lehrer Rabash sagte, wusste er noch nicht, dass er erst in 20 Jahren in der Lage sein würde, das zu verstehen was er gefunden hatte.

Für einen Menschen ist es nicht leicht zu hören, dass er all dies erst in 15-20 Jahren verstehen wird.

Antwort: Nein, es ist kein Problem. Es ist eine natürliche und notwendige Voraussetzung für das Verständnis der höheren Welt, denn man muss in sich selbst die Elemente ihrer Empfindung, ihres Bewusstseins und Verständnisses aufbauen.

Das ist nicht einfach, da es in uns in kleinen Portionen gesammelt und dann geboren wird. So funktioniert unser sinnlicher und konzeptueller Apparat, d.h. das Herz, welches fühlt und der Verstand, der Definitionen und Begriffe hervorbringt. Deshalb verstehen wir diese Kombination zweier Systeme – Sinnlichkeit und Denken – nicht. So etwas kommt in unserer Welt nicht vor.

In unserer Welt gibt es keinen klaren Zusammenhang zwischen der sinnlichen und der begrifflichen Empfindung und wie das eine vom anderen abhängt, weder in der Musik, der Kunst oder in irgendetwas anderem. Das Zusammenspiel zwischen ihnen entsteht erst in der Kabbala. Aus diesem Grund nimmt das so viel Zeit in Anspruch.

Das spielt keine Rolle. Es ist wichtig, dass ihr diese richtige Verbindung zwischen Gefühl und Verstand aufbaut, damit ihr aus dem Gefühl den Verstand und aus dem Verstand das Gefühl beeinflussen könnt. Das ist die Konstruktion der Seele, die ihr in euch selbst aufbauen müsst.

Es wird allmählich in euch entstehen, nimmt aber etwas Zeit in Anspruch. Na und? Ihr seid fast alle jung. Selbst wenn es ältere Menschen unter uns gibt, versichere ich euch, dass sie in diesem Leben Zeit haben werden, auf die Stufe der Höheren Welt, der Ewigkeit und Vollkommenheit aufzusteigen.

Niemand wird einfach so mit der Kabbala in Berührung gebracht, um an diesem Punkt stehen zu bleiben. Wenn ein Mensch zur Kabbala gekommen ist, wenn er davon gehört hat, so heißt das, dass er eine Chance hat, es in diesem Leben umzusetzen. Es hängt alles nur von seinen Anstrengungen ab.

Aus dem Unterricht vom 10.03.2019

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Die verborgenen Kräfte der Natur verstehen


Frage: Was bedeutet “ den Schöpfer den Geschöpfen in dieser Welt zu offenbaren“? Ist es möglich, die Enthüllung des Schöpfers mit der Entdeckung der Gesetze des Magnetismus, der Elektrizität zu vergleichen? Anders gesagt, lernen wir wie die Naturgesetze, die uns bisher verborgen blieben, anzuwenden sind?

Antwort: Den Schöpfer zu enthüllen bedeutet, die verborgenen Kräfte der Natur, ihre Wechselbeziehungen, Gesetze, Formeln und Diagramme zu enthüllen, d.h. zu begreifen, in welchem System wir existieren. Wir brauchen dabei nicht das Bild verstehen, welches wir im Moment betrachten, sondern die Kräfte die dahinter stehen.

Die Natur wird von gewissen Kräften gesteuert. Ihre Verbindungen untereinander, ihre Auswirkungen auf uns, unsere Gegenwirkungen auf sie – all das zusammen ist notwendig, damit wir unsere Existenz einigermaßen komfortabel und sicher fortsetzen können.

Die Wissenschaften unserer Welt führen uns lediglich zur Erkenntnis, dass wir die Natur und ihre Kräfte nicht beherrschen können – wir können uns vor ihren negativen Auswirkungen in einem gewissen Maße schützen, mehr nicht.

Es entwickelt sich gleichzeitig das Gefühl, dass die Wissenschaften in einer Krise stecken, in einer Sackgasse. Der nächste Durchbruch muss außerhalb unserer Welt erfolgen – zu jenen Kräften, die über unsere gegenwärtige Existenz, über unser Universum hinausgehen.

Das sind die verborgenen Kräfte der Natur, die über uns stehen und unser ganzes Leben bestimmen.

Frage: Können wir sagen, dass dies die ursächlichen Ereignisse sind, die mit uns in der materiellen Welt geschehen?

Antwort: Natürlich. Absolut.

Frage: Wenn ich also, während ich mich in dieser Welt befinde, die verborgene Kraft begreife, d.h. sie mit meinen fünf Sinnen erfasse, – ist das dann die Offenbarung des Schöpfers?

Antwort: Ja, das kann man sagen.

Frage: Ist es ein sinnliches Begreifen?

Antwort: Es ist nicht nur im Gefühl, sondern auch im Verstand begreifbar.

Wir offenbaren die Verbindung der Kräfte die uns beeinflussen, ihre Entwicklungen und Auswirkungen auf uns. Unter dem Einfluss der höheren, herrschenden Kräfte sehen wir ein vollständiges Bild unserer Welt – man nennt sie „die Höheren“, da sie noch vor uns verborgen sind.

Darüber hinaus beginnen wir rückblickend die Möglichkeiten unseres Einflusses auf diese Kräfte zu sehen und sie zu verstehen. Das Ziel ist, diese Kräfte in einen Zustand zu bringen, in dem sie uns auf eine wünschenswerte, ergebene Weise beeinflussen werden.

Aus der Fernsehsendung „Die Grundlagen der Kabbala“, 12.11.2018

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