Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'der freie Wille'

Aufbau der zukünftigen Gesellschaft, Teil 2

Die Verantwortung des Menschen

Baal HaSulam, „Aufbau der künftigen Gesellschaft“  

Das Gesetz des Empfangens bedarf nur geringer Beachtung, da die Bestrafung für das Nichteinhalten dafür augenblicklich erfolgt. Deshalb werden wir nie dagegen verstoßen. Die Strafe für das zweite Gebot, das Geben an die Gesellschaft, wird jedoch nicht unverzüglich erkannt. Sie trifft uns vielmehr indirekt.

Frage: Die Gesellschaft verlangt nicht, dass wir geben; deshalb befolgen wir  das Gebot des Gebens an die Gesellschaft nicht. Dafür werden wir von der Natur bestraft. Da diese Strafe aber nicht unmittelbar erfolgt, halten wir uns nicht daran. Warum ist dies ein unausgesprochenes Gesetz? Würde man genau erkennen, dass die Gesellschaft oder die Natur einen sofort dafür bestraft, wenn man nicht an sie gegeben hat, würde man anders handeln.

Antwort: Dann wäre man ein Tier und kein Mensch. Der Unterschied zwischen Mensch und Tier besteht darin, dass das Tier völlig den Gesetzen der Natur unterworfen ist. Es hat keine Entscheidungsfreiheit, ob es diese erfüllt oder nicht. Ein Tier macht alles instinktiv unter dem unerbittlichen Einfluss der Natur, ohne irgendwelche Fragen zu stellen. 

Im Gegensatz dazu besitzen Menschen den freien Willen, die Gesetze der Natur zu befolgen oder nicht. Allerdings liegt das Problem darin, dass der Mensch so geschaffen wurde, dass er sie nicht erfüllen will.

Die Natur, der Schöpfer, verlangt vom Menschen, dass er zum Verständnis kommt, dass es seine Pflicht ist, die Gesetze der Natur zu befolgen. Nicht nur seiner selbst willen, sondern im Dienste der Mitmenschen, damit er sich der Natur angleicht, wie sie gibt, erfüllt, Leben hervorbringt und entfaltet.

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Leben und Tod, Teil 4

Angst vor dem Tod und anderen psychologischen Verwandlungen

 Frage: In unserer Welt lebt jemand und jemand stirbt. Warum findet dieser Prozess statt?

Antwort: In unserer Welt geschieht alles in Übereinstimmung zur Höheren Welt. Wenn in der spirituellen Welt Wünsche und Absichten zusammenkommen und in ihnen die Eigenschaft des Gebens entsteht, wird dies Leben genannt.

Wenn diese Wünsche zersplittern, sich nicht miteinander verbinden können um die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu erlangen, wird diese Trennung als Tod bezeichnet.

Frage: Gibt es in der Kabbala besondere Bestattungsrituale?

Antwort: Nein. Absolut nicht!  Die Kabbala hat nichts mit unseren Körper zu tun. Sie ist der Meinung, dass der Körper nur ein Tier ist und spricht deshalb nicht über ihn.

Frage: Warum gibt es die Angst vor dem Tod?

Antwort: Die Angst vor dem Tod existiert, da der Mensch nicht weiß, was danach kommt. Der Mensch glaubt, dass er weiter existieren wird.

Frage: Ich möchte die Frage klären: Warum lässt uns der Schöpfer den Tod fürchten? Können sie sich eine Realität vorstellen, in welcher der Mensch keine Angst vor dem Tod hat….

Antwort: Gott bewahre. Dann hätte er nie Ergebnisse in seinem Leben erzielt, er hätte einfach nur existiert. Seit unserer Jugend treibt uns die Angst vor dem Tod dazu an, den Sinn des Lebens zu begreifen: etwas zu erreichen, vorwärts zu kommen und zu enthüllen.

Frage: Was können Sie über den klinischen Tod sagen? Viele Menschen, die einen solchen erlebt haben, hatten die gleichen Erfahrungen: Sie sehen Licht, einen Tunnel und fühlen sich außerhalb ihres Körpers.

Antwort: Ich habe das auch erlebt und es selbst gespürt. Es gibt alle möglichen psychologischen Metamorphosen, die wir im Zustand des klinischen Todes erleben. Sie haben nichts mit spirituellen Zuständen zu tun.

Frage: Kann man sagen, dass der tragische Tod eine Strafe für bestimmte Sünden ist? Denkt die Kabbala so darüber?

Antwort: Nein. Wir können verschiedene Situationen und die Konsequenzen daraus, nicht unserem Verstand zuschreiben.

Ein Mensch sollte sich immer in einem Zustand des freien Willens, der Wahlfreiheit fühlen: warum existiere ich, wofür lebe ich, wie steige ich auf, um wirklich etwas Nützliches in meinem Leben zu tun.

Fortsetzung folgt….

Aus dem TV Programm „Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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