Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'der Aufstieg'

Ursache von Depression

Frage: Kann ein Kabbalist, sowie jeder andere Mensch auf der Welt, eine Depression haben? Heutzutage leiden Millionen von Menschen an Depressionen.

Antwort: Ja, aber Millionen von Menschen sind depressiv, da ihnen etwas fehlt: Nahrung, Wissen, Ehre, Macht usw. Sie wollen etwas erreichen, können es aber nicht.

Depressionen können dadurch entstehen, dass man nicht das erreichen kann, was man möchte. Vielleicht liegt es auch daran, dass man überhaupt keine Wünsche hat.

Dasselbe gilt im Spirituellen: Entweder kann man das Gewünschte nicht erreichen- nämlich die Verbindung mit dem Schöpfer oder man hat kein Verlangen danach, dann tritt ein Problem auf.

Die Sache ist die, ein Kabbalist kann nicht so wie andere Menschen depressiv sein. Es gibt da einen anderen Grund: Er kann den Schöpfer nicht erreichen. Das ist ein anderes Niveau von Depression.

Um einen Menschen voran zu bringen, kommen sowohl irdische als auch spirituelle Depressionen vom Schöpfer. Es ist für einen Menschen sehr schwierig, Depressionen zu bewältigen, wenn er sich nur auf der irdischen Ebene befindet und weder etwas mit einer kabbalistischen Gruppe, noch mit der Methodik zu tun hat.

Die Depression überwältigt den Menschen und es ist unklar, wann sie vorbei sein wird, denn er hat keine Mittel für ihre Überwindung. Dagegen lehrt die Kabbala, wie man Abstiege überwindet, da man weiß, dass sie ein Appell zum Aufstieg sind.

Aus dem TV-Programm “ Grundlagen der Kabbala“, 27.03.2019

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Wenn ich nicht weiter gehen will…

Frage: Reicht das Leben aus, um die Stufen der spirituellen Welten aufzusteigen?

Antwort: Keine Sorge, darum brauchst du dich nicht zu kümmern. Es ist deine Pflicht entweder im Guten oder im Schlechten aufzusteigen. Es liegt an dir, den Weg zu wählen.

Wenn du versuchst schnell nach oben zu kommen, wirst du in jedem Moment deines Lebens gewinnen. Wenn du faul bist, wird man dich drängen oder sogar allein lassen. Du wirst trotzdem die anderen einholen müssen.

Es gibt hier jedenfalls unterschiedliche Möglichkeiten. Um dich nicht zu verwirren, möchte ich eines sagen: für einen reibungslosen, sicheren Aufstieg ist es das Minimum,  an einer systematischen Ausbildung, Teilnahme an einer Gruppe und an unseren gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Wenn du schneller sein willst, gibt es zusätzliche Materialen, Kurse usw. Wenn du noch schneller sein möchtest, gibt es weitere Möglichkeiten.

Frage: Wie ist das, wenn ich stehen bleiben möchte:“ Mir reicht die erste Stufe, mir geht es gut hier“, wenn ihr weitergeht und ich bleibe“?

Antwort: Jeder Mensch muss seine spirituelle Wurzel erreichen. Das hängt nicht von ihm selbst ab. Er wird nicht danach gefragt. Es wird ihm ein sehr enger Bereich, bei dem er entscheiden kann, wie er aufsteigen kann, ob mit eigenen Kräften oder mit einem Schub von hinten vorgegeben.

Es gibt eine interessante Maschine, ihr Funktionsprinzip ist einfach- wie bei der Zusammenarbeit mit Sklaven. Arbeitest du gut, wirst du nicht geschlagen, bist du zurückhaltend, wirst du sofort geschlagen.

Frage: Heißt es, dass man nicht irgendwo stehen bleiben kann?

Antwort: Du kannst, aber dann wirst du geschlagen. Es sollte keine Ausreden geben. Wir haben es mit dem Gesetz der Natur zu tun. Daher kannst du keine Anforderungen stellen. Wenn man dir bestimmte Bedingungen gibt, musst du sie erfüllen.

Aus dem Unterricht, 05.01.2020

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Sinn des Lebens Teil 6.

Patent für den endlosen Genuss

Frage: Wird im materiellen Leben die Erfüllung unserer Wünsche in der Konfrontation mit dem Verschwinden des Genusses empfunden? Wenn ich zum Beispiel durstig bin, trinke ich einige Schluck Wasser und empfinde dabei Genuss, dann verschwindet er. Gibt es in der Kabbala ein Patent für den endlosen Genuss?

Antwort: Die Kabbala hat in der Tat ein Mittel das uns ermöglicht, kontinuierlich und immer mehr zu genießen.

Die Genüsse in dieser Welt werden durch unsere Verlangen auf unbelebter, pflanzlicher und tierischer Stufe neutralisiert. Es verschwindet sowohl das Verlangen als auch der Genuss – ich fühle mich doppelt leer, d.h. ich bringe mich fast um.

Nach der Kabbala muss ich den Genuss auf eine Art und Weise erhalten, dass mein Verlangen nicht ausgelöscht wird. Erst dann werde ich diesen Genuss als unendlich empfinden. Je mehr ich Genuss und Verlangen haben werde, werde ich noch mehr Genuss und Verlangen erhalten – ich werde eine stetig sich steigernde Erfüllung empfinden. Aus diesem Grund wird die Kabbala als die Wissenschaft des Empfangens bezeichnet.

Frage: Muss es also eine Art Schirm, einen Widerstand erzeugen, der das Vergnügen, das Verlangen nicht auslöscht? Was ist das?

Antwort: Es ist ein Aufstieg über unsere egoistischen Verlangen. Das heißt, dass ich mich von diesem Verlangen loslöse, es unabhängig von meinen Gefühlen für Seine Absicht benutze, um es mit Genuss zu füllen. Ich brauche den Genuss nicht für mich selbst zu empfinden, sondern dafür, dass Andere und der Schöpfer Freude daran haben.

Frage: Kann ich durch diesen Widerstand zu einem anderen Mensch werden?

Antwort: Ja, denn wenn ich das für einen anderen Menschen mache, dann isoliere ich mich. Durch diesen Menschen trenne ich mein Verlangen von der Erfüllung ab, da ich es seinetwegen mache. Dann verschwindet mein Verlangen, der Genuss wird dabei nicht neutralisiert, da sich der Genuss auf den Nächsten bezieht. In diesem Zustand kann ich den Genuss unendlich empfinden.

Frage: Dies ergibt ein Modell: Ich, ein Anderer und der Genuss. Reicht dabei ein Mensch aus, oder muss es eine Gruppe von Menschen, oder sogar die ganze Menschheit sein?

Antwort: Das spielt keine Rolle. Das Wichtigste ist, dass sich der Genuss außerhalb von mir befindet, dann kann ich ihn tatsächlich ständig und zunehmend erleben.

Frage: Was hat das mit dem Schöpfer zu tun? Wo ist hier der Schöpfer?

Antwort: Der Schöpfer ist die Ursache für all das. Er lehrt uns mit seinen immerwährenden positiven und negativen Einflüssen wie wir ein Werkzeug bauen können, um den kontinuierlich zunehmenden Genuss zu erhalten.

Frage: Warum heißt es nicht „Ich, der Schöpfer und der Genuss“, sondern „Ich, der Nächste und der Genuss“?

Antwort: Es spielt keine Rolle, ob es der Schöpfer oder ein anderer Mensch ist. Es ist so, dass der Schöpfer als eine dritte Person handelt, die absolut alle ersetzt. Indem man sich daraufhin ausrichtet, die Anderen zu füllen, um so den Schöpfer zu erfüllen, löst man sich von sich selbst vollständig los.

Frage: Wenn ich jetzt Genuss empfinden möchte, muss ich mich dann nach einem, mir unbekannten Menschen umschauen, um ihm etwas Gutes zu tun?

Antwort: Nein, so funktioniert das nicht. Auf diese Weise beginnt man diesen Menschen als sich selbst zu betrachten, dadurch wird er dir sehr nah. Hier besteht die Gefahr, dass man diesen Anderen rein egoistisch erfüllt.

Bemerkung: Wenn es zum Beispiel mein Kind ist, dann kann ich es verstehen.

Antwort: Auch wenn es sich nicht um dein Kind, sondern um einen Fremden handelt. Deshalb muss alles durch den Zehner fließen, durch die Gruppe, hin zum Schöpfer. Es muss auf eine sehr ernsthafte Stufe erhoben werden.

Frage: Wie zeigt sich hier der Schöpfer? Äußert Er sich wie der Treibstoff, der mir die Möglichkeit gibt etwas zu machen?

Antwort: Der Schöpfer zeigt sich als Ziel, als die Adresse, an die sich mein Handeln richtet. Ich mache es für ihn. Durch die Gruppe hin zum Schöpfer, dann erhalte ich die klare Absicht zu Geben.

Frage: Woher weiß ich, was der Schöpfer braucht?

Antwort: Das ist unwichtig. Wenn ich auf diese Weise meine Handlungen aufbaue, löse ich mich von meinem Egoismus. Den Schöpfer gibt es nicht. Ich brauche dieses Konstrukt, um aus mir herauszukommen, um den absoluten und konstanten Genuss zu erreichen.

Frage: Was muss ich für andere tun? Muss ich ihnen etwas geben?

Antwort: Du wirst das Bewusstsein erlangen, zu merken was ihnen fehlt und wirst die Möglichkeiten sehen, sie durch dich zu erfüllen – sie so zu behandeln, dass das höhere Licht durch dich hindurchfließt und sie erfüllt.

Bemerkung: Hier läuft man Gefahr, sich in einer Illusion zu verfangen.

Antwort: Du kannst dich nicht in einer Illusion wiederfinden, da es von deinem Ego losgelöst ist. Der Egoismus kann hier nicht mit dir spielen. Das ist sehr real, sogar so real, dass Jahre vergehen, bis wir zu diesem Zustand kommen.

Frage: Woher weiß ich, was die anderen brauchen? Angenommen, ich habe ein paar Freunde, muss ich versuchen, etwas für sie zu tun, wenn sie mich darum bitten?

Antwort: Sie brauchen dasselbe wie du, absolut dasselbe.

Bemerkung: Sagen wir, ich muss den Sinn des Lebens finden.

Antwort: Sie möchten das Gleiche, denn sie sind mit dir in derselben Gruppe.

Frage: Wenn ich ihnen helfe, den Sinn des Lebens zu finden, den Schöpfer zu offenbaren, ich mich darum kümmere, dass sie es verstehen können, gebe ich ihnen dann?

Antwort: Ja, ihr helft euch gegenseitig. Diese gemeinsame Arbeit führt euch zu einem gemeinsamen Verlangen, zu einer gemeinsamen Absicht. Ihr werdet euch als so verbunden ansehen, dass ihr nicht mehr fühlt, wo der eine und der andere ist.

Durch eure gemeinsamen Verlangen und Absichten, offenbart ihr, durch die Gruppe, den Plan des Schöpfers.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“ von 14.01.2019

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