Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'das Verlangen'

Mode der Zukunft

Mode der Zukunft

Bemerkung: Wir wissen, dass das Zeitalter des Massenkonsums vorbei ist.

Antwort: Ja, die Menschheit hat bereits verstanden, dass sie endloses Einkaufen nicht befriedigt.

Bemerkung: Das Zeitalter der Mode zum Mieten steht vor der Tür. Sowohl Designer als auch Modehäuser entwickeln nun eine Tendenz, Designerstücke zu vermieten. Anstatt ein paar hundert Euro für den Besitz einer Sache zu bezahlen, kann man sie jetzt für 50-60 Euro ausleihen. So können Sie Ihre Garderobe als Einkommensquelle betrachten.

Antwort: Dann wird niemand mehr etwas kaufen. Im Prinzip braucht auch keiner etwas. Wie viel braucht man von diesen Klamotten? Ein Mensch kauft sich etwas unterwegs und gut ist es. Er macht daraus kein großes Ereignis. Das alles wird vergehen.

Die Menschheit verändert sich von innen heraus. Früher wurde der König in Sachen gekleidet, dann hielt man ihn für einen König! Wir haben die Menschen nach ihrer Kleidung beurteilt.

Heute ist es nicht mehr so, das ist Vergangenheit.

Frage: Sie sagen, dass jetzt die Menschheit versucht, sich von innen heraus zu verändern. Was bedeutet innere Schönheit?

Antwort: Das ist unser Verlangen! Es wird unter den Einfluss von unterschiedlichen, externen Zuständen allmählich umgeändert.

Betrachten wir die Kraft – sehen Sie, wie sich heutzutage alle aktiven Programme für Sportpädagogik und Ähnliches entwickeln. Das machen nicht wir, sondern das wird mit uns gemacht, um irgendwie etwas zu verkaufen.

Es ist überall so. Das wird nicht helfen, vielleicht noch höchstens 10 oder 20 weitere Jahre. Die Menschen bekommen so oder so neue Zustände- sie erhalten immer weitere, innere Verlangen. Sie werden der Äußerlichkeit keine Beachtung mehr schenken, aber sie werden auf  Schönheit achten, sie wird das letzte sein, was verschwindet. Letzten Endes ist das kein entscheidender Faktor.

Frage: Was ist das für ein inneres Verlangen, von dem Sie sprechen?

Antwort: Sich zu verschönen? Das ist das innere Verlangen, sich äußerlich hübsch zu machen, schließlich kann man die innere Schönheit nicht sehen. Ich werde mich also äußerlich schöner machen und jeder wird denken: „Wie klug ich bin! Was für eine besondere Brille ich habe!“ Wir wollen das Äußere für das Innere ausgeben, so verspotten wir uns und die anderen.

Wir müssen dazu kommen, dass wir die innere Schönheit im Menschen schätzen. Das wären Freundlichkeit, Anteilnahme, Einfühlungsvermögen, Respekt. Diese Eigenschaften fühlen oder schätzen wir noch nicht. Wir würden das aber brauchen. Wäre die Mode darauf ausgerichtet, dann wäre es eine ganz andere Sache.

Bemerkung: Sie sagen, dass die Schönheit als letzte gehen wird.

Antwort: Das heißt, dass sie nicht mehr unsere Aufmerksamkeit erregen wird. Wenn wir aufhören, der Schönheit Aufmerksamkeit zu schenken, dann wird sie die Letzte sein, die geht. Ich werde nach ihr keinen Menschen beurteilen. Vielleicht ist er äußerlich hässlich. Ich werde nicht diese Hässlichkeit, sondern nur seine innere Schönheit sehen.

Das ist noch nicht einfach und in dieser Welt bislang nicht möglich. Sie bewertet uns weiterhin nach dem Äußeren. Ich bin mir sicher, dass sich das bei dem Tempo, mit dem wir uns mit Faceliftings und Schönheitsoperationen beschäftigen, bald ändern wird.

Die Mode der Zukunft wird sich ausschließlich auf die schöne Darstellung der inneren Welt ausrichten. Man muss keine Unternehmen gründen, die untereinander Klamotten austauschen.

Frage: Wie wird eine gute Gesellschaft sein?

Antwort: Eine schöne Gesellschaft ist, wenn man die inneren Werte des Menschen beachtet und damit lebt. So würden wir uns verstehen, jeder würde die Wärme des Nächsten spüren und dafür die Menschen schätzen. Es wird so kommen – bald.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 10.12.2019

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Leben und Tod aus Sicht der Kabbala, Teil 3

Frage: In den Jahrtausenden der Entwicklung der menschlichen Zivilisation hat es eine Vielzahl verschiedenster Vorstellungen gegeben. Überraschend aber wahr ist, dass sich fast alle mit dem Leben nach dem Tod beschäftigten. Jeder glaubte daran. Was sagt die Kabbala darüber?

Antwort: Die Kabbala sagt, dass Leben nicht die Existenz und den Tod unseres „Eiweißkörpers“ bedeutet; es wird, ungeachtet in welchem Zustand sich unser Körper befindet, mit der „Höheren Kraft“ gefüllt.

Mit anderen Worten, wir haben die Möglichkeit, den Willen zu Geben außerhalb von uns zu erlangen, indem wir uns mit unserem Egoismus antreiben. Wenn sich jemand selbst antreibt und andere erfüllen möchte, erhält er, um es an andere weitergeben zu können, von Oben Füllung. Mein Verlangen, jemanden außerhalb von mir zu füllen, bedeutet Leben. Ich möchte jeden erfüllen. Wenn ich mich so mit anderen und durch sie, in Beziehung zum Schöpfer bringe, durchströmt mich ein großes Leuchten und dieses Licht, das mich erfüllt, wird Leben genannt.

Frage: Was bedeutet dann Tod?

Antwort: In der spirituellen Welt bedeutet der Tod den Abstieg von der Eigenschaft des Gebens zur Eigenschaft des Empfangens. Das Verlangen für sich selbst zu empfangen, sich alle Genüsse selbst einzuverleiben, das ist der spirituelle Tod. 

Frage: Bedeutet das, dass wir aus Sicht der spirituellen Welt tot sind, wenn wir uns jetzt im Verlangen zu Empfangen empfinden?

Antwort: Aus Sicht der spirituellen Welt sind wir nicht tot, wir existieren nicht einmal. 

Frage: Bestimmt man in der spirituellen Welt selbst, ob man am Leben oder tot ist?

Antwort: Ja, wenn man den Zustand von Leben erreicht hat und diese Eigenschaft dann von einem abfällt, das Licht verschwindet, besagt das: „Nun befinde ich mich im Zustand des Todes.“

Einstweilen befinden wir uns noch in keinem Zustand. Aus spiritueller Sicht werden wir als Tiere und nicht als Menschen betrachtet.

Frage: Könnte man sagen, dass wir zurzeit als eine „Möglichkeit“ existieren?

Antwort: Ja, wir können eine spirituelle Stufe erreichen und Mensch werden, bis jetzt haben wir das noch nicht erreicht.

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel des Todes?

Antwort: Sie ist der Übergang zu einem anderen Zustand, der jedoch nicht den Tod bedeutet. Wir betrachten den Tod als Abwesenheit vom Verlangen zu empfangen, die Eigenschaft des Schöpfers. Wenn sich das in uns manifestiert, nennen wir es Leben.

Aus Kab TV „Grundlagen der Kabbala, 14.1.19

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Wer keine Fehler macht, entwickelt sich nicht

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist schwer, sich von seinem jetzigen Zustand zu lösen und sich in die Hände der Umgebung zu begeben, um zur nächsten Stufe aufzusteigen. Wie kann man das sonst regeln?

Meine Antwort: Das ist aber die einzige Methode, die spirituelle Leiter hochzusteigen! Ihr glaubt, dass die spirituelle Welt etwas ist, was der Natur entgegengesetzt ist. Doch es ist nicht so!

Wir befinden uns innerhalb der Natur. Und wenn wir den Rat der Kabbalisten befolgen, handeln wir entsprechend den Naturgesetzen.

Von einer höheren Stufe, die das Licht ausstrahlt und die Finsternis hervorbringt, werden diese beiden Gegensätzlichkeiten enthüllt: das Licht und das Verlangen.

Beide, das Licht und das Verlangen, entwickeln sich entsprechend ihrer Natur: das Eine gibt und das Andere empfängt.

Auf diese Weise breiten sich dieses Geben und dieses Empfangen,  die miteinander verwoben sind, von oben nach unten aus, bis sie uns erreichen.

Und wir lernen, wie wir entsprechend dieser doppelten Natur (die Doppelhelix der spirituellen DNA) aufgebaut sind und wie wir diese natürlichen Stufen emporsteigen können.

Darum suche nicht nach anderen Wegen. Die Kabbalisten erzählen uns von den unumstößlichen Tatsachen, die in der Natur existieren.

Ob es uns gefällt oder nicht: Wir werden sie akzeptieren müssen. Denn derjenige, der die Naturgesetze nicht befolgt, wird mit dem Leiden bestraft.

Tiere irren sich im Gegensatz zu Menschen niemals, denn sie können nicht gegen die Natur handeln, weil sie ein Teil von ihr sind.

Der Mensch aber ist das einzige Geschöpf, welches über den Egoismus verfügt. Dieser erhebt uns über die Natur.

Alles Unbelebte, Pflanzliche und Tierische verschmilzt mit der Natur. Es kann nicht anders denken, handeln oder anderes wünschen.

Darüber befindet sich eine zusätzliche Stufe – Mensch. Diese Stufe ist der höheren Natur, d.h. dem Schöpfer, entgegengesetzt.

Und darin liegt die Quelle aller Fehler und Sünden, erschaffen gerade dafür, um uns unsere Gegensätzlichkeit zum Schöpfer vor Augen zu führen.

Unser ganzes Problem besteht darin, was wir mit der Stufe „Mensch“ in uns machen sollen? In ihr ist das gesamte Potenzial unserer Entwicklung – über der natürlichen Ebene – enthalten.

Aus dem Unterricht über Artikel von Baruch Ashlag „Wahrheit und Glauben“, 02.08.2010

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