Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'das Gefühl'

Der Unterschied zwischen dem Gebet eines Kabbalisten und den Gebeten der Massen

Frage: Wie kann ich herausfinden, warum mir der eine oder andere Zustand gesandt wird?

Antwort: Du siehst, dass es auf der Welt viele Menschen gibt, die sich an eine höhere Kraft wenden. Ich erinnere mich an meinen Besuch in San Francisco, wo direkt auf den Straßen Statuen christlicher „Heiliger“ stehen, die Madonna mit dem Kind und so weiter. Die Menschen verehren diese Statuen, gehen direkt auf der Straße auf sie zu und küssen sie. Wir sehen hier reinen Götzendienst in einer modernen amerikanischen Stadt. Das ist ein hervorragendes Beispiel.

Oder das Beispiel von Baal HaSulam über die Kibbuz-Bewohner der Negev-Wüste: Sie leiden unter der Dürre und wenden sich, ohne es selbst zu merken, an den Schöpfer mit der Bitte um Regen. Diese Bitte kommt von Herzen. Ob sie es wollen oder nicht, sie bitten eine höhere Macht um Hilfe, denn gerade der Schöpfer bringt sie in diese Situation, auch wenn sie es nicht wissen.

Das heißt, Menschen auf der ganzen Welt wenden sich an den Schöpfer, um Hilfe zu erbitten. Und selbst ein kleiner Floh, der darunter leidet, dass er nichts zu essen hat – auch sein Leiden ist ein Appell an die Quelle seines Leidens, an den Schöpfer.

Die Frage ist jedoch, wie man sich richtig an den Schöpfer wendet – angefangen bei dem kleinen Floh über größere Tiere bis hin zum Menschen, der Statuen verehrt, zu den Kibbuzniken in der Negev, zu gläubigen Juden auf einer unbelebten Stufe der Heiligkeit und zu jenen, die sich tatsächlich bereits an die Quelle wenden möchten und wissen wollen, an wen sie sich eigentlich wenden. Die Bitte der Letzteren hat jedoch ein ganz anderes Ziel.

Die Bitte eines Flohs oder eines Menschen, der um sein Wohl in dieser Welt und in der kommenden Welt bittet, bleibt im Rahmen der materiellen Welt. Wenn jedoch ein Mensch nicht darum bittet, dass es ihm in der jenseitigen Welt gut gehen möge – da in seiner Bitte bereits ein gewisses Gefühl gegenüber dem Schöpfer mitschwingt, das heißt gleichzeitig ein wenig „lo lischma“ und ein wenig „lischma“ –, dann ist dies bereits eine zielgerichtete Bitte.

Darin liegt der wesentliche Unterschied zwischen unserer Bitte und der Bitte eines Flohs oder eines Götzenanbeters, denn dies ist tatsächlich eine Hinwendung zum Schöpfer. Wir bitten nicht wie die Kibbuz-Bewohner, die wegen des ausbleibenden Regens beten und unter der Dürre leiden. Wir schreien den Schöpfer auch nicht an, dass es uns schlecht geht, damit es uns gut geht, sondern wir sprechen von einer Hinwendung, die sich nur schwer in Worte fassen lässt.

Wenn ich den Schöpfer um eine Korrektur bitte, um Ihm ähnlich zu werden – dann ist das ebenfalls eine Bitte „für mich“, ebenfalls „lo lishma“. „Lishma“ ist ein Gefühl, das wir nicht einmal in Worte fassen können. Wie kann ich eine solche Bitte vorbringen, die sozusagen von mir selbst losgelöst und ausschließlich an den Schöpfer gerichtet ist?

Deshalb verläuft unsere gesamte Arbeit durch alle möglichen Beziehungen zur höchsten Kraft, um schließlich zu der Erkenntnis zu gelangen: „Israel, der Schöpfer und die Tora sind eins“. Das heißt, jene Schritte, die ich im Verlauf meiner Klärungen in Bezug auf den Schöpfer unternehme, werden als Tora bezeichnet – wie ich mich Ihm gegenüber verhalte, damit diese Schritte, anstatt auf mich selbst gerichtet zu sein, immer mehr auf Ihn ausgerichtet werden.

Eine Kehrtwende in der Ausrichtung meiner Handlungen zu vollziehen – genau das ist die Arbeit.

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Aus dem Unterricht zum Artikel von Rabash, 03.07.2026

 

Blitzantworten eines Kabbalisten vom 21.07.2019

Frage: Gibt es solange Gut und Böse, bis ich vollständig begriffen habe, dass alles vom Schöpfer kommt?

Antwort: Ja. Dann wird das Böse zum vollkommen Guten.

Frage: Wenn ein Mensch Kabbala studiert, versteht er, dass er dem Schöpfer entgegengesetzt ist und das Licht als Böse empfindet. Es hält und hilft ihm trotzdem etwas auf diesem Weg, was ist das?

Antwort: Der Sinn der Schöpfung zieht ihn nach vorne. Er muss wissen, warum er existiert, sonst hat das Leben keinen Sinn.

Frage: Wie kann ich, abgesehen von dem Gefühl, dass jeder mir etwas schuldig ist, das Gefühl haben, dass ich auch jedem etwas schulde? Was bin ich ihnen schuldig?

Antwort: Sie schulden allen Ihre gute Einstellung.

Frage: Gehören die Sefirot zu unserer Welt?

Antwort: Zu unserer Welt gehören keine Sefirot. Unsere Welt ist das, was Sie mit Ihren Sinnen wahrnehmen, nichts weiter.

Frage: Wir nehmen alles, was im Leben geschieht mit unseren Sinnesorganen wahr. Wie können wir das was wir wahrnehmen verändern? Können wir uns selbst oder die Welt ändern? Was können wir überhaupt beeinflussen?

Antwort: Wir können Veränderungen nur durch unsere Einstellung uns selbst und der Welt gegenüber, d.h. gegenüber dem Schöpfer herbeirufen. Nur auf diese Weise können wir uns selbst besser wahrnehmen. Es geht nicht anders.

Frage: Warum hat der Schöpfer so viele Religionen geschaffen, wenn Er der Einzige ist?

Antwort: Die Religionen, Glaubensrichtungen, verschiedene Ansätze und Philosophien wurden genau dafür geschaffen, dass sich der Mensch selbst reflektiert und so den richtigen Weg zum Schöpfer finden kann. Wir werden nur dadurch, dass vor uns so viele Wege liegen und wir uns nur einen davon aussuchen können, „ganzheitlich“.

Aus dem Unterricht, 21.07.2019.

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Die Einstellung zur Welt ändern

Frage: Manche Menschen fühlen sich automatisch unglücklich, wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen etwas fehlt. Das heißt, es gibt ein gemeinsames Modell in der Gesellschaft, dass Glück, eine ständige Freude und andauerndes Vergnügen ist. Dann sollte es kein Leiden in meinem Leben geben. Woher kommt dieses Modell?

Antwort: Es ist die falsche Vorstellung von Glück, eine verkehrte Formulierung und die falsche Erziehung. Wir kennen unsere Natur nicht und deshalb sind wir leider unglücklich.

Wenn wir verstehen würden, wer und was wir sind, könnten wir uns so formen, dass unsere Konstruktion, unsere Einstellung zu jedem Zustand vollkommen wäre.

Das ist es, was die Kabbala tut. Sie ändert nicht die Welt, sie sagt nicht, dass man die Dinge um sich herum ändern muss. Du solltest deine Einstellung zur Welt ändern. Dann wirst du glücklich sein und zwar in einem absoluten Zustand.

Aus dem Unterricht, 15.12.2019

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Der Sinn des Lebens, Teil 7

Die Pflicht, den Schöpfer zu offenbaren

Frage: Ich habe eine Gruppe von Gleichgesinnten gefunden, die wie ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Das zeigt sich in der Offenbarung des Schöpfers. Wird sich der Schöpfer zwischen uns enthüllen, wenn ich den Freunden helfe, den Schöpfer zu offenbaren, und es für mich nichts Wichtigeres gibt, als Ihn zu erkennen?

Antwort: Zwischen euch wird sich eine Eigenschaft genannt „Schöpfer“, d.h. die Eigenschaft der absoluten Hingabe und Liebe, offenbaren. Diese Eigenschaft, das Gefühl dessen, in sich selbst zu erreichen, ist der höchste Genuss.

Ich denke, es ist nicht nur ein Versuch – unser ganzes Leben drängt uns heute dazu hin, wir können nicht davor weglaufen, sondern werden gezwungen sein, den Schöpfer zu offenbaren. Die Offenbarung basiert auf der Grundlage von Abstiegen, der Leere und von allem was wir jetzt durchmachen.

Bemerkung: Es scheint, nicht so kompliziert zu sein: man findet Menschen, die auch nach dem Sinn im Leben suchen. Man versammelt sie in einer Gruppe und dort versucht man sicherzustellen, dass sie immer den Sinn dessen erkennen.

Antwort: Jetzt machen wir genau das. Wir versuchen praktisch, solch eine Gruppe zu bilden, die als Referent, als ein Labor dient und in der jeder dasselbe machen könnte.

Baal HaSulam schreibt dazu, dass wir zuerst die richtige Gesellschaft als Beispiel für alle anderen aufbauen müssen. Anschließend könnten alle anderen so handeln wie diese Gesellschaft. Das möchten wir erreichen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ von 14.01.2019

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Sinn des Lebens, Teil 5

Anstöße zur Enthüllung des Schöpfungsziels

Frage: Besteht der Sinn des Lebens aus Sicht der Kabbala darin, den Schöpfer dem Mensch genau dann zu offenbaren, wenn er sich in dieser Welt, in diesem Körper befindet, d.h. wenn er ein ganz normales menschliches Leben führt?

Antwort: Ja.

Frage: Fühlt sich das wie ein großer Genuss an? Schließlich ist der Zweck der Schöpfung, wie es in allen kabbalistischen Quellen steht, die Geschöpfe mit Genuss zu füllen.

Antwort: Womit? – Mit der Offenbarung des Schöpfers.

Frage: Der Schöpfer/Natur führt uns also von Beginn an dazu, dass wir uns von den kleinen, grundlegenden Genüssen, hin zu den sozialen Genüssen entwickeln?

Antwort: Wie auch immer, die Entwicklung von kleinen zu großen Genüssen führt durch das Leiden.

Frage: Das Leiden ist also der Anstoß den Zweck der Schöpfung zu offenbaren?

Antwort: Ja. Das Gefühl des Mangels, das ich noch mehr offenbaren, noch mehr verstehen, noch mehr fühlen muss, treibt uns voran.

Fortsetzung folgt

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 14.01.2019

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Sinn des Lebens Teil 2

Warum leiden wir? 

Selbst wenn wir uns auf die Suche nach einer Antwort, der berühmten Frage, die von allen Menschen gestellt wird, begeben: „Worin besteht der Sinn unseres Lebens?“…, kommen uns diese Jahre unseres Lebens, bis wir die Frage beantworten können, teuer zu stehen. Wir erfahren dabei zahlreiche Leiden und Qualen. Wer kann das genießen? (Baal HaSulam, „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“)

Frage: Besteht der Sinn des Lebens darin, den Schöpfer zu erkennen? Warum leiden wir in dieser Welt unter vielen Qualen?

Antwort: Wir wollen den Schöpfer nicht offenbaren. Wir sträuben uns mit Händen und Füßen dagegen, uns Ihm anzunähern, denn diese Annäherung ist mit großem Leid verbunden.

Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wir sind die egoistische Eigenschaft des Empfangens, die Eigenschaft des Hasses, der Abweisung gegenüber anderen.

Aus diesem Grund fühlen wir uns, wenn wir uns nach und nach den Eigenschaften des Schöpfers annähern, denen des Gebens, der Liebe, der Anteilnahme usw., sehr schlecht. Wir laufen sofort instinktiv davor davon.

Bemerkung: Ich habe im Gegenteil das Gefühl das der Mensch unter einem Mangel an Empfangen leidet. Er leidet nicht darunter, dass er kein Geber wie der Schöpfer ist.

Antwort: Ich spreche nicht von den Menschen, die in unserer Welt instinktiv handeln, sondern von denen, die gehört haben was die Kabbala sagt und wie wir zu einem Zustand kommen können, in dem wir uns über den Egoismus, der uns ständig erniedrigt und einschränkt, erheben können.

Frage: Der Mensch ist der Wunsch zu Empfangen. Der Schöpfer verursacht im Mensch Leiden, in dem Er ihn nicht empfangen lässt. Daraus entsteht ein Mangel, aus dem heraus der Mensch mit der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach dem Schöpfer beginnt. Kann ein Mensch über den Sinn des Lebens nachdenken, wenn es ihm gut geht, wenn er erfüllt ist und genießt?

Antwort: Nein, das kann er nicht.

Frage: In einem Ihrer Interviews wurden Sie Folgendes gefragt: „Stimmt es, dass die Kabbala nur etwas für Verlierer ist?“ Brauchen demnach normale Menschen, die sich gefunden und eine Beschäftigung haben, keine Kabbala?

Antwort: Sie können nichts tun. Sie kaufen sich ein schönes Leben. Ein Mensch der leidet spürt, dass Leiden nicht bedeutet, nichts zu essen zu haben oder von allen Seiten bedrängt zu werden. Es geht darum, dass er wissen will, wofür er lebt. Wir sprechen über das Leiden auf der Stufe des „Menschen“, nicht auf der Stufe des Tieres in uns.

Frage: Kommt ein Mensch, der auf der körperlichen Ebene leidet, zum Studium der Kabbala?

Antwort: Das tut er nicht, auch nicht wenn er einen Mangel an seinen Lebensgrundlagen hat. Nur dann, wenn er keinen Sinn im Leben sieht! Er hat alles außer dem Sinn! Selbst in unserer Generation, in der die Menschen viel besser als vor 100 oder 1000 Jahren leben, fühlen sie sich unglücklich.

Fortsetzung folgt…

Aus den TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 14.01.2019

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Warum nehmen in Israel lebende Israelis keinen Antisemitismus wahr?

 
Michael Laitman auf Quora: „Warum nehmen in Israel lebende Israelis keinen Antisemitismus wahr?“

Wir Juden sind Menschen mit einem gesteigerten Ego, das unser Gefühl für andere verringert und unser Gefühl für uns selbst dagegen steigert. Woher kommt dieses überzogene Ego?

Es kommt daher, dass wir Juden einst erhöhte Zustände der Einheit erlebten. Ausgehend von Abrahams bunter Gruppe, von Babyloniern, die gemeinsam das Naturgesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ entdeckten, das uns den Namen „Israel“ („Yashar Kel“ direkt zu Gott hin) verlieh.

Mit anderen Worten: „auf die einzige Kraft der Liebe und des Gebens in der Natur hin ausgerichtet“. Seitdem sind wir aus der Höhe dieser erhabenen Vereinigung in tiefere Schichten des Ichs gefallen, als alle anderen Nationen.

Uns und allen anderen ist das Verlangen gemeinsam, das Ego mit genau den Genüssen zu füttern, die es verlangt. Wir tun dies jedoch von Natur aus intensiver und selbstbezogener, was unsere Sensibilität anderen gegenüber im selben Maße verringert.

Es ist wichtig zu verstehen, dass wir über ein natürliches Phänomen sprechen und die natürlichen Eigenschaften eines bestimmten Volkes beschreiben. Eine Eigenschaft, die dadurch entstanden ist, dass unsere Vorfahren einst erhöhte, mit der Natur harmonisierte Zustände der Einheit erlebten.

Und da wir uns aufgrund unserer Verbindung in höheren Zuständen der Liebe und des Gebens befanden. Seitdem haben wir das Bewusstsein für diese Einheit verloren und sind jetzt in tiefere Tiefen des Egos gesunken.

Ein anderer Weg, dieses gesteigerte Ego zu beschreiben, ist, dass wir einst größere Freuden fühlten, als diese ganze Welt zu bieten hat: „spirituelle Freuden“. Und dadurch das wir uns von der Spiritualität losgelöst haben, suchen wir sie nun in unseren, von der Spiritualität abgetrennten, körperlichen Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie, Geld, Ehre, Kontrolle und Wissen. [Rest des Beitrags lesen →]

Blitzantworten eines Kabbalisten

Frage: Es kommt manchmal vor, dass man mit einem Tsunami von Gefühlen und Emotionen überschwemmt wird und man sitzt da und versteht nicht, was mit einem passiert! Natürlich ist einem bewusst, dass alles vom Schöpfer kommt. Was kann man in solchen Situationen tun? Weiter sitzen bleiben, rausgehen, versuchen diese Gefühle zu unterdrücken, oder sich den Gefühlen hingeben und mit dem Strom schwimmen?

Antwort: Ich kann nicht sagen was zu tun ist, Sie müssen es selbst entscheiden. Versuchen Sie jedes Mal so zu handeln, dass Sie in maximaler Verbindung mit dem Schöpfer stehen, gleich wie mit der Ursache, von der ihr gegenwärtiger Zustand abhängt.

Frage: Kann ich oder wir im Zehner, den Prozess der Auf- und Abstiege in anderen Zehnern oder Gruppen beeinflussen?

Antwort: Wir sind alle zu einem System verbunden und natürlich wirkt jeder in einem gewissen Maß auf die anderen ein. Wenn in unserer Weltgruppe ein wahrer Zehner entsteht, der ständig mit dem Schöpfer zusammenarbeitet, dann werden wir es alle spüren. Ich hoffe, dass es bald sein wird.

Frage: Macht es einen Unterschied, ob man  nachdenkt und betet oder ob man physisch zum Kongress kommt um die Freunde zu unterstützen? Oder braucht man beides?

Antwort: Ich kann es nicht sagen, denn jeder einzelne Fall sollte separat betrachtet werden. Auf jeden Fall ist es wünschenswert, alle Möglichkeiten zu nutzen. 

Frage: Bedeutet der Zehner meine Bereitschaft, den anderen näher zu kommen?

Antwort: Ein Zehner ist ein Skelett, eine Struktur von allem, was der Schöpfer geschaffen hat.

Frage: Wie arbeitet man mit diesen Gedanken, bei denen man einem anderen etwas Böses antun will? Wird man sie nicht los, auch wenn man versteht, dass sie vom Schöpfer kommen?

Antwort: Das bedeutet, dass du nicht verstehst, dass sie absichtlich vom Schöpfer kommen, damit du an Ihn angehaftet wirst und Ihn als „es gibt niemanden außer Ihm“ definieren kannst. Der Schöpfer gibt dir solche bösen Gedanken in Bezug auf andere nicht. 

 

Aus dem Unterricht, 12.02.2019

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Blitz Antworten des Kabbalisten

Frage: Ich schlafe beim Lesen von „Lehre der zehn Sefirots“ (TES) ein, wenn ich hingegen Zohar höre bin ich begeistert. Muss ich meine Bemühungen TES fortzusetzen beibehalten, oder ist das nur für Männer notwendig?

Antwort: Wenn sie eine Frau sind, können sie grundsätzlich auf TES verzichten und Artikel wie die Briefe von Baal HaSulam und Rabash lesen.

Frage: Im „Vorwort zu TES“ wird gesagt, wenn ein Mensch nach 3-5 Jahren des normalen Studiums nicht das Erforderliche erreicht hat, so wird er keinen Erfolg auf diesem Weg haben. Warum wird das Studium der Kabbala als letzte Chance erachtet?

Antwort: Das wird so gesagt, damit Menschen welche die Tora studieren wollen, auch wissen, dass die Tora einem Menschen für seine Korrektur sowie für die Offenbarung des Schöpfers in dieser Welt, gegeben wird. Wenn man also drei Jahre lang die Tora studiert hat und kein Ergebnis sieht, so bedeutet das, dass man unbedingt zur Kabbala wechseln muss.

Frage: Baal HaSulam sagte, dass in ihm die Seele vom großen Ari reinkarnierte. Ist das dieselbe Seele, oder hat er die gleiche Stufe wie Ari erreicht?

Antwort: Nein, es ist dieselbe Seele. Es wird als “ Embryo der Seele  („Ibur Neshamot“) bezeichnet.

Frage: Kabbala ist doch ein Vermächtnis, nicht wahr? Von wem erbte Baal HaSulam? Wer war sein Lehrer?

Antwort: Sein Lehrer war ein Rabbiner aus Pursov, einer kleinen Stadt, in der Nähe von Warschau. Als Baal HaSulam sah, dass er von seinem Lehrer nichts mehr lernen konnte, beschloss er Polen zu verlassen und nach Israel zu gehen.

Frage: Dank der wissenschaftlichen Herangehensweise lese ich Psalmen, Tora und kabbalistische Texte, mit der Absicht, dass ich dort nichts verstehe. Ist das in Ordnung?

Antwort: Das ist nicht in Ordnung. Ihr müsst es mit Gefühl und Verstand lesen. Es wird gesagt, dass „das Herz versteht“, d.h. es muss eine bestimmte Kombination zwischen Gefühl und Verständnis geben. Man kommt vom Verständnis zum Gefühl und vom Gefühl zum Verständnis. Das Eine kontrolliert und bestimmt das Andere.

Frage: Was Ist der Sinn ein kabbalistisches Buch zu lesen – bedeutet es das man beim Lesen mit dem Autor gemeinsame Zustände erlebt?

Antwort: Ja möglicherweise. Natürlich kannst du mit dem Autor mitfühlen, aber nur sehr wenig

Frage: Können Schüler ihr Studium sofort mit den Werken von Baal HaSulam beginnen, oder sollten sie sich ihnen erst langsam annähern?

Antwort: Ich würde mit den allgemein bekannten Artikeln, die für die breite Öffentlichkeit geschrieben wurden, beginnen. Dies sind „Die Gabe der Tora“, „Die Bürgschaft“, „Friede in der Welt“, etc.

Frage: Was bedeutet das Verschwinden der tierischen Stufe (der Tod) für den Kabbalisten?

Antwort: Nichts. Wenn mir etwas passiert, werde ich es in aller Ruhe akzeptieren. Das Einzige, was mich beschäftigt ist einen guten kraftvollen Unterricht abzuhalten, um meine faulen Schüler auf der ganzen Welt wach zu rütteln. Auf dieser Welt kümmert mich nichts mehr als das. Ich hoffe das wird für eine Weile so bleiben. Dafür lebe ich.

Frage: Darf ich die Zusammenfassung der Bücher, die ich in meinen eigenen Worten schreibe, jemandem zeigen oder soll ich sie verbrennen?

Antwort: Du kannst sie behalten. Selbst wenn jemand sie sieht oder davon hört, ist das nicht schlimm.

 Aus dem Unterricht von 10.03.2019

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Die Struktur der Seele aufbauen

Bemerkung: Als Baal HaSulam bei seinem Lehrer, dem Rabbiner aus Pursov, das  Buch „Der Baum des Lebens“  von Ari fand, war er sehr glücklich und voller Hoffnung: „Ich habe es endlich gefunden! Wie sein Lehrer Rabash sagte, wusste er noch nicht, dass er erst in 20 Jahren in der Lage sein würde, das zu verstehen was er gefunden hatte.

Für einen Menschen ist es nicht leicht zu hören, dass er all dies erst in 15-20 Jahren verstehen wird.

Antwort: Nein, es ist kein Problem. Es ist eine natürliche und notwendige Voraussetzung für das Verständnis der höheren Welt, denn man muss in sich selbst die Elemente ihrer Empfindung, ihres Bewusstseins und Verständnisses aufbauen.

Das ist nicht einfach, da es in uns in kleinen Portionen gesammelt und dann geboren wird. So funktioniert unser sinnlicher und konzeptueller Apparat, d.h. das Herz, welches fühlt und der Verstand, der Definitionen und Begriffe hervorbringt. Deshalb verstehen wir diese Kombination zweier Systeme – Sinnlichkeit und Denken – nicht. So etwas kommt in unserer Welt nicht vor.

In unserer Welt gibt es keinen klaren Zusammenhang zwischen der sinnlichen und der begrifflichen Empfindung und wie das eine vom anderen abhängt, weder in der Musik, der Kunst oder in irgendetwas anderem. Das Zusammenspiel zwischen ihnen entsteht erst in der Kabbala. Aus diesem Grund nimmt das so viel Zeit in Anspruch.

Das spielt keine Rolle. Es ist wichtig, dass ihr diese richtige Verbindung zwischen Gefühl und Verstand aufbaut, damit ihr aus dem Gefühl den Verstand und aus dem Verstand das Gefühl beeinflussen könnt. Das ist die Konstruktion der Seele, die ihr in euch selbst aufbauen müsst.

Es wird allmählich in euch entstehen, nimmt aber etwas Zeit in Anspruch. Na und? Ihr seid fast alle jung. Selbst wenn es ältere Menschen unter uns gibt, versichere ich euch, dass sie in diesem Leben Zeit haben werden, auf die Stufe der Höheren Welt, der Ewigkeit und Vollkommenheit aufzusteigen.

Niemand wird einfach so mit der Kabbala in Berührung gebracht, um an diesem Punkt stehen zu bleiben. Wenn ein Mensch zur Kabbala gekommen ist, wenn er davon gehört hat, so heißt das, dass er eine Chance hat, es in diesem Leben umzusetzen. Es hängt alles nur von seinen Anstrengungen ab.

Aus dem Unterricht vom 10.03.2019

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