Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Darstellungen'

Den Schöpfer durch das Bild der Welt erkennen

Das gesamte Universum, das der Schöpfer vor mir aufrollt, ist lediglich ein Bild, durch welches er mich lehren will, mich mit Ihm unmittelbar zu verbinden.

Indem ich versuche, ihn durch dieses Bild zu erkennen, sammele ich Erfahrungen. Ich höre auf, dem Bild meine Aufmerksamkeit zu schenken und verlagere es von einer äußeren zu einer inneren Sichtweise. Und dann beginne ich, nicht das Bild an sich, sondern ausschließlich Ihn zu erkennen.

Es ist, als ob das Bild in mich eindringt, in meine Empfindungen und meinen Verstand. Ich nehme es in mich auf, wie bei einem Computer, wo neue Daten oder Programme eingeführt werden. Wir nehmen es über das Internet auf, integrieren es in uns, prägen es uns ein. Auf diese Weise beginne ich, mehr und mehr in Ihn einzudringen, und alle diese Programme in mich zu übertragen.

Programme sind sämtliche Bilder: von mir selbst und von denen, die sich um mich herum befinden und die ich als solche wahrnehme.

Auf diese Weise gelange ich zu dem Zustand, in dem ich seinen Plan erkenne, fühle und vermute. Dabei sind das nicht einfach Vermutungen und Gefühle, sondern ich werde in diesem Maße Ihm ähnlich, sonst kann ich weder vermuten, noch fühlen.

Das heißt, durch äußere Darstellungen, Abbilder, Bilder der Welt, die ich nach und nach in mich aufnehme, kann ich Ihn immer mehr, immer tiefer, immer klarer verstehen und mich Ihm angleichen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Der Schöpfer ist überall.“

Die gesamte Wirklichkeit ist ein einziges Gesetz

Alle Artikel von Kabbalisten über die gegenseitige Bürgschaft sind das Resultat ihrer Wahrnehmung der höheren Realität. Auf diese Weise geben sie deren Gesetze an uns weiter. Natürlich können diese Gesetze durch Formeln und graphische Darstellungen zum Ausdruck gebracht werden, wie in jeder anderen Wissenschaft auch.

Doch weil im Gegensatz zu anderen Naturgesetzen diese Erscheinungen von uns empfunden werden und es erwünscht ist, dass sie von uns verinnerlicht und nicht als trockenes Wissen durch reinen Verstand wahrgenommen werden, versuchen die Kabbalisten, sie in Form von Erzählungen, Briefen und Gleichnissen niederzuschreiben.

Man darf aber nicht vergessen, dass das, worüber sie schreiben, keine Moralpredigten oder Empfehlungen beinhaltet, sondern das Oberste Gesetz ist. Nur wird es uns in einer solchen Form dargeboten, dass wir uns möglichst gefühlsmäßig und geistig in Einklang mit ihm bringen können.

Denn auch die Natur dieser Welt in der Form, wie wir sie empfinden, stellt ein gewisses Gesetz dar. Und wenn wir kleine Kinder an das Leben heranführen, machen wir sie sehr langsam damit bekannt.

Während wir allmählich die Welt für sie öffnen, erschaffen wir Schutzmechanismen um sie herum. In der Natur existieren solche Mechanismen nicht, es gibt keine Einschränkungen – sie werden von uns erschaffen.

Genauso verhalten sich unsere spirituellen „Vater und Mutter“ (AwI) uns gegenüber, während sie uns mit der spirituellen Welt bekannt machen. Dort gibt es ebenfalls solche Hilfssysteme, die sie vor uns verbergen, sie enthüllen uns nach und nach, dass die gesamte Wirklichkeit ein einziges Gesetz ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ vom 15.10.2010

 

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Dein eigenes Haggada zu Pessach

Der Auszug aus dem Exil ist der Auszug aus unserem egoistischen Verlangen, eine Erhebung aus ihm mit dem Glauben über dem Verstand, aus „Lo Lischma“ (um seiner selbst Willen) zu „Lischma“ (um des Schöpfers willen), aus Liebe zu sich selbst zu der Liebe zum Nächsten.

Wodurch gehen wir bei der Vorbereitung zu diesem Auszug und während der Flucht aus dem eigenen „Verlangen zu genießen“ zum „Verlangen zu geben“? Es ist uns allen sehr wichtig das zu wissen, denn gerade jetzt kommen wir gerade zu diesem Zustand.
„Hier ist das magere Brot, das unserer Väter in dem Land von Ägypten aßen“ [Haggada zum Pessach].

Wenn wir uns in unserem Ego befinden – essen wir „mageres Brot des Armen“, weil wir Armen bezüglich des Spirituellen nur winziges Licht bekommen, einen minimalen Funken des Lebens („Kista de Chajuta“), sogenanntes „dünnes Leuchten“ („Ner Dakik„), das uns und die ganze Welt belebt.
Und das ist nicht das Brot, das Menschen in Ägypten aßen, in Ägypten isst man gut! Unser Ego gibt uns alles: bitte schön, genieße!

Aber sobald wir die spirituelle Welt erreichen wollen, noch vor dem Ausgang aus dem egoistischen „Ägypten“, beginnen wir das „magere Brot“ zu kosten, – denn wir verstehen nicht, wie wir das Geben erreichen und was so gut daran ist.

Ich spüre in dem Geben kein Geschmack; alles ist trocken und fade wie dieses einfaches Plätzchen, nur Mehl mit Wasser! Genau so sieht für mich die spirituelle Welt zu der ich gehe aus.

Und deswegen muss ich aus dem satten Ägypten fliehen – von allem Guten – von Töpfen voller Fleisch und Fisch, fettem und appetitlichem, um mich in der Wüste von dem mageren Brot zu ernähren?! Danach sehne ich mich?

Aber das war wirklich so. Und deshalb steht es geschrieben, dass das Gebot über das „ungesäuerte Brot“ (mageres Brot, Matzen) den Söhnen Israels gegeben wurde, noch bevor sie aus Ägypten ausgezogen sind, als Darstellung der Erlösung, die in Eile vollzogen werden muss.“

„In der Eile“ – weil sonst kann man aus dem Egoismus nicht heraustreten! Das Spirituelle scheint so unattraktiv, so abstoßend zu sein, dass der Ausgang zu ihm eilig, mit Hilfe von einer zwingenden äußeren Kraft, die mich aus dem Egoismus herauszieht geschehen muss, denn ich selbst bin nicht in der Lage davon wegzukommen, von dieser ach so schöner Welt, wie sie sich mir in meinem egoistischen Verlangen darstellt.

Und die spirituele Welt scheint meinem Ego als große Finsternis, es gibt nichts darin was für meinen Egoismus atraktiv wäre, ich will sie nicht sehen!

Deshalb kann die Flucht nur „in der Eile“ stattfinden – ich werde plötzlich daraus herausgestoßen. Und lasst uns hoffen dass es so auch mit uns geschieht!

Aus einem Unterricht über Artikel von Baal HaSulam „Dies ist für Jehuda“, 31.10.2010

Alle Erstgeborenen im Land Ägypten

Der Sohar, Abschnitt „Bo (Komm zum Pharao)“, Punkt 118: „Ein Erstgeborener ist Chochma, und „alle Erstgeborenen“ deuten darauf hin, dass selbst die höheren und niederen Stufen von ihrer Herrschaft abgetrennt wurden…“ Punkt 119: „Vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne sitzt… sogar bis hin zum Erstgeborenen der Dienerin….“

Ein Erstgeborener ist GaR, der Kopf des Parzuf, und dieser muss von Ägypten abgetrennt werden. Alles was in dem Verlangen, zu empfangen, als stabile Grundlage unseres Lebens wahrgenommen wurde, was angeblich egoistisch erreicht werden kann, wird nun zerstört: „Vom Erstgeborenen des Pharao bis hin zum Erstgeborenen der Dienerin und dem Erstgeborenen des Viehs“.

Wächst der Egoismus, kann das Licht ihn nicht füllen, woraus die Dunkelheit Ägyptens resultiert. Somit erscheint es uns, als würde die Höhere Lenkung die Haltung uns gegenüber verändern, doch in Wirklichkeit existiert das Licht in absoluter Ruhe, wohingegen das Verlangen nach Genuss in uns ständig zunimmt. Wenn wir es nicht rechtzeitig korrigieren, fühlen wir immer größere Dunkelheit und Leiden darin. Am Ende der Ägyptischen Gefangenschaft erweitert sich unser Verlangen sprunghaft und es enthüllt sich mit einer neuen Kraft auf der nächsten Stufe. Dies geschieht dann, wenn der Mensch die Dunkelheit Ägyptens spürt, die Zehn Plagen, welche der Egoismus sind, der sich in all seinen Zehn Sefirot enthüllt, das heißt, in einer vollständigen Darstellung des Verlangens der Dunkelheit und des Bösen. Das Verlangen wuchs an und wir haben sogar aufgehört, das kleine Licht in uns, welches wir zuvor erfahren haben, zu fühlen.

Das Abtrennen des vorherigen Lichtes im neuen, größeren Verlangen, Genuss zu empfangen, wird als Hinrichtung aller Erstgeborenen in der Dunkelheit der Nacht genannt, „Vom Erstgeborenen des Pharao, bis hin zum Erstgeborenen der Dienerin und dem Erstgeborenen des Viehs“. Dies bedeutet, dass das Licht nun enthüllt wurde und nicht länger verborgen ist.

Verständnis fängt an, wenn man die Welt durch die Augen eines anderen betrachtet


Eine Frage, die ich erhielt: Glauben Sie wirklich, dass es möglich ist, den Massen kabbalistische Information zu vermitteln? Es scheint, als ob sie dafür noch immer taub sind!

Meine Antwort: Von Kindheit an nimmt ein Mensch diese Welt durch Beispiele, Modelle und Bilder wahr. Ein Mensch denkt mit Hilfe von Bildern, die in seinem Gedächtnis gespeichert werden und er nimmt diese Welt durch sie wahr. Er berechnet und begreift alles, trifft Entscheidungen und führt Handlungen durch, was auf dem begrifflichen Erfassen der Bilder basiert.

Das System der Bilder, Vorstellungen und Konzepte, das wir von Kindheit an erhalten, formt unser inneres Weltbild und das Bild von uns selbst. Im Laufe unseres Lebens erwerben wir ständig neue Bilder und benutzen sie, um die vorherigen zu ersetzen. Auch ist es möglich, dass die neuen Bilder verschwinden und die alten wiederkehren. Die Bilder und Vorstellungen formen sich aufgrund des wiederkehrenden Erscheinens in unserem Umfeld – zum Beispiel durch wiederholtes Darstellen durch die Massenmedien.

Wenn ein Mensch etwas hört oder sieht, das seinem Aufbau von Bildern widerspricht, dann versteht er es nicht oder er lehnt die Botschaft als Ganzes ab. Daher müssen wir wissen, wie die Menschen ihre Vorstellungen begrifflich erfassen und diese Vorstellungen in direkter Weise ansprechen, anstatt zu versuchen, an die menschliche Logik und Vernunft zu appellieren, damit sie verstehen, wovon wir sprechen.

Je gebildeter ein Mensch ist, umso flexibler sind seine Ansichten und Konzepte. Wir müssen die Massen durch ihre zugrundeliegenden Konzepte (Werte in ihrem Leben) ansprechen: Mitgefühl, Zusammenarbeit, Wohlstand, Gesundheit, Arbeit, Sicherheit und die Zukunft ihrer Kinder.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wir empfinden alles durch denVergleich mit etwas anderem
Blog-post: Die Menschen müssen nicht das Wort „Kabbala“ hören, um die Botschaft der Kabbala zu hören

Ein Kuss ist mehr als nur ein Kuss


In den Nachrichten (übersetzt aus CNN Health): „Lippenbekenntnisse : Wissenschaftler studieren das Küssen“ – Jetzt untersuchen Wissenschaftler die biologischen Faktoren, die diesem allgegenwärtigen Ausdruck von Liebe zugrundeliegen. Die Wissenschaft des Küssens hat sogar einen Namen: Philematologie. Forschungen zu diesem Thema wurden auf dem jährlichen Treffen der American Association for the Advancement of Science in Chicago präsentiert. Die Forschungen, unter der Leitung von Wendy Hill, Professorin der Neurowissenschaft am Lafayette College, konzentrierten sich auf die Auswirkungen des Küssens auf das Hormon Oxytocin, das manchmal „Liebeshormon“ genannt wird. Das Hormon wird mit sozialen Bindungen und Cortisol, einer Maßeinheit für Stress, in Verbindung gebracht.

Mein Kommentar: Laut Kabbala gibt es drei Arten der Verbindung zwischen einer Seele und dem Schöpfer: Eine Umarmung (Sein linker Arm ist unter mir und Sein rechter Arm umfasst mich), einen Kuss (Geist) und eine Verschmelzung (auf allen Ebenen). Daher existiert die gleiche Interaktion zwischen Körpern unserer Welt. Das wird in Talmud Esser HaSfirot auf tausenden Seiten in wissenschaftlicher Darstellung der Ursachen und Wirkungen studiert. Das Buch ist erhältlich und offen für alle.

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Blog-post: Das Geheimnis der Liebe kann nicht mit chemischen Mitteln erschlossen werden
Blog-post: Warum erschuf der Schöpfer die Liebe zwischen Mann und Frau?
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Kinder, Seelen und der Punkt im Herzen


Vier Fragen, die ich über Kinder und Kabbala erhielt:

Frage: Meine Kinder sind sechs, fünf und vier Jahre alt und sie alle lieben kabbalistische Zeichnungen und grafische Darstellungen. Ich zeichne diese Grafiken für sie auf ein A4 Kopierpapier mit farbigen Markern und erkläre ihnen, was sie in einfachen Worten bedeuten, unterstützt durch das Material aus den Büchern Kabbalah Revealed und Kabbalah for Beginners. Vielleicht könnten wir ein farbenfrohes Kinderbuch gestalten mit grafischen Darstellungen und Zeichnungen, welche einfache Erklärungen beinhalten? Vielleicht können wir sogar ein buntes Buch gestalten, wo Kinder verschiedene Buntstifte benutzen müssen, um das Kli, das Licht, den Schirm usw. einzuzeichnen oder auszumalen?

Antwort: Ich begrüße diese Ideen sehr und kann diese Bücher kaum erwarten!

Frage: Haben alle Kinder von Bnei Baruch einen Punkt im Herzen?

Meine Antwort: Nein, nicht alle von ihnen.

Frage: Sollten Sie dann die Weisheit der Kabbala studieren?

Meine Antwort: Ja, denn es wird ihnen helfen, den langen Weg des Leidens zu vermeiden.

Frage: Werden alle meine Probleme und Missverständnisse, welche ich mit meinen Kindern habe, durch die Tatsache verursacht, dass ich nur die entgegengesetzte Seite ihrer Seelen sehen kann? Ich meine damit, dass ihre Seelen durch mich „hindurchgewandert“ sind und ich nun ihr AHP, aber nicht ihr GE sehe?

Meine Antwort: Sie sind mit Ihren Kindern nur auf einer tierischen Stufe verbunden, aber nicht auf einer spirituellen Stufe.

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Blog-Post: Internationaler Unterricht für Kinder vom 6. Juli
Blog-Post: Internationaler Unterricht für Kinder vom 13. Juli
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