Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Von der Schlange Weisheit lernen

Der Sohar: Kapitel „Ve’Eleh Toldot Itzhak (Dies sind die Generationen von Isaak)„, Punkt 30: Jakob wusste, dass Esau an der Schlange der Neigung hängen würde. Aus diesem Grund folgte er ihm in allen seinen Handlungen, wie eine andere Schlange der Neigung, ihm entgegen gesetzt, klug und in geschickter Weise.

Genau dieses Verlangen Genuss zu empfangen ist es, das uns lehrt, klug zu sein. Es lehrt uns, wie wir mit dem gleichen Verlangen arbeiten und es belügen sollen. Denn das Verlangen zu geben hat schließlich keine Weisheit oder einen Verstand. Es hat kein Licht von Chochma (das Licht der Weisheit). Es ist für das Verlangen um Genuss zu empfangen gedacht. Deshalb ist die Schlange besonders klug. Wir müssen für die rechte Linie von ihr Weisheit lernen. Das wird „Hilfe gegen sie“ genannt, denn die Schlange selbst, lehrt uns die rechte Linie und wie wir mit ihr arbeiten müssen. Sie lehrt uns, sie zu töten, nur die Medizin von ihrem Gift zu entnehmen und mit dieser Medizin für das Verlangen für die Absicht zu geben zu arbeiten.

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Die Dunkelheit ist die Rückseite des Lichtes

Der Sohar, Abschnitt Bo, Punkt 63: Es ist ein großer und friedvoller Fluss. Und da sich sein Bina, Tiferet und Malchut während des kleinen Zustandes (Katnut) zu Keter und Chochma der kleinen Flüsse absenkten, während der große Zustand (Gadlut) kommt und der friedliche Fluss abermals sein Bina, Tiferet und Malchut zu sich erhebt, steigen Keter und Chochma der kleinen Flüsse mit ihnen auf und empfangen GAR von ihm.

Es ist ein großer, friedlicher Fluss, welcher mit all den kleinen Flüssen durch ihr Galgalta we Ejnaim verbunden ist. Dieser große Fluss löscht sein ACHaP (darum wird er als friedlich bezeichnet) in der Absicht, den Kleineren die Möglichkeit zu geben, sich mit ihm zu verbinden. Es wartet auf sie, damit sie sich mit ihm verbinden, und sobald sie es tun, beginnt er, sie zusammen mit sich zu erheben. Auf diese Weise steigen sie von ihrer Stufe zur nächsten empor. Auf dieser höheren Stufe gibt es einen anderen „friedvollen Fluss“, und wieder verbinden sie sich mit diesem und der Aufstieg geht weiter. Auf diese Weise funktioniert der „spirituelle Aufzug“ nach Oben.

Alles was sich uns als Dunkelheit darstellt, ist in Wahrheit Licht in einem verhüllten Zustand. Es gibt keine Dunkelheit. Der einzige Grund, warum wir Dunkelheit sehen, ist, weil wir uns egoistisch zum Licht verhalten. Dies ist der Grund, warum das Licht sich vor uns versteckt und von der Rückseite auf uns scheint. Daher bedeutet das hebräische Wort Or „Licht“, und das gleiche Wort in aramäischer Sprache, Orta, bedeutet „Nacht“. Diese beiden Sprachen sind gegensätzlich zueinander wie zwei Seiten einer Münze.

Tatsache ist, dass keine Dunkelheit existiert. Sie existiert nur in Bezug auf unser unkorrigiertes Verlangen, aber diese Dunkelheit wird verschwinden, wenn unsere Verlangen korrigiert sind. Wenn wir daher einen Mangel an Inspiration oder uns schlecht gelaunt fühlen, bedeutet dies, dass uns damit die Möglichkeit gegeben ist, einen größeren Grad der Verbindung mit dem Höheren zu erwecken. Diese Verbindung kann gerade durch diese Dunkelheit erreicht werden, die wir derzeitig spüren.

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Die Weisheit, die ein Mensch braucht

Der Sohar: Die Weisheit, die ein Mensch (ausnahmslos jeder Mensch) braucht, ist das Wissen und die Erkenntnis der Geheimnisse des Schöpfers, zu erlangen, wer er ist, wie er geboren wurde, woher er kommt, wohin er geht, wie er sich selbst korrigieren kann und was ihn erwartet, wenn er am Hof des Herrschers der Welt ankommt.

Wir müssen Erkenntnis erlangen, wie geschrieben steht „und Adam erkannte Eva“. Erkenntnis wird erlangt, wenn man sich mit dem Schöpfer vereint, durch die Vereinigung der zwei einzigen Dinge, die existieren. Daher wird Erlangung oder Erkenntnis erlangt, wenn sich das Licht von Chochma in das Licht von Chassadim einkleidet – in unsere korrigierten Verlangen (Kelim). Das ist die wahre Vereinigung.

Wenn ein spiritueller Parzuf Licht in seinem Innern empfängt, wird dieses Licht das Licht der Erkenntnis genannt. Das ist sowohl Weisheit, als auch Barmherzigkeit, das Licht von Chochma und das Licht von Bina, das Licht des Empfangens und das Licht des Gebens vereinigt.

Wenn ich meine Seele in Malchut einschließen möchte – die Summe aller Seelen – das einzige erschaffene Geschöpf, als die Seele von Adam bekannt, dann macht mich mein Verlangen, mit allen zusammen sein zu wollen, zu einem Teil von Malchut. Malchut wiederum erhebt dieses Verlangen zur Stufe von Daat (Erkenntnis) und dann geben mir Aba ve Ima (Vater und Mutter, Chochma und Bina) diese Erkenntnis. Auf diese Weise funktioniert der Höhere Mechanismus.

(Aus einem Unterricht über das Buch Sohar, Kapitel „Die Weisheit, die ein Mensch braucht“)

Einen inneren Code durch das Buch Sohar enthüllen

Das Buch Sohar, Abschnitt „Shmini“ Punkt 98:
„Und der Herr (die wichtigste Eigenschaft des Gebens in uns) sprach zu Moses (einer anderen Eigenschaft des Gebens) und zu Aaron (noch einer anderen Eigenschaf; in anderen Worten, dies ist ein Teil zwischen anderen Teilen in uns, welche verbunden sind) und sagte ihnen: „…dies ist das Tier, welches ihr essen dürft.“

Es wird hier von Aaron geschrieben, da er immer das Unreine vom Reinen trennt (eine Eigenschaft in uns, welche reine von unreinen Verlangen trennt, wird „Aaron“ genannt), denn Aaron ist Chessed und Erleuchtung von Chochma, Chaja. Der Unterschied zwischen einem unreinen und reinen Chaja (Tier) (in uns) liegt ausschließlich in Chessed (die Eigenschaft von Chessed ist Barmherzigkeit, reines Geben).

Die Unreinen klammern sich an die linke Linie, welche von der rechten, Chochma ohne Chassadim, getrennt ist, von welcher all die Dunkelheit und Urteile ausgehen. Die rechte Linie steht für das Geben und die linke Linie steht für das Empfangen.

In anderen Worten, wenn wir das Licht von Chochma ohne das Licht Chassadim haben, sind wir in Dunkelheit. Aber warum ist es dunkel, wenn das Licht von Chochma anwesend ist; schließlich ist das Licht von Chochma das Gegenteil von Dunkelheit?

Wenn es in der Absicht für sich selbst und unseren Egoismus empfangen wird, empfinden wir Dunkelheit, was bedeutet, dass wir die Spiritualität nicht wahrnehmen.

Wir sind alle zurzeit in absolute Dunkelheit getaucht und sehen die spirituelle Welt nicht, aus Mangel an Licht von Chassadim, dem Licht der Liebe und des Gebens. Deshalb gehen wir in einem Ozean von Licht von Chochma in der Welt der Unendlichkeit unter, fühlen aber nicht einen Tropfen dieses Unendlichen Lichtes.

Warum fühlen wir es nicht? Weil wir kein Licht von Chassadim besitzen. Sobald wir jedoch das Licht von Chassadim erhalten, das Verlangen zu Geben, welches durch die Schöpfung (uns) eingeleitet werden muss, wird im gleichen Moment das Licht von Chochma mit dem Licht von Chassadim eingekleidet.

Alles, was wir brauchen, ist das Licht des Gebens (Chassadim). Es gibt eine Fülle von Licht von Chochma um uns herum, doch ohne das Licht von Chassadim nehmen wir es nur als Dunkelheit wahr, oder in unserem Fall, als unbewussten Zustand.

Und die Reinen klammern sich an die linke Linie, die in der rechten eingeschlossen ist, wenn sich Chochma in Chessed kleidet, von welcher aller Segen und alle Heiligkeit ausströmt.

Der Unterschied zwischen einem reinen und unreinen Chaja liegt nur in Chessed, der Unterscheidung Aarons.

 

Individuelle Arbeit mit dem Buch Sohar

In meinem Inneren wünsche ich mir, den Schöpfer und alle Teile meiner Seele zu sehen: Keter, Chochma, Bina, Daat, Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Yesod, Malchut und deren Verbindungen untereinander.

Diese Eigenschaften können auch Abraham, Isaak, Esau, Ismael, Jakob und die 12 Brüder (Söhne Jakobs), Josef, David und Salomon genannt werden. Und von allen Seiten kleiden sich darin gute und böse Kräfte wie Hiob, Pharao usw.

Wir müssen uns den spirituellen Körper nicht nur als drei Linien vorstellen, sondern multidimensional. Genauso wie der menschliche Körper aus einer Vielzahl von verschiedenen Systemen besteht: das Lymphsystem, das Nervensystem, der Blutkreislauf und viele andere, über welche wir noch nichts wissen. Und zusätzlich gibt es dort Energien, Flüssigkeiten und chemische Substanzen, die hindurch fließen. Der spirituelle Körper enthält noch mehr Bestandteile und Verbindungen, weil jeder Abschnitt aus verschiedenen Eigenschaften, verschiedenen Arten von Verbindungen und verschiedenen Formen auf den unterschiedlichen Stufen besteht.

Wir sind unfähig dies zu lernen, bevor wir es tatsächlich fühlen können. Jeder der denkt, dies lernen zu können, ist ein Narr. Was wir brauchen, ist nur das Verlangen danach, in diesem integralen System zu existieren, in dem alles in der Absicht zu geben handelt. In diesem System werden wir den Schöpfer und die Schöpfung finden. Kurz gesagt, befindet sich alles darin. Wir müssen alles gemäß dem Prinzip „Ein Mensch ist eine kleine Welt“ betrachten.

Allerdings sprechen wir nicht über unsere Welt und unsere physischen Körper. Ein „menschliches Wesen“ bin ich, und eine „kleine Welt“ ist das Buch Sohar und seine Geschichten.