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Freie Länder werden es leichter haben während der Krise


News Report (aus der „Times“): „Eine Flutwelle von Unzufriedenheit bedroht China“. Die chinesische Regierung verkündete gestern, dass die Exporte am schnellsten innerhalb einer Dekade eingebrochen sind. Chinas Exporteure gehen zugrunde, und reißen dabei andere Unternehmen mit sich. Gemäß einiger ernsthafter Statistiker dürfte die Arbeitslosigkeit bereits 20 Prozent überschritten haben. Das macht den Ernst der Wirtschaftskrise in China viel schärfer als in den USA und Europa.

Den Fußstapfen der US-Regierung folgend, kündigte die chinesische Regierung im November ein vier Trillionen Yuan (600 Milliarden Dollar) schweres staatliches Ausgabenpaket an, um das Land aus der Krise zu bekommen. Aber das wird in China nicht wirken. Wenn die chinesische Regierung nicht einen New Deal-Ansatz (Bündel von Wirtschafts- und Sozialreformen) verfolgt, riskiert sie, dass das chinesische Volk revoltiert und jene an der Macht stürzt. Quer durch das Land gibt es sich häufende Hinweise von weit verbreiteter Unzufriedenheit, die in Gewalt umschlägt.

Mein Kommentar: Die Krise entwickelt sich völlig unterschiedlich in freien Ländern und in totalitären Ländern. Je näher die Struktur eines Landes zur freien Entwicklung ist, desto ruhiger wird sich die Krise entwickeln, und desto schneller werden seine Menschen die Ursache der Krise und wie man aus ihr herauskommt realisieren: durch freie Korrektur eines jeden Menschen und von uns allen zusammen.

In freien Ländern ist ein Mensch gewohnt, für sich selbst zu sorgen, und deshalb erkennt er die Notwendigkeit, sich zu verändern, anders. Er begreift es mehr als seine persönliche Angelegenheit, als die Verantwortung für die geforderten Veränderungen an die Regierung zu übertragen. Weil die Menschen in der freien Welt diese psychologische Vorbereitung haben, haben sie einen Vorteil gegenüber den Menschen, die in Ländern mit eingeschränkter Freiheit (Verantwortung) aufwachsen.

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Wird China die Supermacht des 21.Jahrhunderts sein?


Eine Frage, die ich erhielt: Wie sehen Sie die Zukunft Chinas im Lichte der gegenwärtigen globalen Krise?

Meine Antwort: China ist heute der sich am dynamischsten entwickelnde Teil der globalen Wirtschaft. Obwohl China kein Kapital verliert, ist ein Rückgang in seiner Entwicklung dennoch unvermeidbar.

Es scheint, als würde die chinesische Wirtschaft weniger leiden als andere. Immerhin wird China durch ein mächtiges politisches Regime, einen geschlossenen inneren Markt, seine eigene starke Währung, billige Arbeitskräfte und eine schwache Anbindung an das internationale Kapitalsystem geschützt. Verglichen mit der internationalen Rezession, offenbart sich für China eine Chance für das Wachstum der betrieblichen Grundstückserschließung und des Konsums.

Der Premierminister der Volksrepublik China, Wen Jiabao, hielt eine Ansprache am Schluss des Asien-Europa Gipfels, der am 26. Oktober stattfand, in der er erklärte: „Wir benötigen Reformen, die das Entstehen einer fairen und effektiven globalen Finanzordnung fördern.“ Anders als alle anderen Länder, mit Ausnahme der USA, sorgt sich China um die Ausbildung im Wissenschaftsbereich. Es gibt 500.000 Chinesen, die außerhalb Chinas studieren, davon 200.000 in den USA. Es stellt sich heraus, dass im 21. Jahrhundert die einzigen Länder, die fähig sein werden erfolgreich eine technisch-wissenschaftliche Grundlage zu entwickeln, die USA und China sein werden.

Aber um eine Supermacht des 21. Jahrhunderts im multipolaren System der Weltordnung zu werden, und um für die chinesischen Waren einen Markt zu finden, unter Berücksichtigung dass die Wirtschaft auf direkte internationale Investitionen aufbaut, muss China die Notwendigkeit in Betracht ziehen, sich in die einheitliche globale Zivilisation zu integrieren. In der Zukunft wird das System der Zusammenarbeit keine andere Wahl haben, als sich unter dem Einfluss der Natur zu ändern, und wie ein einziger Organismus harmonisch, miteinander verbunden, ganzheitlich und global zu werden. Im Übrigen sieht die alte chinesische Philosophie die Welt auf die exakt selbe Weise.

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Wer wird von der Wirtschaftskrise am meisten betroffen sein?


Fragen, die ich über die Finanzkrise erhielt:

Frage: Viele Ihrer Studenten leben in Russland. Was denken Sie, wie sich dort die Finanzkrise entwickeln wird?

Meine Antwort: Russland wird die Wirtschaftskrise härter wahrnehmen als Europa, Amerika oder China. Russland wird auch seine eigene Krise aufgrund von Selbstliebe, Gier, Separatismus und Macht erfahren. Es wird erkennen, dass es ein Teil vom Rest der Welt ist und dass es aufhören muss, feindlich und aggressiv zu sein. Es wird erkennen, dass es auf keine andere Weise überleben wird. Amerika die Schuld für die Krise zu geben, wird nicht das Problem lösen.

Dennoch kann Russland wahrhaftig seinen eigenen „speziellen Weg“ gehen, wenn das russische Volk, mit seiner innewohnenden Sensibilität und Bereitschaft, materielle Dinge für die Spiritualität zu opfern, den Grund des Leidens und die Gelegenheit, sich darüber zu erheben, erkennen wird. Dann wird die Russische Nation wirklich zu etwas Besonderem in der Welt werden.

Indem es der gesamten Welt neue soziale Beziehungen vorlebt – die Zukunft der Welt, nicht durch Befehl von „oben“ (von den Autoritäten), sondern wirklich durch Anordnung von Oben (vom Schöpfer oder der Natur), d.h. durch Befolgung des Gesetzes der Liebe und des Schenkens, wird Russland rasch in jeder Beziehung eine Führungsrolle übernehmen. Die Wahl liegt in seiner Hand.

Frage: Wer wird durch die Krise am meisten leiden?

Meine Antwort: Amerika wird am wenigsten leiden – nicht hinsichtlich der Anzahl, sondern prozentuell. Dann folgt Europa, und – Russland und China werden letztlich am meisten leiden. Es gibt nicht viele Abnehmer für chinesische Waren und russisches Öl und Gas.

Frage: Was wird geschehen, wenn Russland sich vor dem Rest der Welt verschließt? Immerhin hat es alles, um unabhängig zu sein.

Meine Antwort: Tatsache ist, dass die gegenwärtige Krise global ist und sich niemand davor verstecken kann, denn alle sind vollständig in der internationalen Wirtschaft integriert. Deshalb können sich politische Entscheidungen nicht gegen wirtschaftliche Entscheidungen richten, und seit es nur eine Wirtschaft gibt, steht auch die Politik unter Zwang, eine Einheit zu werden! Das ist zuvor auf dieser Welt noch nie geschehen. Es gab Krisen rein wirtschaftlicher Art oder rein politische oder soziale Krisen, aber die gegenwärtige Krise ist universell! Das bedeutet, dass niemand sich vom Rest der Welt absondern kann.

Frage: Beeinflusst die Krise in gewisser Hinsicht nur die Finanzen?

Meine Antwort: Nein, sie beeinflusst auch direkt die Politik. Ich denke, dass Amerika die Position eines „Polizisten“ in dieser Welt aufgibt. Alle werden sich nun damit beschäftigen müssen: Iran und Pakistan werden ans Kaspische Meer vorrücken und China gegen Sibirien. Der Islam wird sich in Russland einfach ausbreiten – das leicht christlich und halb islamisch ist. Um dies auszugleichen, könnte sich mit der Welle des Patriotismus der Faschismus erheben.

Frage: Was tut Ihre Organisation während der Zeit der Krise?

Meine Antwort: Wir wollen unsere Botschaft hinaus in die Welt senden – die Methode zur Korrektur der Krise. Daher müssen wir uns mit dem Leiden der Welt verbinden und es teilen. Nur dann werden wir fähig sein, auf die richtige Weise zur Welt zu sprechen, damit sie uns hört.

Was bedeutet es, das Leiden der anderen zu erleiden? Auch wenn man es persönlich nicht wahrnimmt, ist man mit den anderen verbunden und teilt vollständig ihr Unglück und hilft ihnen. Das muss gemäß dem Gesetz geschehen: „Er, der mit den Leiden der Massen mitfühlt, verdient Barmherzigkeit mit ihnen.“

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