Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Nach spirituellen Empfindungen suchen

Manchmal erzählt der Sohar von Dingen, die ich schon vom Studium über die Struktur meiner Seele kenne, wie die rechte und linke Seite, Chassadim, Chochma, Cohen, Levi, die drei Linien, Bina, Seir Anpin, Malchut.

Dieses System ist mir klar und ich visualisiere es als ein Bild, ein Diagramm oder als eine Zeichnung; und ich versuche es von innen zu erkennen.

Wenn ich es mache, muss ich eine emotionale Rückmeldung in mir finden. Jedes Wort und jede Definition, wie „rechts“, „links“, „Cohen“, „Levi“ und „David“, müssen mit einer bestimmten Empfindung verbunden sein. Wenn wir keine Empfindungen erfahren, sollten wir sie uns als ein bestimmtes Schema vorstellen. Wenn ich über Chesed, Gewura, Tiferet, Cohen, Levi, Israel, Abraham, Isaak, Jakob, Netzach, Hod, Yesod, Malchut, den Aufbau der Seelen von Israel und so weiter lese, muss ich mir vorstellen, wie diese Bestandteile sich zueinander in meinem inneren Raum beziehen.

Zuerst visualisiere ich sie in der Form eines Schemas, das zeigt, wie diese Verlangen und Eigenschaften in mir existieren. Wenn ich mir dieses System in dieser Form vorstelle, muss ich eine entsprechende Empfindung zu jedem Wort finden und beobachten, wie mein Körper, meine Gefühle und mein allgemeines Verlangen auf jedes Wort im Buch Sohar reagieren.

Dasselbe wird in unserer Welt angewendet: Wenn wir ein vertrautes Wort hören, reagieren wir sofort darauf. Schließlich sind wir ein Verlangen; wir werden gelenkt durch unsere Empfindungen, nicht durch unseren Intellekt. Deshalb muss ich hinter dem Bild, das mir in verschiedenen Graden immer klarer wird, eine innere emotionale Reaktion zu jedem Wort finden.

Alles, was im Buch Sohar beschrieben ist, ist verborgen vor mir und total geschmacklos, aber beim Versuch, Empfindungen hinter diesen Worten zu finden, bekomme ich ein Verlangen nach deren Enthüllung.

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Warum wollen wir Eltern sein?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum möchte der Höhere dem Niedrigeren geben, wenn er sich im Zustand von Chafez Chessed befindet, also nichts für sich selbst möchte?

Meine Antwort: Es ist nicht so, dass der Höhere dem Niedrigeren geben möchte, sondern die Reshimot (Informations-Gene) des Niedrigeren erwecken den Höheren. Auch in unserer Welt zeugen wir keine Kinder, weil wir aus eigenem Antrieb Eltern werden wollen. Vielmehr erwecken die Reshimot jener, die geboren werden müssen, unser Verlangen Eltern zu werden. Mithilfe eines Reshimo erweckt eine zukünftige Person, die von dir geboren werden soll, in dir den Gedanken, sie auf die Welt bringen zu wollen.

Einen inneren Code durch das Buch Sohar enthüllen

Das Buch Sohar, Abschnitt „Shmini“ Punkt 98:
„Und der Herr (die wichtigste Eigenschaft des Gebens in uns) sprach zu Moses (einer anderen Eigenschaft des Gebens) und zu Aaron (noch einer anderen Eigenschaf; in anderen Worten, dies ist ein Teil zwischen anderen Teilen in uns, welche verbunden sind) und sagte ihnen: „…dies ist das Tier, welches ihr essen dürft.“

Es wird hier von Aaron geschrieben, da er immer das Unreine vom Reinen trennt (eine Eigenschaft in uns, welche reine von unreinen Verlangen trennt, wird „Aaron“ genannt), denn Aaron ist Chessed und Erleuchtung von Chochma, Chaja. Der Unterschied zwischen einem unreinen und reinen Chaja (Tier) (in uns) liegt ausschließlich in Chessed (die Eigenschaft von Chessed ist Barmherzigkeit, reines Geben).

Die Unreinen klammern sich an die linke Linie, welche von der rechten, Chochma ohne Chassadim, getrennt ist, von welcher all die Dunkelheit und Urteile ausgehen. Die rechte Linie steht für das Geben und die linke Linie steht für das Empfangen.

In anderen Worten, wenn wir das Licht von Chochma ohne das Licht Chassadim haben, sind wir in Dunkelheit. Aber warum ist es dunkel, wenn das Licht von Chochma anwesend ist; schließlich ist das Licht von Chochma das Gegenteil von Dunkelheit?

Wenn es in der Absicht für sich selbst und unseren Egoismus empfangen wird, empfinden wir Dunkelheit, was bedeutet, dass wir die Spiritualität nicht wahrnehmen.

Wir sind alle zurzeit in absolute Dunkelheit getaucht und sehen die spirituelle Welt nicht, aus Mangel an Licht von Chassadim, dem Licht der Liebe und des Gebens. Deshalb gehen wir in einem Ozean von Licht von Chochma in der Welt der Unendlichkeit unter, fühlen aber nicht einen Tropfen dieses Unendlichen Lichtes.

Warum fühlen wir es nicht? Weil wir kein Licht von Chassadim besitzen. Sobald wir jedoch das Licht von Chassadim erhalten, das Verlangen zu Geben, welches durch die Schöpfung (uns) eingeleitet werden muss, wird im gleichen Moment das Licht von Chochma mit dem Licht von Chassadim eingekleidet.

Alles, was wir brauchen, ist das Licht des Gebens (Chassadim). Es gibt eine Fülle von Licht von Chochma um uns herum, doch ohne das Licht von Chassadim nehmen wir es nur als Dunkelheit wahr, oder in unserem Fall, als unbewussten Zustand.

Und die Reinen klammern sich an die linke Linie, die in der rechten eingeschlossen ist, wenn sich Chochma in Chessed kleidet, von welcher aller Segen und alle Heiligkeit ausströmt.

Der Unterschied zwischen einem reinen und unreinen Chaja liegt nur in Chessed, der Unterscheidung Aarons.