Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Chafez Chessed'

MAN, das alles enthält

Frage: Wir müssen MAN (Gebet) erheben. Ist das eine Handlung im Verlangen?

Antwort: MAN bedeutet, dass ich um die Kraft des Gebens bitte. Ich wende mich an die Bina aus der Malchut heraus und bitte die Bina um die Fähigkeit zu geben.

Ich muss aber einen Zustand erreichen, in dem ich von diesem Gebet (MAN) erfüllt bin, und das genügt mir; ich erfahre die Freude, MAN erheben zu können.

Wie wird dieser Zustand in der Tora beschrieben? Du trittst ins Tageslicht. Tag ist für dich, wenn du nichts hast, wenn du durch die Wüste wanderst und MAN suchst – den Wunsch zu geben – und wenn du ihn findest, belebt er dich und erfüllt all deine Geschmäcker. Alles, was du dir wünschst, ist in ihm enthalten.

Was ist aber dieser Geschmack? Woher kommt er? Was ist dieses MAN? Es kommt von Bina zu dir, und dann genügt dir alleine die Möglichkeit, den Schöpfer zu fragen: „Ich habe eine Verbindung zu Ihm. Ich kann Ihn fragen. Und ich brauche nichts weiter.“

Möchte ich aber nicht ein Verlangen haben, in dem ich den Schöpfer offenbare? Nein. Ich bin schon mit dem bloßen Streben nach Ihm zufrieden. Das ist jetzt meine Erfüllung. Die Verbindung mit dem Schöpfer durch die Gruppe erfüllt mich.

Aber was für eine Verbindung? Woher bekommst du etwas? Du hast nichts. Kann ich mich auf diese Weise an Ihn wenden? – Das ist ausreichend. Das nennt man „Wandern durch die Wüste“, das Erlangen der Eigenschaft von „Chafez Chessed“ (wunschloses Glücklichsein).

Schließlich hast du in der Wüste nichts; du begehrst wahrhaftig nichts für dich selbst. Doch dieses Erlangen der Korrektur durch die Eigenschaft des Gebens ist Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, und darin liegt deine Erfüllung.

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Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

Zwei Stufen der Bürgschaft

Derjenige, dessen Verlangen direkt zum Schöpfer gerichtet ist, erkennt, dass der Schöpfer sich in einer richtigen wechselseitigen Beziehung zwischen den Seelen enthüllen lässt. Diese Beziehung entwickelt sich in der Gruppe in zwei Schritten:

1. Der Aufstieg zur Stufe von Bina, Chafez Chessed, wo der Mensch sich als einen Abgesandten, der über dem Wissen handelt, wahrnimmt.

Zuerst erkennt er, dass er sich in der Gewalt des Egoismus befindet. Wie kommt man denn aus dieser Falle heraus? – Mit Hilfe eines Beispiels, das der Mensch nur von der Umgebung bekommen kann.

Wenn der Mensch dieses Beispiel über dem Verstand und dem Gefühl, sprich „über dem Wissen“ annimmt, wenn er a) in Übereinstimmung mit der Gruppe und b) entgegen sich selbst handelt, dann ist genau das auch die richtige Handlung, die darauf gerichtet ist, das Zerbrechen zu erkennen und zu korrigieren und dadurch spirituell aufzusteigen.

Indem ich an den Werten der Umgebung und nicht an meinen eigenen Werten, Gedanken und Berechnungen festhalte, rufe ich die Einwirkung des Lichts auf mich hervor.

Denn in einem solchen Fall entsprechen meine Handlungen der Eigenschaft des Lichts, und aus diesem Grund rufe ich das Licht über die Umgebung – über das System, in dem ich die Einheit wiederherstelle – hervor.

Auf diese Weise entsteht in mir allmählich ein Gefäß, das „Chafez Chessed“ oder „über dem Wissen“ heißt. Letztendlich verwende ich nur die Eigenschaft des Gebens, die Kraft des Gebens, das Gefäß des Gebens.

Was bedeutet das? Der Verstand und das Gefühl sind nicht von mir, ich habe sie gegen jene von der Gruppe eingetauscht, ich bin ein Abgesandter der Freunde an den Schöpfer. Das, was sie schätzen, nehme ich an und führe es aus.

Mir ist vollkommen unwichtig, was in dem Päckchen drin ist, wofür es abgeschickt wurde. Es gibt nur eine Berechnung – mich von mir selbst loszusagen und ihren Wunsch zu erfüllen. Auf diese Weise steige ich zur ersten Stufe der Bürgschaft auf.

2. Und dann will ich eine aktivere Rolle spielen, ohne mich nur mit den Funktionen eines Abgesandten zufrieden zu geben. Ich stelle fest, dass ich zu einem Übergangsglied werden kann: ich kann nicht nur das, was mir gegeben wird, weiterleiten, sondern auch selbständig das Licht anziehen und weitergeben.

So sieht der zweite Schritt aus – die Rückkehr aus Liebe, über Bina. Hier enthülle ich das Leuchten von Chochma und gebe es an die anderen im gleichen Netz, das ich auf der Stufe von Bina aufgebaut habe, weiter. Ich erfülle die anderen mit all dem, was ich für sie nur empfangen kann – und dann beginne ich, das Schöpfungsziel wahrzunehmen.

Gerade durch diese Arbeit werde ich den Schöpfer erkennen, ich werde erkennen, dass es niemanden außer Ihm gibt. Im Endeffekt erlange ich das Streben „direkt zum Schöpfer“ und werde zum Bürgen für die anderen.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen

Rav erklärt

Die Tora, „Leviticus“,  19:18: Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen, gegen deine Leute; du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Ich bin der Herr. Die Gebote, die uns anweisen, was zu tun ist, sollen vom Ende gelesen werden und nicht vom Beginn: „Ich bin der Herr und ich erscheine dir, um dir Schwierigkeiten im Leben zu bereiten, damit du lernst, dich darüber zu erheben und dadurch einen Zustand der vollständigen Liebe und des Gebens zu erlangen. Akzeptiere nichts, als ob es das Resultat von etwas wäre.

Du musst verstehen, dass jeglicher Zustand, den du durchläufst, egal wie schrecklich er zu sein scheint, dennoch von mir kommt und du sollst dich darin zu mir emporheben. Deshalb kann es hier keine Rache geben, geschweige denn Vergeltung, im Bezug zu den Botschaftern und Mittlern, durch die ich auf dich wirke. Du sollst all das auf mich beziehen.

Lass uns beobachten, wie du alle Schwierigkeiten, die ich dir Zeit deines Lebens auferlege, als Hilfe nutzen kannst, um meine Handlungen zu enthüllen, um stärker zu werden und dich selbst zu verändern. Lass uns sehen, wie du dich ständig auf mich ausrichtest, während du verschiedene Zustände des Grolls durchlebst, um dich permanent selbst zu korrigieren. Dann wirst du wachsen. Dies ist das gesamte Studium.“

Frage: Es wird gesagt: „Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen, gegen deine Leute“. Wie kann ich dies ständig in Gedanken halten? Woher kommt es?

Antwort: Es ist die erste Phase, die „Chafetz Chessed“ genannt wird, in welcher ich nichts für mich selbst empfangen will und in welcher ich neutral existiere oder überhaupt nicht zu existieren scheine.

„Du sollst nicht Rache üben, noch Groll hegen“ ist ein Zustand, in dem der Mensch innerlich nichts wahrnimmt oder aufnimmt. Es ist eine große Korrektur, da die Innerlichkeit die eines großen Egoisten ist, der ein klares und präzises Gefühl von allem in sich trägt, das gegen ihn wirkt.

Er fühlt, wie er angestossen, geschubst und von allen Seiten verletzt wird. Wenn er sich allerdings über sein Ego erhebt, erwirkt er so bedeutende Korrekturen, dass er höchste Freude und Genuss empfängt.

Deshalb sagt er am Schluss: „Ich bin der Herr“, was die Eigenschaft unendlichen Genusses bedeutet.

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Aus KabTV´s „ Geheimnisse des Ewigen Buches“ 9/4/14

Verrate nicht die Geheimnisse deines Herzens

In der Kabbala ist es nicht üblich, über persönliche Empfindungen zu sprechen. Man spricht über die Liebe zu Freunden, jedoch nur allgemein, ohne über sich selbst zu sprechen oder konkrete Namen zu nennen.

Man sollte über die Größe des Lehrers, des Schöpfers, der Gruppe, der Freunde, die Wichtigkeit des Ziels sprechen, weil man ohne einander zu begeistern nicht vorankommen kann. Das spendet uns Kraft zum Arbeiten, und genau darin besteht der ganze Sinn der Gruppe. Das alles wird aber nicht in der Ich-Form erzählt, sondern ohne eigene Gefühle und Verlangen (Kelim) preiszugeben.

Denn die anderen sind noch nicht bis zur Stufe von Bina (Chafez Chessed) korrigiert, um „dem Nächsten nicht das zuzufügen, was einem selbst verhasst ist“, und könnten dir durch ihre Gedanken schaden. Deshalb besteht ein solches Verbot.

Du erzählst davon, wie groß das spirituelle Ziel ist, jedoch nicht davon, wie du oder jemand anderer von der Spiritualität begeistert ist. Man sollte vom Gesetz, welches im Universum herrscht, von der Formel, die im Kräftesystem existiert, erzählen und nicht auf jemanden persönlich verweisen.

Unsere gesamte Arbeit verläuft im Inneren und in Bescheidenheit. Ich muss die Gruppe nicht als konkrete Menschen und Gesichter wahrnehmen, sondern als Kräfte, die zum Schöpfer, zum Geben streben und sich verbinden, um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen. Genau diese Verbindung zwischen unseren Verlangen, dieses uns verbindende Netz nennt sich auch Gruppe.

Deshalb, wenn ich von der Gruppe rede, erwähne ich keine Namen. Es gibt in ihr quasi keine Menschen – es gibt nur Verlangen, die durch die gegenseitige Bürgschaft verbunden sind! Wenn diese Verlangen eine solche Verbindung erreichen, die wirklich zu einer gebenden Verbindung entsprechend der ersten spirituellen Stufe wird, wird sie und das sie erfüllende Licht Chassadim, das gegenseitige Geben, von ihnen enthüllt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 26.05.2011

Zur Einheit durch die Wüste

Frage: Wie kann der Mensch erkennen, dass er begonnen hat, an der Vereinigung mit den Freunden zu arbeiten? Woran kann das gemessen werden?

Meine Antwort: Die Arbeit an der Vereinigung kann an der Enttäuschung gemessen werden, wenn der Mensch spürt, dass er jedes Mal scheinbar im Kreis läuft oder sogar noch tiefer sinkt.

Ich habe meine Abstoßung den anderen gegenüber überwunden, habe mir gewünscht, mich mit ihnen zu verbinden, habe begonnen zu planen, wie ich das umsetzen kann, wie ich mich ihnen nähern kann, wie ich mich gemeinsam mit ihnen beteiligen kann. Dann habe ich begriffen, dass unsere Einheit nicht äußerlich, sondern innerlich sein muss, dass ich mich mit ihnen mit dem ganzen Herzen und der ganzen Seele verbinden und sie nicht einfach an der Hand halten oder sie an die Schultern fassen muss.

Ich habe so viele Anstrengungen unternommen – und habe unsere Einheit vergessen. Und wieder habe ich mir Mühe gegeben – und habe wieder vergessen. Während ich über die Spiritualität, über das Ziel, welches ich erreichen muss, nachdenke, denke ich nicht an meine Freunde. Vor allem entstehen in mir andere Vorstellungen von der Spiritualität – als von den Enthüllungen, Lichtern, Erfüllungen. Ich glaube, dass die Spiritualität alle meine Verlangen wie in der Materialität erfüllen wird, als wäre es eine gewöhnliche Erfüllung mit dem Genuss innerhalb des Verlangens. Das heißt, ich versuche die Spiritualität auf egoistische Art und Weise zu erreichen. Dadurch erkenne ich, dass ich mich noch im Exil befinde.

Ich strebe die ganze Zeit nach der Spiritualität, nach der Einheit, ich richte mich jedes Mal korrekt aus – auf die Vereinigung mit den Freunden, auf die Festigung in der Gruppe, in der Verbreitung, auf die Einheit und die Bürgschaft. Ich verstehe, dass ich von ihnen abhänge und sie von mir abhängen, und strenge mich jedes Mal an, um mich an den Gedanken festzuhalten, dass die Spiritualität unsere gegenseitige Verbindung über dem Verlangen jedes Einzelnen ist.

Und nach allen meinen Anstrengungen und richtigen Gedanken werde ich wie von einem Schlag auf den Kopf betäubt – und ich kehre wieder zu den früheren Gedanken an das Materielle zurück: „Und wo ist mein Nutzen?! Wo ist die Spiritualität?! Was habe ich bekommen? Es hat sich nichts in mir enthüllt…“

Das bedeutet, dass der Pharao alle meine Anstrengungen verschlingt. Und so ist es jedes Mal. Ich versuche, mich über mein Ego zu erheben, mich mit allen zu verbinden, soweit ich nur dazu im Stande bin, ich baue die Gruppe auf, um eine richtige Umgebung für mich zu erschaffen, die in der Lage wäre, mich zu unterstützen, – und plötzlich denke ich wieder: „Und wo ist mein Gewinn – in mir? Was habe ich verdient? Was habe ich gefunden? Was habe ich erreicht? Wo ist die Erfüllung?“ Das heißt, ich warte auf die Erfüllung meiner egoistischen Verlangen und nicht auf die Enthüllung des Gebens zwischen uns.

So verschlingt der Pharao jedes Mal alle meine Anstrengungen – bis er sie alle endlich ausspeit, wie geschrieben steht: „Die Güter, die er verschlungen hat, muss er wieder ausspeien“ [Hiob 20:15]. Wenn meine Anstrengungen das volle Maß erreicht haben, bekomme ich alles, was der Pharao in sich gehortet hat, wieder – jedoch nicht auf einmal, sondern nach und nach. Als erstes erhebe ich mich über alle diese Verlangen, das heißt, ich „fliehe aus Ägypten“, dann enthülle ich sie allmählich in Form des „goldenen Kalbes“, der „Späher“ und anderer egoistischen Verlangen, doch das ist bereits auf der Ebene der „Wüste“.

Wenn ich in der Eigenschaft „Chafez Chessed“ (der nichts für sich will) arbeite – im „Geben um des Gebens willen“, dann enthüllen sich die gleichen Verlangen mit den Erfüllungen des Pharaos, und genau diese helfen mir, das Böse zu enthüllen. Denn in der „Wüste“ habe ich nichts, „Chafez Chessed“ hat kein Verlangen. Doch in dem Maße, in dem ich dieses egoistische Verlangen aus dem Pharao herausziehe, kann ich es korrigieren, indem ich es in eine immer größere Eigenschaft des „Gebens um des Gebens willen“ verwandle – bis ich diese ganze Stufe abgeschlossen und meine „40 Jahre Wanderung durch die Wüste“ beendet habe. Auf diese Weise kommen wir voran.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 21.04.2011

Kleide dich ins Geben ein

Eine große Stufe auf unserem Weg ist die Stufe des Erlangens der Eigenschaft des Glaubens oder mit anderen Worten, die Eigenschaft des Gebens. In dem Maße, in dem wir sie erlangen, steigen wir über unsere Natur des Empfangens auf.

Als Ergebnis erhalten wir ein vollständiges Gewand über alle unsere Verlangen, über alle ihre Aspekte und verschiedenen Arten der Vermischung zwischen ihnen. Danach setzen wir unseren Aufstieg fort, aber schon in Richtung des völligen Glaubens. Das bedeutet, dass wir vom einfachen Glauben zur zweiten Stufe der Korrektur aufsteigen und die Eigenschaft der Liebe erwerben. Dann korrigieren wir unsere Verlangen, füllen sie mit dem Licht von Chochma, dem Genuss, und mit dieser Hilfe erlangen wir das Geben.

Deshalb ist der erste Zustand Chafez Chessed, die Stufe von Bina, wo wir zuerst das empfangende Verlangen durch die altruistische Absicht korrigieren, die durch die Eigenschaft des Glaubens, das Geben, eingekleidet wird. So erlangen wir die ersten drei Sefirot von Bina.

Dann gehen wir weiter zu ihren sieben unteren Sefirot, erwerben die Fähigkeit uns fremde Kelim oder Verlangen anzueignen und korrigieren und füllen sie dadurch. Genau wie Bina, welche die unteren erfüllt, können wir ebenso andere Kelim füllen.

Wie kann es sein, dass sie zuerst fremd sind und ich das nicht tun kann? Tatsache ist, dass ich sie fülle, wenn ich sie an mich binde, sodass sie in mir sind, wie im Zustand der Empfängnis, oder des Stillens, oder dem erwachsenen Zustand (Mochin). Das ist meine Haltung zu ihnen.

Dies wird schon vollkommener Glaube genannt, das Licht von Chassadim, mit der Erfüllung des Lichts von Chochma.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.03.2011, Schriften von Rabash

Keter-Chochma-Bina-S“A-Malchut

Keter und Bina verfügen über solche besonderen Eigenschaften, dass sie fähig sind, herunterzusteigen und mit den niedrigsten Wünschen zu arbeiten.

Bina ist Chassadim (die Barmherzigkeit), und Chassadim kann sich an jeder beliebigen Stelle aufhalten, da es von der Absicht „des Gebens um des Gebens willen“ beschützt wird. Aber wie kann Keter heruntersteigen, in welchem neben dem Licht Chassadim, auch das Licht Chochma vorhanden ist?

Es geht darum, dass Keter alles ausfüllt und sich zu allem von „unten nach oben“ verhält, weshalb es in beliebige Wünsche heruntersteigen kann, die sich in den egoistischen Absichten befinden, so wie Bina auch – aber aus einem anderem Grund.

Keter ist eine Eigenschaft des Schöpfers, die die gesamte Schöpfung, Malchut ausfüllen möchte. Es ist nicht das Licht der Füllung, Chochma, sondern die Absicht der Schöpfung, ihre Idee, ihr Programm. Es bestimmt folglich, was der Schöpfer von uns letztendlich will – Er will uns zu sich erheben.

Deshalb wird diese Sfira mit dem Endstrich des Buchstabens „Jud“ bezeichnet, es ist ein Programm, das sich unterhalb der Sfira Chochma realisiert. Dabei ist Chochma schon das Licht des Schöpfungsziels, und Bina – das Licht der Korrektur.

Somit gibt es GAR, drei Höhere Sfirot, die zum Schöpfer gehören: Кeter – das Programm, Chochma – das Ziel und Bina – die Korrektur der Schöpfung.

Und dann erfolgt die Realisierung in den unteren Sfirot. Es ist das System Seir Anpin welches die Reihenfolge der Handlungen bestimmt, die die unteren Korrekturen durchführen.

Und die untere Sfira, die sich verändern soll, ist Malchut. So sind die 5 Teile eben, aus denen die Schöpfung besteht.

Und da Keter ein Vorhaben, das Programm der Schöpfung, ihre Idee ist – so befindet es sich an jedem beliebigen Ort! Denn ohne diese Idee kann nichts existieren , kein einziger Wunsch.

Er gilt in Bezug auf die unteren Stufen „von unten nach oben“, weil alles nur darauf gerichtet ist, sie für die Korrektur zu erheben – selbst wenn sie dafür in Klipot herabfallen sollten und Versündigungen auf diesem Weg begehen.

Das Buch Sohar erzählt, dass diese Probleme und Verbrechen uns später als die richtigen Handlungen vorkommen werden, die wir durchgehen mussten, um endlich den korrigierten Zustand zu enthüllen.

Das alles hat der Schöpfer so vorgesehen, und wir begingen weder die Fehler, noch die Verbrechen, oder die Korrekturen selbst.

Deshalb herrscht Keter über alle Beschränkungen und Kürzungen.

Es ist der Gedanke, der in jedem Teilchen der Schöpfung, in jeder Handlung eingeschlossen ist, weshalb er sich überallhin erstreckt und von unten nach oben wirkt, um alle Teile der Schöpfung miteinander zu verbinden, und das Ende der Korrektur zu erreichen.

Bina ist dagegen anders, weil sie das Licht Chassadim, die Korrektur der Schöpfung darstellt. Die Korrektur kann in jedem beliebigen Zustand und an jedem beliebigen Ort erfolgen, entsprechend dem Korrekturwunsch der unteren Stufe, welche die Eigenschaft Bina, die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte.

Du willst und du wirst bekommen, ohne jede Beschränkung! Und deshalb kann sich Bina auch überall erstrecken, denn sie ist „Chafez Chessed“ (das reine Geben).

Und Chochma ist das Licht des Schöpfungsziels, welches die Wünsche nach ihrer Korrektur mittels Bina ausfüllt. Und Seir Anpin bestimmt den Prozess, nach dem diese Korrektur erfolgt.

Weil Bina sich Keter angleichen möchte, gebärt sie S“A, wonach sie darin weilt, um ihn zum Niveau Keter zu erheben. Aber S“A kann alleine Keter nicht erreichen, wie es Bina gerne möchte – sondern nur mit Hilfe von Malchut!

Somit ist S“A der verborgene Schöpfer und Keter – die Höhere Eigenschaft – Azmuto, das Vorhaben der Schöpfung. S“A und Malchut arbeiten zusammen, weil S“A nur dann Keter gleich werden kann, wenn sich Malchut an ihn anschließt und ihre Wünsche an ihn weitergibt.

Deshalb kann sich Malchut nur dann korrigieren, wenn sie dem Beispiel S“A nacheifert. Sie erkennt folglich, welche Wünsche und Korrekturen notwendig sind, um sich mit Ihm zu verbinden. Маlchut sind die Seelen, S“A ist der Schöpfer, und ihre Vereinigung stellt die Verschmelzung der Seelen mit dem Schöpfer dar.

Wenn sie sich verbinden, dann steigen sie in A“B – SA“G – zu Chochma und Bina hinauf. Und wenn sie sich dort verbinden, dann reihen sie sich in Keter ein. Dort endet das Programm der Schöpfung!

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar ha-Kawanot“, 22.11.2010

Ich möchte den Machsom überqueren!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir den Machsom ueberqueren, machen wir das gemeinsam oder jeder zu seiner Zeit?

Meine Antwort: Machsom ist eine potentielle Grenze. Wenn ich anstrebe, mich mit meinen Freunden zu verbinden und von der Trennung zwischen uns zu einer groesseren Verbindung kommen moechte, wenn ich mit all meiner Kraft diese Trennung vernichten moechte, aber dazu nicht in der Lage bin, rufe ich den Schoepfer zu Hilfe und ueberquere den Machsom.

Mit anderen Worten, mein Ego bleibt mir, abe ich erhebe mich darueber. Auf vorigen Etappen wollte ich das nicht wirklich und war mit seiner Existenz einverstanden.

So war es vor dem Machsom. Nach dem Machsom existieren zwei Verbindungsformen: Geben um des Gebens willen – Stufe von Bina, und Empfangen um des Gebens willen – Stufen Chochma und Keter.

Wo kann ich den Machsom umsetzen? Ich setze ihn in der Verbindung zwischen uns um. Und hier bin ich nicht von unseren äußeren Handlungen oder Sympathieäußerungen abhängig. Hier ist nur die innere Arbeit notwendig.

Ich bin verpflichtet, sich in unseren Wünschen zu verbinden, damit alle unsere Funken des Gebens sich zusammenschliessen. Sobald dies passiert, überquere ich den Machsom.

Aber alle unsere egoistischen Eigenschaften bleiben. Denn wir haben unser Ego noch nicht korrigiert, sondern haben uns darüber erhoben, in dem Versuch, unsere leidenschaftlichen Verlangen nach Spiritualität oder nach der Eigenschaft des Gebens zu vereinigen.

Und wenn unsere Funken des Gebens sind miteinander verbunden haben, ist das schon ein fertiges Gefäß für das Licht Chassadim, denn solch ein Gefäß hat die Eigenschaft Chafez Chessed (sich über dem Egoismus befinden). Dann beginnt der Mensch, das überall herrschende höhere Licht zu empfinden.

Unter dem Machsom erfuellt das gleiche höhere Licht die ganze Realität, aber wir empfinden es nicht. Und sobald sich unsere Punkte im Herzen zu verbinden beginnen, spüre ich in dieser Verbindung, in dieser Dichte, in der Kompression zwischen ihnen das alles erfüllende Licht. Und sie haben es schon entdeckt, sind zum Detektor des Lichtes geworden.

Wir befinden uns in dem gleichen Zustand. Wir müssen nicht zu anderen Galaxien, oder in höhere Dimensionen fliegen.

Das Licht befindet sich zwischen uns, und es fehlt uns nur an der Empfindsamkeit ihm gegenüber, an dem Sinnesorgan. Und je mehr wir uns einander mit unseren Herzen annähern, desto mehr enthüllen wir das Licht, das sich zwischen uns befindet. Wir kommen dazu im gegenseitigen Geben und wünschen uns, dass dies passiert…

Aus der zweiten Kongresslektion, 09.11.2010

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Die Stufe des Zitterns

„Es gibt in der Schatzkammer des Schöpfers keinen anderen Reichtum, außer dem Zittern vor dem Schöpfer“ (Schamati 38).

Es gibt vier Stufen der Entwicklung:

Die erste Stufe – ist diese Welt, die Welt, wo wir uns befinden.

Die zweite Stufe – ist die Periode (das Niveau) der Vorbereitung. Darin befinden sich die Menschen mit dem Punkt im Herzen, die seine Wichtigkeit über diese Welt, über die Selbstsucht stellen.

Die dritte Stufe – ist die Rückkehr (die Korrektur) aufgrund des Zitterns, die Stufe Bina, Chafez Chessed, wo der Mensch zum Gerechten wird. Hier geschieht die reale Korrektur der 613 Wünsche der Seele im „Geben für das Geben“.

Die vierte Stufe – ist die Rückkehr (die Korrektur) aufgrund der Liebe, die Stufe des vollkommenen Gerechten. Hier werden 613 Wünsche auf „das Empfangen um zu geben“ – für die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert.

Dabei ist die Stufe des Zitterns sehr wichtig, weil sie die Einführung für die Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer ist. Das Licht vergrößert stufenweise die egoistischen Wünsche, und der Mensch steigt über sie hinauf, weil er ständig seine Verbindung mit dem Punkt im Herzen bevorzugt. Danach beginnt er auf der Stufe der Liebe, seine Wünsche mit der Absicht „des Empfangens um zu geben“ zu verwenden.

So stellt die Stufe des Zitterns ein Gefäß dar, worin der Mensch in der folgenden Etappe, auf der Stufe der Liebe, die Offenbarung des Schöpfers, das Licht der Unendlichkeit bekommt.

Die Etappen der Entwicklung ändern sich ununterbrochen, und wir sollen uns nur um das Zittern kümmern. Denn „das Zittern“ ist eine unermüdliche Arbeit an dem Schirm und dem widergespiegelten Licht, um die ganze Zeit über dem Wunsch zu bleiben.

Natürlich, wird die ganze Arbeit vom Licht erledigt, aber von uns soll die Bitte darum ausgehen. In der Gruppe muss man dieses Ziel unaufhörlich erhöhen, die Einheit und die Verbindung, woraus das allgemeine Gefäß, die Absicht des Gebens entsteht, die den Aufstieg über der Selbstsucht unterstützt.

Dadurch helfen wir einander, vereinigen unsere Punkten in den Herzen und schaffen unser Gefäß für den Empfang des Reichtums. Und wenn unsere Einheit realisiert wird, dann wird darin sofort das Licht offenbart.

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МAN, das alles beinhaltet

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sollen МaN (Gebet) erheben. Befindet sich diese Handlung innerhalb des Verlangens?

Meine Antwort: МaN bedeutet, dass ich um die Kraft des Gebens bitte. Aus Malchut heraus wende ich mich an Bina, und bitte folglich Bina um die Fähigkeit, zu geben. Denn ich muss solchen Zustand erreichen, dass mich dieses Gebet (МaN) vollkommen erfüllt, und es genügt mir auch, ich freue mich darüber, МaN zu erheben.

Wie ist dieser Zustand in der Tora beschrieben? Du kommst ins Tageslicht. Der Tag bedeutet: du hast nichts, und gehst durch die Wüste, um МaN – den Wunsch des Gebens zu suchen – und wenn du ihn findest, dann belebt er dich, und befriedigt all deine Geschmäcker. Alles, was du dir wünschst, befindet sich darin. Was ist das aber für ein Geschmack? Woher kommt er? Was beinhaltet МaN? Es kommt zu dir von Bina, dann reicht dir nur die Möglichkeit, den Schöpfer zu bitten: „Ich habe eine Verbindung zu Ihm. Ich kann Ihn um etwas bitten. Mehr brauche ich nicht“. Will ich aber das Verlangen haben, worin ich den Schöpfer enthüllen werde? Nein. Mir genügt folglich nur das Streben danach. Es ist für mich die vollkommene Erfüllung. Die Verbindung mit dem Schöpfer durch die Gruppe füllt mich aus. Um welche Verbindung geht es? Woher hat man die eigentlich? Sie gibt nichts. Aber ich kann mich trotzdem an Ihn wenden? Es reicht vollkommen. Dieser Zustand heißt auch „ich gehe durch die Wüste“, die Erwerbung der Eigenschaft „Chafez Chesed“ (nichts für sich wünschend). Denn du hast nichts in der Wüste, und du wünschst in der Wirklichkeit nichts für dich selbst. Du erwirbst jedoch die Korrektur seitens der Eigenschaft des Gebens – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, und deine Erfüllung darin.

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