Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Aus der Lektion zum Buch „Die Lehre der zehn Sefirot“.

„Malchut versüßt mit Bina“ das ist ein Wunsch zu genießen der sich reduziert, als würde er nicht existieren und sich in Bina einschließt. Dieser Wunsch beginnt sich allmählich zu öffnen und versucht sich den Eigenschaften von Bina anzunähern, als ob er Bina selbst wäre.

Stell dir vor, du bist in einer anspruchsvollen Gesellschaft zu einem Cocktail oder Bankett eingeladen, am Eingang wirst du belehrt: „Achte darauf, dass du dich anständig benimmst, es gibt hier sehr hochgestellte Menschen, nicht so einfache wie dich.“ Du machst dich klein, gehst hinein und beobachtest wie sich die anderen verhalten. Du versuchst unauffällig zu sein, d.h. du entfaltest nicht deine wahren Eigenschaften. Du schaust die anderen an und versuchst sie nachzuahmen, als wärst du auch ein Aristokrat. Du beobachtest sie, wie sie stehen, tanzen, sitzen und reden, wie sie nicht wie du es gewohnt bist, Wodka direkt aus der Flasche trinken, sondern ihre Cocktails genießen. Du gibst dir Mühe, so zu sein wie sie, d.h. du nimmst für eine Weile ihre äußere Form an.

Wenn du deine äußere Form änderst, gewöhnt sich dein Wunsch zu genießen daran. Die Einkleidung in solch einer äußeren Formen ist bereits eine Art von Korrektur. Es ist nicht unmittelbar deine Korrektur, sondern die, welche du von anderen abgeschaut hast.

Dies ist die Korrektur, die wir im Laufe von 600 000 Jahren vornehmen müssen.

Es gibt eine Korrektur, die unsere eigene Natur betrifft, du verwandelst dich dabei von einem Markthändler zu einem englischen Lord.

Im Laufe von 600 000 Jahren kleiden wir uns ein in: Nehi, Chagat, Chabad – Bina (diese Macht herrscht über Malchut, reduziert sie und verleiht ihr ihre Eigenschaften). Anschließend bekommt Malchut selbst die Kraft der Korrektur. Das ist etwas, dass wir gerade überhaupt nicht verstehen.

Bina macht das freiwillig, und Malchut kann dies durch die Kraft der Überwindung umsetzen. In dieser Gesellschaft gibt es Menschen, die sich gerne ehrenvoll verhalten, du handelst aus Not heraus, damit du nicht rausgeschmissen wirst. Für sie ist es ein normales Leben, d.h. sie haben die Eigenschaften von Bina, du unterstellst dich diesen Eigenschaften nur, da du in deinem Inneren vollkommen egoistisch bist.

Du beneidest diese Leute und willst so sein wie sie, sonst würde dein Stolz verletzt werden. Es wird gesagt: „Der Engel des Todes wird zum Engel der Heiligkeit „, der Pharao hilft den Söhnen Israels, sich dem Schöpfer anzunähern.

Wenn mein Stolz leidet, bin ich bereit, meinem Egoismus auf die Füße zu treten. Menschlicher Stolz ist die größte Macht. Ich kann weder essen noch trinken, bis ich so sein kann wie sie.

Unsere Eigenschaften sind darauf aufgebaut, dass wir uns gegenseitig mit einbeziehen. Die  vier Phasen Dalet entstehen in den vier Phasen des direkten Lichts als Folge der Eigenschaften des Gebens und der Liebe – nur in dieser Phase verwandeln sie sich vom Egoismus  zum Altruismus und beinhaltet somit alle

Eigenschaften des Schöpfers.

Aus dem Morgenunterricht vom 15.01.2019

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Das Gefäß für Wissen

Baal HaSulam, „Frieden“: Das Wohlergehen der gesamten Welt ist davon abhängig, dass die Welt die Kenntnis über den Schöpfer erlangt.

Also, die Lösung aller Probleme ist- die „den Schöpfer zu kennen“. Solange die ganze Welt, von klein bis groß, sich nicht entsprechend den eigenen Wünschen, die vollständig enthüllt werden, mit der Kenntnis über den Schöpfer erfüllt – wird sie niemals die Vollkommenheit, Frieden und Ruhe erlangen können.

Bis dahin wird es immer die Kräfte geben, welche die Welt erschüttern, und zur Füllung mit der Kenntnis über den Schöpfer drängen – an den Zustand, in welchem der Schöpfer die Schöpfung erfüllt.

Wir sehen, wie sich der unglückliche Patient vor dem unerträglichen, von allen Seiten zugefügten Schmerz zusammenkauert und windet. Denn die Menschheit warf sich bereits den Rechtsradikalismus zu , den es in Deutschland gab, oder zu den Ultralinken, die es in Russland gab, aber dies hat ihre Lage nicht gelindert, und verschärfte sogar den Schmerz und die Leiden. Und die Wehklagen steigen wie man weiß bis zum Himmel.

Verstandesmäßige Ratschläge werden hier wenig helfen, da wir ständig nach links oder nach rechts ausweichen. Manchmal versuchen wir uns in der Mitte festzuhalten, aber üblicherweise erst infolge des Übergangs von einem Extrem zum anderen, mit dem Erfolg, dass wir uns von einem Unglück ins nächste rennen, und es wird solange kein Ende geben, bis wir die Kenntnis über den Schöpfer erlangen.

Und die Kenntnis über den Schöpfer bedeutet, dass wir unsere Wünsche so korrigieren, dass sie zum Gefäß für das Wissen (daat) werden – d.h. sie füllen sich mit dem Licht Chassadim und mit dem Licht Chochma, wie es die Sefirot Chochma (Weisheit), Bina (Verstand) und Daat (Wissen) – CHaBaD darstellen.

Frage: Inwiefern wird sich die Welt mit dem Wissen des Schöpfers erfüllen?

Meine Antwort: Die Menschen werden lernen, wie man das Geben erreicht und sich in einem globalen, integralen, analogen System aufhält, worin wir einander Zugeständnisse machen, zusammengeschweißt und nah an einander sind, in welchem gegenseitiges Geben und die Liebe herrschen.

Solange wir uns nicht in einem solchen System verbunden haben, worin jeder den allgemeinen Wunsch aller fühlen kann und sich dabei bemüht, diesen Wunsch zu erfüllen, dem Nächsten zu dienen, wie eine Zelle eines lebenden Organismus – solange werden wir niemals Vollkommenheit erreichen. Und bis dahin werden sich Unglücke und Katastrophen nur noch verschärfen und uns in die Richtung dieser Vollkommenheit voranstoßen.

Und das bedeutet die „Kenntnis über den Schöpfer“: Jeder von uns wird zum Gefäß des Wissens. Seir Anpin und Nukwa, die zu Chochma und Bina hinaufsteigen, empfangen darin ihre Erfüllung, welche dem Verlangen entspricht und werden „Gefäß des Wissens“ genannt. Zusammen erreichen sie die „erwachsene“ Stufe und werden dann zusammen mit dem elterlichen Parzuf Aba we Ima zum CHaBaD.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, Frieden, 30.05.2011

Unsere Korrekturen bringen das größte Licht in die Welt


Unsere Welt ist wie ein einziger spiritueller Körper, der sich entwickelt und 6000 Jahre lang eine Korrektur durchmacht. Diese Zeit kann in drei Zeitabschnitte unterteilt werden, von denen jeder 2000 Jahre andauert, angefangen mit dem ersten Menschen – Adam.

Die ersten Verlangen (oder Kelim), die enthüllt werden sind die dünnsten oder die egoistisch schwächsten. Sie werden ChaBaD genannt. Diesen folgen die Verlangen mit einer mittleren Stärke des Egoismus – HaGaT. Und während der letzten 2000 Jahre – unsere Zeit – werden die egoistischsten Verlangen – NeChY – enthüllt.

Die dünnen Kelim waren sehr erhabene Seelen – die Patriarchen, die Nation Israel, die aus Ägypten (Galgalta we Ejnaim) auszog. Sie konnten jedoch keine größere Tiefe, Weisheit und das Licht von Chochma enthüllen, da es ihnen an der Tiefe (Dicke/Grobheit) der Verlangen fehlte.

Andererseits waren wir während der letzten 2000 Jahre von der Eigenschaft des Gebens und der Liebe im Exil, im Egoismus und jetzt sind wir dabei, uns von der Macht des Egoismus zu befreien, obwohl unser Egoismus sich jetzt aktiv weiterentwickelt.

Es zeigt sich, dass unsere größten egoistischen Verlangen (Kelim NeChY) das größte Licht – Chochma – in das System der einen Seele von Adam ziehen. Trotz der Tatsache, dass unser Verstand und unsere Gefühle sehr begrenzt sind, wenn wir eine winzige Anstrengung machen und auf unserer niedrigen Stufe eine Korrektur durchführen, ziehen wir ein gewaltiges Licht in unsere höheren KelimChaBaD – und es finden dort große Korrekturen statt. Auf diese Weise funktioniert die Seele von Adam nach dem Gesetz der entgegengesetzten Korrespondenz von Licht und Kelim.

Wenn wir daher im System der Seelen große Änderungen durchführen, verstehen wir nicht einmal, was wir tun. Wir sind wie Kleinkinder, die einfach nur lächeln und zwei Bauklötzchen aufeinander stapeln, während unsere erwachsenen Eltern über unseren kleinen Erfolg jubeln.

Wir wissen demnach nicht, welches Licht wir in die höheren Seelen ziehen. Das wir erst am Ende der Korrektur enthüllt, wenn jeder beginnt, dieses Licht zu spüren. Unsere Seelen sind die schlimmsten und egoistischsten, aber dadurch bringen wir das stärkste Licht – das Licht von Chochma – in die Welt. Dies ist ein Licht, das die Welt nie zuvor erlebt hat.

Darum wird unsere Korrektur Erlösung genannt. Durch unsere einfache und kleine Arbeit führen wir die Erlösung durch und bringen diesem ganzen System Leben! Die gesamte Vergangenheit, unsere ganze Geschichte und alle großen Kabbalisten der Vergangenheit – all das war lediglich die Vorbereitung für die Korrektur, die ihr zusammen mit mir durchführen müsst.

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