Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Warum die Religion gegen die Kabbala ist

In den Nachrichten (übersetzt von Elementy): Forschungen über die Gläubigen der sechs größten Religionen zeigen, dass Menschen, die regelmäßig Gottesdienste besuchen, mehr zu religiösem Fanatismus und Hass auf Gläubige anderer Religionen neigen und eher Selbstmordattentäter rechtfertigen.

Gemeinschaftlicher Gottesdienst ist eine machtvolle Methode, um die Hingabe der Menschen an „ihresgleichen“ und den Hass auf „Außenseiter“ zu stärken. Das Phänomen der Selbstmordattentäter ist eine extreme Form von engstirnigem Altruismus: Menschen opfern sich selbst für „das Wohl ihrer eigenen Art“ (Altruismus) und ihre Versuche, die Außenseiter zu vernichten (religiöse Engstirnigkeit), gelten als „gute Taten“.

Mein Kommentar: Die Religion ist in jeder Hinsicht der Kabbala entgegengesetzt (es gibt einen Vers, der besagt: „Die Meinung der Tora steht der Meinung der Egoisten entgegen.“) Die Kabbala weist jeden an, Liebe zu allen Menschen zu erlangen. Sie erklärt, dass jeder „von der gleichen Art“ ist – wir sind alle Zellen eines einzigen Körpers.

Die Religion andererseits erzeugt Hass auf „Außenseiter“, sogar bis zum Punkt der Selbstaufopferung, die stattfindet, um diejenigen zu töten, die „nicht von deiner Art“ sind. Darum wird die Religion verschwinden, wenn die Menschen die Eigenschaft der „Liebe zum Nächsten“ enthüllen werden. Die Religionen werden dann auf eine Kultur oder ein Brauchtum des Volkes reduziert werden.

Mit anderen Worten, die Religion wird alle Aspekte, die den Schöpfer, die Höhere Welt, das Leben nach dem Tod und Belohnung und Bestrafung betreffen, gehen lassen. Dies wird geschehen, weil die Enthüllung des Schöpfers die Leere der Religion und ihre Lügen über diese Themen bloßstellen wird.

Das erklärt den starken Hass der Religion auf die Kabbala. Die Kabbala jedoch sagt den Menschen, dass sie ihre Religionen als ihre eigenen Traditionen behalten können und darüberhinaus ergänzt die Kabbala sie mit der Enthüllung des Schöpfers. Doch die religiösen Führer werden dann ihr größtes Sonderangebot „Belohnung im Leben nach dem Tod“ verlieren und werden zu Führern von Volkskultur und Brauchtum werden.

 
Der Unterschied zwischen spiritueller Korrektur und dem Einhalten der Rituale
Der Gegensatz von Religion und Kabbala: Handlungen versus Absichten
 
Kabbala Akademie

Wie man einen einfachen Ramadan hat


Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere jetzt seit 2 Monaten Kabbala. Zuerst fühlte ich mich von etwas Gutem erfüllt bis zum Rand. Doch dann begann der Monat des Ramadan. Ich würde mich selbst nicht als religiös bezeichnen, doch für die letzten sechs Jahre war das einzige islamische Ritual, welches ich befolgte, der Ramadan, wobei man einen Monat lang fastet.

Dieses Jahr fing ich an, auch am ersten Tag des Ramadan zu fasten, doch mir sind schreckliche Dinge passiert. Mein Egoismus fing an, mir zu widerstehen. Mein Hass gegen alle, Wut und Schmerz wurden so unausstehlich, dass ich nur fünf Tage durchgehalten habe, obwohl ich in vorigen Jahren kein Problem damit hatte, die Fastenzeit des Ramadan von Anfang bis Ende einzuhalten. Dieses Mal hörte ich nicht nur auf, am fünften Tag das Fasten einzuhalten, sondern fühlte mich auch von allen möglichen „unguten Verhaltensweisen“ angezogen, wie z.B. Alkohol, Sex etc. Ich studiere noch immer Kabbala, doch fühle ich mich nicht mehr so inspiriert wie zuvor. Was geschieht mit mir?

Meine Antwort: Kabbala ist nicht gegen die Religion als eine kulturelle Tradition einer Nation. Baal HaSulam schreibt, dass sogar nachdem alle Korrekturen abgeschlossen sind, jeder Mensch seine Religion, d.h. Traditionen beibehalten kann. Ich beachte auch die Traditionen meiner Kultur, aber nur als Traditionen.

Ein religiöser Mensch beachtet andererseits religiöse Rituale, da er glaubt, dass er dafür belohnt werden wird. Doch wenn ein Mensch Kabbala studiert, fängt er an zu verstehen, dass er nur in dem Ausmaße belohnt werden wird, wie er seine Verlangen korrigiert und die Belohnung kommt als Licht der Erfüllung, als die Enthüllung des Schöpfers dem Menschen gegenüber. Folglich birgt die Spiritualität oder der Schöpfer in sich keine Beziehung zu irgendeiner physischen Handlung in unserer Welt.

Die Religionen wurden von Menschen erfunden, welche sich in ihrem Egoismus befinden und folglich haben sie nichts von der Wahrheit der Höheren Welt. Wenn sie nichtsdestotrotz die Verantwortung für die Beachtung der Bräuche Ihrer Nation übernehmen und diese als Traditionen betrachten, welche Sie respektieren wollen, dann wird es für Sie nicht schwierig sein, den Ramadan als einen Brauch zu befolgen. Wie wir in Israel sagen: Tzom Kal – haben Sie eine einfache Fastenzeit!

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