Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Botschaft'

Vergib nicht die Chance, ein Päckchen vom Schöpfer zu bekommen


In der Vergangenheit, vor nur etwa hundert Jahren, gab es viele Menschen, die bereitwillig ihren gesamten materiellen Besitz aufgegeben und alle vorstellbaren Anstrengungen unternommen hätten, um die verborgene Höhere Welt zu enthüllen. Weil jedoch noch nicht die Zeit für die Menschheit gekommen war, sie zu enthüllen und sie noch keine globale Verbindung hatten, drängte die Höhere Lenkung sie nicht in diese Richtung.

Doch im 20. Jahrhundert war der persönliche und kollektive Egoismus in solch einem Maße angewachsen, sodass jedes Individuum über jede winzige Anstrengung, die es machen muss, klagt und debattiert darüber, ob es diese ausführt oder nicht. Wenn ein Gedanke über die Spiritualität (gut oder schlecht) zu uns kommt, ist das ein Zeichen vom Schöpfer, der Höheren Stufe, die zu uns herabsteigt und uns einlädt, uns mit Ihr zu verbinden. In Erwiderung muss ein Mensch eine tiefere Verbindung mit ihr suchen und einen Weg, sie zu erschließen.

Die Höhere Stufe sendet uns Gedanken über Sich, um uns, die wir unten sind, zu erwecken und sie erwartet eine Antwort oder Reaktion von uns. Wir, die niedrigere Stufe, müssen nur die Botschaft, die wir empfangen, entschlüsseln und herausfinden, was sie bedeutet.

Es ist, als ob jemand an unserer Tür klopft und sagt: „Ich habe ein Päckchen für dich!“ Dieses Päckchen ist der Gedanke über die Spiritualität, der plötzlich zu uns kommt. In Erwiderung müssen wir die Tür öffnen, das Päckchen in Empfang nehmen und es öffnen, um herauszufinden, von wem es kommt und wie wir darauf reagieren sollen.

Doch stattdessen sitzen wir einfach da und warten, um zu sehen, was als nächstes passiert, während wir das Klopfen an der Tür hören. Aber nichts passiert, weil die ganze Botschaft in dem Klopfen enthalten ist – im Innern unseres Herzens. Deshalb sind wir wie ein Hausbewohner, der nicht aus seinem Sessel aufstehen will und den Postboten anschreit: „Lass es an der Tür liegen, ich werde es später holen!“

Darum lässt uns die Höhere Kraft alleine und wir verlieren die Dringlichkeit für die Spiritualität, bis wir das nächste Mal erweckt werden. Doch wer weiß, wann dieses Drängen zu uns zurückkehrt? Deshalb müssen wir den Augenblick, in dem wir eine Erinnerung erhalten, das sofort vollständig erkennen, bis wir alle Botschaften und Päckchen geöffnet haben und den Absender kennen. Dann können wir zu Ihm kommen und an Seine Tür anklopfen!

Ich schlief, aber mein Herz wachte. Es ist die Stimme meines Geliebten. Er klopft und spricht: Mache mir auf, meine Schwester, meine Liebste, meine Vollkommene…

Ich habe mein Kleid ausgezogen; wie wollte ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen; wie sollte ich sie wieder beschmutzen?

…mein Geliebter hatte sich umgewandt und war weitergegangen…

(Aus dem Lied der Lieder von König Salomo, 9. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung)

 

Mit dem Schöpfer eins werden

Gegenwärtig wünschen wir, uns an den Schöpfer von unten nach oben anzunähern, um Ihn zu erreichen. Wie auch immer, wenn wir Verbreitungsarbeit machen, rücken wir mit dem Schöpfer zusammen. Deshalb wird eine Person, die dies tut, als gleichwertiger Partner des Schöpfer betrachtet.

Der Schöpfer kann nicht für uns die Verbreitung ausführen oder sich in dieser Welt enthüllen. Wenn sich der Schöpfer in unserer Welt offenbaren würde, würden wir automatisch nach Ihm streben, wie nach etwas unglaublich Wertvollem, Großartigem und Ehrenwertem. Dann würden wir nie unseren Egoismus loswerden. Unser Egoismus würde vom Schöpfer besessen sein, bis zu einem solchen Ausmaß, dass unser Verlangen, seine Erfüllung zu erreichen, uns verrückt machen würde. Deshalb muss er sich verbergen, bis wir an uns eine Einschränkung vollzogen und uns über unseren Egoismus erhoben haben.

Wenn wir das tun, werden wir fähig sein, Ihn zu offenbaren, um Ihm gleich zu werden und gleichzeitig Ihm gegenüber zu stehen. Wenn ich für mich diesen Schild oder Schirm erzeuge, der mich vor Ihm absperrt, dann kann der Schöpfer offenbart werden. Es wird immer noch eine 100% Verborgenheit zwischen uns geben. Die einzige Frage ist aber: Verbirgt Er sich selbst oder verberge ich meinen Egoismus vor Ihm? Im Ausmaß, in dem ich meinen eigenen Schirm heranbilde, kann der Schöpfer von sich den Schirm wegnehmen. Die Verbreitung der Kabbala und die Offenbarung des Schöpfers gegenüber der Schöpfung ist nicht etwas, das gegen uns ist. Vielmehr geschieht es, wenn wir mit Ihm zusammenkommen und Seine Partner werden.

Dann werden wir sogar fähig sein, Ihm voran zu gehen, mit der Verbreitung des Wissens, wie man Ihn offenbart. Wir werden dann Seine Botschafter, Agenten und Helfer – Seine Hände sein. Deshalb ist unsere Mission für den Schöpfer so wichtig, wie auch für die Menschen, die leiden wie kleine, dumme Kinder, die nicht einmal verstehen, warum sie leiden.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Geben Sie Ihrem Kind die perfekte Erziehung

Wir können und müssen den Egoismus eines Kindes benutzen, um ihm zu helfen, sich zu entwickeln und voranzukommen. Kabbalisten sagen: „Die Schale schützt die Frucht“. Wir müssen die egoistischen Bestrebungen des Kindes fördern, denn sonst wird es nicht die Kraft haben, voranzukommen. Wir müssen es mit Belohnungen locken, die es erwarten werden und die ihm die Wissenschaft der Kabbala geben wird.

Lassen Sie das Kind Kabbala um seiner selbst willen zu studieren beginnen, um die Welt zu erobern, gemäß dem Prinzip, von ´für mich selbst´ hin ´zum Wohle der anderen´“ (Mi lo Lishma, Lishma). Wir müssen diese Kraft nur auf den richtigen Weg lenken.

Kinder lernen aus Beispielen und deshalb müssen wir ihnen die Botschaften der Kabbala lehren, indem wir ihnen die richtigen Beispiele geben. Um dem Kind etwas zu lehren, müssen wir es ihm zeigen. Dies ist die einzige Art, in der wir in der Lage sind, eine nützliche Saat in das Kind zu pflanzen – durch klare Beispiele, anstatt durch Worte.

Das Kind muss das Ideal durch Beziehungen undVerbindung ausgedrückt sehen, anstatt durch Lektionen, wie es sich zu benehmen hat. Die Beispiele müssen äußerlich und real sein, aber nicht direkt auf ihn bezogen. Andernfalls würde sein Egoismus dies nicht akzeptieren. Später während es das Verhalten bei anderen beobachtet, wird der Egoismus des Kindes, es dazu antreiben, dieses Verhalten zu imitieren. Alles was wir somit tun müssen, ist, die richtigen Beispiele für unsere Kinder zu geben.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verständnis fängt an, wenn man die Welt durch die Augen eines anderen betrachtet


Eine Frage, die ich erhielt: Glauben Sie wirklich, dass es möglich ist, den Massen kabbalistische Information zu vermitteln? Es scheint, als ob sie dafür noch immer taub sind!

Meine Antwort: Von Kindheit an nimmt ein Mensch diese Welt durch Beispiele, Modelle und Bilder wahr. Ein Mensch denkt mit Hilfe von Bildern, die in seinem Gedächtnis gespeichert werden und er nimmt diese Welt durch sie wahr. Er berechnet und begreift alles, trifft Entscheidungen und führt Handlungen durch, was auf dem begrifflichen Erfassen der Bilder basiert.

Das System der Bilder, Vorstellungen und Konzepte, das wir von Kindheit an erhalten, formt unser inneres Weltbild und das Bild von uns selbst. Im Laufe unseres Lebens erwerben wir ständig neue Bilder und benutzen sie, um die vorherigen zu ersetzen. Auch ist es möglich, dass die neuen Bilder verschwinden und die alten wiederkehren. Die Bilder und Vorstellungen formen sich aufgrund des wiederkehrenden Erscheinens in unserem Umfeld – zum Beispiel durch wiederholtes Darstellen durch die Massenmedien.

Wenn ein Mensch etwas hört oder sieht, das seinem Aufbau von Bildern widerspricht, dann versteht er es nicht oder er lehnt die Botschaft als Ganzes ab. Daher müssen wir wissen, wie die Menschen ihre Vorstellungen begrifflich erfassen und diese Vorstellungen in direkter Weise ansprechen, anstatt zu versuchen, an die menschliche Logik und Vernunft zu appellieren, damit sie verstehen, wovon wir sprechen.

Je gebildeter ein Mensch ist, umso flexibler sind seine Ansichten und Konzepte. Wir müssen die Massen durch ihre zugrundeliegenden Konzepte (Werte in ihrem Leben) ansprechen: Mitgefühl, Zusammenarbeit, Wohlstand, Gesundheit, Arbeit, Sicherheit und die Zukunft ihrer Kinder.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir empfinden alles durch denVergleich mit etwas anderem
Blog-post: Die Menschen müssen nicht das Wort „Kabbala“ hören, um die Botschaft der Kabbala zu hören

Wie man eine gemeinsame Katastrophe verhindern kann


In den Nachrichten (aus UN News Centre): „Versteppung stellt ein Sicherheitsrisiko dar, warnt Ban am Welt-Tag“ – Hochgerechnet 200 Millionen Menschen werden bis 2050 durch Umweltfaktoren bedingt zu Migranten werden, wodurch eine Landverwüstung die nationale und regionale Sicherheit bedroht, sagte der Generalsekretär Ban Ki-moon, um den Welttag gegen Versteppung hervorzuheben. Ein Drittel der Erdoberfläche ist durch Versteppung beeinträchtigt und gefährdet die Existenz und Entwicklung von 1 Milliarde Menschen, sagte Ban in einer Botschaft, um an den Tag zu mahnen, der seit 1995 begangen wird.

Mein Kommentar: Zum Wohle der Erde und der Menschheit sollten alle Menschen der Erde sich vereinigen und eine globale, gemeinsame Nahrungsmittel-Logistikkette für die notwendigen Produkte bilden. Auf diese Weise können alle Menschen dort bleiben, wo sie sind, und brauchen keine Zukunftsängste entwickeln und keine Überbevölkerung für jene Gegenden der Welt verursachen, die optimale landwirtschaftliche Bedingungen bieten. Die Vermeidung dieser gemeinsamen Katastrophe liegt in der Einheit und gegenseitigen Bürgschaft.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Weshalb hungern eine Milliarde Menschen, wenn die Erde sogar och mehr Menschen ernähren könnte?
Blog-post: Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichtes, um die Welt zu korrigieren
Blog-post: Wann wird sich der Hunger auf die Weltbevölkerung auswirken?
Kabbala Blog: Der wachsende Hunger der Menschheit
 

Können diejenigen, die leiden, die Welt retten?


Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann jemand, der sich schlecht fühlt und unter der Krise leidet, zur Botschaft und Methode gelangen, um zu werden wie Gott? Schließlich fragen Sie eine arme Person auch nicht um Rat, wie man Geld macht!

Meine Antwort: Eine Person, die sich schlecht fühlt, hat die Methode der Korrektur nicht. Ansonsten würde sie sich gut fühlen. Tatsächlich hängt die Korrektur der Welt völlig davon ab, wie wir uns innerlich fühlen.

Wenn eine Person jedoch weiß, dass dieses Leiden mit ihrem Mangel an Korrektur, dem Übergang vom Egoismus zum Geben, in Beziehung steht, dann muss sie diese Erkenntnisse teilen und mit anderen fühlen.

Deshalb ist es jedermanns Aufgabe und Verpflichtung, diese Weisheit an alle zu verbreiten.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Kabbala Verbreitung


Wird uns die Krise dem Marxismus näher bringen?


Eine Frage, die ich erhielt: Würden Sie zustimmen, dass die Kabbala dem Marxismus sehr ähnlich ist? Unterstützen Sie tatsächlich den Marxismus, der in Russland so kläglich versagt hat?

Mein Kommentar: Der Marxismus hat versagt, weil die Methode des Übergangs zu einem altruistischen Regime, welche aus zwei gegensätzlichen Prozessen besteht, nicht richtig gehandhabt wurde. Gemäß der Kabbala muss zuerst ein Verlangen eingeschränkt und dann ein Schirm darüber erlangt werden (die Absicht zu geben).

Der erste Teil des Übergangs ist, das alte egoistische soziale Regime zu beenden. Der einzige Weg davon loszukommen ist, es zu hassen oder diejenigen, die an der Macht sind.

Der zweite Teil des Übergangs ist, die Massen altruistisch zu entwickeln, um der Schaffung einer altruistischen Gesellschaft näher zu kommen. Marx wusste, dass die Taktik auf der Mitte des Weges wechseln muss – von einer egoistischen Zerstörung der Vergangenheit zu einer altruistischen Erschaffung der Zukunft. Letzten Endes ist eine altruistische Gesellschaft nur möglich, wenn sie auf einer altruistischen Grundlage basiert und um dies zu erreichen, ist es notwendig, die Massen vorzubereiten (zu erziehen).

In Russland vollendete der Marxismus nur den ersten Teil – die Entthronung. Doch er konnte die Massen nicht erziehen, um den Egoismus, der am Beginn der Entthronung eingeprägt wurde, zu Altruismus zu transformieren – der Basis für ein kollektives Regime.

Der einzige Weg, das Verhalten der Menschen diametral zu verändern – vom Egoismus zum Altruismus – ist es, die Massen zu erziehen und die Erkenntnis zu fördern, dass diese Veränderung notwendig ist. Nur danach kann die neue Gesellschaft vollendet werden.

Können Sie sich daran erinnern, wie die ganze Welt den Atem anhielt und auf die erfolgreiche Errichtung des Sowjetsystems wartete – dem zweiten Teil der Korrektur? Wenn sie darin Erfolg gehabt hätten, dann hätte die gesamte Welt dieses kollektive Regime sofort übernommen. Doch die egoistische Richtung des ersten Teils des Übergangs wurde für das kollektive Regime des zweiten Teils zerstörerisch.

Schlussfolgerung: In unserer Zeit macht die Enthüllung der Naturgesetze die Notwendigkeit für ein kollektives Regime immer offensichtlicher. Durch unser Versagen, die Naturgesetze zu befolgen, ziehen wir nur weiteres Leiden auf uns. Deshalb müssen wir den Menschen praktische und wissenschaftliche Beispiele und eine Erklärung der Tatsache geben, dass der Egoismus zerstörerisch ist. Das muss kontinuierlich weitergehen, bis die Massen anfangen zu verstehen. Wir sollten uns nicht der Menschheit entgegenstellen, sondern ihrem Egoismus. Schließlich ist unsere Botschaft Verbindung, Geben und Liebe!

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Zeit des Kapitalismus ist vorbei
Blog-post: In den Nachrichten: Ist der Kommunismus der Weg aus der Krise?
Blog-post: Warum wird Marx so nachgefragt?
Blog-post: „Warum Sozialismus?“ – Ein Essay von Albert Einstein
Blog-post: War Marx ein Altruist?
Blog-post: Die Kabbala gibt uns eine vollständige Vorlage zur Herstellung eines „Inkubators“ für die Menschheit

Was soll man mit Ländern tun, die nicht das Gesetz der globalen Koexistenz befolgen werden?


Eine Frage, die ich erhielt: Der G-20 Gipfel steht bevor. Lasst uns einmal annehmen, dass sie unsere Botschaft hören und das Prinzip „Wir sind alle eine Familie“ akzeptieren werden. Was sollen wir in diesem Fall dann mit den „faulen Äpfeln“ machen, die dieses Prinzip noch nicht erfüllen wollen? Was sollten wir zum Beispiel mit Ahmadinejad machen? Jemand anderen wählen oder versuchen, ihn umzuerziehen? Der gesamte Organismus leidet schließlich, solange nur irgendein Teil des Organismus es ablehnt, das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft zu akzeptieren.

Meine Antwort: Wenn wir unseren Körper untersuchen, sehen wir, dass der Organismus jeden Teil isoliert, der schädlich oder fremd ist. Er steckt diesen Teil in einen „Sack“, erhöht die Temperatur, damit er stirbt und stößt diesen schädlichen oder fremden Teil aus. Wenn die gesamte Welt ein Land oder einen Länderblock isoliert, werden sie nicht überlebensfähig sein und sie werden das Gesetz der globalen Koexistenz akzeptieren.

Zum Kabbala Lernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die G-20 werden die Krise nicht beseitigen

Die G-20 sollten die Botschaft der Kabbala hören, bevor der Gipfel beginnt


Eine Frage, die ich erhielt: Viele Wirtschaftler und Führungskräfte, hauptsächlich Gordon Brown, sprechen über die Notwendigkeit zur Einheit. Warum führt die Natur ihn und andere Anführer nicht in die richtige Richtung?

Meine Antwort: Warum entdecken sie nicht die Weisheit der Kabbala? Es steht geschrieben, „Das Herz der Führer und Könige liegt in den Händen des Schöpfers“. Sie finden sich in einer peinlichen Situation wieder, weil sie der Welt keinen Weg aus der derzeitigen Wirtschaftskrise zeigen können. Zum ersten Mal in der Geschichte steht die Menschheit der Natur hilflos gegenüber, und die Natur tut, was immer sie will. Und zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte breitet sich Verzweiflung aus und nicht einmal die schlauesten, mutigsten und zuversichtlichsten Menschen können etwas dagegen tun.

Sie sind verstört wie Kinder, die ihre Mutter verloren haben. Die Menschen haben Ähnliches nie zuvor erfahren. Der Egoismus hat bisher immer gewonnen; er hatte immer alles unter Kontrolle und strebte ständig nach neuen Errungenschaften. Heute werden wir aber nicht mehr vom Egoismus geleitet. Wir erkennen, dass mit Egoismus nichts erreicht werden kann. Im Gegenteil verursacht der Egoismus ein Desaster, das die Menschheit niemals zuvor erlebt hatte: er verursacht Katastrophen, die den Plagen aus Ägypten ähnlich sind.

Daher sind die Anführer auch unfähig etwas zu tun – sie befinden sich in der Lage des armen Pharao! Jeder versteht, dass Egoismus schlecht ist, aber was weiter? Es gibt nur eine Lösung: die Botschaft der Kabbala so schnell wie möglich jedem Menschen verfügbar machen – auf einfachste und positive Weise! Es zahlt sich auf jeden Fall aus, die Weisheit der Kabbala den G-20 noch vor ihrem Gipfel zur Kenntnis zu bringen. Dann könnte die Welt eine Chance haben.
(Aus dem Unterricht zu Baal HaSulams Artikel „Ein Gebot“, vom 8.03.2009)

Zum Kabbala Lernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Großbritanniens Premier legt einen Plan für die erste globale Gesellschaft vor

Das modernde Russische Reich

Hier zwei Fragen, die ich zum gegenwärtigen Zustand der russischen Regierung erhielt:

Frage: Wie ist eine Einheit der russischen Regierung und des russischen Volkes möglich, wenn es nicht genügend Ressourcen gibt, um die ganze Bevölkerung zu versorgen?

Meine Antwort: Die Regierung sollte den Menschen das wahre System erklären, das in der Welt und in der Menschheit wirkt, die Globalität dieses Systems und die vollkommene gegenseitige Abhängigkeit aller Menschen. Sie muss dann über das allen Menschen gemeinsame Ziel sprechen – unserer gemeinsamen Aufgabe als menschliche Wesen. Sie muss auch erklären, dass wir dies nur gemeinsam erreichen können, indem wir den richtigen Weg gehen und an unserer eigenen Korrektur mitwirken; indem wir der Natur ähnlich werden, statt den Zustand der Liebe und des Gebens an den Nächsten auf dem Weg des Leidens zu erreichen.

Wenn Sie diese Botschaft an das russische Volk richten, werden Sie sehen, dass sie Sie besser verstehen werden als irgendjemand sonst. Das liegt daran, dass das russische Volk historisch gesehen, mehr gelitten hat, als jedes andere Volk.

Es sucht nach seinem Platz in der Welt, unter den anderen Nationen und hat ihn noch nicht gefunden. Deshalb wird das russische Volk Ihnen folgen. Sie müssen ihm aber die Wahrheit sagen, und ihr trotz aller Widrigkeiten treu bleiben. Sonst werden die Gegner dieser Idee Sie zerstören.

Eine Meinung eines Professors für internationale Angelegenheiten an der The New School, New York City.
Das modernde russische Reich“ (Auszüge):

Das Problem Russlands ist es, dass sich der Staat entwickelt, nicht aber die Gesellschaft. Die heutigen demokratischen Strukturen sind genauso unterentwickelt, wie sie es zur Zeit Peter des Großen waren. (…) Der Nutzen für die Menschen wird dem Nutzen des Landes geopfert. Und die Menschen selbst glauben, dass sie bereit sein müssen ihre Freiheiten für die Größe des Landes herzugeben.

Mit einer bemerkenswerten Beständigkeit, besteht (Russland) darauf seine globale Rolle, im Sinne einer einzigartigen und besonderen Nation, selbst zu definieren. Das Russland unter Putin fühlt, dass es sich Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen, ja Militanz leisten kann, weil es sich nach wie vor, vor dem trügerischen Westen schützen muss, der Russlands Niedergang anstrebt.

Das Symbol des „doppelten Adlers“, mit den nach Osten und Westen schauenden Köpfen – ursprünglich im Russland zur Zeit des byzantinischen Untergangs verwendet- wurde nach 1991erneut als Symbol des Staates eingesetzt.

Für Putin bleibt Moskau „das Dritte Rom“ für das es sich im Jahre 1472 erklärte. Die nicht so feinsinnige Idee hinter all dieser Byzanz – Nostalgie, ist die dass Russland nur im Gegensatz zum Westen existieren kann (und sollte), der einst das Byzantinische Reich hasste und heute Russland, den geistigen Erben, hasst. Wie Stalin glaubt jedoch auch Putin, dass Russland nur dann ein Mitglied im Club der mächtigsten Nationen der Welt sein kann, wenn es Härte zeigt. So folgt Putin tatsächlich der traditionellen Denkweise der meisten russischen Herrscher: Furcht ist Respekt gleichzustellen, oder übertrifft diesen sogar…. „ Ich beziehe mich auf Russlands Einschüchterung seiner unabhängigen Nachbarstaaten, auf die Benutzung von Öl und Gas als politisches Druckmittel,“ erklärt Condoleeza Rice.

„Das sich aus diesem Verhaltensmuster ergebende Bild ist das eines Russlands, das sich national immer autoritärer und auf internationaler Ebene immer aggressiver verhält,“ so Rice. (…) Wenn Moskaus Anti-Westen-Paranoia und die byzantinischen Fantasien die nächsten 15 bis 25 Jahre fortdauern, werden beide Kräfte China zugute kommen, der neuen globalen Supermacht, die den ganzen Fernen Osten und Sibirien vereinnahmt. Ein stark geschwächtes Russland wird dann auch den Nördlichen Kaukasus und die Wolga-Region an die wachsende muslimische Bevölkerung verlieren und Kaliningrad wird wieder einmal das deutsche Königsberg werden. Russland wird seine 11 Zeitzonen verlieren und keinerlei Anspruch mehr darauf haben, Großrussland zu sein.

Frage: Von welcher „guten alten Zeit „ sprechen Sie denn? Einer Welt ohne Selbstbestimmung, wo autokratische Regime bestimmen, was wir zu tun haben? Einer Welt in der die eigene Zukunft durch die Geburt bestimmt wird, ganz gleich wie hart man auch arbeitet? Es hat noch nie eine Welt gegeben, wo so viele Menschen die Freiheit der Wahl haben. Ist es eine perfekte Welt? Natürlich nicht. Wir müssen immer den menschlichen Faktor einkalkulieren, der per se nicht perfekt ist.

Meine Antwort: So sieht jeder heutzutage die Welt. Es ist unsere alte, vertraute und einfache Welt.

Zum Kabbala Lernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Russland könnte bei der globalen Einheit eine Vorreiterrolle spielen
Blog-post: Wer wird von der Wirtschaftskrise am meisten betroffen sein?