Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Untätigkeit ist bereits ein Übel

Frage: Was bedeutet es, einem Freund Unrecht zu tun?

Antwort: Wenn es sich um meinen Freund in der kabbalistischen Gruppe handelt und ich mich nicht darum kümmere, mich mit ihm zu verbinden, ist das bereits böse.

Schließlich bohre ich damit ein Loch in die Seite unseres gemeinsamen „Bootes“ – unseres gemeinsamen spirituellen Gefäßes, und durch meine Untätigkeit bereite ich ihm bereits Unheil.

Wenn ich nicht daran arbeite, unser gemeinsames spirituelles „Kli“ zu vergrößern, und wenn ich auch nur ein bisschen faul bin, dann schade ich den anderen.

Wir denken, wenn wir niemanden schlagen, töten, stehlen oder umbringen, dann ist alles in Ordnung, was soll man sonst von uns verlangen?

Wir sind uns nicht bewusst, dass wir Böses tun können, auch wenn wir perfekte „Musterbürger“ sind!

Aber all das ist im Spirituellen nicht genug. Wenn ich mich im Spirituellen nicht jeden Augenblick darum kümmere, ein gemeinsames spirituelles Gefäß zu schaffen, dann bedeutet dies kein gutes Verhältnis zu den anderen.

In dem Moment, in dem ich aus dieser Sorge um das gemeinsame „Kli“ herausfalle, schade ich den Anderen.

Es gibt keinen Zwischenzustand – nur gut oder böse! Das ist das Gesetz des höheren Systems unserer Verbindung.

[13366]

Aus der Lektion zu Baal HaSulams Artikel „Die Gabe der Tora“

Die gegenseitige Bürgschaft

DIE BEWEGUNG „АRWUT“

Broschüre 1

Das Volk ist bereit für die gegenseitige Bürgschaft

1. „Wir“

„Wir“ sind ein Volk, das sich mit den Banden der gegenseitigen Sorge verbinden soll, in der Empfindung der gegenseitigen Wärme und der Liebe, wie in einer Familie.

„Wir“ sind all diejenigen, die davon überzeugt sind, dass die Einheit des Volkes das Wichtigste ist. Wichtiger als die engen Parteibeziehungen und das persönliche Wohl.

Sind wir naiv? Absolut nicht.

Es ist uns klar, dass es Zeit braucht, um die Einheit zu erreichen, nach der wir streben. Aber uns ist auch klar, dass wir jetzt agieren müssen.

Deshalb wurde die Bewegung „Die Gegenseitige Bürgschaft“ gegründet, welche eine öffentliche, nicht politische Bewegung ist, die allen offen steht.

Unser Ziel ist, die gegenseitige Bürgschaft zum zentralen Thema der Diskussion in der Gesellschaft zu machen.

„Die gegenseitige Bürgschaft“ sind nicht nur schöne Worte.
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist der einzige Weg, unser Lieblingsland zum Blühen zu bringen..
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist die einzige Möglichkeit,uns in der globalen Welt zurechtzufinden.

Die Bewegung „Die gegenseitige Bürgschaft“ existiert schon seit 20 Jahren, aber wir leben und atmen diese Werte schon Tausend Jahre lang. Die Werte, die unser Volk geprägt haben, sind: die Einheit, die Brüderschaft und die gegenseitige Fürsorge. Bereits zwanzig Jahre lang beginnt und endet jedes unser Gespräche, jede Vorlesung, jedes Treffen mit dem Wort „Bürgschaft„.

Noch vor zwanzig Jahren waren wir einsam, und unsere Stimme war kaum hörbar. Aber schon heute zählt unsere Bewegung Zehntausende Teilnehmer in Israel und mehr als zwei Millionen in der ganzen Welt.

Wir sind die Einwanderer aus den östlichen und westlichen Ländern, die Einheimischen Israels, die Repatrianten, die bürgerlichen und religiösen, die Studenten und die Professoren, die Reichen und die Armen.
Diese Situation ist nicht zufällig. Mit den Jahren beginnen immer mehr und mehr Menschen die Macht und die Lebenskraft zu offenbaren, die im Wort „Bürgschaft“ verborgen ist. Und sie soll für alle wichtig werden.

Warum?

Weil uns die Wirklichkeit verpflichtet
Die heutige Wirklichkeit ist:

– Hunderte von Reportagen
– Dutzende wissenschaftlicher Artikel
– Die unzähligen Sprüche der Politiker
– Und ein Schreiben, das sie alle durchbohrt: „In der Epoche der Globalisierung befinden wir uns in einem Boot“.

Die heutige Wirklichkeit ist eine globale Welt.

Eine Krise ersetzt die andere, alle unsere Versuche von der Verantwortung zu flüchten, werden scheitern, wir werden ohne die normale Verbindung zwischen uns, innerhalb des Volkes, innerhalb der ganzen Welt nicht auskommen können. Wir werden es einfach nicht schaffen.

Wir können sowohl „dafür“ als auch „dagegen“ sein, aber wir schwimmen in gleichem Boot.
Und dieses Boot beginnt, sich mit Wasser anzufüllen.

Und darin gibt es ein Loch, das sich ständig vergrößert.

Die Spaltung in der Gesellschaft

Niemand ist an der Spaltung zwischen uns schuldig, wir haben sie zusammen erschaffen.
Von Tag zu Tag wird unser gemeines Boot immer mehr mit Wasser überflutet.

Wenn es untergehen wird, dann wird es uns alle in die Tiefe reißen:
– sowohl diejenigen, die sich in den prächtigen Kabinen der ersten Klasse erholen
– als auch diejenigen, die sich in den engen Personenkabinen befinden
– und die Menschen in den Schlafsäcken an Deck
– und auch diejenigen, die am Ruder stehen.
Uns alle.

Uns erscheint es noch nicht so furchtbar, dass wir dem heutigen Zustand immer noch keine große Bedeutung beilegen.

Aber in unserem Inneren empfinden wir schon, dass wir verpflichtet sind, dieses Loch zu schließen. Wir sind einfach verpflichtet dazu.

Und wir sind fähig, es zusammen zu machen. Ausgehend vom beiderseitigen Einverständnis und dem gegenseitigen Verständnis.

Mit dieser Botschaft kommt die Bewegung „die gegenseitige Bürgschaft“ ans Licht. Warum? Weil die Zeit für die Bürgschaft gekommen ist.

2. Die Zeit für die Bürgschaft ist gekommen

Die Bürgschaft ist eine praktische Lösung und keine abstrakte Idee.

Jeder von uns hat das Recht auf ein würdiges und sicheres Leben.
Aber wir können es niemals ohne Bürgschaft erreichen.

Warum?

Weil, obwohl die Forderungen des Volkes rechtmäßig und unverzüglich sind, diese Forderungen nur die Symptome sind.

Die brennende Wunde ist eine Spaltung in der Gesellschaft, die Gleichgültigkeit dem Nächsten gegenüber. Es ist das Loch, das im Boden unseres gemeinen Schiffes klafft, und dessen Beseitigung sollte unsere wichtigste Aufgabe sein.

Die Übertragung von Geldern von den Reichen an die armen Menschen aus dem Budget für den Bau der Wohnhäuser, indirekte Besteuerung mit der direkten auszutauschen, sowie eine Regierung mit einer anderen zu ersetzen – das alles sind Versuche, die Symptome zu beeinflussen.

Eine andere Verwendung der Gelder bringt das Boot zum Schaukeln. Aber das Wasser setzt die Überflutung fort.

Ja, man muss sich auch mit den lebensnotwendigen Problemen beschäftigen, andernfalls können wir nicht an den morgigen Tag denken. Aber parallel dazu darf man nicht vergessen, dass die wahrhafte Lösung der wirtschaftlichen, sozialen Probleme, sowie der Probleme unserer Existenz nur durch die Bürgschaft gewährleistet ist.

Was ist die gegenseitige Bürgschaft?

Die gegenseitige Bürgschaft ist eine innere Sicherheit.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann werden die Schwachen nicht unterdrückt. Weil die Bürgschaft gegenseitige Verantwortung bedeutet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, ist es für mich wichtig, dass nicht nur ich eine Arbeit habe, die einen würdigen Verdienst gewährleistet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann verletzt niemand seinen Nächsten.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann gibt es keinen Platz für überschüssigen Konsum, während es meinem Nächsten an Brot fehlt.
Wenn es zwischen uns die Bürgschaft gibt, entzieht sich der Mensch nicht den Steuern, denn dadurch wird ein Stück vom gemeinsamen Kuchen gestohlen.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann wird die Wohnungsmiete nicht übermäßig hoch angesetzt. Denn auf diese Art und Weise geht man nicht einmal mit dem eigenen Kind um.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann kann der Mensch ohne das Glück des anderen nicht glücklich sein.

Die gegenseitige Bürgschaft gilt dann, wenn ich aufhören kann, mich um das Existenzielle zu sorgen und ich mich von der Selbstsorge befreien kann. Wie? Weil sich alle um mich sorgen. Und ich kümmere mich um sie. Genauso,, wie es in der Familie üblich ist.

3. Was sollte man tun?
Dringende Handlungen

Wir müssen für das Existenzielle bei allen Menschen sorgen. Wie? Wie in einer Familie. Wir müssen uns an den runden Tisch setzen, die Vertreter des Volkes, die Politiker, die Ökonomen, die Soziologen, um gemeinsam zu entscheiden, was für unsere große Familie am besten ist. Der Staat hat sein eigenes Einkommen mit eigenen Ausgaben.

Lassen Sie uns daran denken, wie diese richtig unter allen zu verteilen sind. Und die Verteilung soll offen vorliegen.

Wie kann man die Lösung finden?

Noch einmal: wie es in der Familie üblich ist. In der liebevollen und sorgsamen Familie, in der man sogar ohne einverstanden zu sein, für das Wohl der Familie handelt. Angenommen, einer ist der Faulenzer, der andere hat einen brillanten Verstand, der dritte ist ehrgeizig. Wir sind verschieden, aber trotzdem bemüht, jedem das Notwendige zu gewährleisten. Gibt es die Familienmitglieder, welche benachteiligt sind? Dann sollte man sich um sie am ehesten sorgen.

Unser Ziel ist nicht ein wirksames Wirtschaftsprogramm, sondern nur die richtige Herangehensweise ans Problem.

Wenn wir jede unserer Handlung mit dem Gedanken über die Einheit beginnen und beenden werden, dann können wir alles erreichen.

Wir gehen an die Wurzel:

– Wir sollten die uns umgebende Gesellschaft verändern
– Die unzählige Anzahl der Forschungen auf dem Gebiet der Psychologie und der Gesellschaftswissenschaften beweist: die Gesellschaft bestimmt die Skala der Werte des Menschen.

Die Gesellschaft bestimmt:

– was gekauft wird
– unser Aussehen
– unser Benehmen
– woran gedacht wird

Der beste Beweis dafür sind die Geschehnisse in Israel in den letzten Wochen.
Plötzlich haben allen begonnen, über die soziale Gerechtigkeit zu sprechen.
Die Menschen in den Zelten auf dem Boulevard Rotschild haben dieses Feuer angezündet.
Aber wer entfacht die Flamme wieder?

Die Massenmedien

Deshalb ist es in der ersten Etappe notwendig, Veränderungen in den Programmen der Massenmedien zu bestreben.
Heute besteht keine Notwendigkeit mehr an Shows und Unterhaltungssendungen, welche das Ego aufblasen. Man kann genauso attraktive Programme organisieren, die mit der Liebe und Sorge um den Nächsten ausgefüllt sind.

Die heutigen Massenmedien sind veraltet.

Die Massenmedien, die auf Zuschauerzahlen basieren, vom Gewinn und Verlust abhängen, zeigen uns nur die inhaltlosen und leeren Werte .

Wir brauchen neue Massenmedien.

Massenmedien, die uns zeigen werden, dass das Ego niemals siegt und nur verliert.
Die Massenmedien, welche illustrieren, dass wir untereinander verbunden sind, obwohl wir uns dieser Einheit nicht bewußt sind.

Die Massenmedien sollten zu einer Umgebung werden, die uns verbindet.
Ständig, ununterbrochen!

Das Internet

Heute ist das Internet wichtiger als die Massenmedien.

Seine Kraft steckt in der Verbindung, welche es zwischen Milliarden von Menschen geschaffen hat.

Auf allen Platformen, die im Netz verfügbar sind, sei es Facebook, Youtube,oder Twitter sollten wir frei und aufrichtig die Wege der Realisation der Bürgschaft, die Natur des Menschen, die Lage in der Welt, das Wesen des Problems und dessen Lösung besprechen.

Das Internet erlaubt uns, uns über die äußerlichen Unterschiede hinweg zu heben, welche uns voneinander trennen, und kann zu jener Umgebung werden, in der wir uns gemeinsam erziehen.

Und wenn wir schon über die Erziehung sprechen…

Die Revolution in der Erziehung

Unsere heißgeliebten Kinder wachsen in einer unannehmbaren Realität auf.

Offene Gewalt, Gleichgültigkeit und gegenseitige Verachtung, Entfremdung und Ungläubigkeit füllen ihre Umgebung aus.

Und wir können sie nicht retten.
Die Erziehung unserer Kinder ist unsere vorrangige Pflicht, und ihre Früchte stellen die einzige Hoffnung für alle dar.

Deshalb sollte nicht die bloße Aneignung von Wissen zur wahrhaften Aufgabe des Erziehungssystem werden, sondern eine realitätsgerechte Bildung des Menschen.

Des Menschen, der über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, mit der komplizierten Realität zurechtzukommen, die ihn nach Abschluss des Studiums erwartet.

Das System ist daran nicht schuldig.

Das Problem liegt nicht in der Abwesenheit finanzieller Hilfe für die Lehrer und nicht in der Rastlosigkeit der Kinder. Hier gibt es das gleiche Problem des Herangehens, wie es in den Massenmedien und auf allen anderen Gebieten vorhanden ist.

Weil sich die Schulen, welche die Aufgabe haben, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, von der Zeiten der industriellen Revolution nicht getrennt und verändert haben.
Aber die Welt hat sich verändert. Das ist heute jedem klar…

Die Welt zu korrigieren bedeutet, die Erziehung zu verbessern.

Die Methodik solcher Veränderungen existiert. Wir als die Urheber der Bewegung „Bürgschaft“, haben sie seit Jahren ausgearbeitet. Es ist nicht die nächste „Reform“, sondern die reale Veränderung in der Konzeption.

Vom ermüdeten Lehrer, der sich vor unbotmäßige Schüler stellt zum Erzieher mit Glanz in den Augen, der im Kreis zusammen mit den Kindern – Freunden sitzt. Nach dieser Methodik bilden die älteren Schüler der jüngeren aus, in ihrer Grundlage liegen das persönliche Beispiel und die Lehrnspiele, sie gibt den Kindern die für das Leben notwendigen Fertigkeiten.

Es ist die Methodik, die das Leben mit den Hoffnungen und mit den Freuden ausfüllt. Ihrer ausführlichen Beschreibung wird die die separate Broschüre gewidmet sein

4. WIR

Wir waren lange einsam. Wir haben schon vergessen, was es bedeutet, einander in die Augen zu schauen. Wir haben uns nach der Bürgschaft gesehnt. Haben uns sehr stark danach gesehnt.

Wenn wir jeden einzelnen Menschen im Land mit der Bürgschaft umgeben, wie die Mutter ihr Kind mit Liebe umgibt, dann wird jeder von uns die Wärme und die Sicherheit fühlen, die das Kind von der Mutter bekommt. Diese Sicherheit wird uns zulassen, sich nicht um das eigene Wohl zu sorgen. Dann können wir sie an die anderen Menschen geben. An alle.

So werden wir die Liebe in unser Haus zurückholen.

Für immer.

Ein Loch im Boot

Frage: Was bedeutet, ein Loch ins gemeinsame Boot zu bohren?

Meine Antwort: Das bedeutet, dass ich absichtlich nicht an das gemeinsame, sondern an das eigene Wohl denke. Unser Boot sind unsere gemeinsamen Gedanken und Verlangen, die uns zu einem gemeinsamen Netz verbinden.

Wenn ich nicht an dieses Netz denke, wenn ich mich auch nur im Geringsten von den anderen absondere, wenn ich nicht in ihnen aufgehe, mich nicht mit ihnen verbinde, nicht in ihnen verschwinde, mich nicht vollkommen vor ihnen annulliere, dann bedeutet es, dass ich ein Loch bohre.

„Loch“ bedeutet, dass nebensächliche Gedanken, Verlangen und Berechnungen sich durch mich an die gesamte Gruppe anheften. Mit anderen Worten, wenn das Wasser in unser Boot eindringt und droht, alle untergehen zu lassen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus der Pessach-Broschüre, 14.04.2011

Gebt auf unser gemeinsames Boot acht

Der Schöpfer ist verborgen, die Eigenschaft des Gebens ist verhüllt, die Zukunft ist verhüllt, und ich kann sie aus meiner egoistischen Perspektive nicht erkennen. In meinem derzeitigen Egoismus kann keine spirituelle Eigenschaft enthüllt werden, und ich habe keine andere Möglichkeit, ihre Enthüllung zu beeinflussen, als die Zusammenarbeit mit dem Umfeld. Tatsächlich enthülle ich meine Abneigung und Unfähigkeit, mich genau so zu vereinigen. Ich bin zu allem bereit – außer dazu!

Das wird „die Enthüllung des Bösen“ genannt; die Hindernisse kommen vom Pharao, und wenn wir sie nicht zusammen überwinden, werden sie uns unter sich begraben. Und diese Verbrechen und Konflikte, die in Ägypten stattfinden und dann in der Wüste, Kämpfe gegeneinander und den Schöpfer, sind alles Forderungen nach einer bestimmten Erfüllung, nach Strafe an dem Ort, an dem du nur an das Geben denken sollst und nicht an dich selbst.

Sobald du über deinen eigenen Vorteil nachdenkst, ist es ein Verbrechen. Sogar wenn du gar nichts empfängst, allein die Erwartung einer Belohnung zu deinem eigenen Vorteil, ist eine Sünde. Man muss nach diesem Sehnen nach Einseitigkeit streben und sicher gehen, dass diese Einseitigkeit sich stetig erhöht. Tatsächlich schwächt das Zweite die Spannung, das Verlangen für einen selbst entsteht ganz natürlich. Aus diesem Grund brauchen wir die Hilfe unserer Umgebung und die gegenseitige Bürgschaft.

Was hilft mir dabei, kein Loch in unser gemeinsames Schiff zu bohren, nicht an mich selbst zu denken, sondern nur an meine Umwelt, an unser zukünftiges Schiff? Nur die Unterstützung der Freunde. Denn ich stehe unter ihrem Einfluss, ihnen gehört mein Herz und mein Verstand, und sie werden wichtiger für mich als ich selbst. Das Umfeld muss mich mit einer solchen Einstellung ausstatten.

Das wird mir erlauben, mich selbst von selbstsüchtigen Gedanken zu trennen und meine gesamten Absichten, all meine äußeren Gefühle und Vorstellungen ähneln denen einer Mutter, deren gesamtes Verlangen, das Herz und die Gefühle bei ihrem Baby sind. Wenn ich beginne, das zu fühlen, bedeutet das, dass ich die Eigenschaft des Gebens empfange.
Aus dem ersten Teil der täglichen Kabbala Lektion 3/21/2011 zur Vorbereitung auf den WE! Kongress

Das Boot unserer Absichten

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn mir während des Sohar-Lesens misslingt, mich in der Absicht aufzuhalten, und ich in diesem Moment überhaupt nicht verstehe, wofür es notwendig ist, dann bohre ich doch „das Loch im Boot“?

Meine Antwort: Vor allem soll ich klären, ob ich überhaupt „das Boot“ benötige, ob ich im Begriff, etwas zu erreichen, bin oder nicht?

„Das Boot“ ist die Gesamtheit unserer Absichten. Und die Wünsche ohne Absichten stellen ein Loch dar.

Die Absichten, die wir über die Wünsche erschaffen können, bauen uns „das Boot“ auf, den Anfang (Rosch) der Stufe, den Schirm und das widergespiegelte Licht, das spirituelle Gefäß/Kli. Somit ist das Kli nicht der Wunsch selbst, sondern die Absichten über ihm.

Die Wünsche selbst sind unwichtig. Das Wichtigste ist die Absicht, die ich über dem Wunsch aufbauen kann.

Die Frage: Welche Verantwortung habe ich gegenüber der Gruppe?

Die Antwort: Wenn ich mich bemühe, an das Ziel zu denken, dann bürge ich dadurch für die Freunde, dass sie auch an das Ziel denken werden.

Wenn ich unser „Boot“ mit meinen Absichten behüte, wenn ich will, dass wir es in Form des vollständigen Kli – mit dem Schirm und dem widergespiegelten Licht aufbauen, wenn ich mit dem ganzen Herzen dafür sorge, dass die Freunde auch daran denken, dann halte ich sie in der Absicht fest.

Es ist eben die Bürgschaft . Wofür bürge ich? Dass meine Freunde ständig das Ziel verfolgen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.11.2010

Lasst uns alle Kräfte zur wichtigsten Richtung hin konzentrieren!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich alle Richtungen, alle 359 Grad benutze, aber gerade die Aufgabe der Bürgschaft vernachlässige, bohre ich dann dadurch „das Loch im allgemeinen Boot“?

Meine Antwort: Ich habe doch mit den Freunden den allumfassenden Vertrag unterschrieben! Meine Bürgschaft betrifft somit nicht nur jene winzige freie Öffnung, durch welche ich zur Bürgschaft kommen soll. Du kannst dich nicht nur auf die Bürgschaft konzentrieren, wenn die Kräfte, gerichtet auf andere Aufgaben,nicht ergriffen werden, und dort nur das Lebensnotwendige eingesetzt wird.

Wenn du alle übrigen Richtungen nur als die Notwendigkeit siehst, die „nicht getadelt und nicht gepreist wird“, und alle Kräfte, die nach der Versorgung der Existenz auf die Erreichung der Bürgschaft gerichtet werden, dann bohrst du in diesem Fall kein Loch im Boot.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

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Der Tropf funktioniert nicht. Was tun?

Es ist an der Zeit, zu begreifen, dass wir verloren sind. Jeder sitzt auf dem Loch, das er ins gemeinsame Boot gebohrt hat, und hält sich mit Müh und Not an Ort und Stelle, um dieses Loch zu schließen.Ständig entsteht hier und da ein Leck, und so sehr wir uns auch bemühen, gehen wir trotzdem unter.

Auf diese Weise ist es unmöglich, sich auf das Ziel zu bewegen. Ich muss erkennen, dass ich von den anderen abhänge, und mir diese Abhängigkeit vorstellen. Wenn man das Bild nicht verwischt, wird es schrecklich sein, doch gerade das wird mich vorantreiben.

„Der Auszug aus Ägypten“ besteht gerade darin, dass wir die hundertprozentige Abhängigkeit voneinander enthüllen. Wir können nicht mehr in unserem Egoismus bleiben.

Denn jeder hält ein Röhrchen mit Infusion für die Anderen in der Hand und öffnet das Ventil nicht. Das ist der Grund, warum jeder lediglich von einem winzigen Leuchten (Kista de Chajuta) lebt und auf ein wahres Leben hofft.

Die Rede ist von meinem Leben! Außer dem Dasein in dieser Welt, das bald ein Ende findet, habe ich nichts, bis ich die Freunde dazu bringe, das Ventil zu öffnen.

Die belebende Lösung – das Licht, das durch meine Seele durchfließt und ihr das Gefühl des spirituellen Lebens gibt – ist für mich einfach lebensnotwendig. Und sie kann nur durch meine Freunde in mich hineinfließen.

Doch sie lassen sie nicht durchfließen. Was soll man da tun? Sie erwecken, sie dazu anregen, diese Kanäle zu öffnen. Wenn ich das schaffe, dann werde ich gerettet, wenn nicht, erwartet mich der Tod. Und die Arbeit daran soll von allen gemeinsam gemeistert werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ vom 08.10.2010

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125 Stufen der Vereinigung

Wie kann man sich untereinander verbinden? Nur wenn du dich im Wunsch deines Freundes befindest, und der Freund sich in deinem Wunsch befindet. Jeder soll den Wunsch des Anderen einschließen und mit ihm arbeiten – so können sie die gewünschten Beziehungen erreichen.

Da der gemeinsame Wunsch auf ein Ziel gerichtet ist, so schafft man mit dieser gegenseitigen Sorge die allgemeine Kraft der Bestrebung, die als eine Garantie des Aufstiegs, als Bürgschaft und Arvut gilt.

Die Vereinigung geschieht aufgrund des Erfüllen des Wunsches des anderen, indem ich den Teil des fremden Wunsches nehme und ihn wie meinen eigenen behandele.

Und weil dein Wunsch auf das Ziel gerichtet ist, führe ich dich folglich ans Ziel – und du tust dasselbe für mich. Somit verbinden sich unsere Wünsche zum gemeinsamen Ziel. Deshalb ist es gesagt: „Mache deinen Wunsch zu Seinem, damit Er Seinen Wunsch, zu deinem macht“.

Aufgrund dieses Merkmals kann man prüfen, inwiefern wir verbunden sind. Zwischen uns liegt eine Distanz von 125 Stufen (Schritte) – 125 Teile meines egoistischen Wunsches. Aber indem ich allmählich die Handlungen mit der Absicht „für dich“ begehe, nähere ich mich der Korrektur, dem Geben.

Es heißt eben „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Das heißt, ich verwende deinen Wunsch, um den eigenen Wunsch vor deinem aufzuheben, und somit wird der Wunsch korrigiert. Mein Wunsch bleibt bestehen, aber dank dessen, dass ich diesen Weg zu dir gemacht habe, wird mein Wunsch auf das Geben ausgerichtet.

Nichts hat sich verändert – nur die Absicht. Die Entfernung zwischen uns ist verloren gegangen – ich habe sie mit meiner Absicht aufgehoben!

Und was will dieser „Nächster“? Er will genauso wie du, die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen. Und du musst ihm nur dabei helfen – den Schöpfer zu erlangen (zusammen mit dir). Deshalb verbinden wir uns in der Gruppe.

Wir sagen folglich, dass wir uns in einem Boot befinden, das in eine Richtung fährt. Meine Annäherung an dich gilt als die Annäherung an den Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Wer bohrt das Loch im Boot?

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich während des Sohar Lesens nebensächliche Gedanken habe – dann bedeutet es doch, dass ich das Loch im allgemeinen Boot bohre?

Meine Antwort: Du verstehst doch selbst, dass diese nebensächlichen Gedanken nicht deine sind, sondern von irgendwoher zu dir „kommen“.
Das heißt, sie hängen sie nicht von dir ab, sondern vom Schöpfer. So beruhige dich, denn du bohrst kein Loch im allgemeinen Boot durch diese Gedanken, die in deinem Kopf entstehen!
Es ist nur wichtig, was du mit diesen „nebensächlichen“ Gedanken machen wirst – ob du an ihnen hängen bleibst – dann machst du tatsächlich das Loch im Boot. Oder du widerstehst diesen nebensächlichen Gedanken und weist sie jeden Augenblick zurück, da du dir wünschst, zusammen mit den Freunden zu bleiben, die dieses Boot zum Ziel führen. Diese Entscheidung hängt schon von dir ab!

In der Kabbala arbeiten wir immer an dem, was uns vom Schöpfer geschickt wird, an den entstehenden Umständen (Reshimot) – die wir nicht auswählen, und deshalb nicht nach ihnen verurteilt werden. Und nur unsere Reaktion darauf hängt von uns ab, und wir müssen uns deshalb danach richten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.08.2010

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Der Leitfaden für Erfolg in der Neuen Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Reicht es aus, wenn jeder versteht, dass sein persönliches Ego global geworden ist, oder muss man auch wissen, dass dieser Prozess einen Zweck hat?

Meine Antwort: Das Ziel eines jeden ist es, ein gutes Leben zu führen und nichts weiter. So wie die Menschen bereits in der Vergangenheit darin Erfolg haben wollten, tun sie es auch heute und dies ist ganz normal. Wir müssen nur allen beibringen, wie man das erreicht. Wir wollen ihnen einen Leitfaden zum Erfolg in der neuen Welt bereitstellen.

Zuerst sollten wir erklären, dass diese Situation völlig neu ist. Wir sehen, dass niemand eine Lösung hat. Sind alle Menschen wirklich so dumm? Nein, natürlich nicht. Es ist nur etwas ganz Neues, was sich entwickelt, aber sobald alle dieses Gesetz verstehen, wird jeder sagen: „Aber was sollen wir nun tun? Wir wissen nicht, was wir tun sollen?“

Bisher haben die Menschen dieses Gesetz noch nicht akzeptiert. Aber wenn sie noch ein paar Schicksalsschläge erhalten, werden sie es tun. Sie werden die Erklärungen aus Hilflosigkeit anhören und um Anleitungen bitten. Das ist der Zeitpunkt, wo man ihnen die Methode geben kann und sie lehrt, wie man sich mit anderen und der Umwelt verbindet, mit Rücksicht auf jeden.

Wir sagen den Menschen nicht, dass sie sofort absolute Liebe für einander fühlen sollen.Wenn sie anfänglich den Nächsten nur bemerken, ist das schon genug. Wir sitzen immerhin im gleichen Boot, unter dem Einfluss einer gemeinsamen Kraft und einer gemeinsamen Natur. Wie können wir nun unsere Haltung anderen gegenüber ändern? Wir können Lieder darüber singen, von morgens bis abends im Radio darüber sprechen, in den Zeitungen darüber schreiben und Diskussionen führen.Und wir tun dies nicht, damit jemand Profit daraus schlägt, sondern weil wir sonst einfach nicht überleben würden.

Wir müssen uns ändern und uns der Natur angleichen. Gerade jetzt verbreitet sich die Angst, arbeitslos zu werden und die Angst vor Armut über die ganze Welt. So lasst uns ebenfalls etwas in der ganzen Welt verbreiten: Den Gedanken, dass wir uns in einem neuen Zustand befinden und wir neue Beziehungen brauchen, um damit fertig zu werden.

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Blog-post: Die Welt wird nie wieder die Selbe sein
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