Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Warum der Schöpfer und nicht Gott?

Frage: Warum nennen Sie den Schöpfer immer Schöpfer und nicht Gott?“

Antwort: Weil der Begriff „Gott“, der in allen Religionen, Glaubensrichtungen und Kulturen verwendet wird- oft verbunden mit ganz unterschiedlichen, manchmal widersprüchlichen Vorstellungen. Schöpfer hingegen steht für eine bestimmte, klare Bedeutung: Er ist die höchste, einzige, vollkommene Kraft, die uns zu einem bestimmten Zweck erschaffen hat. Gott gilt allgemein als etwas, das über uns steht und irgendwie das Weltgeschehen lenkt.

Der Schöpfer hingegen erschafft. In jedem Moment erschafft Er diese Welt, aufs Neue. Das macht Ihn zu einem viel persönlicheren Begriff.

Gott erscheint als etwas Entferntes, Abstraktes – als eine Existenz außerhalb von mir. Der Schöpfer dagegen ist eine Kraft, die mich verpflichtet, antreibt und etwas von mir erwartet.

Frage: Was erwartet er vom Menschen?

Antwort: Dass der Mensch beginnt, Korrekturen von Ihm zu fordern, dass er erkennt, wie vollständig er von dieser Kraft abhängig ist und nur der Schöpfer den Menschen in jenen Zustand führen kann, indem er Ihm ähnlicher wird.

Ich bitte Ihn – und Er tut es.
Stellen Sie sich das vor: Einerseits sind wir vollkommen machtlos, andererseits liegt die Lenkung der Realität genau in unserer Hand.

Frage: Das heißt, dass der Mensch selbst nichts tun kann?

Antwort: Ganz richtig – aber auch ohne den Menschen geschieht nichts. Man kann allein nichts bewirken, aber ohne zu bitten, zu fordern, zu zeigen, was fehlt – passiert auch nichts. Es ist eine Partnerschaft.

Frage: Wie bittet man den Schöpfer? Wie bringt man Ihn zum Handeln?

Antwort: Man zwingt Ihn! Es steht geschrieben: „Meine Söhne haben Mich besiegt.“ Erst durch diesen inneren Drang, dieses echte Verlangen, beginnen wir zu spüren, dass wir wirklich Seine Kinder sind und dass Er uns genau dafür erschaffen hat. Das ist,  im wahrsten Sinne, überwältigend.

Frage: Am Anfang haben Sie „nicht Gott“ gesagt, da Gott für alle Menschen eine eigene Vorstellung ist. Wollen Sie nicht, dass der Mensch diese Vorstellung hat?

Antwort: Ja, genau. Der Schöpfer ist der, der erschafft – ständig, in jedem Moment. Er belebt und erneuert unaufhörlich die gesamte Schöpfung.
Deshalb müssen wir jede Minute darauf reagieren, diese Kraft fühlen und das Wirken des Schöpfers in jedem Augenblick erkennen. Das hebräische Wort für Schöpfer – Bo-u-re – bedeutet: „Komm und sieh“. Es fordert zur aktiven Entdeckung auf. Es ist ein Begriff voller Bewegung, Entwicklung und innerem Fortschritt.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Bedingungen für die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers

Wie können wir damit beginnen, den Schöpfer innerhalb der Verbindung mit den Freunden in der Zehnergruppe zu empfinden? Die Hauptarbeit besteht darin, alle Besonderheiten unserer Annäherung und Trennung auf der Gefühlslebene zu klären. Wenn wir praktisch versuchen, die richtigen Beziehungen zwischen den Freunden herzustellen, dann beginnen wir, innerhalb dieser Handlungen den Schöpfer zu spüren.

Wenn wir diese Anstrengungen nicht gemeinsam unternehmen, wie können wir dann den Schöpfer erschaffen? Es steht geschrieben: „Ihr habt mich erschaffen“, das bedeutet, dass wir den Schöpfer formen. Wir müssen uns so eng miteinander verbinden, dass wir beginnen zu verstehen, was „der Schöpfer“ wirklich bedeutet.

Der Schöpfer muss wie ein Legostein aus unseren Wünschen zusammengesetzt werden. Wenn wir trotz unserer gegenseitigen Abstoßung versuchen, uns darüber zu verbinden, dann werden wir, indem wir diese beiden Zustände zusammen herausfinden: Bruch und Verbindung, Trennung und Annäherung, anfangen zu erkennen, wer der Schöpfer ist, den wir als Ergebnis unserer Handlungen formen und aufbauen.

Wenn wir keine Zehnergruppe haben und somit keine Möglichkeit haben, den Schöpfer darin aufzubauen, dann gibt es keine Chance oder Hoffnung, dass Er sich jemals offenbaren wird. Wenn wir das Bild des Schöpfers nicht gemeinsam, mit unseren Freunden aus unseren „inneren Bausteinen“ zusammensetzen, können wir Ihn nicht offenbaren. Wir stehen unmittelbar vor der Möglichkeit, den Schöpfer zu erschaffen – und tun es nicht!

Der Schöpfer wird „komm und sieh“ (Bo-Re) genannt. Wenn wir unsere Einheit mit dem Wunsch und der Absicht gestalten, etwas Ganzes zu erschaffen, dann beginnen wir zu spüren, wie dieses gemeinsame Ganze zum Leben erwacht.

Stellen wir uns vor, wir nehmen aus der Natur unbelebte Teilchen, Atome, die nur aus positiven und negativen Ladungen bestehen – und verbinden sie miteinander. Plötzlich entsteht etwas Lebendiges und sich Entwickelndes. Die Atome verbinden sich so, dass eine organische Molekularlstruktur entsteht – lebendige Materie, in der das Geheimnis des Lebens verborgen liegt. In der DNA sind alle Grundlagen und Geheimnisse der Schöpfung enthalten. Aber woher stammt diese Lebenskraft?

Wie kommt es, dass sich leblose Teilchen – Protonen, Elektronen, Neutronen, Mesonen – so verbinden, dass in ihnen plötzlich eine Kraft erscheint, die wir „Leben“ nennen? Wir verstehen das nicht. Wir sehen nur, dass aus toten Bausteinen, wie man sie für ein Haus verwenden könnte, plötzlich etwas Lebendiges entsteht, das sich selbst formt und wächst.

In diesen Verbindungen erwacht die Kraft des Schöpfers – die Schöpfungskraft – und beginnt, alles miteinander zu verbinden. Unsere Aufgabe besteht lediglich darin, die Bedingungen dafür zu schaffen – also dem Schöpfer die Möglichkeit zu geben, sich zu offenbaren. Dann beginnt die Formung von selbst. Das ist der „Maase Bereschit“, der „Akt der Schöpfung“.

Deshalb liegt unsere Aufgabe nicht darin, in die Arbeit des Schöpfers einzugreifen, sondern darin, die richtigen Bedingungen für die Offenbarung der höheren Kraft zu schaffen.

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Aus dem Unterricht zum Artikel Nr. 19 aus dem Buch „Shamati“

 

 

Ein Zehner ist ein Ortungsgerät für ein Signal von oben

Kommentar: Wenn man sich vor den Freunden annulliert, zeigt das, dass man an den Schöpfer glaubt. Durch die Annullierung kann man mit den Freunden dem Schöpfer näher kommen. Der Schöpfer existiert nicht ohne die Schöpfung: Wenn wir uns verbinden, wird unsere Verbindung Schöpfer genannt. Wir erschaffen Ihn und arbeiten mit Ihm zusammen.

Eine verbundene Gruppe ist wie ein Radioteleskop, das Einflüsse von einer höheren Stufe empfängt. Normalerweise fühlt es ein Mensch nicht, aber der verbundene Zehner kann diese besondere, unbegreifliche Kraft von oben wahrnehmen. Diese Kraft entfaltet sich im Zehner und arbeitet wie ein Radar, wie eine Satellitenschüssel, die diese höhere Kraft für uns aufspürt.

Ohne eine solche Gruppe könnten wir die Offenbarung des Schöpfers nicht erreichen. Nur wenn wir uns auf eine bestimmte Art und Weise verbinden, können wir dieses Radar, unser gemeinsames Verlangen erschaffen, drehen, abstimmen, um darin das einzufangen, was der Schöpfer genannt wird. Das heißt „komm und sieh“ (bo-re).

Der Schöpfer übersteigt unser Fassungsvermögen. Die einzige Möglichkeit Ihn zu offenbaren besteht darin, uns zu verbinden und uns auf Ihn einzustimmen. So kann jeder Funkempfänger nur die Welle empfangen, die in ihn eintritt. Es gibt nichts Wichtigeres als unsere Verbindung, denn sie bringt uns in Einheit mit dem Schöpfer.

Egal, wie sehr man versucht, eigene Wünsche in Einklang zu bringen, wird einem irgendwann klar, dass man nicht in der Lage ist, die Verbindung zum Schöpfer zu erreichen. Man braucht die Verbindung zu seinen Freunden. Nur durch sie kann man mit dem Schöpfer in Kontakt treten. Ich bin die letzte Sefira von Malchut und meine Freunde sind die ersten neun Sefirot, durch die mich der Ruf des Schöpfers erreicht.

Die Voraussetzung für das Gebet ist, dass wir uns so sehr auf die Freunde einlassen, dass wir spüren, dass wir in unserer Verbindung eine Botschaft des Schöpfers empfangen können. Wenn man diese Botschaft begreift, möchte man mit seinen Freunden darauf reagieren.  Durch sie können wir uns erheben und den wahren Kontakt mit dem Schöpfer erreichen.

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Aus der Lektion zu Jom Kippur

„Materielle Gebote“ und die Korrektur des Herzens

Frage: Wie können wir die richtige Verbindung zwischen uns realisieren? Sind hiefür rein spirituelle Handlungen notwendig?

Meine Antwort: Nein, wir müssen alle möglichen Handlungen, die auf die Verbindung in dieser Welt gerichtet sind, ausführen: in der Gruppe, in der Verbreitung.

Wir müssen eine neue Herangehensweise bei der Erziehung von Kindern und Erwachsenen, bezüglich die Beziehungen zwischen den Menschen in der Welt etablieren, damit alle unsere Verbindungen dem spirituellen Aufstieg, der Enthüllung des Schöpfers in uns dienen.

Alle diese Handlungen nennen sich Gebote, wir müssen sie erfüllen, um unser egoistisches Verlangen zu korrigieren, bis der Schöpfer sich in voller Kraft darin enthüllt.

Die zerbrochenen Verlangen, der ganze gegenseitige Hass wird als „Anti-Gebote“, Anti-Schöpfer bezeichnet. Wenn ich Hass in Liebe umwandle, bedeutet das, dass ich Gebote – Handlungen, die uns verbinden – erfülle.

Die Formen der sich enthüllenden Verbindung, die zeigen, wie jedes Verlangen sich mit den anderen verbinden muss, werden in mir als das Abbild des Schöpfers wahrgenommen.

Das heißt, der Schöpfer ist die richtige Verbindung zwischen uns! Wir nehmen Ihn wie ein richtiges Verbindungsnetz, das uns vereint und in dieses System mit einschließt, wahr.

Genau das wird auch als Schöpfer bezeichnet, diesen Zustand muss ich erreichen, darum heißt Er auch so: „Bo-Re“ (komme und siehe).

Das beinhaltet auch physische Handlungen: Arbeit in der Gruppe, Freundes-Versammlungen, Kongresse, gemeinsames Studium – doch nach allen diesen äußeren Handlungen ist die innere Arbeit, die wahren inneren Korrekturen, die Korrekturen der Seele notwendig. Denn der Schöpfer verlangt nach der Korrektur des Herzens.

Und diese Handlungen heißen „materielle Gebote“, obwohl sie nicht mit Händen und Füßen ausgeführt werden. Das sind spirituelle Handlungen, und ich kann sie nur vollziehen, wenn ich über das Licht, das zur Quelle zurückführt, verfüge.

Ich mache das nicht selbst! Alle gemeinsam: Ich, die Gruppe und der Schöpfer – wir drei machen alle möglichen Verwandlungen durch. Nur gemeinsam! Keine Korrektur kann alleine vollzogen werden, man braucht die Kombination von allen drei Komponenten.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 17.10.2010

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Bürgschaft ist das Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Ist das Licht, das zur Quelle zurückführt, unser Kompass in der Gruppe? Oder ist die Verbindung unser Kompass?

Meine Antwort: Die Verbindung kann nicht der Kompass sein, denn ich habe sie noch nicht erreicht. Der Kompass zeigt mir den Punkt an, in dem ich mich noch nicht befinde. Dieser Punkt ist die Einheit unter uns, sie muss ich erreichen.

Darum ist alles, was ich jetzt tue, indem ich Anstrengungen in der Umgebung, in der Gruppe unternehme, mich von meinen Freunden begeistern lasse, von ihnen die Wichtigkeit des Ziels erhalte und meine eigene Nichtigkeit erkenne – all das tue ich, um den Sohar nun mit der Empfindung und dem Verständnis zu lesen, dass er uns die wahren, hohen, spirituellen Zustände beschreibt, die ich wahrzunehmen und zu erreichen wünsche.

Es ist uns verboten, zu vergessen, dass das Licht eine Erscheinung innerhalb des Verlangens (Kli), die Form des Verlangens ist. Wir studieren, empfinden und besprechen nur die Materie und die Form, die in die Materie eingekleidet ist.

Die Materie ist unser gemeinsames Verlangen zu genießen, das wir zu einem Ganzen vereinen und ihm die Form der Verbindung zwischen uns, genannt „Bürgschaft“, geben wollen.

Die Bürgschaft an sich, wenn sie eintritt, wird das Licht sein. Denn die Rede ist nur von der Form, die dem Verlangen (Kli) eigen ist. Ich weiß nicht, was die Elektrizität, das Licht an sich ist, ich weiß nur, welche Veränderungen davon im Material stattfinden.

Darum strebe ich nur die Form, die in die Materie eingekleidet ist, an. Diese Form ist der Schöpfer („Bo-Re“ – „Komme-Sehe“), das Licht, das in seinen verschiedenen Erscheinungen wirkt – als umgebendes oder inneres Licht, „Nekudot“ (Punkte) oder „Taamim“ (Geschmäcke) usw.

Letztendlich muss ich mich selbst fest davon überzeugen, dass es nichts außer unseren Verlangen, die auf eine richtige Art und Weise verbunden sind, gibt – und das nennt sich „Licht“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 21.10.2010

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Wo soll man den Schöpfer suchen?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum reden wir immer nur über die Verbindung zwischen uns und nicht über die Verbindung mit dem Schöpfer?

Meine Antwort: Im Moment geht es uns um die Umsetzung unserer Aufgabe, darum schenken wir so viel Aufmerksamkeit der Verbindung zwischen uns.

Das Endziel ist die Verschmelzung mit dem Schöpfer nach dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften, was für uns, „Mensch“, Adam (dem Schöpfer „gleich“) zu werden bedeutet.

Dafür müssen wir unser spirituelles Gefäß (Kli) vorbereiten, indem wir es an den Höheren angleichen. Dieses Gefäß muss für alle eins sein, wo sich alle seine Teile wie ein Mensch mit einem Herzen vereinen.

Im Gefäß sind unser ganzer Hass, Neid, Ehrgeiz, Hochmut und Machtgier enthalten, und über all dem müssen wir uns erheben und vereinen, um uns an den Schöpfer anzugleichen und Verschmelzung mit Ihm zu erreichen.

Uns kommt es vor, als ob befände sich der Schöpfer irgendwo außerhalb von uns , doch letztendlich enthüllt Er sich innerhalb  jenes gemeinsamen Gefäßes, das wir zwischen uns aufbauen.

Deshalb, um den richtigen Durchblick zu haben, müssen wir alles so wahrnehmen, als ob es sich alles an einem Ort befinden würde. Dieses Gefäß bauen wir zur Enthüllungen des Schöpfers auf! Es befindet sich genau dort, wo wir uns über unserem Egoismus verbinden.

Unser Egoismus bleibt unten, und darüber bauen wir Verbindungen untereinander auf. Und wenn unsere Verbindung wirklich stark ist und auf der Kraft des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, aufgebaut ist, werden wir darin den Schöpfer (Bore) enthüllen, was  „komme und siehe“ (Bo-Re) bedeutet.

Und Es ist nicht etwa so, dass Er irgendwo dort oben im Himmel sitzen würde und ich hier unten irgendetwas machen würde, um Ihn im Himmel zu enthüllen.

Sondern genau innerhalb der Verbindung zwischen den Seelen, enthülle ich ihn, zwischen den Organen des spirituellen Organismus, als das ihn erfülltende innere Licht.

Und die Menschen glauben, dass wir den Schöpfer ausschließen und nur über die Verbindung untereinander reden, weil sie in ihrem Inneren nicht bereit sind, zu akzeptieren, dass es eine Verbindung zwischen unserer Arbeit, dem Studium, der Verbreitung, der Vereinigung miteinander und dem Schöpfer gibt.

Jeder nimmt den Schöpfer als etwas Großes wahr und ist bereit, sich mit Ihm zu vereinen, und mit einem anderen Menschen nicht. Sie verstehen aber nicht, dass das ein und dasselbe ist.

Eine innigere Verbindung zwischen den Menschen nennt sich „Schöpfer“, die Eigenschaft des Gebens, doch die Natur des Menschen lässt ihn das nicht akzeptieren…

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Die Kabbala ist das steuernde Programm der Schöpfung


Die Wissenschaft der Kabbala ist nicht nur eine Beschreibung der Realität, sie ist viel eher das steuernde Programm der gesamten Schöpfung, Anweisungen für die Geschöpfe dazu, wie man die gesamte Realität verwendet. Das Programm ist so geschrieben, dass es an und für sich eine gesamte Realität ist.

Wenn wir Kabbalistische Texte lesen oder darüber sprechen, wenn wir darüber nachdenken oder sie fühlen, absorbieren wir ungewollt das Licht innerhalb von uns selbst, in unserem noch nicht geformten Verlangen. Das Licht formt dieses Verlangen aus, indem es uns in eine neue Realität führt.

Wir müssen verstehen, dass die Wissenschaft der Kabbala alles in sich vereint, das Material (das Verlangen, die Schöpfung) und das Licht (der Schöpfer). Tatsächlich schreibt man Schöpfer auf Hebräisch „Bo-Re“, was „komm und sehe“ bedeutet was in den Gefässen der Wahrnehmung des Geschöpfes enthüllt wird.

Es ist ein Programm der Schöpfung, das vom Beginn bis zum Ende die gesamte Schöpfung und all das beinhaltet, was wir wahrzunehmen fähig sind, zusammen mit der Urkraft, die uns erschuf und alles lenkt. Es gibt nichts, was durch diese Wissenschaft nicht abgedeckt wird. Normalerweise, denken wir, dass die Wissenschaft eine Beschreibung irgendeines (Kraft-)Feldes der Schöpfung und dessen Eigenschaften ist.

Aber die Kabbala ist keine Beschreibung. Ihre Buchstaben selbst sind Gefässe der Wahrnehmung. Die Aktionen, worüber die Wissenschaft der Kabbala spricht, sind tatsächliche Aktionen, und wenn wir fähig wären, diese Zeilen so zu lesen, wie sie geschrieben wurden, hätten wir diese Aktionen durchgeführt indem wir sie lesen. Tatsächlich lesen wir innerhalb unseres Verlangens und unser Verlangen hätte diese Aktion augenblicklich und simultan mit dem Lesen des Textes vollzogen.

Die Wissenschaft der Kabbala ist die tatsächliche Realisierung des gesamten Materials der Realität und nicht eine Beschreibung der Struktur der Schöpfung und wie sie funktioniert. Die Wissenschaft der Kabbala an und für sich setzt die Realität in Bewegung. Kabbalisten schreiben ihre Bücher für diejenigen, die bereits einen anti-egoistischen Schirm über ihrem Verlangen nach Freude zu empfangen besitzen und augenblicklich alle Aktionen durchführen können.