Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Sich nach dem Schöpfer sehnen

Eine Frage, die ich erhielt: Baal HaSulam schreibt, dass nur, wenn der Mensch verzweifelt, er den Schöpfer enthüllen wird. Bedeutet das etwa, dass wir in einem bestimmten Moment aufgeben, auf den Kampf verzichten müssen?

Meine Antwort: Nein, wir geben nicht nach. Wir kämpfen, um in die spirituelle Welt aus eigener Kraft eintreten zu können. Anschließend verzweifeln wir daran, weil wir begreifen, dass wir selbst den Machsom nicht durchbrechen können.

Doch erst dann spüren wir wirklich die Notwendigkeit des Schöpfers, ziehen anschließend Seine Kraft an und brechen aus dem Gefängnis aus.

Es ist unmöglich, Bedürfnis nach dem Schöpfer zu haben, bis wir nicht an den eigenen Kräften verzweifelt sind. Im Moment wollen wir uns selbst, aus eigener Kraft verbinden, uns verändern, gute Beziehung herstellen… Wir versuchen selbständig zu handeln, als ob der Schöpfer nicht existieren würde.

Doch wenn wir den Wunsch verspüren, einander wirklich näher zu kommen, werden wir begreifen, was wir ein wenig während des Kongresses gespürt haben: wir sind dazu nicht in der Lage. Jeder wird von den Anderen durch eine Trennwand, durch die er nicht im Stande ist durchzubrechen, getrennt. Jeder sitzt in seiner Kammer, wie die Bienen in den Waben, isoliert von den Anderen.

Wenn ich den Wunsch verspüre, aus dieser Kammer auszubrechen, wenn ich alle Anstrengungen unternommen und begriffen habe, dass ich machtlos bin, dann werde ich darauf kommen, dass es den Schöpfer gibt, der mir Kraft verleihen und mich retten kann.

Früher habe ich von Ihm gehört und gelesen, Er befand sich jedoch außerhalb des Feldes meiner Verlangen und Gedanken. Er war noch nicht mein Partner. Nun habe ich zum ersten Mal gespürt, dass ich ohne Ihn hilflos bin.

Auf diese Weise erweckt der Schöpfer den Pharao in mir. Nachdem ich einige solche Handlungen erlebt habe, werde ich begreifen, dass ich ohne Ihn die Freiheit nicht erlangen werde. Und sobald ich das gespürt habe und zu Ihm aufschreie, sperrt Er alle Riegel auf.

Mein ganzes Problem besteht darin, das Verlangen nach dem Schöpfer zu bekommen, zu wollen, dass Er in mir zum Vorschein kommt und meine Natur verändert, zu wollen, dass Seine Kraft des Gebens sich in mich kleidet.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.11.2010

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Das Verschwinden der Bienen ist ein weiteres Symptom für das Ungleichgewicht des Menschen mit der Natur


In den Nachrichten (aus The Guardian): „Bombe im Bienenstock“ – „Wenn die Biene von der Oberfläche der Weltkugel verschwindet, dann würde der Mensch nur noch vier Jahre zu leben haben. Keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Das ist, was Einstein angeblich gesagt haben soll … und die Empfindung klingt immer noch nach. Ein Drittel von allem, was wir essen und vieles von dem, was wir anziehen, beruht auf der Bestäubung durch die Bienen, jedoch sterben sie an allen Plätzen der Welt in einem verheerenden Ausmaß. In 2007 erschien das „Bienenvölkersterben“ plötzlich in den Schlagzeilen. Fantasiereiche Theorien über „Bienen Aids“ und was dahinter steckt, reichen von einem Plot der Al-Qaida und Bestrahlung durch Mobiltelefonmasten bis hin zu einem himmlischem Eingriff in Form einer „Honigbienenverzückung“.

Mein Kommentar: Das Ungleichgewicht in der Natur ist ein Resultat des stets wachsenden Egoismus des Menschen und des Hasses unter den Leuten. Wir sind der mächtigste Faktor, der einen Bruch des Gleichgewichts in der Natur verursacht.

Die Ursache dafür ist, dass je mächtiger eine Kraft ist, desto subtiler und unscheinbarer ist sie. Demzufolge ist die mächtigste und einflussreichste Kraft in der Welt unser Verlangen und unsere Gedanken (Herz und Verstand). Folglich, wenn wir nicht versuchen, eine harmonische Beziehung mit anderen und der uns umgebenden Welt zu schaffen, dann begehen wir eine Sünde und zerstören das ökologische und spirituelle Gleichgewicht der Natur.

Wir spüren nicht, woher die Kräfte, die uns bewegen und zur Balance treiben, herkommen, aber sie wirken. Das ist kein Mystizismus. In der Tat ist das Leiden, das wir verspüren, ein Ergebnis des Einflusses dieser Kräfte, und unglücklicherweise manifestieren sich die Ergebnisse auf der physischen Ebene.

Jeder Mensch und die Menschheit als Ganzes können von nichts überzeugt werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie es klar wahrnehmen können. Deshalb ist es so wichtig für uns, die Weisheit der Kabbala zu entwickeln und zu verbreiten, denn es ist die Wissenschaft der Offenbarung des Schöpfers, der allgemeinen, lenkenden Kraft der Natur. Diese Offenbarung wird uns überzeugen, unsere Beziehungen zu korrigieren – und wir werden überleben.

 

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