Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Beziehungen'

Männer und Frauen sind mit verschiedenen Dingen zufrieden

Eine Frage, die ich erhielt: Warum fühlen sich Frauen deprimierter als Männer? Und ist das wirklich so, oder denken die Leute das nur, weil Frauen sich schneller an einen Psychologen wenden als Männer? Und ist es wahr, dass eine Frau einen Mann braucht?

Meine Antwort: Männer, wie Kinder, haben in dieser Welt mehr Gelegenheiten zu „spielen“, als eine Frau. Deshalb sind Frauen öfter deprimiert als Männer. Ein Mann fühlt mehr Befriedigung durch die oberflächlichen Aspekten einer Beziehung, eine Frau hingegen mehr durch Gefühle. Das macht Männer auch weniger abhängig.

Der Talmud sagt, dass eine Frau 90% ihres Vermögens für eine tief empfundene Verbindung mit einem Mann aufgeben würde, aber ein Mann würde nur 10% aufgeben. Mit anderen Worten findet eine Frau zu 90% durch Gefühle und ein Mann zu 90% durch den Körper Erfüllung.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Warum sind Frauen depressiver?

Der Schmetterlingseffekt und die Globale Krise

Die Wirtschaft ist eine Wissenschaft über die menschlichen Wechselbeziehungen, die in der offenbaren Form uns nicht geöffnet sind. Wir können uns schlecht in den eigenen Gefühlen orientieren, und in den Beziehungen zwischen uns noch weniger. Alle Wissenschaften untersuchen und öffnen uns die Welt auf drei Niveaus: leblosen, pflanzlichen- und tierischen. Und das Niveau „der Mensch“ können wir erst begreifen, wenn wir über dieses Niveaus hinaufsteigen «über uns». Es ist nur bei der Realisierung und Beachtung des Hauptnaturgesetzes «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» möglich.

Und die moderne Globalisierung verpflichtet uns dazu: wir sollen zu Einheit und Liebe (anstelle des Hasses und der Konkurrenz) kommen, um den Naturverwaltungskräften zu entsprechen. Wir werden in der globalen Krise solange feststecken, bis wir beginnen uns zu verändern, uns als ein Teil des Einheitssystems zu fühlen, in dem sich alles in der Harmonie, in allen Wünschen, Gedanken und Handlungen, befindet. Wie ist das zu verwirklichen? Dies erklärt uns die Wissenschaft der Kabbala.

Im Laufe von hunderttausenden Jahren ging unsere Entwicklung auf der Erdkugel nach dem individuellen Weg. Jeder Mensch entwickelte sich persönlich, und bei der Bildung von großen Menschenvereinigungen – Gemeinden, Städte, Staaten wogen sie sich, auf eine oder andere Art aus. Das menschliche Ego hat das globale Niveau noch nicht erreicht.

In unserer Entwicklung durchliefen wir einige Stufen: die Perioden der Sklaverei, des Feudalismus, des Kapitalismus, die postmoderne Periode. In jede dieser Epochen (Stufen) änderte sich die Verbindung zwischen den Menschen in ihrer Qualität. Wir setzten uns ins Netz der künstlichen Gesetze ein, die wir für die Regulierung der zwischenmenschlichen Beziehungen festlegten. Es fanden sich «die klugen Köpfe», die meinten, dass die Verbindung zwischen uns durch diverse Ordnungen verwirklicht werden sollten. Aber das waren Gesetze, die der Mensch erfand. Er erkannte entsprechend seinem Ego wie es gerade am sinnvollsten zu handeln war.

In unseren gegenwärtigen Beziehungen beginnen die Naturgesetze zu gelten, und wir setzen fort so zu leben, als wären diese Gesetze uns unbekannt. Wir enthüllten unser Ego, das heißt wir stiegen zu solchem Zustand hinauf, der eigentlich unser Endzustand ist. Aber wir verstehen immer noch nicht, dass jeder von uns die gesamte Masse in Bewegung bringen kann, und somit alle Naturniveaus beeinflusst, der sogenannte Schmetterlingseffekt. Sich in der global verbundenen Welt befindend, wie in einem kleinen Dorf, in dem jeder Einzelne von ganzem Kollektiv abhängig ist, also vom Flügelschlag des kleinen Schmetterlings, müssen wir uns an den Händen fassen!

Wenn wir fortsetzen nach den jetzigen Gesetzen zu leben, so wird es nicht funktionieren, es wird einfach keine Übereinstimmungen geben. «Wir sollen uns bis zu einem Zustand entwickeln, indem wir begreifen, dass wir wirklich alle miteinander verbunden sind», schreibt Baal HaSulam im Artikel „Der Frieden“.

Das Wirtschaftssystem ist nur das erste System, dass uns verbindet und die Krise zeigt, inwiefern wir uns alle in «einem Bündel» befinden. Bald werden wir auch andere Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten entdecken. Wir entdecken, dass wir gemeinsame Krankheiten haben, das heißt, dass meine Gesundheit von der Gesundheit eines Anderen, womöglich einem Neuseeländer, abhängt. Daraufhin wird klar, dass der Schlüssel meines Lebens sich in den Händen von jedem Menschen auf der Welt befindet. Und er kann mit meinem Leben alles anstellen, was ihm in den Sinn kommt.

Wenn wir alle keine einheitliche Ganzheit darstellen, so werden wir entgegengesetzt den Naturgesetzen, und dieses Gegenteil wird von uns wie Leiden oder Krisen empfunden. Als Nächstes kann eine ökologische Krise kommen, oder plötzlich bricht eine Epidemie aus.

Wenn wir beginnen, an diese Abhängigkeit nur zu denken, ohne zu widersprechen und dies auch in der Masse der Menschen geschehen wird, so finden wir uns sofort in einem komfortablen Zustand, in Bezug auf die Natur wieder und werden ihren positiven Einfluss fühlen. Wir werden plötzlich fühlen, dass alles sich ändert. Und «die schwarzen Wolken» lösen sich plötzlich auf.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Gesellschaft der Zukunft
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)

Auch Biotreibstoffe befinden sich außerhalb des Gleichgewichts mit der Natur


In den Nachrichten (aus „The Guardian“):Biotreibstoffe sind gesundheitsschädlicher für den Menschen als Benzin und Diesel“, warnen Wissenschaftler. Die Studie zeigt, dass auf Mais basierendes Bioethanol, das weitgehend in den Vereinigten Staaten produziert wird, eine komplexere Umwelt- und Gesundheitsbelastung darstellt, als konventionelle Treibstoffe… bei Biotreibstoffen werden die Probleme durch Partikel verursacht, die während des Wachstums und der Verarbeitung abgegeben werden…
Bevor wir größere Ressourcen für neue Biotreibstoffe aufwenden, sollten wir versuchen, andere mögliche Belastungen auf die Gesellschaft zu messen – Wasserqualität, Artenvielfalt und so weiter – und all diese in unsere Analysen einbinden.

Mein Kommentar: Es gibt nur einen Weg, dem Unheil auszuweichen, und zwar nach Gleichartigkeit mit der Natur zu streben. Das Wissen, das wir erhalten werden, wenn wir aufs Geben und die Liebe hinstreben, wird es uns möglich machen, uns korrekt zu verändern. Wir werden verstehen, wie wir unsere sozialen Beziehungen ändern müssen, wie unser Handel und die Finanzsysteme aufzubauen sind, welche Industrien zu entwickeln sind usw.

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Eine Welt ohne Geld


Eine Frage, die ich erhielt: Glauben Sie wirklich an eine Welt ohne Geld?

Als Antwort möchte ich den Brief meines langjährigen amerikanischen Studenten, Tasha, online stellen:

Ich arbeite in einem Finanzunternehmen, das bis vor kurzem zu den Grundpfeilern der Finanzwelt zählte, das sich aber nun an jeden Dollar klammern muss, um sich über Wasser zu halten. Noch vor nur einem Jahr gab es in diesem Unternehmen keine einzige freie Stelle, doch nun, nur ein Jahr später sind weniger als ein Drittel der Stellen besetzt. Jeden Monat werden Menschen entlassen. Alle warten, dass es sie trifft, alle hoffen dabei das Unvermeidliche hinausschieben zu können und versuchen eine Lösung zu finden, um ihre Familie zu ernähren.

Was ist also geschehen? Warum ist alles auseinandergefallen? Man sagt uns, wir hätten für „virtuelles“ Geld gelebt und gearbeitet. Aber wir haben gearbeitet und haben anderen die Möglichkeit gegeben zu arbeiten und ihre Familien zu ernähren. Was hat sich also geändert?

Die materielle Welt hat sich nicht verändert, aber die Büros sind leer, Flüge sind gecanceled und niemand macht mehr Urlaub in Ferienanlagen. Stattdessen stehen die Menschen Schlange, um Arbeitslosengeld zu erhalten. Warum erlebt jeder auf diesem Planeten plötzlich eine surreale Welt? Warum funktioniert das althergebrachte System nicht mehr, wo jeder vom Anderen etwas bekam? [Rest des Beitrags lesen →]

Junge Erwachsene lehnen die Ehe wegen des globalen Egoismus, der offenbart wird, ab


In den Nachrichten (aus Daily Telegraph): „Die Ehe wird von jungen Erwachsenen nicht als die ´beste Beziehung´ betrachtet“. Ehe wird von der jüngeren Generation nicht mehr als die beste Form einer Beziehung betrachtet, wie die größte Studie über öffentliche Einstellungen in Großbritannien zeigt. Ehepaare werden im nächsten Jahr in der Minderheit sein, weil eine zunehmende Anzahl von Leuten beschließt, außerhalb der Ehe zusammen zu leben.
Meine Anmerkung: Das geschieht, weil der globale Egoismus jetzt offenbart wird, und es uns zeigt, wie wir alle miteinander verbunden sind, und wie sehr wir diese Verbindung nicht wünschen.

Wenn wir daher jetzt nicht beginnen, unsere Eigenschaft von „jeden zu benutzen “ zur Eigenschaft „jedem zu nützen“ zu korrigieren, werden wir mit einem vollständigen Zusammenbruch der Familieneinheit enden, die der grundlegende Baustein der Gesellschaft ist.

Solch ein Zusammenbruch der Familieneinheit, der Basis des Lebens, geschieht nur bei den Menschen. Es geschieht nicht bei Tieren, weil sie nicht dieselbe egoistische Verbindung zwischen Ehegatten haben, wie der Mensch, der die Einheit erreichen muss, wo „alle wie einer sind“, gemäß dem Gesetz der Gegenseitigen Bürgschaft (Arvut).

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus
Artikel über Ehe

Die Menschen versuchen ihre Augen vor der Krise zu verschließen


Nachrichtenbericht (übersetzt von prime-tass.ru): „Das Wort ‚Krise‘ wird vertuscht.“ Geschäftsleute und Massenmedien vermeiden den Gebrauch von Ausdrücken, wie „die globale Finanzkrise“, „Rezession“, „wirtschaftliche Instabilität“ und „Sackgasse“. Sie erfinden positivere und vage Ausdrücke um die Krisen-Rhetorik zu verhindern. Zum Beispiel reden Sie anstelle von einer „globalen Rezession“ von einer „zeitlichen Instabilität“, und anstelle von „Krise“ sagen sie „eine Periode von Gelegenheiten“.

Mein Kommentar: Ich kann sie verstehen: Die zuverlässige Welt des Geldes und der Macht ist plötzlich unberechenbar und flüchtig geworden. Die Zukunft ist unsicher und für einen Volkswirt ist das schlimmer als der Tod. Während die Finanzexperten mit der Krise kämpfen, versuchen sie immer noch:

1. Die Panik zu verbergen, die die Finanzmärkte einhüllt.
2. Die Wirtschaft zu unterstützen, zu einer Zeit, in der kein Kredit erhältlich ist.

Desweiteren weiten die Regierungen die Kredite für die Banken und die Großfirmen aus, indem sie deren Darlehens-Sicherheiten garantieren – eine Maßnahme, um den Revitalisierungsprozess zu entlasten. Jedoch ist es unmöglich, die alten Verhältnisse wieder zurück zu bringen. Vielleicht können sie zeitweise zurückgebracht werden, aber das wird große Ausgaben mit sich bringen und wird künstlich sein, ähnlich einer Wiederbelebung eines Patienten, der in einem hoffnungslosen Zustand ist.

Die Lösung für dieses Problem liegt darin, die Welt, in der wir uns plötzlich wiedergefunden haben, ganzheitlich, global zu studieren. Sie funktioniert über vollkommen verschiedene soziale Gesetze, Beziehungen und vertragsgemäße Bedingungen als unsere alte Welt, welche nicht global verbunden war.

Wie knüpfen wir neue Vereinbarungen oder schaffen neue finanzielle Programme, während wir dem universalen Wirkungszusammenhang Rechnung tragen? Das System beginnt in neuer, unbekannter Weise zu arbeiten und die Querverbindungen zwischen den Finanzstrukturen sind die „Unbekannten“ in der Gleichung. Niemand weiß bisher, was sie [die Faktoren (Anm. d. Ü.)] sind und wie man mit ihnen arbeiten muss.

Das ist genau das, was Kabbala erklärt: die Globalität der Welt, denn sie studiert den Schöpfer, den Einen Globalen Regenten. Alles was geschieht, ist seine Art und Weise, uns ins Bewusstsein zu bringen, dass es notwendig ist, Ihn zu kennen!

Wenn wir jedoch dabei bleiben, ein neues „positives und vages“ Vokabular zu erfinden, wird es uns teuer zu stehen kommen und die Krankheit in uns nur noch verschlimmern.

Verwandtes Material:
Blog-posts zur Finanzkrise

Die Finanzkrise ist zu unserem Besten


Die Globalisierung ist die Enthüllung des Gesetzes der Verbindung unter den Menschen. Anstatt nützlich zu sein, verursacht es in unserer Gesellschaft jedoch Probleme, weil jeder Mensch das „globale System der Verbindung zwischen den Menschen zu einem Organismus“ zu seinem eigenen Vorteil nutzen möchte, anstatt es auf die Weise zu nutzen, für die es geschaffen wurde: für jeden zur gemeinsamen Nutzung zu unser aller Wohl.

Wir sind heute wie Organe in einem einzigen Körper miteinander verbunden und das Leben des Kollektivs hängt von jedem einzelnen ab. Unter diesen Umständen ist es sinnlos, auf egoistische Weise rechtschaffen zu sein – eine globale Regierung zu schaffen, eine Welt-Bank oder gemeinsame Behörden. Dies wird uns nicht helfen damit aufzuhören, entgegengesetzt der Natur und ihrem Gesetz der weltweiten gegenseitigen Verbindung zu sein. Stattdessen müssen wir unsere Beziehungen von kommerziellen zu integralen Beziehungen umwandeln, die sich auf gegenseitige Rücksichtnahme gründen. Selbst die ehrlichsten Beziehungen von „was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein“ und die Politik der Gewaltlosigkeit werden weiterhin Krisen hervorrufen, bis wir erkennen, was zu tun ist.

Die Kabbala schlägt vor, dass wir beginnen, die Menschheit als einen einzigen Organismus zu betrachten und zu lernen, wie wir uns in unserem neuen Stadium richtig verhalten. Auch wenn wir anfangs überhaupt nichts an unseren Beziehungen verändern, können wir schon aufhören, der Natur entgegengesetzt zu sein, indem wir einfach die Kommunikations- und Verteilungsregeln innerhalb eines einzelnen Organismus studieren – und dann werden wir sofort eine Verminderung des Leidens spüren.

Die praktischste Lösung der Krise ist es, ihre wahre Ursache zu studieren. Oder in anderen Worten, in einer integralen Gesellschaft leben zu lernen, in der das Wohl eines jeden von jedem anderen abhängt. Darüberhinaus müssen wir unsere Kinder dieses Naturgesetz lehren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Die Gesetze der Zukünftigen Gesellschaft

Wünsche für das Neue Jahr 2009


Die Finanzkrise stellt die Zusammenfassung für das Jahr 2008 dar. Tatsächlich begann die Krise vor Jahrzehnten – in der Kunst, der Wissenschaft, der Familie (Scheidung), der Bildung, der allgemeinen Depression, Drogenmissbrauch und nutzlose Berufe. Als echte Egoisten, die wir sind, reagierten wir darauf jedoch nur, wenn es um unseren Geldbeutel ging. Die Krise wurde durch nichts anderes als die von uns geschaffenen, global gewordenen Beziehungen enthüllt. Wir entdeckten, dass wir miteinander verbunden und voneinander abhängig sind – und voller Hass füreinander. Wenn dies in einer Familie geschieht, reicht das Ehepaar die Scheidung ein, was aber sollen wir tun? Darin liegt die wahre Krise und unsere Zukunft hängt von ihrer Lösung ab.

2009 wird das Jahr sein, in dem wir erkennen werden, dass wir alle eine einzige Familie sind. Die Menschen werden begreifen, dass ihre egoistische Natur böse ist. Sie werden anfangen ihre Augen zu öffnen und anders zu denken. Dies wird es vereinfachen, die Schwierigkeiten durchzustehen. Die Menschen werden spüren, dass die Natur, die den Egoismus in uns erschuf, uns zur Veränderung zwingt. Indem wir unsere Beziehungen korrigieren, können wir den Verlauf der Krise beschleunigen und entschärfen. Leiden und der Wille zum Überleben werden uns zwingen damit zu beginnen, das biblische Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen – und dann wird die Krise durch eine Welt ersetzt, die gut und voller Licht ist. Dies wünsche ich Ihnen für das Jahr 2009!

Unsere Sehnsüchte kommen aus der Gesellschaft

Drei Fragen, die ich über das Ausgleichen der Spiritualität mit dieser Welt erhielt:

Frage: Ich habe gehört, wie sie im Kinderunterricht gesagt haben, dass wir die Leute beneiden sollen, die bei der Gruppe mitwirken und andere lieben. Soll ich mich selbst belügen, mir selber einreden, dass ich die Mitwirkenden ebenso beneide, wie ich in der Realität zum Beispiel jemanden beneide, der ein neues Auto hat? Bitte geben Sie mir einen Rat, was ich in Übereinstimmung mit der Kabbala tun soll.

Meine Antwort: Studieren Sie weiter; die Gruppe und die Unterrichtsstunden werden Ihnen das Gefühl geben, dass andere Werte wichtiger sind. Das ist besser, als sich dem Anhäufen von Dingen hinzugeben und sich später desillusioniert zu sehen. Sie werden sich von der Höheren Welt, die sich Ihnen zu offenbaren beginnen wird, erheblich erfüllter fühlen, als von einem neuen Auto. Das Auto ist Ihnen wichtig, weil die Gesellschaft es wertschätzt. Aber wenn Ihre Gesellschaft andere Dinge als wertvoll erachtet, werden sich genauso auch Ihre Prioritäten ändern.

Frage: Manchmal werde ich böse auf den Schöpfer, aber in Wahrheit werde ich böse auf mich selbst, weil ich mich selbst frage: „Wieso ist der Prozess der Korrektur so langatmig!?“ Und dann beantworte ich mir die Frage selbst: „Weil ich mich nicht genügend anstrenge!“

Meine Antwort: Es mangelt Ihnen am Druck aus dem richtigen Umfeld.

Frage: In mir findet eine Diskussion statt: Auf der einen Seite habe ich einen neuen Job, der mich interessiert und mir Freiraum für die Verbesserung meiner beruflichen Fähigkeiten lässt, damit ich in Zukunft einen gut gesicherten Arbeitsplatz habe. Auf der anderen Seite habe ich nach den Morgenunterrichten nicht sehr viel Energie übrig, sodass ich darüber nachdenke, sie zu reduzieren. Es nervt mich schon. Welche ist die richtige Einstellung zu dieser Situation?

Meine Antwort: Sie müssen Ihre berufliche Ausbildung beenden, sodass Sie sich und Ihre Familie unterstützen können, während Sie Kabbala „auf niedriger Flamme“ studieren. Geben Sie sich dennoch in allen anderen Beziehungen dem Studium der Kabbala hin. Wenn Sie diese Balance der Zeit und der Energie halten können, werden Sie in beidem erfolgreich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Einfluss des Umfeldes
Blog-post: Kabbala und Berufswahl
Blog-post: Familie, Kinder, Arbeit und Kabbala
Rabash Artikel: Das Ziel der Gemeinschaft, Teil 2

Das Fundament der Weisheit der Kabbala


Frage: Ich versuche, den Widerspruch zwischen der Phrase „Glaube über dem Verstand“ und Ihrer wiederkehrenden Aussage, dass die Kabbala sich nicht auf Glauben gründet, sondern auf Empfindungen und präzises Wissen, unter einen Hut zu bringen.

Heißt „Glaube über Verstand“, dass ich, anstatt blind etwas zu glauben, das mir erzählt wurde, selbst entscheiden darf, ob ich das Erzählte für wahr oder falsch befinde?

Antwort: Der erste Mensch, der dies fühlte, war Adam (siehe auch Baal HaSulams Artikel „Das Geheimnis der Weisheit“ im Buch Früchte der Weisheit, hebr.). Der jüdische Kalender beginnt an diesem Tag – dem ersten Tag des Monats Tishrey im Jahre 0 (vor 5768 Jahren).

In den auf Adam folgenden Generationen gab es weitere, die den Schöpfer enthüllten, doch die Kabbala, wie wir sie heute kennen, entstand 20 Generationen später im alten Babylon (vor 4000 Jahren). Ein babylonischer Priester namens Abraham „entdeckte“ die kabbalistischen Prinzipien und schrieb sie im „Buch der Schöpfung“ nieder. Er versammelte auch Gleichgesinnte um sich und bildete mit ihnen die erste kabbalistische Gruppe. Seine Anhänger – physische und spirituelle Söhne (damals wurden die Menschen nach dem Anführer des Stammes genannt) entwickelten sich weiter spirituell fort. Solange bis sie durch einen spirituellen Abstieg die Empfindung des Schöpfers verloren und die Empfindung unserer Welt bekamen (als Ergebnis wurde der Zweite Tempel vor 2000 Jahren zerstört).

Danach fielen auch alle Definitionen und Namen, die vorher benutzt wurden, und die Sprache im Allgemeinen (Hebräisch) vom ehemaligen spirituellen Niveau auf das weltliche Niveau. Dieselben Worte wurden an Dingen festgemacht, die man sehen, hören und verstehen konnte. Die Worte erhielten sozusagen eine körperlich weltliche Bedeutung und verloren die Bedeutung, die sie in der Vergangenheit hatten. Seit damals werden kabbalistische Texte mit denselben Buchstaben und Worten geschrieben, doch alles hängt von der Person ab, von der sie gelesen werden – entweder handelt es sich um jemand, der sich auf einer spirituellen Stufe befindet oder eben „nur“ auf einer körperlich weltlichen.

„Glaube über Verstand“ beschreibt folgende Voraussetzung: Das Verlangen (die Eigenschaft) zu geben (Bina, Chafez Chessed, das Licht Chassadim) steht über dem Verlangen zu empfangen – auch Wissen genannte, denn darin empfängt man das Licht der Weisheit – Chochma.

Für Menschen, die die Höhere Welt nicht wahrnehmen, ist das Wort „Glaube“ gleichbedeutend mit an etwas zu „glauben“, das vielleicht existiert – vielleicht aber auch nicht, etwas, was man nicht fühlen kann. Die Kabbala spricht aber nicht von dieser Art zu „glauben“, denn sie bemüht sich ausschließlich darum, den Schöpfer für die Menschheit in dieser Welt zu enthüllen! (siehe Baal HaSulams Artikel: Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala)

Wenn Sie also beim Lesen kabbalistischer Texte die Wahrheit verstehen wollen, müssen Sie das Gelesene von einer körperlich weltlichen auf eine spirituelle Stufe „übersetzen“. Dann werden Sie sich nicht wie all die religiösen Menschen verwirren, die kabbalistische Texte (Tora, Talmud usw.) nur auf einem „materiellen“ Niveau interpretieren. Eigentlich ist das die grundlegende Quelle aller Missinterpretationen des Schöpfers.

Im Artikel „Das Geheimnis, die Weisheit zu erreichen“ schreibt Baal HaSulam: „Die Erkenntnis des gesamten Universums in seiner ganzen Tiefe und alle Beziehungen seiner Einzelteile wurden von Adam vollständig verstanden.“ Daher nennen wir ihn den „Ersten Menschen“ – denn er war der erste, der die Stufe „Mensch“ – Adam in Hebräisch – erreicht hat. Adam bedeutet „im Bildnis des Schöpfers“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur