Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bezeichnungen'

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, T. 18

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Alle Sprachen sind sind die Sprache der Kabbala eingeschlossen.

Wisse, dass die Namen, die Bezeichnungen und Gematria (auch) der Wissenschaft der Kabbala angehören. Und der Grund dafür, dass sie auch in anderen Sprachen vorkommen, liegt darin, dass auch alle Sprachen in die Sprache der Wissenschaft der Kabbala eingeschlossen sind, (daraus entstanden sind und als Teile von ihr gelten), denn all diese Bezeichnungen sind Äußerungen besonderer Partikularitäten, die allen anderen Sprachen helfen.

Und man sollte nicht denken, diese vier Sprachen, die zur Erklärung der Wissenschaft der Enthüllung des Schöpfers verwendet werden, hätten sich zeitlich eine nach der anderen entwickelt.

In Wirklichkeit haben sich diese vier Sprachen gleichzeitig in den Mündern der Weisen der Kabbala offenbart, und in Wirklichkeit schließt jede von ihnen alles (die drei anderen Sprachen) in sich ein, sodass (zum Beispiel) es die Sprache der Kabbala auch im TaNaCh (der Heiligen Schrift) gibt, wie zum Beispiel: die dreizehn Maße der Barmherzigkeit, die in der Tora und im Buch Micha anzutreffen sind, die in jedem Teil wahrnehmbar sind, und Merkawot (die höhere Systemen der Lenkung von höheren Welten, die) bei Jesaja und Hesekiel (beschrieben wurden), und über allen: Das Hohelied (von König Salomo), welches vollständig in der Sprache der Kabbala verfasst ist.

Gleiches gilt bezüglich der Halacha (der Gesetzgebung, die in einem juristischem Stil geschrieben wurden) und Agada (Erzählungen), und umso mehr für heilige unauslöschliche Namen (des Schöpfers) in allen Sprachen, die alle die gleiche Bedeutung haben (d. h. alles behandelt nur einen Gegenstand – die Offenbarung des Schöpfers dem Menschen).

Baal HaSulam. „Die Lehre der Kabbala und ihr Wesen“.

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Das System der höheren Welten

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar

Um uns die Möglichkeit zu geben, den ganzen Prozess der spirituellen Entwicklung umzusetzen, hat der Schöpfer ein System der Verbindung zwischen Ihm und uns erschaffen. Durch dieses System lenkt Er uns von oben, und wir können Ihn von unten um Hilfe bitten und diese von Ihm erhalten.

Dieses System wird in mehrere Teile unterteilt:

1. Die Welt der Unendlichkeit, in der sich der Schöpfer in all Seiner Kraft offenbart.

2. Die Ebene unter der Welt der Unendlichkeit, genannt „die Welt von Adam Kadmon„, wo der Schöpfer seine Einwirkung in fünf Arten, entsprechend den fünf Ebenen unseres Egos, über welches wir uns erheben können, aufteilt.

3. Unter der Welt von Adam Kadmon befindet sich ein Lenk- und Kontrollsystem, genannt „die Welt von Azilut„. Die Welt von Azilut wird in fünf Teile unterteilt – Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut, genannt Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, Seir Anpin und Malchut (Nukwa).

· Atik und Arich Anpin werden im Sohar als „unerkennbarer Kopf“ der Welt von Azilut bezeichnet

· Aba we Ima sind Chochma und Bina, aus denen alle Lichter Chochma und Chassadim zu uns kommen

· Nachdem sie durch Seir Anpin hindurchgegangen sind, kommen diese Lichter zu Nukwa, zu Malchut der Welt von Azilut, genannt „Shechina“, weil das ganze Licht, das für die Seelen bestimmt ist, zu ihr aus der Unendlichkeit kommt. Diese Malchut heißt ebenfalls „Versammlung der Seelen Israel“, weil sie in sich alle Seelen einschließt, die „Isra-El“ („direkt zum Schöpfer“) werden, d.h. zur Welt der Unendlichkeit aufsteigen, wollen.

4. Unter der Welt von Azilut befinden sich die Welten von Brija, Yezira, Assija (die Welten von BYA), in denen sich unsere Seelen aufhalten.

5. Unter den Welten von BYA befindet sich diese Welt.

In der Sprache des Sohar heißt Malchut „Erde“ und Bina (Ima) „Himmel“. Seir Anpin und Malchut tragen im Sohar solche Namen wie Shochen und Shechina, Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) und Versammlung der Seelen Israels, Bräutigam und Braut, Männlicher und Weiblicher Teil (Sachar und Nukwa).

Jede dieser Realitätskomponenten erhält im Sohar vielerlei Bezeichnungen in der Sprache der Umschreibungen (Midrash). Aus diesem Grund, um uns zu helfen, uns mit ihrem inneren Wesen zu verbinden, ergänzt Baal haSulam akribisch die Worte des Sohar durch kabbalistische Begriffe.

Woraus entstehen Wörter

Der spirituelle Eindruck eines Menschen nennt sich „Licht“, ähnlich wie in dieser Welt, wo das Licht Sehen und Verständnis bedeutet.  Man pflegt ja auch zu sagen: „Das Licht der Vernunft“, „sonnenklar“ oder umgekehrt „das Dunkel des Unverständnisses“.

Alle diese Bezeichnungen kommen aus unserer Welt, denn in der spirituellen Welt gibt es keine Wörter. Ein spiritueller Ausdruck bestimmt das Maß des allgemeinen Gebens, in dem ich mich befinde, meine Ähnlichkeit mit dem Höheren Licht: von 0 bis 100% – 125 Stufen insgesamt, von denen jede in zehn Sefirot und noch in viele Unterstufen unterteilt ist.

Auf diese Weise entsteht unsere ganze Sprache, alle Wörter, selbst in unserer Welt, wo ich glaube, mich von irgendwelchen materiellen Gegenständen oder Handlungen beeindrucken zu lassen. Sie sind alle eingebildet, und es gibt nichts außer meiner Empfindung des Höheren Lichtes, das in meinem Verlangen zum Ausdruck kommt.

Das heißt, wir befinden uns ständig in Kontakt mit dem Schöpfer, ob direkt oder umgekehrt, und reagieren nur auf Sein Licht oder dessen Fehlen. So entstehen alle unsere Wörter.

Der Unterschied besteht nur darin, ob ich ausmessen (ermessen?) kann, in welchem Maße ich dem Höheren Licht ähnel – in diesem Fall ist es ein spiritueller Begriff. Wenn ich aber noch nicht mich selbst und mein Maß an Ähnlichkeit mit der Eigenschaft des Gebens erkenne, dann gebe ich meinen Empfindungen „materielle Bezeichnungen“.

Doch wir dürfen uns selbst nicht belügen, dass wir frei sind, diese Bezeichnungen selbst auszudenken, sie gehen von unserer Natur aus.

Und wenn ich als Erster etwas erschaffe und es „Tisch“ genannt habe, dann bedeutet das, dass ich diesen Namen innerhalb meiner Verlangen und Eigenschaften, innerhalb des Lichtes, das sich in ihnen ausbreitet, erhalten habe. Denn ich bin ein spirituelles Gefäß, in dem irgendeine Erscheinung stattfindet.

Deshalb kann es hier keine Zufälle geben. Die gesamte Schöpfung, wie auch immer sie sein mag, ist lediglich ein Verlangen zu genießen (empfangen?), das sich vom Schöpfer beeindrucken lässt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 06.08.2010

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Grundsätzlicher Unterschied der heutigen Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Heute leiden sehr viele Menschen an Depressionen, sie verlassen monatelang nicht ihre Wohnung und brauchen psychologische Hilfe. Was kann ihnen helfen?

Meine Antwort: Heutzutage ist Depression die meist verbreitete Krankheit weltweit. Dagegen kann man nur eine Medizin empfehlen: das Licht, das zur Quelle zurückführt.

Da hilft aber kein Psychologe. Denn der Schöpfer enthüllt sich uns von Seiner Kehrseite.

Jeder von uns sah sich einst als einen kleinen Menschen, um den herum sich die Welt in verschiedenen Schichten unseres Egoismus enthüllt: 1, 2, 3.

Unser Ego wuchs immer weiter und dementsprechend entwickelten wir uns und erschufen eine neue Umgebung – die Welt der neuen Technik, der neuen Technologie, der neuen gesellschaftlichen Beziehungen.

So entwickelten wir uns schrittweise 1 – 2 – 3 im Laufe unserer ganzen Geschichte zum Reichtum, zur Macht, zum Wissen hin.

Doch heute sind wir an der vierten – besonderen – Ebene angelangt! Hier entwickelt sich nicht mehr unser Ego, nicht die Eigenschaft des „Empfangens“ enthüllt sich immer mehr in uns, sondern der Schöpfer, die Eigenschaft des „Gebens“. Das ist der grundsätzliche Unterschied zu unserer Zeit – der Zeit der Enthüllung des Schöpfers.

Früher hat mich die Natur (der Schöpfer) verpflichtet, zu wachsen und immer schlauer, klüger, erfahrener, herrschsüchtiger zu werden, d.h. mich zu entwickeln.

Doch jetzt hat der Mensch seine Entwicklung in dieser Welt abgeschlossen. Die Menschen erkennen die Sinnlosigkeit von Neuentdeckungen – alles erlischt allmählich: die Entwicklung der Wissenschaft, die Weltraumforschung. Wir haben uns totgelaufen.

Als Gegenteil dazu enthüllt sich jetzt der Schöpfer – die neue Natur. Und hier müssen wir bereits anders vorgehen. Wir können nicht mit unserem Egoismus an die neue Etappe herantreten, wir werden nur uns selbst schaden.

Wir müssen verstehen, dass eine vollkommen neue Vorgangsweise begonnen hat, und uns weder unsere Kraft, noch die hochentwickelte Technik oder unsere ganze Wissenschaft helfen kann.

Wir werden plötzlich feststellen, dass alle von uns in dieser Welt erschaffenen Systeme aufgehört haben, zu funktionieren. Alle früheren Ziele haben ihren Wert verloren: Geld, Macht, Wissen, Familie, Bildung, Kultur.

Finsternis und Verzweiflung machen sich in der Welt breit – doch das geschieht, weil sich der Schöpfer, die Kraft des Gebens, in ihr enthüllt. Wir wollen sie jedoch nicht, denn sie annulliert unseren Egoismus, unsere Natur, unsere ganzen Verlangen!

Wie ein Kind, das von einer Ecke in die andere gerannt ist und spielen wollte, plötzlich zu hören bekommt: „Das reicht, jetzt musst du geben und lieb sein – geh mit deiner kleinen Schwester spielen“. Das ist gegen seine Natur, das Leben färbt sich schwarz , es verliert sofort seine ganze Energie.

Das macht verständlich, warum Menschen depressiv werden und monatelang ihre Wohnung nicht verlassen können. Antidepressiva sind die meist verbreiteten Medikamente heutzutage. Doch ich kann nur das umgebende Licht als Medizin empfehlen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch „Schamati“

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Erwartest du die Erlösung?

Der Sohar, Abschnitt Shemot (Exodus), Punkt 247: Sechzig ist Malchut, die Mächtigen oben, von der Seite der Gwura, die sich an die Schnitzereien heften, das heißt, an die Äußerlichkeit der heiligen Chaja von Israel, was Malchut ist. Daher sind sie nach ihr benannt, sechzig Königinnen (Malchujot). Diese sind Engel, ernannt über die Völker. Achtzig Dienerinnen sind die Engel, die von den Schnitzereien der Malchut ernannt sind, unterhalb der sechzig Königinnen. Daher werden sie Dienerinnen genannt und nicht Königinnen. Und die Mädchen haben keine Zahl….

Alles worüber wir im Sohar lesen, spricht über innere Verlangen. Es gibt nichts anderes als Verlangen. Wir lesen über innere Phänomene, Veränderungen und verschiedene Beziehungen zwischen diesen Teilen.

Es ist jenes große Konstrukt, zusammengefasst als Malchut bezeichnet, welches sich verändern muss, jedes Mal wenn es sich mehr dem Licht angleicht. Daher existieren alle Namen und Bezeichnungen, die im Sohar geschrieben stehen, innerhalb Malchut, innerhalb unserer Verlangen, in deren verschiedenen Beziehungen zueinander.

Daher brauchen wir nur darüber nachzudenken, wie wir das Licht auf das Verlangen ziehen, so wie es im Sohar beschrieben wird. Obwohl wir nicht die speziellen Eigenschaften und deren Veränderungen oder irgendetwas, was dort vor sich geht, verstehen können, erwarten wir dennoch Erlösung: damit das Licht dieses Verlangen beeinflusst, damit wir das Verlangen und das Licht, welches es füllt, verstehen und wahrnehmen und diese dann zusammen verspüren. In der Tat ist es unmöglich, dass eine ohne das andere zu fühlen, sondern erst wenn es einen Kontakt zwischen ihnen gibt, sogar im allerersten, minimalsten Ausmaß.

Das ist es, worauf wir warten. Und alle Wörter und Buchstaben, welche wir im Buch Sohar lesen, existieren einzig und allein in diesem Verlangen – in unserer Seele.

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Jemand, der aufsteigt, verbindet alle Welten in seinem Innern

Eine Frage, die ich erhielt: Warum schrieb Rabbi Shimon das Buch Sohar allegorisch und verbarg dabei die Tatsache, dass es nur über die Verbindung zwischen dem Licht und dem Verlangen spricht?

Meine Antwort: Hat er wirklich etwas verborgen? Denken Sie daran, wie das Buch „Baum des Lebens“ von ARI beginnt: „Wisse, dass, bevor die Welten entstanden und die Geschöpfe geschaffen wurden, ein Höheres Einfaches Licht die gesamte Wirklichkeit ausfüllte“. Und dann erschien ein Punkt des Verlangens und entwickelte sich weiter, bis die Welten und alles, was sie bewohnt, aus diesem Punkt entstanden.

Es gibt dort nichts anderes als den Willen, Licht zu empfangen, und das Licht. Alles andere ist eine Entwicklung der Verbindung zwischen ihnen, wo das Licht unveränderlich bleibt und das Verlangen sich in der Angleichung zum Licht verändert. Diese Verbindung ist der Gegenstand, welcher in der Wissenschaft der Kabbala und insbesondere im Buch Sohar beschrieben wird.

Wenn ein Mensch sich auf einer spirituellen Stufe befindet, dann sieht er die Verbindungen zwischen unserem Bild der Welt und seiner spirituellen Stufe. Er sieht, wie Kräfte und Eigenschaften von der Höheren Stufe auf die niedere hinabsteigen, die wir alle wahrnehmen. Alle Namen der Eigenschaften und Kräfte auf allen 125 Stufen oberhalb unserer Welt bleiben gleich, wie die Bezeichnungen in unserer Welt, jedoch wenn er jeden Namen liest, erkennt er dessen Wurzel anstelle der materiellen Objekte.

Wenn jemand einen Schirm erlangt und in die spirituelle Welt eintritt, indem er den Machsom überquert, beginnt er die Quelle von allem, was in dieser Welt geschieht, zu enthüllen. Man erkennt das Bild dieser Welt und wie es im eigenen Innern von einer höheren Ebene aus projiziert wird, ebenso wie es sich in Ebenen unterteilt: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich.

Diese Sichtweise ermöglicht es ihm, automatisch alle Kräfte und Eigenschaften der Höheren Welt zu benennen, indem er die Bezeichnungen der materiellen Objekte verwendet, da sie die Materialisation der Höheren Kräfte sind, die in diese Welt herabkommen.

Wenn man alle Verbindungen zwischen dieser Welt und seiner spirituellen Stufe findet, steigt man zur nächsten, höheren Ebene auf. Unterdessen verbleibt diese Welt unverändert und behält die gleiche Form bei. Auf der neuen Stufe fährt man fort, die Verbindungen zwischen den Wurzeln (Eigenschaften auf der spirituellen Stufe) und ihren Projektionen in dieser Welt zu suchen. Die Suche kommt herab, um die eigenen Eigenschaften zu korrigieren und in dem Maße, in dem man sie korrigiert, sieht man ein klareres Bild der Höheren Stufe. Sobald man alle Kräfte, Eigenschaften und Verbindungen wahrnimmt, vollendet man diese spirituelle Stufe und steigt zur nächsten auf.

Obwohl dieser Prozess monoton klingen mag, ist er tatsächlich spannend, wie eine außergewöhnliche Entdeckung. Das Bild dieser Welt bleibt gleich, bis man die vollständige Korrektur (Gmar Tikun) erreicht hat, wo man zu einem Zustand aufsteigt, in dem sich alles zu Einem vereinigt. Alle Kräfte, Lichter und Verlangen vereinigen sich in ein einziges Ganzes und man ist vollkommen mit dem Schöpfer vereint.

Wenn ein Mensch die Verbindung zwischen dieser Welt und der letzten, höchsten Stufe erkennt, verbindet er zwei gegensätzliche Achsen: Sich selbst unten und den Schöpfer oben. Auf diese Weise erreicht er den Zustand der Anheftung an den Schöpfer und die totale Gleichheit mit Ihm. Anders gesagt, man erreicht die Welt der Unendlichkeit.

All die Verlangen – die unkorrigierten Verlangen unserer Welt oder die am meisten korrigierten, ebenso wie all die Bilder und Abbildungen, werden sich in eine vereinte Wirklichkeit verwandeln, genannt „Der Schöpfer und Sein Name sind Eins“. Dort wird nur ein einziges Verlangen sein: HaWaYaH.

Enthülle das Universum in deiner Seele

Eine Frage, die ich erhielt: Sollten wir beim Lesen der Namen und Bezeichnungen im Buch Sohar deren spirituellen Bedeutungen erkennen, durch die jeder von uns in dem Moment geht oder ist es ein allgemeiner Maßstab, den wir unter uns finden müssen?

Meine Antwort: Der Sohar spricht über unsere Innerlichkeit. Er sagt uns, was in unserem Innern geschieht und jeder von uns beinhaltet alles.

Der Sohar beschreibt den Aufbau unserer Seele, wie wir ihn wahrnehmen und alles, was darin geschieht, enthüllen können. Die gesamte Welt der Unendlichkeit, der Schöpfer und die gesamte Wirklichkeit existiert innerhalb der Seele. Dort müssen wir alles enthüllen, im Innern der Seele.

Baal HaSulam schreibt, dass das Buch Sohar alle 125 Stufen und ihre Schilderung uns den gesamten Weg bis zum Ende der Korrektur führt. Es spielt keine Rolle, wo man sich auf der spirituellen Leiter befindet. Dieses Buch ist entlang des ganzen Pfades immer gut für jeden Menschen.

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Die wichtigste Aufgabe im Leben

Heute agiert die ganze Menschheit in einem globalen System. Wenn wir die Beziehungen untereinander in diesem System korrigieren, heißt das, dass wir die Seelen korrigieren, um den Schöpfer in diesem Bund, dieser Welt und in unserem Leben zu offenbaren.

Die Wissenschaft der Kabbala besagt, dass der Zerbruch der Seelen während des Abstieges von einer hohen spirituellen Stufe passierte. Vor diesem Abstieg stellten alle Seelen eine gemeinsame Seele dar, Adam genannt.

Adam zerfiel in viele einzelne Teile und absolut jeder davon fiel in diese Welt, was die Geburt der gesamten Menschheit verursachte. Es gibt keinen Unterschied zwischen der gemeinsamen Seele und irgendeiner Person in dieser Welt. Alles was wir verstehen müssen, ist, dass wir in einem geschlossenen System sind, wo jeder in seinem Ego festsitzt. Demzufolge gibt es im Moment sieben Milliarden getrennte Teile. Jeder von ihnen ist unter dem Einfluss seines einzigartigen Egos bis heute gewachsen, einer speziellen Zeit, in der die zerbrochene Verbindung zwischen uns offenbart wird: Milliarden und Milliarden von Verbindungen – welche alle Menschen vernetzen.

Man sagt, dass jede Person jede andere in der Welt kennt, durch nicht mehr als fünf oder sechs Grade der Trennung. Dennoch müssen wir die Tatsache enthüllen, dass jeder von uns im wahrsten Sinn des Wortes mit allen anderen verbunden ist, denn die Verbindung wurde verdorben und jeder hat mit jedem eine Beziehung, die auf dem Ego basiert. Es ist nicht unsere Schuld, dass das Ego in uns ist – wir hatten es seit Anfang an. Die Tatsache, dass es jedoch offenbart wurde, bedeutet, dass wir es korrigieren müssen. Außer dieser einen Aufgabe gibt es nichts was wichtiger oder bedeutsamer ist, das wir in unserem Leben tun müssen. Denn wenn wir diese Verbindung zwischen uns korrigieren, entdecken wir die Welt der Unendlichkeit.

In dem Ausmaß wie eine Person die wahre Verbindung zu den anderen durch seine korrekte Einstellung ihnen gegenüber offenbart, beginnt er die Höhere Kraft zu fühlen – die Kraft des Gebens und der Liebe. Er überwindet dann die Grenzen seiner Wahrnehmung der Welt und beginnt die Welt um sich herum so zu sehen, wie sie außerhalb von ihm wirklich ist, und auf diese Art offenbart er den Schöpfer.

Das ist genau das, was wir in dieser Generation erreichen müssen. Alle Bedingungen liegen ausgebreitet vor uns; Kabbalisten schrieben darüber und entwarfen die ganze Methode für uns, und alles was wir tun müssen, ist es zu realisieren. Uns wurden alle Möglichkeiten gegeben, nur das zu tun.

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Blog-post: Die Menschheit ist wie Fische, die im Netz der Natur gefangen sind
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Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich über Evolution und Geschichte erhielt:

Frage: Wenn wir früher Affen waren, wer hat dann die Affen erschaffen? Ich bin mir nicht sicher, woran ich glauben soll – an die Evolution oder an die Religion?

Meine Antwort: Die Kabbala sagt, dass die Entwicklung in unserer Welt nicht durch natürliche Selektion geschieht, wobei Kräfte und Eigenschaften der „Stärksten“ ausgewählt werden, sondern vielmehr durch das stufenweise Hervortreten der Reshimot in uns. Reshimot sind Informationen über den Abstieg der Seele von oben nach unten – von der Welt der Unendlichkeit bis in unsere Welt. Diese informatorischen Daten formten sich in uns als ein Resultat des Abstiegs der Schöpfung von der Welt der Unendlichkeit hinab zu unserer Welt und folglich ist dies in uns als eine Datenspirale über jede Stufe des Abstiegs angelegt.

Heute fühlen wir (sowie alles was im Allgemeinen existiert) die Offenbarung dieser Daten (Reshimot) der Stufen in uns (von unten nach oben), und diese Daten müssen wir realisieren. Wir können die Reshimot auf zweierlei Weise realisieren: entweder über den Weg des Lichts oder über den Weg des Leidens. Der Weg des Lichts besteht im Studium der Kabbala, um über unsere zukünftigen Stufen zu lernen, und dabei ziehen wir das korrigierende Licht (Or Makif) an. Der Weg des Leidens realisiert sich dann, wenn wir die Struktur des Systems nicht studieren und das Höhere Licht nicht von der nächsten Stufe anziehen, sondern nur den Druck des folgenden Reshimo fühlen, welches danach verlangt, realisiert zu werden.

Folglich gibt es keine Evolution, sondern nur eine schrittweise Äußerung von Daten, welche bereits im Voraus bekannt sind. Alles, außer der Methode des Aufstiegs über die Stufen, ist vorzeitig bekannt, ob das nun bewusst (schnell und angenehm) oder gezwungenermaßen (langsam und schmerzhaft) geschieht. Es ist wie ein Filmstreifen, wo alle zukünftigen Rahmen bereits existieren und schrittweise vor dem Zuschauer erscheinen. Deshalb haben weder Darwin noch die Religion Recht.

Frage: Glauben Sie, dass die Geschichte sich wiederholen kann? Und denken sie, dass Menschen das Recht haben, ihre Methoden nach ihrem eigenen Namen zu benennen oder sollten sie diese anonym erklären?

Meine Antwort: Die Geschichte wiederholt sich nicht. Die Geschichte, welche sich vor unseren Augen entfaltet, sind Reshimot (informationelle Daten), die schrittweise zum Ausdruck kommen.
Bezüglich Ihrer zweiten Frage kümmere ich mich nicht darum, ob Leute das Recht haben etwas zu tun oder nicht. Ich kümmere mich nur darum, ob deren Methode eine Wissenschaft ist. Wenn diese keine Wissenschaft ist, welche gemäß dem Prinzip von „der Richter weiß nicht mehr als das, was seine Augen sehen“ auf Tatsachen beruht, dann ziehe ich diese nicht in Betracht. In unserer Zeit werden alle „Wissenschaften“ und „Methoden“ auf ihre Authentizität überprüft und in dem Ausmaß, in dem diese authentisch sind, werden sie ein Teil der Kabbala werden.

Heute ist diese Revolution unserem Bewusstsein noch nicht einleuchtend, da die Kabbala noch immer verhüllt ist. Doch wenn die Kabbala enthüllt wird, dann werden die Wissenschaftler über die Möglichkeit eines „reinen“ Experimentes überrascht sein, welches nicht vom egoistischen Verstand verdunkelt wird. Sie werden dann alles vernichten, was sich nicht auf eine klare Erreichbarkeit der ganzen Welt bezieht, gemäß einem Prinzip, das im Buch des Sohar erklärt wird: Ein Mensch kann nur das Material und dessen Form erreichen, jedoch nicht die abstrakte Form und die Essenz (siehe Artikel „Einführung zum Buch des Sohar“).
Wie eine Methode genannt werden sollte, ist überhaupt nicht wichtig. Wir benennen sie entweder nach unseren egoistischen Ansprüchen oder gemäß der Notwendigkeit von wissenschaftlichen Bezeichnungen und Definitionen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Willensfreiheit liegt in der Beschleunigung
Blog-post: Schöpfung und Evolution
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Verliert Euch nicht in all den „Engeln“


Ich erhielt folgende Frage: Was sind Engel und andere spirituelle Wesen, die in der Tora erwähnt werden?

Meine Antwort: Alle kabbalistischen Bücher erwähnen Ofanim, Hayot and Kruvim. Das Buch Sohar sagt (Bereschit, Kapitel 77, Seite 81): „Ofanim sind die Engel der Welt Assija, Hayot sind die Engel der Welt Yezira, und Kruvim sind die Engel der Welt Brija.“ Sie alle repräsentieren ein kleines Licht (Vak de Chochma) in jeder Welt und sie sind von den menschlichen Seelen abhängig. Wenn sich ein Mensch zum Beispiel selbst korrigiert, stehen sich die Kruvim gegenüber, wie es in der Tora gesagt wird.

Es gibt auch spirituelle Kräfte, die sich auf einen Löwen, Ochsen, Adler und Menschen beziehen; diese entsprechen den Sefirot Netzach, Hod, Yessod und Malchut. Zusätzlich beziehen sich kabbalistische Bücher manchmal auf verschiedene Stufen in den spirituellen Welten durch die Worte Süden (Chochma), Norden (Bina), Osten (Seir Anpin), und Westen (Malchut). Und es gibt viele andere Bezeichnungen.

All das spricht nur über die Stufe des Lichtes in den Kelim (Gefäße) entsprechend des Gesetzes der Gleichheit zwischen ihnen – zu dem Grad, in dem das Licht und das Kli die Eigenschaft des Gebens teilen, welche durch unsere Anstrengungen erreicht wird. Statt in all diesen Namen unterzugehen, rate ich dir anzufangen, kabbalistische (wissenschaftliche, physische) Bezeichnungen zu verwenden, solche wie Sefirot, Orot usw.. Letztendlich ist es egal, wie du es betrachtest, kein Wort in der Kabbala spricht über unsere Welt. Die ganze Verwirrung zermürbt einen Menschen nur und lenkt ihn vom Ziel ab.

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Blog-Post: Engel in der Kabbala
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Glossar der Begriffe