Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie vertieft man sich in das Buch Sohar

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 376: Wo auch immer Segnungen gefordert werden, sollte der Schöpfer, Malchut, zuerst gesegnet werden. Und wenn der Schöpfer nicht zuerst gesegnet wird, dann werden die Segnungen nicht fortbestehen.

In den heiligen Büchern lesen wir über die spirituellen Zustände, die wir in der Zukunft empfinden werden. Wir empfinden jedoch noch nicht den Text, der in solcher Form von den Kabbalisten geschrieben wurde.

Aber es ist unmöglich, die Spiritualität anders zu beschreiben – man nimmt also die Worte aus der materiellen Welt. Denn in der Spiritualität gibt es eigentlich keine Worte. Wie kann man darüber erzählen? Wie kann man Erscheinungen erklären, die nicht in unserer Welt existieren?

Man muss aus unserer Welt etwas Ähnliches nehmen, und mit diesen Worten die Spiritualität beschreiben. Der Mensch, der sich nicht darin befindet, versteht auf keinen Fall,worum es sich „dort“ handelt, und liest einfach durch.

Wenn wir jedoch über die Spiritualität lesen, ohne sie zu empfinden, aber dennoch wünschen, das Gleiche zu fühlen, was die Kabbalisten enthüllt haben, und worüber sie in ihren Bücher schrieben – wie Rabbi Schimon mit den Schülern, die Autoren des Buchs Sohar, Baal HaSulam, der den Sohar mit seinen Kommentar ergänzt hat, wenn wir uns also wünschen, mit ihnen verbunden zu werden, damit ihr Begreifen und ihre Kraft auf uns einwirkt – dann entwickeln wir uns ebenso natürlich, wie das kleine Kind, das neben dem Erwachsenen aufwächst, und von ihm alles lernt, was nur möglich ist.

Deshalb sollen wir uns beim Lesen des Sohars in der Absicht den Autoren möglichst näher kommen. Und in der Spiritualität ist die Nähe durch die gleichen Eigenschaften gekennzeichnet, im Unterschied zur materiellen Wahrnehmung der Nähe oder der Weite. In der Spiritualität nähere ich mich jemandem, wenn ich seine Eigenschaften annehme und ihm ähnlich bin.

Die Eigenschaft der Sohar Autoren ist das Geben, und unsere das Empfangen. Wie können wir also einander näher kommen? Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich unter Freunden befinde, und mich vor ihnen aufhebe, dann erreiche ich den Zustand, worin wir uns gemeinsam in einem Wunsch, uns zu verbinden, bemühen – und dadurch nähern wir uns also den Sohar Autoren, ihrem Zustand der Einigkeit, der auf uns folglich einwirkt.

Der Zustand selbst, in dem wir miteinander verbunden sind, mithilfe des Gebens, mit dem Besitzer der Eigenschaft des Gebens – mit den Sohar Autoren, mit dem Text, den sie schrieben – wirkt auf uns ein.

Und obwohl wir nicht verstehen, worüber sie uns erzählen, uns aber trotzdem wünschen, von den Weisen zu lernen, weil sie eben die Erfahrenen sind, – dann wirkt ihre ganze Kraft und das Begreifen, die sie in diese Bücher gelegt haben auf uns ein – und wir beginnen uns zu verändern. Es ist also unsere Arbeit – unter denselben natürlichen Bedingungen dieselben Etappen der Entwicklung durchzugehen. So kommen wir voran.

Man muss also beim Sohar Lesen nicht vergessen, wie man sich mit ihren Autoren verbinden kann. Dann wird uns der innere Sinn offenbart, wir werden uns in das Buch vertiefen können, wir werden folglich zu seinen Teilnehmer.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 7

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.
Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M.Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

In den Seelen von großen Gerechten (die sich an den Schöpfer in der Eigenschaft des Gebens angeglichen haben) ist alles enthalten: sowohl das Gute als auch das Böse (das Böse von ihnen, das zum Guten korrigiert wurde, und das Böse, der Egoismus der gesamten Welt, den sie korrigieren), und sie leiden für alles (sie schließen alle unkorrigierten Verlangen der Welt in sich mit ein, um sie auf die Korrektur durch die Besitzer dieser Verlangen vorzubereiten) und empfangen Genuss (die höhere Erkenntnis), wenn sie alles Übel zum Guten wenden (durch den Einschluss in sich selbst korrigieren).

Rav Kook. Orot Kodesh 3, 153

Es gibt keine Generation, in der es keine auserwählten Persönlichkeiten (Yechidej Sgula) gegeben hätte, auf denen der Geist des Schöpfers ruht, denen sich der Prophet Elija offenbart und die er in den Geheimnissen der Tora unterrichtet.

(Gemeint sind besondere Persönlichkeiten, für die die Erkenntnis des Schöpfers sogar während der Zeit von Galut – Exil von spirituellen Eigenschaften und Verbot für deren Erkenntnis – möglich war. In unserer Zeit des Auszugs aus Galut ist diese Erkenntnis aber für alle zugänglich).

Rav Chaim Vital. Einführung in das Buch „Etz Chaim“

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Der Weg aus dem Garten Eden und zurück

Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen, „etwas aus dem nichts“, geschaffen und hat ihn mittels 4 Stadien sowie unter der Einwirkung des direkten Lichtes entwickelt.

Und als dieser Wunsch das letzte Stadium erreichte, und genauso groß wurde wie das Licht, das ihn ausfüllte, und alle seine Eigenschaften übergab, dann hat sich die Schöpfung in der letzten Schicht ( in dalet-de-dalet, bzw. im 4. Teil des 4. Teiles) als Empfänger empfunden.

Und diese Tatsache hat darin solche heftige Scham und das Gefühl des Gegenteils zum Gebenden, dem Schöpfer, bewirkt, dass die Schöpfung sich verringerte und aufs Empfangen verzichtete.

Diese unangenehme Empfindung, die als „Leuchten der Malchut“ bezeichnet wird, ist die Dunkelheit, die kaum zu ertragen ist.

Sie heißt der „leere Raum“, worin kein Licht leuchten kann. In diesem letzten Punkt, im 4. Teil des 4. Stadiums geschieht eben die Einschränkung, Zimzum.

Alle vorhergehenden Stadien können mit dem Licht verglichen werden, da gibt es noch kein absolutes Gegenteil.

Aber das ganze Problem besteht darin, was mit diesem letzten, vierten Teil zu tun ist?! Es ist unmöglich ihn durchzustreichen oder ihm zu entkommen, denn dann wird die Schöpfung nicht mehr existieren, da sie sich nicht in den Schöpfer einreiht und Ihm in allen Eigenschaften entgegengesetzt ist!

In der Schöpfung muss dieser unabhängige Punkt, das 4. Stadium, erhalten bleiben – und zwar als ihre Grundlage. Wäre hier nicht die Scham im Spiel, so hätte sich der Gast dem Gastgeber vollständig unterworfen und hätte alles, was er will getan – wie die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur es tut, wie der häusliche Hund, der seinem Besitzer ergeben ist.Aber wen bezeichnet man als „Gast“ – der dem Gastgeber entgegengesetzt und fremd ist? Im Unterschied zum Gastgeber, der sich von ganzem Herzen freut und fragt, wie er den Gast noch zufrieden stellen könnte, damit es ihm noch besser geht, füllt sich der Gast völlig unwohl. Er sagt: „Nimm alles, es ist deins!“

Aber der Gast antwortet darauf: „Es ist nicht meins, sondern deins!“ Er kann der Empfindung der Scham im Stadium „dalet-de-dalet“ nicht entkommen, und muss sie behalten, um weiterhin als Schöpfung zu existieren.

Und wenn wir uns im Garten Eden – im reinen Geben, in Bina – aufhalten, dann ist es noch der Engel, und nicht der wahre Mensch.

Ein Mensch ist solange nicht für seine Mission bereit, bis er in seinem Innersten diese klaffende Leere erreichen wird, die er solange nicht
ausfüllen kann, bis darin die ganze Scham enthüllt wird, das Bedürfnis sich mit „den Gewändern“ zu bedecken entsteht, das Bedürfnis nach der Korrektur.

Und, um dem Menschen zu helfen, kommt eine Frau aus ihm heraus, die sich als seine Frau, Nukwa, erweist „geschaffen aus seiner Rippe“.

Besonders sie verspürt diese Leere, und beide gemeinsam (Seir Anpin und Malchut, Adam und Eva) sehen die Notwendigkeit an den Gewändern – im widergespiegelten Licht, in der Absicht des Gebens, wie der Gast in Bezug auf den Gastgeber, wodurch sie die Korrektur, das Geben, erreichen können – und die Scham in die Würde und die Ehre umwandeln.

Es ist der komplizierte und lange Weg. Jedem in der Welt ist diese Erzählung über Adam und Eva bekannt, aber niemand vermutet, was sich dahinter verbirgt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu „Panim Meirot““, 13.07.2010

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Ein Leben frei von Ausschweifung ist zum Nutzen aller



Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Mensch versucht, das Prinzip der Nächstenliebe augenblicklich zu realisieren, wird er sich wie ein Schaf in einem Rudel Wölfe fühlen. Wo kann er Anhänger finden, die ihn unterstützen?

Meine Antwort: Warum sollte er sich wie ein Schaf in einem Rudel von Wölfen fühlen? Wenn ein Mensch ein Geschäft eröffnet, ohne die Absicht zusätzlichen Profit zu machen, wird er alle seine Gemeinkosten und die Löhne für seine Angestellten decken – alles, außer den zusätzlichen Einkünften, welche nicht für die lebenswichtigen Grundbedürfnisse von Nutzen sind.

Demzufolge senkt er den vorherigen Preis seiner Waren und bietet den Leuten die Waren zu einem Preis an, welcher 10 oder sogar 30 Prozent günstiger ist als jener, zu dem andere sie verkaufen.

Geschäfte, die nicht den Profit als wichtigstes Ziel haben, werden blühen, und das kann keineswegs als ein „Schaf in einem Rudel Wölfe“ betrachtet werden. Man ist der Besitzer eines Geschäftes, lebt ein normales Leben und empfängt ein Gehalt, wie alle Angestellten.

Wir alle müssen unsere Ausgaben decken, einschließlich einer Pensionsvorsorge, Zahlungen für Krankenversicherung und so weiter. Wir sollten ein normales Leben führen, in die Ferien fahren und alles besitzen, was notwendig ist, lediglich sollten wir nichts im Übermaß haben, denn wir benötigen es nicht. Lasst uns im Ausmaß unseres Überschusses alle anderen uns angleichen.

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Wer einen Sklaven kauft, kauft einen Meister

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, die Juden waren immer ein spirituelles Volk, seit sich ihre Nation entwickelt hat, ab der Zeit von Abraham. Und Sie sagen, dass jeder gleich war. Aber was war mit euren Sklaven?

Meine Antwort: Die Juden waren keine Nation, sondern ein Teil der Babylonier, die Abraham von Babylon nach Kanaan (Israel) gefolgt sind. Diese Gruppe verband sich mit der Idee „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ Was sie verbunden hat, war das Verlangen, diese Eigenschaft zu erreichen und dadurch dem Schöpfer gleich zu werden. Gleichheit in der Form mit dem Schöpfer erlaubt jemandem, den Schöpfer zu enthüllen und das ist das Ziel der Schöpfung.

Was die Sklaven betrifft, darfst du nicht denken, dass die Einstellung gegenüber ihren Sklaven so war, wie ihre Behandlung in anderen Ländern. In der Tora (Shemot 21:26) steht, dass wenn ein Mann seinen Sklaven schlägt oder sein Auge oder seine Zähne verletzt, er ihn frei lassen muss. Es gab ein Verbot gegen Sklavenquälerei. Eine Abänderung des Gesetzes (Mechiltah) legt fest, dass, wenn der Besitzer dem Sklaven irgendeinen Schaden zufügt, er den Sklaven frei lassen muss.

Im Wesentlichen war ein Sklave ein Arbeiter, der kein Gehalt für seine Arbeit bezog, aber der Besitzer war verpflichtet, so für den Sklaven zu sorgen, als ob er frei wäre.

Darüber hinaus sagen andere Quellen, dass jemand, der einen Sklaven gekauft hat, einen Meister gekauft hat. Lies auch die Texte, die davon handeln, dass der Besitzer die Pflicht hatte, einen weiblichen Sklaven zu heiraten, etc.

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Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns
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Wird der Kapitalismus die Finanzkrise überleben?


In den Nachrichten (The Independent):
„Der britische Premierminister Gordon Brown trifft US-Präsident Barack Obama für Krisengespräche“ Paul Volcker, ehemaliger Vorsitzender der Fed und gegenwärtiger Berater von US-Präsident Obama, sagte, der Kapitalismus würde seiner Meinung nach überleben, hingegen: „Nicht so sicher bin ich bezüglich des Finanzkapitalismus.“

In den Nachrichten (The Socialist Alternative):
„Marx auf der Titelseite des Time Magazine – Der Kapitalismus verliert seine Legitimation.“ Karl Marx erschien auf der Titelseite der Ausgabe vom 2. Februar des europäischen Time Magazine, und demonstrierte so das schwächer werdende Vertrauen der herrschenden Kapitalisten-Elite in ihr System.

In den Nachrichten (übersetzt aus Utro.ru):
„Der Kapitalismus wird die Krise nicht überleben“
Einige Mitglieder der US-Wirtschaftselite fürchten, dass der Kapitalismus durch den Sozialismus ersetzt werden wird.

Karl Marx sagte: „Die Besitzer des Kapitals werden die Arbeiterklasse dazu anregen, immer mehr teure Waren, Immobilien und Ausrüstung zu kaufen, sie drängen immer teurere Kredite aufzunehmen, bis sie ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können. Diese unbezahlten Schulden werden zu Konkursen bei den Banken führen, die dann verstaatlicht werden müssen und dies, im Gegenzug, wird zum Kommunismus führen.“

Mein Kommentar: Marx hat die Zukunft ziemlich genau vorhergesagt. Wir unterschätzen ihn nur deshalb, weil Russland sein Experiment nicht korrekt ausgeführt hat. Wenn sie es wirklich nach Marx getan hätten, hätte alles funktioniert; oder vielmehr, dann hätten sie es nicht getan, weil sie noch nicht dazu bereit waren.

Jetzt kommen diese Ideen dennoch wieder ins Leben zurück. Marx leitete seine Theorie von der Praxis her, und gründete sie auf der Entwicklung des menschlichen Egoismus. Mehr dazu in der Zeitung Ha Uma – Die Nation.

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