Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Angst führt zum Gebet, und Liebe zur Dankbarkeit

Frage: Welches Gebet ist notwendig, um von den Schattenseiten des Egoismus zu den „Heiligen Schattenseiten“ überzugehen?

Antwort: Es wäre richtiger zu fragen: Wovor sollen wir uns fürchten? Denn noch wissen wir es nicht, was ein „Gebet“ heißt. Momentan haben wir mehr Ahnung von Furcht, Vorsicht, Zittern, Unruhe, d.h. von all dem, wovor ich mich hüten muss.

Ein Gebet ist ein Empfinden des Herzens. Und das Herz empfindet entweder Angst – das erste Gebot, oder das Herz empfindet Liebe, nachdem es die Furcht richtig wahrnehmen lernt.

Es gibt immer zwei Hauptgebote: die Furcht und die Liebe. Die Furcht führt uns zum Gebot, zu einer Bitte, und die Liebe zur Dankbarkeit.

Darum ist es erforderlich festzustellen, in welchem Zustand du dich befindest. Wenn du fühlst, dass es dir an Füllung fehlt, dann befindest du dich in Furcht. Aber wovor solltest du dich fürchten, was hütest du dich, zu verlieren oder welchen Zustand und welches Unheil solltest du vermeiden. Stelle diese Fragen!

Wenn du Angst hast, es könne dir etwas Schlechtes passieren, dann muss man sich klar machen: „Es gibt nichts, außer Ihm“. Und wenn du dich fürchtest, etwas zu verlieren, was aktuell in deinem Besitz ist, dann finde es heraus, wie es nach dem Prinzip zu arbeiten gilt: „Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer sonst?“. Und diese Klärungen sind das Gebet.

Man darf sie nicht bei Seite liegen lassen, sondern man muss sich mit ihnen so oft wie möglich beschäftigen. Wichtig dabei ist, jeden Zustand zu klären. Und es ist nicht schlimm, wenn du dich im nächsten Augenblick erneut verirrst, und dich selbst sowie die auf dich Einfluss nehmende Faktoren – ich, Umgebung, Studium – nicht findest. Kehre immer wieder zurück und kläre es aufs Neue. So lernst du immer mehr Details, bis du das Ziel der Schöpfung erreicht hast. Und darin liegt unsere Arbeit.

Im Maße dieser Klärungen, wirst du dich auf jeder neuen Stufe immer in vier Stadien der HaWaJaH entwickeln. Wichtig ist, nicht aus diesen inneren Klärungen hinauszugehen.

– wer bin ich, wer lenkt mich,

– wie habe ich mich gegenüber der lenkenden Kraft zu verhalten,

– wie sollen und können wir uns vereinigen und einander suchen,

– wie werden wir Partner, trotz aller Verhüllungen und Probleme nicht verlassen,

– wie kann ich mich über sie erheben, sie rechtfertigen und gerade dank ihrer zu Einsicht und Liebe kommen.
Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 16.05.2011

Vergib nicht die Chance, ein Päckchen vom Schöpfer zu bekommen


In der Vergangenheit, vor nur etwa hundert Jahren, gab es viele Menschen, die bereitwillig ihren gesamten materiellen Besitz aufgegeben und alle vorstellbaren Anstrengungen unternommen hätten, um die verborgene Höhere Welt zu enthüllen. Weil jedoch noch nicht die Zeit für die Menschheit gekommen war, sie zu enthüllen und sie noch keine globale Verbindung hatten, drängte die Höhere Lenkung sie nicht in diese Richtung.

Doch im 20. Jahrhundert war der persönliche und kollektive Egoismus in solch einem Maße angewachsen, sodass jedes Individuum über jede winzige Anstrengung, die es machen muss, klagt und debattiert darüber, ob es diese ausführt oder nicht. Wenn ein Gedanke über die Spiritualität (gut oder schlecht) zu uns kommt, ist das ein Zeichen vom Schöpfer, der Höheren Stufe, die zu uns herabsteigt und uns einlädt, uns mit Ihr zu verbinden. In Erwiderung muss ein Mensch eine tiefere Verbindung mit ihr suchen und einen Weg, sie zu erschließen.

Die Höhere Stufe sendet uns Gedanken über Sich, um uns, die wir unten sind, zu erwecken und sie erwartet eine Antwort oder Reaktion von uns. Wir, die niedrigere Stufe, müssen nur die Botschaft, die wir empfangen, entschlüsseln und herausfinden, was sie bedeutet.

Es ist, als ob jemand an unserer Tür klopft und sagt: „Ich habe ein Päckchen für dich!“ Dieses Päckchen ist der Gedanke über die Spiritualität, der plötzlich zu uns kommt. In Erwiderung müssen wir die Tür öffnen, das Päckchen in Empfang nehmen und es öffnen, um herauszufinden, von wem es kommt und wie wir darauf reagieren sollen.

Doch stattdessen sitzen wir einfach da und warten, um zu sehen, was als nächstes passiert, während wir das Klopfen an der Tür hören. Aber nichts passiert, weil die ganze Botschaft in dem Klopfen enthalten ist – im Innern unseres Herzens. Deshalb sind wir wie ein Hausbewohner, der nicht aus seinem Sessel aufstehen will und den Postboten anschreit: „Lass es an der Tür liegen, ich werde es später holen!“

Darum lässt uns die Höhere Kraft alleine und wir verlieren die Dringlichkeit für die Spiritualität, bis wir das nächste Mal erweckt werden. Doch wer weiß, wann dieses Drängen zu uns zurückkehrt? Deshalb müssen wir den Augenblick, in dem wir eine Erinnerung erhalten, das sofort vollständig erkennen, bis wir alle Botschaften und Päckchen geöffnet haben und den Absender kennen. Dann können wir zu Ihm kommen und an Seine Tür anklopfen!

Ich schlief, aber mein Herz wachte. Es ist die Stimme meines Geliebten. Er klopft und spricht: Mache mir auf, meine Schwester, meine Liebste, meine Vollkommene…

Ich habe mein Kleid ausgezogen; wie wollte ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen; wie sollte ich sie wieder beschmutzen?

…mein Geliebter hatte sich umgewandt und war weitergegangen…

(Aus dem Lied der Lieder von König Salomo, 9. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung)

 

Die Offenbarung des Schöpfers ist die Erkenntnis des ewigen Lebens


In den Nachrichten (aus Rush University Medical Center): „Ein höheres Lebensziel verringert Todesrisiko unter älteren Erwachsenen“ – Mit einer geringeren Sterberate unter älteren Erwachsenen ist gemäß einer Studie des Rush University Medical Center die Tatsache verbunden, dass diese ein höheres Lebensziel besitzen. Nachdem die Studie bezüglich Alter, Geschlecht, Erziehung und Rasse bereinigt wurde, zeigte sich, dass ein höheres Lebensziel das Risiko der Sterblichkeit wesentlich verringert. Somit hat ein Mensch mit einem höheren Lebensziel eine halbierte Wahrscheinlichkeit zu sterben als ein Mensch mit schwacher Zielsetzung.

Mein Kommentar: Und jene, die das spirituelle Ziel haben, die Offenbarung des Schöpfers in diesem Leben zu erlangen, werden nicht nur Langlebigkeit erzielen, sondern auch in den Besitz und die Erkenntnis des ewigen Lebens gelangen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wie man eine Reise in die „jenseitige Welt“ antritt

In den Nachrichten: Ist der Kommunismus der Weg aus der Krise?


In den Nachrichten (The Guardian): „Kommunismus: Eine brauchbare Alternative?“ An diesem Wochenende hat das Birkbeck College ein Symposium über die Idee des Kommunismus veranstaltet. Die Aufgabe ist jetzt, darüber nachzudenken, was die Konzepte von egalitärem Voluntarismus (Anmerkung: egalitär = auf Gleichheit bedacht; Voluntarismus = Lehre, dass der Wille über alles entscheidet), Selbstorganisation, gemeinsamer Besitz von gemeinsamen Produktionsmitteln, Abschaffung der in Klassen gegliederten Gesellschaft und Freiheit von der Staatsmacht heute bedeuten können.

In den Nachrichten (The Independent): „Mark Steel: Karl Marx hatte also doch recht“ Verkaufszahlen von Marx’s Kapital sind auf dem höchsten Stand aller Zeiten.

Mein Kommentar: Globalisierung, Integration und gegenseitige Abhängigkeit, die sich jetzt in unserer Gesellschaft enthüllen, werden uns alle dazu zwingen, uns willentlich und global zu vereinen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wird der Kapitalismus die Finanzkrise überleben?
Blog-post: Die Gesellschaft der Zukunft
Blog-post: Baal HaSulam beschreibt die Lebensbedingungen in einer globalisierten Gesellschaft

Gedanken zur Krise


Globalisierung ist die Enthüllung einer neuen Stufe der Verbindung zwischen uns. Die Verbindung sollte wohlwollend sein, aber wir sehen, dass sie nur Probleme verursacht.

Wieso passiert das? Weil wir das globale System verkehrt herum nutzen – mit der Absicht, andere zu benutzen anstatt mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir wollen andere besiegen, sie unterdrücken und über ihnen stehen.

Selbst wenn wir an einer sauberen Verbindung interessiert sind, bleibt das Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ aufrecht – und dies verursacht die derzeitige Krise. Es würde sogar passieren, wenn wir einander nicht belügen und ehrlichen Handel miteinander betrieben. Denn heutzutage sind wir alle wie Organe eines Körpers miteinander verbunden. Unter solchen Bedingungen ist es nutzlos, egoistisch ehrlich zu sein, genauso wie es sinnlos ist, eine Weltregierung oder eine Weltbank zu erschaffen – um einen gemeinsamen Regelmechanismus zu suchen.

Die heutigen politischen und wirtschaftlichen Führer wollen ein Treffen der G20 (Anführer der wichtigsten Industrienationen) arrangieren, um eine Weltregierung zu diskutieren. Das wird aber nicht aus der Krise führen, denn wir verhalten uns gegensätzlich zur Natur und Ihrem Allgemeinen Gesetz. Das System muss nicht nur auf einer korrekten Verbindung basieren, sondern auch entsprechend der inneren Verbindung zwischen den Elementen eines einzigen Systems arbeiten. Und man muss die anderen wie sich selbst betrachten.

Dies ist die Wurzel aller Probleme. Kabbala warnt die Menschheit: Wenn wir weiter unsere Beziehungen entsprechend den körperlichen, egoistischen Gesetzen gestalten – selbst die direktesten und ehrlichsten, die dem Gesetz folgen: „was dir gehört, ist deines und was mir gehört, ist meines“ – wird dieses System nicht funktionieren und wir werden eine noch größere Katastrophe auslösen.

Wenn uns klar wird, dass wir Teil eines Ganzen sind, ist es nur logisch, dass wir alle für einander sorgen müssen. Das einzige „Persönliche“ sind jene Dinge, die man für die eigene Existenz benötigt, während alles andere gemeinsames Eigentum sein sollte. Dies betrifft sowohl natürliche Ressourcen, Güter und Waren, Erziehung als auch das Gesundheitswesen usw.
Alle Dinge sollten in kollektivem und globalem Besitz sein. Andernfalls wird die Krise nicht enden und – egal, wie sehr wir uns auch anstrengen, die Dinge entsprechend unserer egoistischen Logik zu sehen – wir werden eine Krise nach der anderen erzeugen.

Die Kabbala warnt uns davor, dass die Natur uns bereits erhöht hat – Begriffe aus unserer Entwicklung – auf die Stufe eines einzigen integralen Systems, das den Gesetzen der Verbindung all seiner Einzelteile folgt. Niemand kann diesem Gesetz entkommen. Eigentlich handelt es sich dabei um ein uraltes Gebot aus der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und wir müssen unser Ego dazu verwenden, eine richtige und korrekte Verbindung unter uns zu etablieren.

Selbst wenn wir ein auf Verstand basierendes System der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Staaten etablieren und dabei nicht von unseren egoistischen Prinzipien abweichen (was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein), wird diese Eigenschaft uns noch größere Krisen bereiten. Der Egoismus wird weiter wachsen, weil wir ihn wieder nicht korrekt verwenden. Es wird ein Szenario entstehen, das uns diese Pseudokorrektur und deren Irrtum vor Augen führen wird. Die nachfolgende Krise wird uns noch empfindlicher treffen, damit wir endlich unsere Lektion lernen.

Was sagt Kabbala? Wir sollten uns bereits korrigiert (in der zukünftigen Form) verhalten, also wie ein Körper funktionieren. Entsprechend dem Prinzip „das Ende einer Handlung wird bereits durch den anfänglichen Gedanken bestimmt“. Wir sollten dies zumindest versuchen, wenn auch noch ungeschickt und stufenweise.

Bedeutet „es jetzt zu beginnen“ auch eine „faire Verteilung“? Nein! Selbst wenn wir anfangs die Verteilung nach „was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein“ regeln, sollten wir gleichzeitig damit beginnen, der gesamten Menschheit die Gesetze der friedlichen Koexistenz zu lehren, die auf der Erkenntnis beruhen, dass die Gesellschaft ein einziger Organismus ist. Wenn wir also den Menschen die Verhaltens- und Verteilungsregeln lehren, werden wir bald auf dem richtigen Weg sein und das Leid wird sofort spürbar weniger.

Baal HaSulam verdeutlicht dies in Form einer Parabel: Wir haben uns in der Wüste verirrt und wissen den Weg nicht mehr. Jetzt, da wir unsere Kraft völlig verloren haben, erkennen wir dies und enthüllen den richtigen Weg. Am Ende dieses Weges finden wir ein Schloss voll mit den besten Schätzen der Welt. Jetzt sind wir aber verzweifelt, wir versinken in Depression und Drogen. Und plötzlich schenkt uns jemand, der alles überblickt, ein Navigationssystem. Wenn ein Mensch seine Einstellung gegenüber der Welt ändert, erkennt er plötzlich klar den Weg, der vor ihm liegt und dass er sein Ziel erreichen kann.

Wie können wir diese Veränderung erreichen? Indem wir das Ziel und die Methode enthüllen. Die Methode stammt aus dem alten Babylon, wo die Probleme der modernen Zivilisation zum ersten Mal ans Licht kamen: Eine Gesellschaft funktioniert entsprechend dem Prinzip eines lebenden Körpers. Laut Kabbala soll man den Egoismus beziehungsweise seine Verwendung, verändern und ihn für das Wohlergehen der Gesellschaft nutzen. Damals jedenfalls, im alten Babylon wollten die Menschen die Kabbala nicht verwenden und lösten ihre Probleme auf andere Art und Weise – sie zerstreuten sich über die ganze Erde und dies war der Anfang der Globalisierung.

Nun sind wir der gleichen Situation ausgesetzt – doch diesmal müssen wir sie verwenden, denn wir können nicht länger voreinander davonlaufen – genauso wenig können wir die bestehenden Verbindungen zwischen uns ignorieren oder zerstören. Sollten Amerika, Russland und Europa sich vom Rest der Welt isolieren, werden wieder nationalsozialistische Strömungen aufkommen und die Welt in einen Dritten Weltkrieg führen – einen atomaren Dritten Weltkrieg.

Welche praktische Lösung können wir nun den Menschen anbieten? Sie sollten auf jeden Fall über die Welt Bescheid wissen, in der sie leben. Über „integrale Systeme“, in denen wir wie in „einem Boot“ leben. Die Rettung dieses Bootes liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Das sollten wir auch unsere Kinder lehren. Wir haben es schließlich mit der Natur zu tun: einer globalen Wirtschaft und einer globalen menschlichen Gesellschaft. Wir müssen uns und unseren Kindern beibringen, wie wir in dieses System, in dem jeder für den Anderen Sorge trägt, hineinwachsen können.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, …
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Im Georgischen Krieg hat keine der beiden Seiten Recht


Zwei Fragen, die ich über den Georgischen Konflikt erhielt:

Frage: Wie sollen wir über die Aggressionen denken, welche in Georgien geschehen? „Bahn frei! Der Egoismus wächst! Alles läuft nach Plan?“ Damit stimme ich nicht überein. Persönlich schmerzt es mich sehr, bombardierte, unschuldige Menschen zu sehen, und ich fühle ihren Schmerz als meinen eigenen. Und warum tut sich die gesamte Welt gegen Russland zusammen? Ich denke, Russland ist das wahre „Israel“ (gemäß der kabbalistischen Definition Israels), und nicht Israel. Was denken Sie darüber?

Meine Antwort: All meine Anstrengungen sind auf die Erleuchtung der gesamten Menschheit gerichtet. Und Ihre? Abgesehen davon, sind denn die Bomben, welche auf Georgien fallen, nicht russische? Warum glauben Sie, dass Russland mehr im Besitz der Eigenschaften Israels ist, als andere Länder? Wegen der Unterdrückung und Vernichtung seiner eigenen Bevölkerung während der siebzig Jahre durch das Sowjet-Regime? Oder weil es die gesamte Welt mit Waffen beliefert hat? Oder weil es in der Dritten Welt die Entwicklung der militärischen Atomindustrie gefördert hat? Oder ist Russlands Bestreben, andere Nationen zu unterwerfen und der gesamten Welt ihre eigene „Wahrheit“ aufzuerlegen richtig? Und wenn schon, Russland hat all das getan, indem es die eigene Bevölkerung unterdrückt hat!

Sich über den Egoismus zu erheben bedeutet, jeden als gleich anzusehen, jeden zu lieben, und sich zu vereinigen, anstatt jeden unterwerfen zu wollen wie der „Große Bruder“. Ich bin kein Politiker, und ich verteidige oder verdamme keine Seite in diesem Konflikt. Ich zeige einfach eine anhaltende Tendenz Russlands auf. Ich glaube Russlands Blütezeit war, als es mit Europa verbunden war und die Zaren regierten. Und zwar deshalb, weil die Zaren aus Europa kamen und Russland reformiert und aufgebaut haben.
Man kann eine Handlung erst beurteilen, nachdem man sich über seinen persönlichen und nationalen Egoismus erhoben hat. Die Bevölkerung Russlands tut mir sehr leid, denn wieder einmal werden sie mehr als alle anderen an dem was passiert leiden.

Frage: Der Konflikt in Georgien hilft uns zu verstehen, dass Egoismus schlecht ist. Aber wie kann man dies vom Standpunkt des Schöpfers aus rechtfertigen, und wie kann man sich über seine eigene Natur erheben?

Meine Antwort: Niemand hat in diesem Konflikt Recht, weil die Menschen durch den Egoismus gezwungen sind, aufeinander zu prallen. Man sollte niemanden verdammen, stattdessen muss die Wahrheit verbreitet werden, welche das Licht in unsere Welt bringt und jeden korrigiert. Dies ist unser einziger Gedanke, Wunsch und Gegenstand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation von Baal HaSulam
Blog-post: Sind Kabbalisten für Krieg oder für Frieden?

Sprach der Ari mit den Dybbuks?


Eine Frage, die ich erhielt: In der „Einführung zum Buch Baum des Lebens“ beschreibt Rabbi Chaim Vital viele Aspekte der Kabbala des Ari. Er schreibt folgendes über Ari: „Er war fähig, mit reinkarnierten Seelen zu sprechen. Er kannte alle Geheimnisse aller Menschen, die Wurzel ihrer Seelen und jedes Detail aus ihren vorherigen Leben. Er konnte sowohl mit den Dybbuks sprechen, als auch sie korrigieren und sie aus den Körpern der Menschen austreiben, die sie in Besitz hatten.“ Meine Frage lautet: Was sind die „Dybbuks“? Ich konnte dieses Wort in keinem heute verfügbaren Studienmaterial finden. Vermutlich bezieht es sich auf innere Kräfte eines Menschen, oder?

Meine Antwort: Das ist völlig richtig. Dies bezieht sich auf innere Kräfte des Menschen, da sich alles Existierende in unserem Inneren in Form von Kräften, Verlangen und Gedanken befindet. Siehe Baal HaSulams „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34. Nichts existiert außerhalb des Menschen. Wir nehmen die Welt als außerhalb von uns wahr, tatsächlich jedoch ist es nur eine Projektion unserer Eigenschaften auf das weiße Licht. Im Buch Sohar wird gesagt „Alle Welten befinden sich innerhalb des Menschen“, doch der Mensch nimmt sie im Äußeren wahr, damit er den Schöpfer als außerhalb von sich selbst empfindet und Ähnlichkeit mit Ihm erlangen kann. In dem Maße, in dem er Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt, wird er beginnen, alles, was „außerhalb von ihm“ geschieht, als etwas wahrzunehmen, das „innerhalb von ihm“ geschieht. Heute, in unserer Welt, werden wir zur Tatsache gelangen, dass unsere Wahrnehmung absolut subjektiv ist – dass sie in unserem Innern stattfindet.

Verwandtes Material:
Große Kabbalisten der Geschichte

Die Tora. Das 5. Buch Mose. Kapitel Wa’etchanan

Und ich betete zum Herrn: Oh Herr! Lass mich den Jordan überqueren und ich werde das gelobte Land sehen. Doch der Herr wurde wegen dir zornig auf mich und sagte: Sprich nicht mehr darüber mit Mir! Brich zum Gipfel auf und schaue nach Westen, Norden, Süden, Osten, aber du wirst den Jordan nicht überqueren. Und gib Joshua die Anweisungen, stärke ihn, denn er wird der Führer des Volkes und er wird für das Volk das Land erobern, dass du sehen wirst.

Und nun, Israel, höre die Gebote und Gesetze, die ich euch lehre und die ihr beachten sollt, damit Ihr leben werdet und kommen und das Land, das der Allmächtige Gott eurer Väter Euch gegeben hat, in Besitz nehmt. Fügt dem, was Ich euch sage, nichts hinzu und lasst nichts davon weg, damit ihr die Gebote eures Herrn befolgt.

Beschützt eure Seele, damit ihr nicht vergesst, was eure Augen gesehen haben, damit es nicht eure Herzen verlässt und erzählt euren Söhnen und den Söhnen eurer Söhne darüber: Von dem Tag, als ihr beim Chorev vor eurem Gott standet. [Rest des Beitrags lesen →]