Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Beschleunigung'

Das Tempo des Fortschritts beschleunigen

Unsere einzige Wahl besteht darin, das Tempo des Fortschritts zu beschleunigen.

Nehmen wir an, diese Welt würde bei ihrem derzeitigen Tempo erst in 100.000 Jahren zur Endkorrektur gelangen. In seinen früheren Kreisläufen hat der Mensch einen Teil des Weges auf natürliche Weise zurückgelegt, und jetzt kann er gemeinsam mit der Welt den gesamten Weg, der bis zur Endkorrektur noch verbleibt, schneller zurücklegen – zum Beispiel nicht in 70.000 Jahren, sondern in 7–10 Jahren.

Wie können wir uns also nicht beeilen? Die einzige Wahl, die wir haben, ist: Gas geben oder halt nicht. Dem Menschen kommt es so vor, als müsse er etwas Außergewöhnliches tun, aber man muss einfach dasselbe tun, nur schneller.

Geschwindigkeit, Rhythmus, Tempo – das ist der Einsatz innerer Anstrengung für das, was ich benötige. Zum Beispiel: Um mich noch etwas mehr mit einem Freund zu verbinden, setze ich mich selbst mehr unter Druck. Noch etwas mehr lernen – ich setze mich wieder unter Druck. Das heißt, all das Gleiche zu tun, aber mit größerer Anstrengung.

Was bringt es, wenn ich von einer Ecke zur anderen laufe? Was kommt dabei heraus außer Wind? Unter Geschwindigkeit versteht man den Einsatz eigener Anstrengung in jeder Kleinigkeit, die ich erforschen und präzisieren muss.

So wie du jetzt zweieinhalb Stunden im Unterricht sitzt, so bemühe dich, gefasster und konzentrierter auf den Unterricht und sein Ziel zu sein – und nichts darüber hinaus. Damit diese Absicht nicht verschwindet, halte sie ständig fest. Vor dir müssen nur der Unterricht und sein Ziel stehen. Und das bedeutet bereits, dass du auf dem richtigen Weg bist. Wenn du dich in diesen Gedanken vertiefst und Angst hast, ihn zu verlieren, dann erhöhst du die Geschwindigkeit.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash von 11.05.2026

[#356546]

Der Beschleuniger der spirituellen Entwicklung

Kommentar: Es steht geschrieben: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen.“ Es ist klar, dass jeder von uns denselben bösen Trieb hat.

Meine Antwort: Nein, jeder von uns ist anders als die anderen. Baal HaSulam schreibt im Artikel „Freiheit des Willens“, dass wir alle aus unterschiedlichen Punkten von Adam HaRishon stammen, und es ist uns verboten, jemanden zu unterdrücken, ihn zu etwas zu zwingen, ihn zu verändern, uns in die Kultur anderer Menschen einzumischen oder sogenannten primitiven Völkern gewaltsam Fortschritt aufzuzwingen.

Jeder sollte sich entsprechend seinen persönlichen Eigenschaften entwickeln, denn nur so kann er sein Verlangen zu empfangen verwirklichen. Jeder ist eine eigenständige Schöpfung, und selbst wenn er es wollte, kann er sein Verlangen zu empfangen, seinen Ausgangspunkt, nicht verändern.

Baal HaSulam erklärt, was ein Ausgangspunkt ist und welches Programm seine Entwicklung bestimmt. Es gibt eine vorgegebene Ordnung der Einflüsse in der Gesellschaft sowie Gesetze der Entwicklung der Umgebung; der Mensch kann sich dort nicht gewaltsam einmischen und etwas verändern. Die einzige Veränderung betrifft die äußere Form unter dem Einfluss der Gruppe.

Doch die Veränderung der äußeren Form bedeutet nicht, dass der Mensch zusätzliche Verlangen oder Eigenschaften erwirbt, die vorher nicht in ihm vorhanden waren. Er erlangt vielmehr eine Begeisterung, ein Verlangen nach der Quelle, die er erreichen muss. Dies dient ihm als zusätzlicher Treibstoff, um seine Entwicklung und den Prozess der Korrektur zu beschleunigen. Doch er erwirbt dadurch keine neuen Kelim, keine neuen Eigenschaften oder Gedanken.

Es beschleunigt lediglich das Hervortreten dieser bereits vorhandenen Eigenschaften und bestimmt die Geschwindigkeit ihrer Entwicklung. Deshalb ist es entscheidend, sich zur Gruppe, zu den Meinungen der Freunde und zur gesamten Struktur der Gruppe mit dem Verständnis zu verhalten, dass alles, was wir von ihr erhalten, ausschließlich als Beschleuniger, als Katalysator dient, der uns Energie zum Handeln gibt.

Doch dieser Beschleuniger besitzt keinen eigenen Charakter; er gibt nur einen zusätzlichen Impuls in die Richtung, in die ich mich bereits bewege. Ich wähle, wohin ich gehe – nicht er. Dasselbe erwarte ich von der Gruppe. Das heißt, ich muss zur Gruppe kommen und zusätzliche Kräfte in der von mir bereits gewählten Richtung verlangen, anstatt dass die Gruppe zu mir kommt und versucht, mich zu „indoktrinieren“.

Jede „Beeinflussung“ durch die Gruppe sollte nur darin bestehen, meine gewählte Richtung zu stärken. Andernfalls wäre es keine freie Wahl. Andernfalls wäre es eine Gruppe, die den Einzelnen unterdrückt.

Sie muss mir keine neuen Ideen bringen. Sie sollte mir lediglich helfen, das zu festigen, was ich bereits habe. Deshalb heißt es, dass jeder von uns der Gruppe geben und entsprechend seiner Investition zurückerhalten soll – nur um ein Vielfaches mehr.

[353101]
Aus dem täglichen Kabbalaunterricht vom 13.02.2026, Rabash, Artikel 18 (1987), „Was ist die Vorbereitung auf das Empfangen der Tora? – 2“

Das Ende der ägyptischen Sklaverei

Es ist nicht leicht die Frage zu beantworten, wo der Punkt ist, von dem aus ein Mensch bestimmen kann, ob er Genuss vom Egoismus oder vom Geben haben wird. Möchte der Mensch ein Sklave des Pharao oder des Schöpfers sein?

Unsere Hauptaufgabe ist es, einen Punkt zu erreichen, an dem wir darum bitten, einen anderen Herrscher zu bekommen, sodass die Kraft des Gebens, anstatt des Empfangens über uns herrschen wird. Wir studieren Kabbala und führen alle Ratschläge der Kabbalisten aus, damit wir diese Wahl haben können.

Entweder kommen wir durch den Weg des Leidens zu dieser Entscheidung, durch die natürliche Entwicklung der Zeit (Beito) oder durch den Weg des Lichtes (Achishena). Auf dem Weg der natürlichen Entwicklung erwarten uns nur Schläge. Dies geschieht dann, wenn der Schöpfer dem Pharao, unserem Egoismus oder dem Verlangen für sich zu empfangen, jeden möglichen Genuss wegnimmt, und darum erleben wir Leiden. Deshalb sind wir bereit, der Herrschaft des Pharao zu entfliehen und unser Selbst von ihm zu distanzieren. Schließlich zwingt uns die Natur selbst, alles zu vermeiden, was für uns Leiden hervorruft.

Und dann gibt es den Weg des Lichtes, die “Beschleunigung der Zeit” (Achishena). Dies geschieht dann, wenn unser egoistisches Verlangen uns noch erlaubt, Genuss zu empfangen, wir jedoch verschiedene Handlungen ausführen, um eine neue Einstellung zum Verlangen zu geben zu entwickeln. Und obwohl ich egoistischen Genuss empfange und unter der Herrschaft des Pharao stehe, empfinde ich dies nicht als etwas Negatives: Ich genieße das Leben. Aber ich fange an, nach einem Weg zu suchen, mich über ihn zu erheben und nicht länger auf ihn angewiesen zu sein, beginne, die Eigenschaft des Gebens zu schätzen.

Das bedeutet, dass ich versuche, den Weg des Lichtes zu gehen, so dass die Eigenschaft des Gebens auf mich wirkt und mich verstehen lässt, dass der Pharao ein böser Herrscher ist. Das Böse ist nicht der Genuss, den er gibt, sondern das Empfangen dieses Genusses für mich selbst. Dieses völlig neue Kriterium basiert nicht auf Genüssen, sondern auf ihrer Ausrichtung, darauf, wer empfängt: Ich oder die anderen (oder der Schöpfer zusammen mit anderen).

Und dann, anstatt den Weg durch Empfindungen entsprechend von Genuss oder Leiden zu beurteilen, wechsle ich zu einer logischen Berechnung von Gut und Böse, wahr oder falsch. Ich erkenne, dass Wahrheit, das Geben, die Höhere Kraft, der Schöpfer ist und ich will dieses Wahrheit! Und selbst wenn ich mich unter der Herrschaft des Pharao gut fühle, möchte ich mich immer noch am Geben festhalten.

Wenn ein Mensch zu solch einer Erkenntnis kommt, erhebt er sich über die natürliche oder tierische Bewertung (Beito) und trifft auf der Ebene von “Achishena” Entscheidungen und dadurch treibt er sich selbst dazu, aus der Herrschaft des Pharao zu entkommen. Und dann braucht er keine physischen Leiden und Schläge zu erleben, die wir als verschiedene Krisen für das Verlangen zu empfangen in der Welt spüren und die in der Zukunft nur zunehmen werden, wenn wir fortfahren, uns durch den natürlichen Fluss von Eregnissen (Beito) zu entwickeln.

Sein Leiden wird zum Leiden auf dem Weg von “Achishena”, zum Leiden aus Liebe. Letztendlich strebt er zum Geben oder Höheren Licht, um seinen Genuss von egoistisch zum Genuss zu geben zu ändern. Auf diese Weise macht ein Mensch Fortschritte.

[40773]

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, Schriften von Rabash

Die Wahl der Massen

Frage: Haben die Massen die Freiheit des Willens, sich an das Geben anzuschließen?

Meine Antwort: Es gibt keine Freiheit des Willens, weder in ACHA’P, noch in Galgalta we Ejnaim. Nur infolge der gegenseitigen Verbindung finden sie die Freiheit der Wahl, im mittleren Drittel Tiferet.

Dabei ist die Wahl von ACHA’P nicht die Gleiche, wie die von Galgalta we Ejnaim. Die Wahl der Massen äußert sich darin, bewusst und so schnell wie es möglich ist, sich den spirituellen Anführern anzuschließen, bevor die Notlage eingetreten ist. Sie müssen begreifen, dass es sich lohnt, die Arbeit in der Vereinigung zu realisieren.

Man darf ACHA’P auch dafür nicht verachten, dass es geführt wird. Galgalta we Ejnaim folgt der Kraft des Gebens, wie es die Herde in Bezug auf den Schöpfer und sein Schöpfungprogramm tun. Somit liegt unsere Aufgabe in der Beschleunigung der Zeit. Denn wir wollen aufsteigen, und darin besteht eben unsere Freiheit der Wahl.

Jedoch hat ACHA’P nicht weniger Bedeutung als Galgalta we Ejnaim. Im Gegenteil sogar, ACHA’P stellt sehr große Kelim dar.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 25.09.2011

Jeden Augenblick über den vorangegangenen setzen

In jedem Zustand des Aufstiegs muss man sich unverzüglich den Zustand des Abstiegs vorstellen. Denn wenn du das kannst, bedeutet es, dass du dich im Aufstieg bereits länger als einen Augenblick befindest. Länger braucht man aber nicht!

Du hast diesen Eindruck bereits bekommen, hast die „Aufzeichnung“ (Reshimo) gemacht, und wenn du sie fortsetzt, beginnst du diesen Zustand egoistisch zu genießen. Du steuerst ihn also nicht mehr, fasst ihn nicht zusammen, richtest ihn nicht korrekt aus, wie es der Fall war, als du ihn angetreten bist – du beginnst ihn einfach zu genießen und ihn in Richtung deines Egoismus zu lenken.

Wenn der Zustand des Aufstiegs länger als einen Augenblick dauert und du es verstanden hast und nicht vorhast, etwas hinzuzufügen, dann muss er als Abstieg verbucht werden. In der Spiritualität ist es so, dass, wenn du nichts hinzufügst, sondern in der gleichen Zeit, im gleichen Augenblick, auf der gleichen Höhe bleibst, du dich in eine Null verwandelst. In der Spiritualität zählt nur die Beschleunigung und nicht die Geschwindigkeit.

Und die Spiritualität befindet sich in der Gruppe – dort, wo die Einheit erreicht wird, denn innerhalb unserer Einheit enthüllen wir den Schöpfer. Wir müssen uns also ständig in Bezug auf diese Einheit prüfen. Wenn ich in die Gruppe den Eindruck von ihrer Wichtigkeit neben der eigenen Nichtigkeit in Bezug auf sie, auf die Wichtigkeit des Ziels, der spirituellen Arbeit, des Schöpfers, der sich in unserer Einheit enthüllt, hineinbringe, dann bewege ich mich in die richtige Richtung.

Nehmen wir an, ich habe Anstrengungen in diese Richtung unternommen und konnte eine gewisse Erkenntnis in Bezug auf die Spiritualität, die Eigenschaft des Gebens, erlangen, habe etwas empfunden und in meinem momentanen Zustand verstanden. Ich kann aber nicht länger als einen Augenblick in diesem Zustand verweilen, nachdem ich ihn in der Empfindung und im Verstand erfasst habe. Denn im nächsten Augenblick werde ich bereits damit beginnen, für mich selbst zu genießen – dadurch, dass ich verstanden und empfunden, dass ich etwas erreicht habe! Das alles wird bereits auf egoistische Art und Weise geschehen.

Aus diesem Grund muss man gleich im nächsten Augenblick das Verlangen seinerseits hinzufügen – nach etwas größerem suchen! Doch wo soll man ein solches Verlangen hernehmen, ständig nach mehr zu streben, um nicht entsprechend seinem Verlangen zu genießen abzusteigen, indem man sich Verzögerung und Erholung gönnt und Genuss aus dem Erreichten zieht?

Rabash schreibt, dass, wenn der Mensch sich im Zustand des Aufstiegs sieht, er unverzüglich damit beginnen soll, nach dessen Erklärung in den Büchern und Artikeln zu suchen, mit diesem neuen, von ihm gerade erreichten Verlangen dort hineindringen und diesen Zustand immer tiefer ergründen. Er macht es, um das zusätzliche Verlangen von dort zu erhalten, welches ihm erlauben würde, weiter aufzusteigen.

Denn wenn wir nicht aufsteigen, fallen wir! Es ist nicht möglich, einen „ebenen Weg“ entlang zu kriechen, in der Spiritualität gibt es so etwas nicht. Wie geschrieben steht: „Kein Augenblick ähnelt einem anderen!“ Ich muss es auf diese Weise tun, damit der nächste Augenblick höher als der vorangegangene liegt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 12.05.2011

Halten bedeutet absteigen

Frage: Was bedeutet, in Bezug auf das Ziel ständig zu beschleunigen? Und wie kann man jetzt, vor dem Kongress, noch mehr „Gas geben“?

Meine Antwort: Im spirituellen Raum bedeutet Beschleunigung auch Bewegung. Denn wenn du jetzt irgendeine Handlung nicht ausführst, werden dir keine früheren Verdienste angerechnet, und du verlierst die ganze bis zu diesem Moment durch frühere Handlungen erreichte Geschwindigkeit.

Der spirituelle Raum ist wie ein leerer Kosmos, wo es kein anderes Bezugssystem gibt, und wenn du nicht beschleunigst, bewegst du dich gar nicht.

Ein konstanter Zustand ist gleich Null, und selbst wenn du mit einer Geschwindigkeit von 10 Kilometer pro Sekunde fliegst, zählt das nicht als Bewegung, und du hängst quasi in der Luft. Im spirituellen Sinne bedeutet Beschleunigung Geschwindigkeit, und im Grunde genommen stellt gerade sie die Handlung dar.

Aus diesem Grund gibt es zwischen den spirituellen Handlungen keine „Abstände“. Dort, wo die eine Handlung endet, beginnt sofort die nächste, wie bei der Geburt von spirituellen Parzufim. Das bedeutet, dass die Beziehung des Menschen zur Gruppe und die Beziehung der Gruppe zum Menschen auf eine solche Art und Weise aufgebaut werden muss, um ihn ständig zum Handeln zu erwecken und in ihm immerzu das Verlangen zu erneuern.
Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Die Vorbereitung auf den Kongress in New Jersey“, 28.03.2011

Kongress = Beschleunigung

Frage: Wie können wir uns auf dem kommenden Kongress in New Jersey miteinander verbinden, sodass wir die Zeit beschleunigen?

Meine Antwort: Der Kongress ist die maximale Beschleunigung, die in unserer Welt möglich ist. Es gibt keine kraftvollere Handlung. Auf diese Weise erlebe ich es selbst.

Das Gleiche habe ich bei Rabash während der einfachsten Handlungen der Vereinigung durch die Gruppe gesehen. Selbst wenn wir nirgends zusammen hinfuhren und keine anderen Menschen aus der Welt mit uns verbunden haben, war es für ihn trotzdem sehr wichtig.

Nach jedem Kongress fühle ich, wie wir eine Stufe höher aufsteigen und die Fähigkeit erlangen, unser Material auf neue Weise zu erklären. Ich glaube, alle fühlen das.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 9.03.2011, über die Zeit

Der zweifache Boden des Internets

Frage: Sie sagten mal, dass das Böse sich innerhalb der Beziehung zwischen Freunden offenbart. Doch wenn der Mensch alleine studiert, durch das Internet, und er keine gemeinsame Arbeit mit den Anderen macht, wie offenbart er das Böse?

Meine Antwort: Ich sehe, dass die Menschen ins Facebook gehen, oder in andere soziale Netzwerke, und einfach leben innerhalb dieser Netzwerke. Dort ist Leidenschaft, Liebe, die Menschen verheiraten sich sogar, wenn sich danach rausstellt, daß es tasächlich Mann und Frau sind 🙂  .

Obwohl dieses Netzwerk voller Lügen und Schmutz ist, sollte es respektiert werden. Vor langer Zeit gingen wir mit Rabash an einem Stadion vorbei, er sagte: „Dieser Platz sollte respektiert werden, er bringt den Menschen Freude!“.
Das gleiche ist es mit dem Internet. Mit seinem Müll, welchen es beinhaltet, verbindet es die Menschen. Es provoziert sie, zwingt sie, das Böse aus sich heraus zu lassen, das sich tief in ihrem Inneren verbirgt, die Eifersucht, der Hass, die Wollust, das Streben nach Ruhm, die Lügen. Was gibt es dort nicht alles… Doch dadurch realisieren wir eine große Anzahl an Reshimot (Informationsgenen).

Die ganze Menschheit befindet sich dort, und alle lügen ständig, möchten einander überlisten, wetten miteinander und schieben aufeinander alles ab. Habt ihr eine Ahnung, was es für eine Arbeit mit dem Ego ist?! Auf welchem Feld hättest du sie zusammen führen können?.. Auf welchem Platz?..

Und so, mit der Hilfe der virtuellen Verbindung, realisieren die Menschen ihre Reshimot, und im Bewusstsein der Natur ihres Ego´s schreiten sie voran.
Warum können wir, die das Verlagen nach der Offenbarung des Schöpfers/der Eigenschaft des Gebens besitzen, unsere spirituellen Reshimot nicht richtig durch die virtuelle Verbindung realisieren? Ich bin überzeugt, dass das gesamte Internet sich nur dafür entwickelt hat. Die Zeit der Beschleunigung des Endweges ist gekommen, und wie in anderen Dingen, haben die Menschen aus ihrem Bedürfnis heraus solch eine Verbindung entwickelt.

Deswegen sollen wir zwischen uns so ein soziales Netzwerk organisieren, damit jeder Freund, unabhängig davon, ob er in einer physischen Gruppe ist oder nicht, in der Lage ist, alle zu fühlen und ständig verbunden mit uns zu sein, in gemeinsamen Ideen, gemeinsamen Bemühungen, Arbeit, dem Studium und dem Umgang miteinander.
Auszug des Unterrichtes nach dem Artikel, „Charakter der Wissenschaft der Kabbala“, 20.01.2011

Um spirituell voranzukommen, braucht man konstante Beschleunigung anstatt konstante Geschwindigkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Warum steht geschrieben, das Anstrengung nur etwas ist, das über dem Durchschnitt liegt?

Meine Antwort: In Bezug auf spirituelle Arbeit sprechen wir immer über Beschleunigung, nicht über Geschwindigkeit. Es gibt ein sehr bekanntes Relativitätsprinzip, das besagt, dass wenn ein Objekt sich mit konstanter Geschwindigkeit bewegt, es nicht gesehen wird, als ob es sich überhaupt bewegt. Wenn man seine Position relativ zu anderen bestimmen will, dann bewegt es sich vielleicht, doch in Bezug auf dich steht es still. Und in der Kabbala messen wir alle Veränderungen relativ zur Person selbst.

Wenn wir daher aus Gewohnheit handeln und konstante, gewohnheitsmäßige Handlungen ausführen, die von uns in jedem Augenblick keine zusätzliche Anstrengung abverlangt, werden wir uns daher nicht verändern. Wenn ich keine zusätzlichen Anstrengungen mache, dann werde ich nicht zur nächsten Stufe aufsteigen und das bedeutet, dass ich keine spirituelle Bewegung mache.

Deshalb kannst du deinen Fortschritt trotz des Fehlens jedweder Reaktion kontrollieren in dem du Anstrengungen ansammelst, die du in die Korrektur, das Geben, die Verbindung und das Studium hineinsteckst. Was du überprüfen musst ist das, was du heute dem hinzugefügt hast, was du gestern hattest!

Du solltest eine Gewohnheit daraus machen, die Anstrengungen konstant zu steigern. Konstante Beschleunigung muss normal für dich werden. Was wir brauchen ist konstante Beschleunigung, nicht konstante Geschwindigkeit! Das muss zur Gewohnheit werden.

Zum Kabbalalernzentrum –>