Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Beschäftigung'

Menschen aufklären

Frage: Heute gehen die Menschen zu allen möglichen Demonstrationen, ohne zu erkennen, dass sie nicht gegen Ungerechtigkeit, ungleiches Einkommen oder schlechte Bildung kämpfen, sondern gegen ihre Bedeutungslosigkeit.

Es sind nicht nur einzelne Berufe, die jetzt verschwinden, sondern ganze Schichten der Wirtschaft, die Länder zusammengehalten haben. Nicht nur die High-Tech-Industrie, sondern auch die gewöhnlichsten Branchen werden von Menschen befreit. Bald wird es keine Kassierer mehr geben, niemand, der ausgibt, empfängt. Automatisierte Maschinen und Algorithmen werden das alles erledigen.

Hier kommen wir zu dem, worüber wir vor 15 Jahren gesprochen haben – womit kann man die Menschen beschäftigen. Man muss ihnen ein Grundeinkommen zahlen, damit sie sitzen und lernen können.

Heute fangen sie an, darüber zu sprechen: „Ja, wir werden den Menschen Geld zahlen. Sie sollten kommen und 2-3 Stunden pro Tag damit verbringen, Geschichte, Kultur oder etwas anderes zu studieren, Bäume gießen, neue Parks bepflanzen, etc. Sie kommen nicht um zu arbeiten, sondern um sich zu beschäftigen.

Sehen Sie darin die ersten Schritte auf dem Weg zu einer Gesellschaft, von der Sie die ganze Zeit gesprochen haben?

Antwort: Im Allgemeinen kann man darin einen ersten Schritt sehen. Aber wie erzieht man diesen neuen Menschen, der nicht nur die Eigenschaft des Empfangens, sondern auch die des Gebens haben wird? Hier müssen wir natürlich die Menschen aufklären.

Es geht um mehrere Stunden am Tag, in denen sie studieren, die Physik des Gebens lernen, Vorlesungen hören und untereinander diskutieren können.

Frage: Solange Israel das nicht tut, werden es die anderen nicht tun. Oder kann es parallel laufen?

Antwort: Nein, ich glaube nicht, dass es parallel geschieht. Es muss immer noch von hier kommen. Die innere Wurzel der Veränderung der Welt, was immer sie auch sein mag und wohin sie auch geht, kommt immer noch vom jüdischen Volk.

Aus der Fernsehsendung „Algorithmen statt Menschen“,  04.08.2021

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Spielen bedeutet, einen Schritt ins Unbekannte zu tun

Die Bewegung einem neuen unbekannten Zustand entgegen, den wir erkennen bzw. aufbauen und uns für den notwendigen, richtigen entscheiden müssen, nennt sich „Spiel“. Ein Spiel ist eine ernsthafte Beschäftigung, die sich durch einen unbekannten Bestandteil auszeichnet. Dabei erforschen wir unsere Möglichkeiten, Neigungen, Bestrebungen und ihre Ergebnisse. Jedes Mal bewege ich mich einem unbekannten Zustand entgegen.

Wie kann ich mich auf etwas Unbekanntes zubewegen? Wenn der Ausgangs- und der Endzustand bekannt sind, dann existieren sie bereits in mir, und ich setze sie lediglich um, gehe vom ersten Zustand zum zweiten über.

Das bedeutet aber nicht, dass ich wachse. Die Bewegung einem bekannten Zustand entgegen ist keine Erlangung von etwas Neuem, sondern lediglich Akkumulierung. Denn wenn mir der zweite Zustand bekannt ist, dann ist er bereits in mir drin, ich befinde mich bereits in ihm.

„Wachstum“ bedeutet, dass ich beabsichtige, einen vollkommen neuen Zustand zu erlangen, das zu werden, was ich noch nicht bin.

Wie kann man das auf eine vernünftige, reife, richtige Art und Weise umsetzen, wenn nicht durch ein Spiel, durch eine Simulation? Die Natur selbst spornt uns ständig an, spielerisch zu lernen.

Das gleiche geschieht auch auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe. Um Schritt für Schritt zu wachsen, vollzieht eine Pflanze in ihrem Inneren die gleichen Handlungen wie in einem Spiel.

Wenn man ihr Verhalten während des Wachstumsprozesses erforscht, stellt sich heraus, dass es unserem Verhalten auf der tierischen oder menschlichen Stufe gleicht.

Ich muss mir meinen nächsten Zustand in meinem Inneren vorstellen, und zwar dermaßen richtig, dass ich daraus die Wachstumskraft schöpfe. Deshalb ist die Anwesenheit des Schöpfers in jeder Schöpfung unerlässlich!

Denn ich kann nur dann einen Schritt nach vorne tun, wenn er sich bereits in mir drin befindet. Ich muss bewusst und zielgerichtet die Kraft des Schöpfers, meiner verhüllten höheren Hälfte, auf mich herbeirufen.

Darum erschaffe ich ein Modell meines nächsten Zustandes – die Gruppe, einen Simulator der Welt der Unendlichkeit, der spirituellen Zustände, des gegenseitigen Gebens.

Und nun, während ich alle möglichen Handlungen vollziehe, erwarte ich, dass das Licht an mir arbeitet. Das würde bedeuten, dass ich aus allen möglichen Zuständen meinen richtigen nächsten Zustand gefunden, eingefangen habe. Wann wird das geschehen? Wenn das Licht sich in ihn eingehüllt hat.

Das Licht befindet sich in einem vollkommenen Ruhezustand. Ich muss nur meine Ähnlichkeit mit ihm finden.
Sobald ich aus allen möglichen Formen die Ähnlichkeit mit ihm gefunden habe, erfüllt es mich sofort, und wir sind miteinander verbunden. Das nennt sich der nächste Zustand. So schreiten wir voran.

Kabbala Akademie

Was tun mit der Staatsgewalt?

Frage: Die Krise in den USA wird immer tiefgreifender, dabei delegieren Menschen immer mehr Machtinstrumente an die Regierung. Was kann getan werden, bevor die Mächtigen von oben alles unterdrücken?

Meine Antwort: Ich denke nicht, dass die Staatsgewalt die Schritte in Richtung Vereinigung, Liebe und gegenseitiger, gütiger Beziehungen aufhalten wird. Außerdem führen wir unsere Verbreitung unter Heranziehung der Meinungen von Wissenschaftlern und Experten auf verschiedenen Gebieten. Sie bestätigen, dass die globale, integrale Welt genau dies von uns verlangt. Und wer kann sich dagegen auflehnen?

Wer wird einer auf Gleichheit und Einvernehmung basierenden Vereinigung, der Fürsorge dafür, dass es im Land keine an Hunger Leidenden gibt und dass die Bedürftigen wenigstens eine minimale Beschäftigung haben, widersprechen? Die Menschen müssen über ein Leben in einem neuen, globalen Zustand unterrichtet werden. Ich sehe dabei niemanden, der in der Tat dagegen ankämpfen wird. Also sollten wir nichts fürchten.

Letztendlich verhält sich die Staatsgewalt gegenüber jeglichen Aktivitäten ablehnend. Ihr geht es nur dann gut, wenn alle sich wie Sklaven verhalten. So ist jede Regierung, in jedem Land, und darum sollte man nur auf diejenigen Rücksicht nehmen, die kommen, zuhören und sich der Verbreitungsarbeit anschließen.

Auszug aus der zweiten Kongresslektion in New York, 12.09.2011

„Viel fremdes Volk“ – in einem Menschen, unter einem Volk und in der Welt

Der Sohar, Abschnitt „BeShalach“, Punkt 37: …aufgrund des vielen fremden Volkes wurden sie nicht „die Söhne Israel“ oder „Israel“ oder „Mein Volk“, sondern einfach „das Volk“ genannt.

Als sie sich aus Ägypten erhoben und viel fremdes Volk sich noch nicht mit ihnen verband, nannte Er sie „die Söhne Israel“. Nachdem viel fremdes Volk sich mit ihnen verbunden hatte, nannte Er sie „das Volk“.

Wenn man davon spricht, was in einem Menschen vorgeht, dann bedeutet „viel fremdes Volk“ (Erev Rav) jene Verlangen, die auf dem spirituellen Weg zu schreiten scheinen, diesen Weg auch wählen, weil sie denken, dass sie auf diese Weise vorankommen müssen.

Nur versuchen sie jedes Mal, wenn sie sich dazu entschließen, voranzuschreiten, den Schöpfer, das höhere Licht, für sich, für das Empfangen zu nutzen.

Das ist die heimtückischste unreine Kraft (Klipa). Sie wollen die Tora benutzen, um alle möglichen Begehren des Egoismus in ihrem irdischen Leben in dieser Welt zu erfüllen. Alle Probleme des Volkes entstehen wegen dieser Klipa, genannt „viel fremdes Volk“.

Es ist leicht, das auf dem spirituellen Weg zu klären, wenn du erkennst, dass das eine egoistische Form ist, die nichts mit der Spiritualität zu tun hat.

Wenn ich mich nach jeglichen Genüssen dieser Welt sehne (Essen, Sex, Familie, Geld, Ruhm, Macht, Wissen), dann heißen diese Verlangen „Völker der Welt“ in mir. Sie wollen einfach diese ganzen Erfüllungen.

Doch wenn ich anfange, mich mit der Tora zu beschäftigen, und durch diese meine Beschäftigung alle möglichen irdischen egoistischen Erfüllungen – ebenfalls Geld, Ruhm, Macht usw. – erhalten will, dann heißt das „viel fremdes Volk“. Ich mische die Tora, die Kraft des Vorankommens, die Kraft des Lichts, zusammen, um sie für meinen Egoismus zu nutzen.

All das muss unbedingt in jedem Menschen, der auf dem spirituellen Weg schreitet, stattfinden. Denn jeder besteht aus allen. Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten, der nur Gutes getan hat, ohne zuvor gesündigt zu haben“.

Jeder wird solche Abschnitte durchlaufen müssen (wenn das noch nicht geschehen ist), wenn mitten in seiner spirituellen Entwicklung in ihm plötzlich das Verlangen, Geld zu verdienen, Macht auszuüben usw., entbrennt. Nur ist die Frage, wie schnell und wie wichtig er aus diesem Zustand wieder herauskommt.

Doch die gleiche Trennung existiert auch in der materiellen Welt. Es gibt „Völker der Welt“, diejenigen, die sich nach allen Erfüllungen dieser Welt sehnen. Ihre Verlangen sind einfach, ohne jegliches Streben nach der Spiritualität, nach der Wissenschaft der Kabbala.

Es gibt Menschen, die nach der Spiritualität streben und versuchen, sie zu ergründen, soweit sie dazu in der Lage sind.

Und es gibt jene, die sich mit der Spiritualität beschäftigen, doch nicht, um ihren „bösen Trieb“ zu enthüllen, ihn zu korrigieren und dadurch dem Schöpfer näher zu kommen, d.h. nicht, um die Tora gemäß ihrer Bestimmung anzuwenden, sondern um aus der Beschäftigung mit der Tora soviel Geld, Ruhm und Macht wie möglich herauszuschlagen.

Darum steht geschrieben, dass alle Probleme nach dem Auszug aus Ägypten sich dadurch ereignet haben, dass sie das „viele fremde Volk“ mitgenommen haben.

Genauso ist es auch in unserer Generation: es gibt unter dem Volk diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, um das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen und sich zu korrigieren, und es gibt aber auch diejenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, um Macht und Geld für ihr irdisches Dasein zu erhalten.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.10.2010

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Die Kabbalisten – über die verborgene Tora und über die offene Tora, Teil 5

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Präferenz des Studiums der verborgenen Tora vor offenen Tora

Das ganze Volk Israels wird zu dieser großen Reinigung (zur vollkommenen Korrektur der egoistischen Absichten) nicht anders als durch das Studium der Kabbala gelangen (in der Gruppe mit der richtigen Absicht), die den leichtesten Weg darstellt (aus allen Leidenswegen), der auch für die Unvernünftigen zureichend ist (unabhängig von der Entwicklungsstufe des Menschen).

Andererseits werden nur Einzelne, die mit mirakulöser Kraft ausgestattet sind, dank der Beschäftigung mit der offenen Tora (nicht Kabbala) allein dessen würdig, und zwar mittels großer Leiden – nicht aber die Mehrheit des Volkes (die heute noch nicht bereit ist, die Leiden zu ertragen, um den Egoismus zu korrigieren).

Baal HaSulam. Das Vorwort zum TES, Punkt 36.

Sich von der Vergangenheit trennen, um in die Zukunft zu treten

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist eine gemeinsame geistige Beschäftigung unter Eheleuten?

Meine Antwort: Die geistige Verbindung ist dann gewährleistet, wenn die Frau „die ander Hälfte des Körpers“ ihres Mannes ist. Der Mann ohne Frau ist der unvollständige Teil des Wunsches. Und gerade dieser Teil einer solchen „tierischen“ Existenz, des gemeinsamen Familienlebens, der eigentlich nichts mit der Spiritualität zu tun hat, dieser ist in Wirklichkeit sehr wichtig.
Es ist zwar noch nicht die Zeit gekommen, aber wir werden trotzdem den Zustand erreichen, wenn sowohl Männer, als auch Frauen die Notwendigkeit empfinden, nach dem Sinn ihres Lebens (wofür man lebt) zu suchen. Und man kann dieses Problem nur unter der Bedingung lösen, dass wir uns in Übereinstimmung mit der Natur, mit dem Schöpfer befinden und deshalb verpflichtet sind, eine Familie zu gründen.
Es wird unsere gemeinsame geistige Beschäftigung sein. Wir werden fühlen, dass man ohne geistige Verbindung keine Familie erhalten kann. Und ohne Familie sind wir nicht fähig, uns geistig zu entwickeln, die Spiritualität zu erreichen!
Deshalb befindet sich die Familie heute in solcher Krise, im „Zerbrechen“, im „Zimzum“ (in der Kontraktion). Das ganze vorige Leben und die Psychologie, der vorher existierende Blick auf die Familie, das ganze vorige familiäre Paradigma das alles ist zu Ende gegangen! Das heißt, es kam zum „Zerbrechen“. Es ist das Zerbrechen unserer gesamten vorigen Philosophie, der Einstellung zum Leben, zur Familie, zur Gesellschaft. Das alles ist zum Ende gekommen, deshalb erleben wir heute die Krise. Als ob man die vorige Beziehung zum Leben trennen würde, um die neuen Beziehungen aufzubauen. Und ich werde die Familie, die Kinder, die Arbeit, die Gesellschaft wieder benötigen, aber dafür, um das Geben, die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen, und nicht, um sie egoistisch zu verwenden und mir das bequeme, kleine Nest für das ruhige materielle Leben zu bauen. Deshalb erfolgt dieser heftige Übergang, wenn man sich vom ganzen alten Leben, von der vorigen Beziehung trennen muss.

Das Licht, das zum Schöpfer zurückführt

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora zu dessen Korrektur“. Wir haben uns an all diese Aussagen gewöhnt und glauben, dass es einfach nur schöne Worte über die Tora sind.

Doch in Wirklichkeit ist das sehr wichtig und ernst. Denn wenn wir an das Studium der Tora nicht richtig herangehen, leiden wir unter ihr, weil das Licht eine gewaltige Kraft ist, die auf uns einwirkt und mit deren Hilfe wir die Güte erreichen können oder aber umgekehrt.

Dieses „umgekehrt“ ist auch ein Weg, d.h., mit Hilfe der Enthüllung des Bösen müssen wir ebenfalls das Gute erreichen. Wir können das am Beispiel des letzten Exils sehen.

Exil bedeutet, dass du von der Spiritualität getrennt bist und keine Chance hast, die Verbindung mit dem Schöpfer vor dem Ende des Exils zu erreichen.

Doch wenn wir von der Spiritualität getrennt sind und uns in der Absicht für uns selbst befinden, wie können wir uns dann mit der Tora beschäftigen?

Denn unsere ganze Beschäftigung dient nur dem Eigengenuss, dem Erhalt der Belohnung, noch nicht einmal „lo liShma“, d.h. ohne jegliche richtige Absicht.

Doch jetzt verstehen wir bereits, dass wir genau dadurch, dass wir uns auch während des Exils mit der Tora beschäftigen, das umgebende Licht anziehen, dieses Licht jedoch entfernt uns von der Korrektur, anstatt uns ihr näherzubringen. Dies bedeutet, dass wir das Licht der Tora als „tödliches Gift“ verwenden.

Doch dadurch stellen wir fest, dass wir uns im Bösen befinden, und mit dem sinkenden Generationsniveau, wenn „das Gesicht der Generation wie das Maul eines Hundes geworden ist“, erreichen wir einen Zustand, von dem geschrieben steht: „…und die Söhne Israel seufzten wegen ihrer Arbeit“.

Das heißt, dass wir immer, ob in der Erkenntnis oder im Exil, das Licht, das in der Tora enthalten ist, benutzen – entweder von der negativen oder von der positiven Seite aus. Ohne dies würden wir niemals das Gefühl des Exils und der Notwendigkeit der Befreiung erreichen können.

Deshalb ist es jetzt, wenn wir uns in diesem besonderen Zustand, von dem Baal HaSulam schreibt, in der Generation des Mashiach, an der Schwelle zur Befreiung befinden, für uns sehr wichtig zu verstehen, dass das alles eine Bedingung ist, die uns von oben gegeben, von uns jedoch noch nicht akzeptiert wurde.

Was bedeutet das? – Uns wurde die Möglichkeit gegeben, das gleiche Licht, das zur Quelle, zum Schöpfer, zurückführt zu benutzen, jedoch anders, damit es uns zur Quelle zurückführt und nicht von ihr entfernt, wie das während des Exils der Fall war.

Während des Exils waren unsere Absichten immer auf uns selbst gerichtet: Wie wir mit Hilfe der Tora in dieser und in der zukünftigen Welt verdienen können.

Nun müssen wir unsere Absichten und dadurch auch die Einwirkung des umgebenden Lichtes auf uns verändern, des Lichtes, das uns wirklich zur Quelle zurückführt, und zwar direkt und nicht durch seine Kehrseite.

Deshalb müssen wir heute hauptsächlich an die Absicht, mit der wir an das Studium herangehen, denken.

Je klarer, gewollter und deutlicher unsere Absicht sein wird, je besser wir uns so organisieren werden, dass unser Gebet zu einem „Gruppengebet“ wird und wir uns zu einem Ganzen zur einzigen Quelle verbinden, desto erfolgreicher werden wir sein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 23.06.2010

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Wir lernen, um uns zu ändern.

Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Mensch immer nach Wissen strebt und nicht verstehen kann, dass die Offenbarung nur über dem Wissen geschieht – in den spirituellen Gefäßen des Glaubens über dem Verstand. Nur dort offenbart sich das wahre Wissen.

Sogar jetzt, während wir die Artikel von Rabash über die Gruppe studieren und uns bemühen, nach diesen Prinzipien unsere Internet-Gemeinschaft aufzubauen, wollen wir, dass Menschen sich mit ihnen möglichst viel beschäftigen.

Wie sie den Inhalt verstehen, ist nicht so wichtig. Die Hauptsache ist es, dass man diese Artikel im Laufe des Tages ein- zweimal durcharbeitet.

Auch wenn man verwirrt ist, nichts verrsteht, alles verflucht und gleichzeitig alles wünscht – wichtig ist der Wunsch, sich die ganze Zeit darin zu befinden. Dadurch wird man das Licht anziehen, das zur Quelle zurückführt und die eigenen Wünsche ändert. Erst dann wird man verstehen!

Aber das Verständnis ist kein Selbstzweck! Das Ziel ist es, die richtigen Handlungen auszuführen, die uns der Eigenschaft des Gebens näher bringen.

Wir lernen nicht, um uns Wissen anzueignen – wir lernen, um uns zu ändern! Anders wäre es viel zu leicht für unseren Egoismus, wie es für ihn üblich ist, auch noch die höchste spirituelle Welt für sich einzunehmen.

Aber die ganze Tora wurde nur dafür gegeben, um unseren egoistischen Ursprung zu korrigieren. Sie arbeitet gegen ihn.

Nicht du begibst dich in die Spiritualität, sondern die spirituelle Kraft der Korrektur dringt in dich ein. Und du musst dir diese korrigierende Kraft wünschen und warten. Diese Kraft ist dein Mashiach.

Doch man muss ständig an diesen Artikeln über die Gruppe arbeiten: Den Plan vorbereiten, eine Zusammenfassung erstellen und daraus Definitionen, Gesetze und Prinzipien ableiten.
Und darauf basierend baut man die Agenda auf.

Das Wesentliche ist diese Beschäftigung selbst. Und das Resultat kommt als Ernte dieser Arbeit und nicht durch Verständnis. Alles hängt nur davon ab, wie stark wir uns wünschen, dass es geschieht. Dies nennt man Gebet (MaN).

Deshalb ist die Arbeit an den Artikeln notwendig, aber die Arbeit besteht nicht im Erwerb von Wissen, sondern in der praktischen Realisierung von Rabashs Ratschlägen in der Gruppe.

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Das Buch Sohar kann man nur verstehen, indem man sich verbindet

Wenn wir das Buch Sohar studieren, müssen wir uns bewusst sein, dass es von einer Gruppe Kabbalisten geschrieben wurde und deshalb kann es auch nur innerhalb einer Gruppe verstanden werden. Um dieses Buch zu verstehen, müssen wir uns zuerst vereinen, die Verbindung unter uns finden und versuchen, diese Verbindungen mit Hilfe dieses Buches zu enthüllen. Wir werden dieses Buch nur innerhalb der Verbindung zwischen uns enthüllen können.

Alles wovon das Buch Sohar spricht, befindet sich zwischen den Seelen, zwischen uns. Wenn wir danach verlangen, einander zu geben, werden diese Verlangen zu unserer Seele und in ihrem Innern, innerhalb der Verbindung unter den Seelen, werden wir den Schöpfer enthüllen, das Licht, das uns miteinander verbindet.

Das Buch Sohar spricht davon, wie wir das Höhere Licht enthüllen können: Es wird innerhalb der Absicht des Gebens und der Liebe enthüllt. Deshalb ist die Vorbereitung und Beschäftigung mit dem Buch Sohar das Gleiche, als wenn wir uns darauf vorbereiten, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, der Gedanke der Einheit, gegenseitige Bürgschaft und „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu erwerben. Wir bereiten uns darauf vor, diesen Zustand zu erlangen, um das Licht des Gebens und der Liebe zu enthüllen. Das ist es, das der Sohar uns hilft, zu erreichen.

Das ist genau der Grund, aus dem die Kabbala in unserer Zeit enthüllt wurde: um der Menschheit zu helfen, diese Eigenschaft zu erwerben. Doch das wird nur in dem Maße geschehen, wie wir realisieren, dass dies notwendig ist.

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Die Universalität der Kabbala entdecken

Im Folgenden einige Fragen, die ich zur Problematik in Venezuela, zu den Menschen die im Osten leben und zu Zweifeln über die Kabbala als einzigen Weg in die Spiritualität erhielt:

Frage: Ich schreibe Ihnen aus Venezuela. Wie können wir das richtige Umfeld wählen, wenn wir in einem Land mit so vielen politischen Problemen leben, in dem die Menschen in einer scharfen Trennung leben und in dem die Beschäftigungssituation oft unerträglich ist?

Meine Antwort: Zweck der Kabbala ist es, alle Probleme unserer Welt dadurch zu lösen, dass sie den Menschen über sie erhebt. Alle Probleme kommen vom Schöpfer mit genau mit der Absicht, dass wir uns über sie erheben. Indem Sie die Quelle der Probleme verstehen, bietet sich Ihnen die Gelegenheit sie wirklich zu überwinden.

Frage: Warum lassen Sie bei allem, was Sie über die Verbreitung sagen, den östlichen Teil der Welt außer Acht? Was wird mit diesem Teil der Welt geschehen? Liegt es daran, dass die Menschen, die dort leben nicht fähig sind den Weg der Korrektur zu beschreiten und das Leid zu vermeiden?

Meine Antwort: Ich spreche zu allen Menschen auf der Welt. Das einzige Problem ist nur, dass wir noch nicht genug Freunde und Gruppen im Osten haben. Deshalb erwähne ich sie selten.

Frage: Ich bin nicht mit der Kabbala als einziger Methode zur spirituellen Entwicklung einverstanden. Ich denke, dass der Schöpfer verschiedenste Möglichkeiten geschaffen hat, damit ein Mensch sich spirituell entwickeln kann. Unabhängig davon, ob dieser Mensch die Kabbala studiert. Auch denke ich, dass es auch an Orten, wo die Kabbala nicht allgemein bekannt war, Menschen gegeben hat, die ihren spirituellen Weg vollendet haben.

Meine Antwort: Ich wünsche Ihnen, dass sie mit dem, was die Kabbala in unsere Welt bringt sehr viel vertrauter werden. Dieses Wissen rührt noch von einer Zeit, in der sich die gesamte Zivilisation noch an einem Ort befand: im alten Babylon. Zu jener Zeit wurde die Kabbala enthüllt, um die Menschheit zu einigen. Sie werden die Universalität der Kabbala entdecken und ihre derzeitige Meinung ändern.

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