Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bemühungen'

Der unwahrnehmbare Einfluss des Umgebenden Lichts

Eine Frage, die ich erhielt: Ist das Studium der Kabbala das Einzige, was uns das Licht bringt?

Meine Antwort: Es ist das einzige Mittel mit dem man sich mit dem System verbinden kann, welches das Licht enthält. Du existierst unterhalb all diesen Stufen, die von der Ewigkeit bis in unsere Welt herabsteigen, unterhalb der 125 Stufen der Abschwächung des Lichts. Auch die absolut niedrigste Stufe, welche noch über dir ist, hat bereits eine Portion Licht, aber deine Stufe, genannt „deine Welt“, hat noch keine.

Darum wird das Licht, welches von einer höheren Stufe kommt, in Bezug zu dir das „Umgebende Licht“ genannt. Es dringt nicht in dich als „Inneres Licht“, sondern es scheint nur von außen auf dich. Darum wird es „umgebend“ genannt. Sein Einfluss ist unwahrnehmbar und von den Resultaten bestimmt, die es hervorbringt.

Es gibt keinen Weg, sich mit einer höheren Stufe zu verbinden, weil du in deinen Eigenschaften anders bist und darum keinen Kontaktpunkt besitzt, da die höheren Stufen in der Eigenschaft des Gebens funktionieren, während deine jetzige Stufe im Willen zu empfangen arbeitet. Darum hast du nicht einmal die kleinste gebende Eigenschaft, die du dazu benutzen könntest, um einen Kontakt mit einer höheren Stufe herzustellen oder irgendwie zu beeinflussen.

Wenn wir jedoch die höhere Stufe studieren und Teil davon sein wollen, obwohl wir ihr noch gänzlich entgegengesetzt sind, dann ändert das Licht deine Eigenschaften, um den seinen gleich zu werden. Dieses wundersame Heilmittel (Segula) erlaubt dir, dich zu ändern, obwohl du nicht verstehst, wofür du bittest oder wohin dich diese Veränderungen bringen werden. Es macht nichts, dass du als Egoist „unrichtige“ Bitten äußerst, denn die höhere Stufe wird deine Bemühungen akzeptieren, als ob du ihr wirklich gleich werden möchtest.

Dies wird durch das System ermöglicht, in dem die Höhere Stufe auf deine Stufe herabsteigt, mit dessen Mechanismus du nach Oben steigen kannst. Er wird ACHaP genannt und ist eine Art Zwischenstück, eine Gebärmutter (Rekhem). Diese Art von Verbindungen ist vor dir verhüllt, aber auch der Grund, warum du nicht gänzlich von der spirituellen Welt abgeschnitten bist und ebenfalls dafür, warum du deine Verbindung dazu nicht fühlst.

So wie ein Embryo in der Gebärmutter nicht weiß, wo er ist, und seine Mutter nicht kennt.

Die Mutter aber sorgt sich trotzdem um ihn.

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Alles geschieht gemäß unseren Reshimot (den spirituellen Genen)

In der physischen Welt weiß eine Mutter, wann ihr Baby gefüttert werden muss. Was unseren spirituellen Aufstieg betrifft, so muss ein Baby (ein Mensch, der sich in der Anfangsphase der Entwicklung eines Kabbalisten befindet) die Mutter selbst um Essen bitten. Er muss wissen, wie man sich an die Höhere Stufe wendet, damit diese ihn zu sich hochhebt und ihn mit Licht füllt.

Alles passiert gemäß dem Verlangen des Niederen (des Menschen), um dem Höheren (dem Schöpfer) gleich zu werden. In der spirituellen Welt finden alle Handlungen entweder gemäß den Reshimot (Informationsdaten, die unseren Zustand bestimmen) statt, welche ohne unsere Wahl in uns verwirklicht werden, oder indem wir unsere Verlangen nach Korrektur den Reshimot hinzufügen. D.h. wir können unsere eigenen Gebete oder Bitten nach Korrektur hinzufügen.

Wir dürfen nicht künstlich darum bitten. Das würde nichts nützen. Wenn unser Wunsch reif ist, dann wird er den Einfluss des Lichtes nach Korrektur anfordern.

Der Höhere Parzuf (der Schöpfer) befindet sich in einem Zustand absoluter Ruhe und ändert sich nie. Nur unsere inneren Reshimot (Aufzeichnungen unseres Zustandes) machen Veränderungen durch. Deswegen meinen wir, dass wir uns in einer sich verändernden Welt befinden, doch in Wirklichkeit ändert sie sich in uns, bezogen auf einen sich unverändernden Hintergrund – dem Weißen Licht, dem Schöpfer.

Reshimot, die ohne unsere Teilnahme in uns erwachen, entwickeln uns nicht in die spirituelle Welt. Wir treten einfach auf der Stelle, bis wiederholtes Leiden uns schlauer macht und uns zwingt, nach spiritueller Entwicklung zu suchen. Unsere Probleme werden von Reshimot verursacht, die sich naürlich entfalten.

Wenn man jedoch einer Gesellschaft beitritt, die sich um spirituelle Entwicklung kümmert, wird man von dort Reshimot empfangen, die aus der Verbindung mit anderen Seelen herstammen. Man wird Reshimot durch eigene Bemühungen erhalten, und dies sind die Reshimot, die man korrigieren muss, um die Höhere Welt zu enthüllen. Wie macht man das? Indem wir sie durch unser Gebet nach Korrektur erheben.

 

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Beschränke nicht deine materiellen Vergnügen!

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt Bilder auf Ihrem Blog, die zeigen, wie Sie ebenfalls materielle Vergnügen genießen. Ich mag wirklich gerne Filme.

Bedeutet dies, dass das spirituelle Ziel noch nicht wichtig genug für mich ist? Ich arbeite an der Verbreitung der Kabbala im Internet mit und lerne, wie ich Material von Bnei Baruch editieren kann. Ich sehe täglich Ihre Morgenunterrichte und widme meiner inneren Arbeit sehr viel Zeit. Allerdings frage ich mich, ob meine Bemühungen genug sind, da ich immer noch genug Zeit finde, um jede Woche einmal ins Kino zu gehen?

Meine Antwort: Beschränke dich in keiner Weise! Studiere einfach weiter Kabbala und nach und nach wirst du dich unter dem Einfluss des Studiums verändern. Bis dahin, nimm alle Vergnügen, an denen du immer noch Freude hast, und betrachte sie eben als „kleine Schwächen“.

Askese, Unterdrückung und Einschränkung sind der spirituellen Entwicklung entgegengesetzt. All die richtigen inneren Veränderungen kommen in einer Person nur durch den Einfluss des Höheren Lichts (Or Makif) zustande, nach dem Sprichwort: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen und die Tora als Gewürz (Heilmittel) zu seiner Korrektur, da die Tora das Licht birgt, welches zur Quelle zurück führt.“

Durch das Studium der Kabbala beginnst du mit der inneren Transformation, bis du schließlich die Angleichung der Form mit dem Schöpfer erreichst. Es gibt kein anderes Mittel, was dich wahrhaftig korrigieren wird. Dies ist der Grund, warum Kabbala gegen jede Art von Einschränkung neben dem Studium ist.

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Die Welt ist ein Spielplatz

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben oft erwähnt, dass der Mensch die Gesamtheit der Natur in Harmonie bringen muss. Aber wurde die Natur nicht in Harmonie erschaffen?

Meine Antwort: Die Natur befindet sich in absoluter Harmonie, jedoch fehlt es dieser Harmonie an einem Element – dem „Ich“ des Menschen. Das fehlt der Harmonie der Natur wegen des dem Menschen innewohnenden Egoismus, der absichtlich in ihm erschaffen wurde. Wenn die Natur durch das Ego des Menschen betrachtet wird, erscheint sie ihm chaotisch und es fehlt ihr an Harmonie.

Es gibt eine Welt und eine Natur, die viel größer und weiter sind, sehr viel integraler und globaler, als das, was wir sehen. Es beinhaltet das gesamte System des Universums, wo alle Elemente ideal miteinander verbunden sind. Und dieses gesamte System wird von Kräften gelenkt, die wir nicht spüren oder sehen können. Der Grund, aus dem sie sich unserer Wahrnehmung und unserem Verständnis entziehen, ist unser Egoismus. Unser Egoismus steht dem im Weg und entstellt die Perfektion der Natur.

Deshalb betrachten wir dieses gewaltige globale und perfekte System als unvollkommen, denn es wird durch unseren Egoismus entstellt. Das gibt uns jedoch die Gelegenheit, uns selbst zu korrigieren: Durch unsere Bemühungen in Richtung Korrektur gleichen wir uns dem Schöpfer an.

Stellt euch vor, dass ich ein Puzzle in einem Spielwarengeschäft gekauft habe. Ich nehme es mit nach Hause, mische die Teile und gebe sie meinem kleinen Sohn, damit er sie wieder zusammensetzt. Warum zerbrach ich das Puzzle? Damit mein Sohn lernt und erkennt, wie man die Teile richtig zusammensetzt.

Daher sind unsere gesamte Gesellschaft, alles vom Menschen durch die Jahrtausende Geschaffene, unsere gesamte Kultur und Zivilisation nichts weiter als ein Spiel, das wir meistern müssen, um zu werden wie die Natur (der Schöpfer). Dann wird diese gesamte Welt aus unserer Wahrnehmung verschwinden und aufhören, zu existieren. Wenn wir die spirituelle Welt erlangen, wird unser gesamtes Universum, alles was wir heute durch unsere fünf Sinne wahrnehmen, einschließlich uns selbst und die Welt um uns, verschwinden. Die Welt wird verschwinden wie ein altes Spielzeug.

Stattdessen werden wir eine andere Ebene der Existenz, eine andere Welt, andere Formen des Umgangs miteinander und eine andere Stufe der Wirklichkeit wahrnehmen – eine, die ewig und vollkommen ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was geschieht, wenn man den Machsom überguert?
Blog-post: Die Wirklichkeit ist imaginär
Blog-post: Das Leben ist wie Legospielen

Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zivilisation

Unsere Zivilisation hat viele Wechsel von einer gesellschaftlich- kulturellen Struktur in eine andere durchgemacht, aber alle diese Wechsel fanden auf der tierischen Stufe statt, der Stufe des menschlichen Egoismus. Daher veränderten sich die Strukturen immer in geringem Maße, doch nie auf einem Weg der Umkehrung, weil sie alle auf dem Egoismus basierten, wo es das Ziel der Menschen war „das Meiste zu bekommen“. Und weil ein Mensch immer „das Meiste bekommt“ – auf Kosten anderer – wurden alle unsere Institutionen mit dem Hauptzweck gegründet, die Menschen davor zurückzuhalten, einander zu vernichten.

Letztendlich werden sich diese Institutionen auf natürlichem Wege ins Gegenteil umwandeln, denn die Menschen werden sich innerlich verändern. Einmal umgewandelt, werden uns diese Institutionen in einer Weise unterstützen, die es uns ermöglicht, einander zu ergänzen, einander zu geben, zu lieben und zu erfüllen.

Jedoch keine dieser Veränderungen wird „von oben“ erfolgen – durch die Behörden und Obrigkeiten – sondern sie werden stattfinden, weil jeder Einzelne eine innere Umwandlung durchmachen wird. Von unten nach oben werden neue Beziehungen zueinander entstehen, genauso wie sich unsere Zivilisation entwickelt hat. Das wird in Übereinstimmung mit strikten Naturgesetzen geschehen, begleitet durch die Entwicklung von Informationsdaten oder Informationsgenen – den Reshimot.

Die Wissenschaft der Kabbala sagt, dass wir auf die eine oder andere Weise den Endzustand erreichen werden. Sie sagt: „Du wirst einen Zustand erreichen, in dem du in Einklang mit der Natur und dem Schöpfer gleich sein wirst. Allerdings kann dein Weg dorthin gut und schnell sein oder du wirst durch Leiden und Schicksalsschläge dorthin gebracht.“

Das ist dasselbe wie die Behandlung, die ein Kind erfährt: Wenn es klug ist, versteht es, was von ihm erwartet wird und erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt, ein Mensch zu werden und zu lernen. Dann bringt es seine eigenen Bemühungen ein, um dorthin zu gelangen. Doch wenn es die Notwendigkeit sich zu ändern nicht anerkennt, wird es in Form von „Schlägen“ dazu gezwungen. Auf die eine oder andere Art muss es sich ändern. Daher ist die gegenwärtige Krise der Weg der Natur, uns voranzutreiben, um uns zu entwickeln und Menschen zu werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Baal HaSulam beschreibt das Gesetz der Einzigkeit
Blog-post: Der Zweck unserer Abhängigkeit und Entfremdung
Blog-post: Kabbala über Evolution
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

Wie man aus der Verhüllung zur Enthüllung kommt

Wir befinden uns bereits jetzt in der Welt der Unendlichkeit. Wir handeln in dieser Welt, doch während der Zeit der Verhüllung werden uns die Resultate unserer Handlungen nicht offenbart. Jedoch befinden wir uns in der gleichen Verbindung zwischen den Seelen und dem gleichen gemeinsamen Kli der Unendlichkeit.

Die Verhüllung bezieht sich nur auf uns. Während wir in dieser Welt sind, sind wir gleichzeitig in der Welt der Unendlichkeit, doch spüren wir sie nur durch fünf Welten oder Schichten der Verhüllung. Die Welt der Unendlichkeit, die wir in uns spüren, wird dann unsere Welt genannt.

In der Vorbereitungszeit zur Enthüllung arbeiten wir der Verhüllung entgegen, die unsere Welt genannt wird. Wir möchten eine Verbindung, Korrektur und Enthüllung erreichen, sind jedoch nicht dazu in der Lage. Wenn unsere Bemühungen jedoch ihren Höhepunkt erreichen, dann werden sie zu einer Bitte.

Ein Mensch fordert das Licht von oben, dass es kommen und ihn korrigieren möge, welches dann einen Zustand enthüllt, in welchem er sich vorher befand. Es ist, als ob jemand eine Glühbirne angemacht oder eine kleine Kerze in einem riesengroßen Raum angezündet hätte, und man sieht bereits den gleichen Zustand, die gleiche Welt der Unendlichkeit. Dies ist die Welt von Assija.

Somit handeln wir in der gleichen Welt, mit der gleichen Kraft und den gleichen Verlangen, doch im Ausmaß, in dem du fähig bist, mit ihnen zu arbeiten, wird dir enthüllt werden. Man erhebt selbständig all seine Verlangen und setzt die Arbeit fort. Nichts, was vorher existierte, wird verschwinden. Man fügt lediglich jedesmal eine erobernde Kraft hinzu und kommt so voran.

Die Enthüllung ist ein Zustand, in welchem die vorherige Verhüllung nicht mehr im Wege steht. Du kannst in der gleichen Verhüllung arbeiten, was Enthüllung genannt wird. Du erhältst solche Kraft, dass du dich in der gleichen Verhüllung zurecht finden kannst, obwohl sie besteht. Dass du mit dieser Schwere arbeiten kannst, bedeutet, dass du dich darüber erhoben hast. Dann enthüllst du eine noch größere Schwere, mit der du ebenfalls eine Verbindung erreichen kannst.

Je höher die Stufen sind, die du erklimmst, desto größer wird die Verhüllung. Mit dem einzigen Unterschied, dass du nach dem ersten Schritt, der Machsom genannt wird, bereits weißt, wie du dich über die Verhüllung erheben musst und mit ihr arbeiten und sie annehmen sollst. Immerhin ist es verboten, die Verhüllung zurückzuweisen, sonst wird es einen Kurzschluss zwischen dem Licht und dem Verlangen geben.

Stell Dein inneres Radio auf die Wellenlänge des Schöpfers ein


Eine Frage, die ich erhielt: Was soll ich machen, wenn ich mich auf alle mögliche Art und Weise angestrengt habe, in die spirituelle Welt einzutreten und der Schöpfer will nicht, dass dies geschieht? Wie soll ich Ihn um etwas bitten, wenn ich Ihn nicht sehen oder fühlen kann?

Meine Antwort: Dieses Gefühl hat jeder Anfänger. Man denkt, man strengt sich so sehr an und erhält keine Reaktion auf seine Bemühungen. Der Schöpfer hört einen nicht, es ist, als ob man gegen eine Wand spricht. Er nimmt uns all unsere Kraft und stürzt uns in Verzweiflung. Warum tut Er das?

Weil er möchte, dass man genau herausfindet „Wer ist Er?“, besonders während man sich noch im Zustand der Verhüllung befindet. Nur auf diese Weise kann man herausfinden, an wen man sich genau wendet.

Der Schöpfer ist immer an deiner Seite. Du bist aber wie ein falsch eingestelltes Radio. Du musst dich auf die richtige Wellenlänge bringen, damit du Seine Übertragung mitbekommst. Den Radioknopf hast du in deinen Händen, um es richtig einzustellen! Du musst die Einstellung dauernd anpassen.

Sitz hier nicht nur mit gefalteten Händen im Schoß herum, vergeblich darauf wartend, dass etwas passiert und beklage dich nicht über Ihn. Drehe am Radioknopf, bis du Seine Wellenlänge findest und beginnst, Ihn zu hören. Das ist die Bedeutung von „Wir werden tun und wir werden hören“. Du kannst das! Und du hast auch schon die Mittel dazu: Die Gruppe, die Bücher, und den Lehrer. Es besteht also kein Grund zur Klage und du hast niemanden, dem du die Schuld geben kannst, außer dir selbst, weil du zu faul bist, dies zu tun.
(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht vom 11.9.2009 über Shamati 18)

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In der Kabbala sind die Meilensteine auf unserem Weg für unser Auge unsichtbar

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein Problem bei dem Kabbalastudium: es ist nicht offensichtlich, was man machen muss. Andere Methoden geben einem verschiedene Übungen für den Körper oder den Verstand, aber in der Kabbala ist es total unklar, was man von einem praktischen Standpunkt her machen sollte. Soll man einfach studieren und das ist alles?

Meine Antwort: Sie haben Recht. In dieser Methode kann der Student nicht klar erkennen, was er machen soll. Der Grund dafür ist, dass er die Kunst des Gebens lernt, welche eine dem Auge unsichtbare Absicht ist. Ihr physischer Körper nimmt daran nicht teil, nur Ihr Herz.

Doch was ist nun das Herz? Es ist eine Ansammlung all Ihrer Verlangen. In der Kabbala müssen Sie tief in Ihr Herz schauen und seine Eigenschaften kennenlernen. Sie müssen sehen, welche Einstellung aus Ihrem Herzen sich auf sich selbst richtet, auf andere Menschen und auf den Schöpfer. Sie müssen Ihr Herz erweitern und darin wie in einem Labor arbeiten, wo Sie verschiedene Kräfte, Wünsche und Gedanken leiten und miteinander verbinden und mischen. Dies ist etwas, was ein Mensch allmählich lernt und auf diese Weise vergrößert sich das Herz mit der Hilfe des Einflusses des Höheren Lichtes.

Bei den anderen Methoden ist alles offensichtlich.

Es gibt dort physische Zeichen, damit man klar sehen kann. Wenn man jedoch mit der Kabbala anfängt, sieht man gar nichts! Darum wird sie auch „Verborgene Weisheit“ genannt, und die Anfangsperiode im Studium heißt die „Zeit der Verhüllung“ , weil wir nicht sehen, wie wir voranschreiten, was uns hilft voranzuschreiten und wir können auch nicht sagen, ob wir nicht einfach noch still stehen.

Doch gibt es hier einen Weg herauszufinden, ob man korrekt vorankommt. Man muss sich fragen, ob man noch irgendetwas anderes möchte als die Verbindung mit den anderen Seelen. Unsere gesamte spirituelle Arbeit ist in keiner Weise mit unserer körperlichen Arbeit verbunden, sondern vielmehr versteckt sie sich im Innern der Dinge. In anderen Worten arbeiten wir mit Kräften, die die Dinge von innen her lenken, und darum fühlen wir sie noch nicht. Wir haben Einfluss auf unsere Dinge, doch nur durch Kräfte, die vor uns verborgen sind.

Darum haben die Menschen Recht, wenn sie verlangen „Sag mir, was ich tun soll! Gib mir eine Arbeit die ich sehen kann und für die ich je nach meinen Bemühungen belohnt werde! Ich brauche eine Art Wegweiser auf dem Weg, also wo sind die?“ Ein Mensch muss jedoch nach neuen Kriterien des Vorankommens suchen, die nicht auf der Materie, sondern auf der Spiritualität basieren. Er muss eine Art Spuren des Gebens finden.

Ein Beispiel: Obwohl ich nichts empfange, komme ich dennoch zum Unterricht und nehme an der Arbeit teil. Ich akzeptiere den Rat der Kabbalisten, was „über dem Verstand“ heißt und ich studiere gemäß ihrem Rat. Ich öffne ein Buch, von dem mir gesagt wurde, dass es das Licht der Korrektur enthält. Ich weiß noch nicht einmal, was dieses Licht ist, aber ich will, dass es auf mich wirkt! Ich will mich unter diesen Wasserfall des Lichtes stellen! Möge mich dieses Licht ändern und mich von all den äußeren Schalen oder Verhüllungen (Klipa) reinigen!

Wenn du nach spirituellen Änderungen in dir schaust, dann ist die Präsenz dieses Wunsches der Weg, dir zu sagen, ob du vorankommst oder nicht.

(Aus der Vorbereitung des Täglichen Morgenunterrichtes)

Die Menschen sind für die Wissenschaft noch immer ein Geheimnis


In den Nachrichten (aus NewScientist): „Zehn Dinge, die wir über den Menschen nicht verstehen“ – Wir gehören einer bemerkenswert eigenartigen Spezies an. Ungeachtet unserer größten Bemühungen trotzen einige unserer seltsamsten Schwächen immer noch einer Erklärung: Erröten, Lachen, Teenager, Träume, Altruismus, Kunst, Aberglaube, Küssen, Nasenbohren.

Mein Kommentar: Diese Besonderheiten werden hauptsächlich in den Anfangsstadien einer inneren Eigenschaft hervorgerufen, die wir haben und die das Gegenteil unserer gegenwärtigen egoistischen Natur ist. Diese Eigenschaft ist das Geben und die Liebe für die anderen und kann nur unter dem Einfluss des Kabbalastudiums entwickelt werden.

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Blog-post: Es gibt eine Kraft, die uns nicht erlaubt, mit den Fragen und Veränderungen aufzuhören
Blog-post: Warum sind die Affen nicht von den Bäumen heruntergestiegen?

Ich bin auf diesem Blog für Sie da

Eine Frage, die ich erhielt: Da ich Sie nicht direkt kontaktieren kann, lassen Sie mich Ihnen ein paar brennende Fragen stellen…

Meine Antwort: Ich bin hier auf diesem Blog für Sie da, in direktem Kontakt mit Ihnen!

Frage: Halten Sie die Kabbala für eine vollständige und absolute Weisheit, die durch nichts vervollständigt werden kann?

Meine Antwort: Jede Person, die heute zur Kabbala gelangt, fügt ihren Teil hinzu, zusammen mit den Kabbalisten der Vergangenheit. Es funktioniert wie bei jeder anderen Wissenschaft. Allerdings wird dies in der Kabbala durch die eigene Errungenschaft – durch die Methode der Korrektur getan, anstatt durch egoistisches Wissen oder Theorien. Sie sind daher willkommen, das allgemeine Bild mit Ihren eigenen Beobachtungen zu enthüllen und zu ergänzen.

Frage: Nehmen wir an, dass eine Person die vollkommene Korrektur erreicht hat, aber dazu gezwungen wurde, in diese Welt zurück zu kehren, um gewisse Aufgaben zu erledigen. Muss sie wieder die Korrektur der gesamten korrupten Welt vornehmen? Um es in anderen Worten auszudrücken: ist die individuelle Korrektur nicht beendet, bis man diese Welt verlässt?

Meine Antwort: Das ist korrekt.

Frage: Gab es neben Kayafa andere Kabbalisten bei den Sanhedrin? Falls ja, wie hoch war der prozentuale Anteil?

Meine Antwort: Alle 120 Mitglieder der Sanhedrin waren großartige Kabbalisten, die den Schöpfer erreicht hatten.

Frage: War Avesta fachkundig in Sachen Kabbala? Falls ja, weshalb hat Alexander sie verbrannt, wenn man davon ausgeht, dass alle Handlungen durch den Schöpfer kontrolliert werden?

Meine Antwort: Der Schöpfer steuert alles. Avesta und Alexander waren wie Roboter, die Er kontrollierte.

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