Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Beispiel'

Was war zuerst – Religion oder Kabbala?


Frage: Ich bin fest von der Methode und der Weisheit der Kabbala überzeugt, besonders nachdem ich mich mit meinem alten Glauben abgemüht habe und dann mit Atheismus und anderen Glaubensrichtungen. Ich kann es nicht erklären – es gibt etwas in mir, das 100% sicher ist, dass Kabbala der richtige Weg ist. Und doch habe ich noch Zweifel. Nicht was die Kabbala selbst betrifft, sondern mit ihrer Verbindung zur körperlichen Welt.

Wenn Kabbala zum Beispiel vor allen Religionen war und die Religionen durch die Kabbala inspiriert sind und wir deshalb manche Ähnlichkeiten zwischen ihnen finden, warum sagen dann manche Historiker, dass Hinduismus vor der Geburt Abrahams gegründet wurde – geschichtlich gesprochen? Können Sie das bitte erklären?

Meine Antwort: Es gibt nur drei Religionen: Judentum, Christentum und Islam und sie alle erschienen nach der „Zerstörung des Zweiten Tempels“ – nachdem Israel von „Liebe zu seinem Nächsten“ zu „unbegründeten Hass“ abgefallen war. Zuerst kam das Judentum auf, dann das Christentum und dann der Islam.

Natürlich existierten vor dieser Zeit schon verschiedene Glaubensrichtungen und sogar schon vor Abraham ebenso wie vor Adam. Abraham selbst und auch sein Vater Terach waren Priester in Babylon. Und nicht nur in Babylon gab es unterschiedliche Überzeugungen, sondern auf der gesamten Welt.

Die Tora spricht andererseits nur über den spirituellen Aspekt der Welt. Zum Beispiel erzählt sie von der Sintflut, doch diese Flut geschah nicht auf der gesamten Welt. Ebenso gab es Menschen, die vor Adam lebten und an verschiedene Kräfte und Vorstellungen glaubten. Die Erde war schon seit Millionen von Jahren da und Menschen erschienen vor Hunderttausenden von Jahren. Die Tora spricht jedoch nur über die spirituelle Entwicklung der Menschheit – über 6000 Jahre, beginnend mit der ersten Korrektur (die mit Adam beginnt – jemand, der dem Schöpfer ähnlich ist) bis zu der letzten.

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie
 

Die Lösung für unser mangelhaftes Bildungssystem liegt im Studium der Höheren Lenkung

Frage: Ein 12 Jahre altes Kind wurde gestern von einem anderen Kind erstochen. Können Sie erklären, warum so junge Kinder bereits den Wunsch haben, jemandem weh zu tun?

Antwort: Die Grausamkeit in den Beziehungen der Kinder stammt aus unserer gemeinsamen Natur – dem Verlangen zu empfangen. Dieser Wunsch wächst stetig, und man kann nichts dagegen tun. Früher waren Kinder disziplinierter und naiver, daher war es möglich, sie zu lenken. Heute geht das nicht mehr und daher versuchen die Leute es auch gar nicht erst.

Früher konnten die Lehrer sie durch Anschreien und Kommandieren unter Kontrolle halten, heute haben sie Angst, das Klassenzimmer zu betreten, da sie nicht wissen, was dort auf sie zukommt. Die Lehrer oder die Schulen sind nicht daran Schuld, sondern der Mangel an der richtigen Methode. Sie versuchen, ein Schulsystem zu schaffen, aber das egoistische Verlangen des Menschen kann sie nicht mit der richtigen Lösung versorgen, da sie genauso schlecht wie die Kinder sind.

Erziehung geschieht nur durch Beispiele, aber uns selbst fehlt das korrekte Vorbild für die Existenz, und so können wir ihnen kein Beispiel vorzeigen. Was zeigen wir ihnen im Fernsehen, im Internet und in allen Medien, wo sie ihre Informationen herbekommen? Ich denke, dass die Welt langsam anfängt zu verstehen, dass sie keine Macht über die nächste Generation hat. Alles ist bereits außer Kontrolle geraten und es ist unmöglich, etwas dagegen zu tun. Es ist jedoch gut, dass das Übel nun enthüllt wird und die Menschen nun die richtige Erklärung hören können. Wenn die Erziehungskrise ihren Höhepunkt erreicht, werden die Menschen bereit sein zu hören.

Wir müssen erklären, dass die junge Generation nicht mehr innerhalb des alten Erziehungssystems existieren kann. Ebenso gelingt es uns nicht mehr, die Wirtschaft, Familienbeziehungen, Kultur und Erziehung innerhalb der Grenzen des alten Systems richtig zu stellen. Die Menschen müssen hören, dass das Ganze nur eine einzige Lösung hat. Wie sieht nun diese Lösung aus?

Die Menschen müssen die Höhere Lenkung studieren, welche einerseits absolute Güte ist, aber andererseits auch unser Verhalten streng festlegt. Dies ist Erziehung: Sie lehrt diejenigen, die gerade ihr Leben über die Verbindung mit dem Schöpfer oder die Höhere Kraft beginnen, weil nur die Höhere Kraft uns beeinflussen kann. Dies ist, was wir brauchen und unseren Kindern geben müssen: einen Plan, ein Programm, eine Wissenschaft, ein Verstehen. Wir müssen ihnen beibringen, wie man erfolgreich in dieser Wirklichkeit leben kann.

Den Menschen muss das Wichtigste beigebracht werden: wie man gut leben kann! Und sie werden gut leben unter der Bedingung, dass sie die Absolute Güte enthüllen. Und dies ist das Wesen der Weisheit der Kabbala: die Menschen in dieser Welt zur schnelleren Enthüllung des Schöpfers zu befähigen.

(Ausschnitt aus der Lektion von Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

 

Kabbala Akademie

 

Konzentrieren Sie sich auf Absichten anstatt auf Verlangen


Frage: Der Egoismus muss alle Entwicklungsstadien durchlaufen. Können wir somit anhand der Bestrebungen eines Menschen in diesem Leben genau sagen, in welchem Entwicklungsstadium er sich gerade befindet? Wenn sich ein Mensch zum Beispiel von Wissen angezogen fühlt, heißt das, er hat schon alle anderen Stadien durchlaufen? Und sollten wir uns selbst zur Entwicklung zwingen und Wege finden, unsere Verlangen zu stimulieren?

Antwort: Wir sollten unseren Verlangen keine Aufmerksamkeit widmen. Sie entstehen in uns gemäß der Entwicklung der Seele und somit ohne unserer Kontrolle. Stattdessen sollten wir unser Augenmerk auf die Korrektur unserer Absicht richten: wie wir uns auf die in uns aufkommenden Verlangen beziehen, ob wir wünschen, sie „für uns selbst“ zu realisieren oder „für andere“ (indem wir uns mit der Gruppe verbinden und die authentischen Quellen studieren).

Welche Verlangen in Ihnen aufkommen und sich verändern, hängt nicht von Ihnen ab. Es beruht auf vielerlei Ursachen – Ihren inneren und den äußeren, die vom allgemeinen Zustand aller Seelen – dem System, in dem Sie sich befinden – bestimmt werden.

 
Kabbala Akademie

 

Wovor hat die Seele Angst?

Der Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 152: Inmitten von all dem sah Rabbi Elasar, dass der Engel des Todes sich entfernte und sagte, „Kein Urteil hält sich, wo Rabbi Shimon ist“.

Rabbi Shimon sagte zu Rabbi Elasar, „Komm her und halte Rabbi Izchak, denn ich sehe, dass er sich fürchtet“.

Frage: Warum fürchtet die Seele, zu ihrer nächsten Stufe aufzusteigen? Wenn sie ihren korrigierten Zustand sieht, warum hat sie Angst, ihre jetzige Stufe zu verlassen?

Antwort: Ich bin dazu nicht bereit, darum fürchte ich mich. In der Wissenschaft der Kabbala wird viel über die Ehrfurcht vor dem Schöpfer erzählt. Die Ehrfurcht vor dem Schöpfer ist das spirituelle Gefäß (Kli, Verlangen). Und hier geschieht das Gleiche.

Ich befürchte, dass ich nicht bereit bin, in dem Zustand, in dem ich mich im Moment befinde, auf der Stufe des Gebens zusammen mit meinen Freunden und dem Lehrer – Rabbi Shimon – zu sein. Denn Rabbi Shimon enthüllt sich uns als Lehrer, als Wegbegleiter.

Nehmen wir an, der Lehrer sagt jetzt plötzlich zu mir, ich soll z.B. aus dem Flugzeug springen. Ich habe aber Angst, fühle mich dazu nicht in der Lage. Das ist ein irdisches Beispiel, in den egoistischen Eigenschaften.

In der Spiritualität geht es aber um die Eigenschaft des Gebens – da ist die Angst noch größer. Denn in meinem jetzigen Zustand stelle ich fest, dass ich diese Eigenschaft nicht besitze und keine eigenen Kräfte dazu habe.

Ich kann mich nicht wie in der materiellen Welt zusammennehmen und Mut zum nächsten Schritt fassen. In der Spiritualität gibt es so etwas nicht, es kommt immer wieder die Frage auf, ob ich diese Kräfte erhalte bzw. nach diesen verlangen kann. Das ist die Angst, die Ehrfurcht, ein sehr problematischer Zustand.

Die Ehrfurcht ist das erste Gebot. Auf deren Grundlage baue ich alles andere auf. Denn ich hänge vom Schöpfer, dem höheren Licht, dem umgebenden Licht, welches ich empfange, ab.

Von der Kraft des Gebens, die es mir bringt, hängt die Stufe, auf der ich mich befinde, ab. Und wenn es mir diese Kraft nicht schenkt, besitze ich sie auch nicht.

Wie kann ich daran teilnehmen? In welchem Maße kann ich mich an die anderen annähern? Inwieweit bin ich dazu bereits in der Lage? Dieser „Tod“ (für meinen Egoismus) muss zu mir schrittweise kommen.

Er muss von mir wahrgenommen werden und in mir zum Leben umgewandelt werden, wie geschrieben steht: „Der Todesengel verwandelt sich in den Engel des Lebens“.

Die spirituellen Handlungen (des Gebens), die der Mensch noch nicht vollbracht hat, scheinen für ihn ein großer Stein des Anstoßes zu sein.

Wenn man über die Erfüllung denkt, ist sie erwünscht (in unserem Egoismus), wenn man aber über das korrigierte Verlangen (Kli) denkt, in dem sie sich enthüllt, entstehen Abstoßung und Angst, ob man dazu in der Lage ist.

Kabbala Akademie

Warum ist jetzt die Zeit, das Prinzip “Liebe deinen Nächsten“ umzusetzen

Ein Brief über den gegenwärtigen Zustand der Menschheit, den ich von meinem  Studenten Michael Chernikovsky erhielt:

Letztendlich erfasste ich den Grundgedanken der Kabbala:

1. Der Unterschied zwischen Mensch und Tier liegt in der Fähigkeit des Menschen, die Verlangen der umgebenden Gesellschaft aufzunehmen. Diese Verlangen werden die seinen und im Gegenzug überträgt er seine Verlangen auf die Gesellschaft.

2. Das erschafft ein System mit einer bestimmten Resonanz, das anfänglich unbeständig ist. In Systemen auf niedriger Ebene, beispielsweise den biologischen, existiert diese Art von gegenseitiger Beeinflussung nicht, weshalb diese Systeme beständig sind.

3. Bis heute war die menschliche Gesellschaft „offen“. Daher traten Störungen in die äußere Umgebung aus und klangen in ihr ab.

4. Wir haben eine Stufe erreicht, auf der die Gesellschaft „geschlossen“ ist. Geschlossene Systeme mit zwangsläufiger Resonanz werden chaotisch. Das können wir heute beobachten.

5. Jedoch hat uns die Natur gemeinsam mit dieser Krankheit auch die Medizin gegeben. Wenn wir beginnen, Liebe und Fürsorge an den Tag zu legen, anstatt zügellosen Konsum, dann wird derselbe zwangsläufige Resonanz-Mechanismus das System stabilisieren und es vom Chaos zur Harmonie bringen. Das ist in der Tat die einzige Lösung, denn jeder äußere Regulator wird wirkungslos werden, weil die Verlangen gegenseitig anwachsen.

6. „Liebe deinen Nächsten“ ist keine neue Idee. Von Zeit zu Zeit hat die Menschheit versucht, Gesellschaften aufzubauen, die auf diesem Prinzip gründen. Doch aufgrund der „Offenheit“ der Gesellschaft war es immer möglich, vor dem positiven Beispiel zu fliehen. Heute jedoch haben wir einen Punkt erreicht, wo wir nirgendwohin flüchten können. Daher ist jetzt die Zeit, das Prinzip „Liebe deinen Nächsten“ zu verwirklichen.

Kabbala Akademie —>

 

„Auserwählt“ zu sein bedeutet, die Verantwortung zu haben, der Welt spirituell zu dienen


Frage: Ich habe gedacht, dass alle Begriffe der Kabbala, wie zum Beispiel Goy (Nichtjude), die Nationen der Welt, Israel und Jude, Zustände sind, die jede Person durchmachen muss. Es betrübt mich, dass alle Ihre Antworten immer zweiseitig sind. Dieser Erklärung nach ist Adam haRishon kein gemeinsamer Zustand, sondern nur einer für genetische Juden, weil sie bereits dort waren, während „Nichtjuden“ nicht einmal einen entfernten Geschmack davon haben. Aber weshalb sind sie dann in einem Zustand des Abstiegs?

Antwort: Sie sollten alles objektiv betrachten, wie ein Wissenschafter. Dann werden Sie der Wahrheit näher kommen. Alle Begriffe bestehen sowohl für die körperlichen als auch für die spirituellen Zustände. Jede Person muss alle Zustände durchmachen.

Diejenigen, die durch den spirituellen Abstieg und Aufstieg in der Vergangenheit gegangen sind, sind die genetischen Juden, beginnend mit Abraham, dem ersten Kabbalisten. (Wir berücksichtigen niemanden vor ihm, da es kein System gab, obwohl alles mit Adam begonnen hat). Diese Menschen (Seelen) müssen die Ersten sein, die durch die Korrektur gehen, weil sie in der Zeit des Ersten und Zweiten Tempels zerbrachen. Danach müssen sie die Methode allen anderen übermitteln.

Auf der körperlichen Ebene werden sie gehasst und geschmäht, weil sie diese Mission vernachlässigen. Übrigens, das hebräische Wort Goy (Nichtjude) bedeutet Nation. Israel wird auch „Goy“ genannt, aber „Goy Kadosh“ – eine heilige Nation, die dazu bestimmt ist, in der Eigenschaft von Liebe und Schenken zu sein.

Adam ist die gemeinsame Seele aller Menschen. Ein Teil von Adam – die Seelen von Abrahams Schülern – durchlebten spirituellen Aufstieg und zerbrachen. Ein anderer Teil der Seelen, die Goyim (Nichtjuden), stiegen niemals auf oder zerbrachen. Die zerbrochenen Seelen sind schlechter als diejenigen, die nicht zerbrachen, aber sie haben auch eine größere Neigung zur Korrektur, weil sie die zerbrochenen spirituellen Verlangen enthalten. Deshalb sind sie verpflichtet „Or Le Goim“ zu werden – das Licht für die Nationen der Welt, die die zerbrochenen Verlangen nicht enthalten.

„Auserwählt“ zu sein bedeutet, verantwortlich zu sein, die Methode der Korrektur zu beherrschen und sie in der gesamten Welt zu verbreiten oder anders gesagt – der Welt spirituell zu dienen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unter Israel versteht man all jene, die direkt zum Schöpfer streben
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
 

Kabbala Akademie

 

Warum hasst ein jeder Israel?


Nachrichtenmeldung (übersetzt von mignews.com): „Kürzlich wurde ein Bericht von Dr. Richard Cravatts von der Boston University publiziert, der die Ergebnisse einer Umfrage nach den am meisten gehassten Länder der Welt analysierte. Die Umfrage, die an Universitätscampus rund um den Erdball durchgeführt wurde, offenbarte, dass Israel das meist gehasste Land der Welt ist. Keiner war davon überrascht, aber Dr. Cravatts entschied sich dafür, einen näheren Blick auf die Ursachen hinter diesem Phänomen zu werfen.

Er gelangte zu folgenden Schlüssen: 60 Jahre nach der Errichtung des jüdischen Staates wird sein Existenzrecht auch weiterhin in Frage gestellt. Die Juden werden angeklagt, das Land der Palästinenser gestohlen zu haben und es brutal und ungesetzlich besetzt zu halten. Israel wird als die größte Bedrohung des Weltfriedens betrachtet.“

Warum sieht die Welt Israel so? Warum haben die Palästinenser das Recht auf eine persönliche Identität, aber Israel nicht?

Meine Antwort: Das geschieht, weil solange Israel in seiner gegenwärtigen unspirituellen Form weiterexistiert, es wirklich Schaden für jedermann verursacht und die Welt fühlt unterbewusst genau das. Baal HaSulam schreibt unter Punkt 71 im Vorwort zum Buch Sohar, dass, wenn Israel seine Berufung in unseren Zeiten nicht erfüllt, es bei den Nationen der Welt das Gefühl verursacht, es sei unnötig und schädlich für die Welt. Israel muss der Welt die Methode der Korrektur geben, oder die Welt wird ins Stadium der Weltuntergangskrise eintreten.

Wir erhielten die Gelegenheit, den Staat Israel zu gründen, um die Nation gemäß dem Biblischen Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu versammeln und auf diese Weise der Welt ein Beispiel einer neuen Gesellschaft zu geben. Jedoch zeigen wir der Welt stattdessen das Gegenteil von dem, was sie unterbewusst von uns erwartet.

Wenn wir uns nicht bald ändern, werden wir als „Staat“ und als „Nation“ aufhören zu existieren. Ich verwende Anführungszeichen, weil auch heute keines der beiden wirklich existiert. Jedoch gibt es eine Gelegenheit, sie zu schaffen, vorausgesetzt, wir lassen uns von der Weisheit der Kabbala zeigen, wie man das tut – weil genau dies das Verhalten unserer Nation war, bevor sie zerstört wurde.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels
Blog-post: Eine Gesellschaft des Lebens – umgeben von einer Gesellschaft des Todes
Blog-post: Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?
 
Kabbala Akademie

Zurück zu den Wurzeln

Genauso wie gesunde Menschen angesteckt werden können, so kann dies jedem von uns passieren und wir können Gefahr laufen, das Ego falsch einzusetzen, anstatt es zu korrigieren und in Heilung zu bringen.
Wir sehen, wie das jeden einzelnen Tag passiert, wenn die Medien Massen manipulieren und uns mit diversen Viren bombardieren, die wir schlucken, um uns dann gegenseitig damit tiefer zu infizieren.
Jede Zeitung gehört irgendeinem Tycoon, der mit einer politischen Bewegung verlinkt ist. Jeder wird von höheren Machthabern geführt bis in die höchsten Ränge, wobei wir keine Idee haben, wer hinter dem Präsidenten, den Banken etc. steht. Menschen haben meistens gar kein Bewusstsein darüber, dass sie falsch handeln, weil sie keine andere Wahl haben. Es gibt nichts, was wir dagegen tun können. Das System verhält sich wir Lepra, welche die gesamte Welt infiziert.

Frage: Kann es Heilung geben?
Antwort: Selbstverständlich! Schlussendlich wird alles, das Ende der Korrektur und perfekte Harmonie erlangen, aber wir wollen, dass es schnell und angenehm passiert. Schlucke eine Pille und genese! Es ist das gleiche in der Spiritualität. Du trittst einer gesunden Gesellschaft bei, bekommst von ebendieser die richtige Medizin und dann wirst du gesund!
Das Problem ist, das die Menschen auf der Welt, speziell diejenigen an der Spitze sind, realisiert haben das es so nicht weiter geht. Sie sind schon nahe daran zu begreifen, das es Lösungen gibt, sich auf dem Weg weiter zu entwickeln.

Es gibt nicht außer dem. Ein schritt nach links, ein Schritt nach rechts und wir versinken in schrecklichen Kummer, generell und privat. Selbst die Reduktion der Weltbevölkerung von acht Billionen auf eine Billion würde das Problem nicht lösen. Es wäre sinnlos, weil neue Probleme aufkommen würden. Es ist auch sinnlos, die Menge an Nullen am Bankkonto ständig zu steigern, weil wir Geld drucken und uns klar wird, wie sinnlos das ist.

Aus diesem Grund sollte sich die Ideologie unserer Anführer innerlich verändern. Dieser Prozess hat bereits begonnen. Heutzutage entwickelt sich alles sehr schnell, da wir uns in einem einzigen geschlossenen System befinden. Was den Massen passiert, wird früher oder später auch denjenigen geschehen, die noch an der Spitze der Gesellschaft sind. Es gibt kein Versteck! Das einzige Problem ist der Mangel an Kooperation zwischen Menschen, es fehlt an gegenseitiger Fürsorge und Balance.
Wir sollten die Korrektur nicht durch dramatische Handlungen der Heilung erlangen, sondern kurz und schmerzlos, durch das Verständnis, dass wir eine Sache erreichen müssen: Den besten Weg zu finden, um uns in der richtigen Richtung zu entwickeln mit der Enthüllung des Freien Willens.
Wir wenden bereits die Methode an und entwickeln sie stetig weiter, um sie zu verbreiten, damit es die Massen erreicht. Momentan ist es schwer, Menschen direkt anzusprechen, weil wir über einen spirituellen Weg sprechen, auf dem alle gleich sind; jeder ist anders und alle sind gleich. Wie kann das umgesetzt werden? Wir müssen den Massen die Integrale Erziehung nahebringen. Die Umstrukturierung des einzelnen ist die Umstrukturierung der gesamten Gesellschaft.

Es wird gesagt: „Sei liebevoll mit den Söhnen der armen Leute, da die Tora von ihnen ausgehen wird.“ Wenn ein Mensch arm ist, was bedeutet, das er nichts zu verlieren hat und die Bedeutung des Lebens entdecken will, dann wird er erfolgreich sein. Wir müssen die Idee der Integralen Erziehung in Israel etablieren. Wir werden die Leute an der Spitze irgendwie erreichen müssen, um ihnen klar zu machen, das dies die interne politische Richtung sein soll und die Ideologie der Menschen. Im Grunde kehren wir zu unseren Wurzeln zurück.

Dies widerspricht weder dem Zionismus noch dem Sozialismus! Wir können alle Strömungen in unserer Ideologie vereinen und niemand wird dem widersprechen. Selbstverständlich kann jeder behaupten, es sei genau das, was er zu bieten hat, da jeder die anderen übertrumpfen will mit gegenseitiger Liebe, Fürsorge und Verbindung. Aber wo sind sie alle? Hat jemand eine klare Methode und eine Idee, wie sie anzuwenden ist?
Wir sehen es nicht, trotz all der netten Versprechen unserer Anführer. Sie erreichen die Regierungen und sie haben die Werkzeuge, aber was nun? Letzten Endes versinken sie alle in dem gleichen Schlamm.
Deshalb müssen wir unsere Methode in Aktionen präsentieren, damit die Menschen sehen, dass es nicht nur leere Versprechungen sind, wie von den Politikern, die nur nett sprechen, aber diese Versprechen nicht einhalten.
Der Unterschied ist, dass wir die Anwendbarkeit der Methode an dem Beispiel verschiedener Städte sichtbar machen, um fühlbar zu machen, dass wir dies auch im ganzen Land erreichen können. Betrachtet unsere Statistiken im Vergleich zu anderen Regionen im Land. Dies sind nicht nur leere Versprechungen.

Ich glaube daran, ein persönliches Beispiel zu sein, um damit zu zeigen, was im Land möglich ist. Dann werden die Menschen richtig wählen, nämlich die Ideologie der Korrektur und der Verbindung zwischen Menschen. Das wird wirklich korrigieren, verbinden, beschützen und uns auf die nächste Stufe erheben, auf der wir ein Licht für alle Völker sein werden. So wie eine kleine Stadt in Israel ein Beispiel für das ganze Land sein kann, sollte Israel zu einem Beispiel für die ganze Welt werden.
[140549]
Aus KabTV`s „ Geheimnisse des Ewigen Buches“ 19/2/14

Die materielle Welt hat ihre Gesetze

Frage: Welche Einstellung sollte man zu weltlichen Problemen haben?

Antwort: Die weltlichen und spirituellen Probleme kommen aus einer Quelle zu uns – denn „Es gibt nichts, außer Ihm“. Alles soll als Teil eines Ganzen betrachtet werden.

Aber in der materiellen Welt existieren noch eigene zusätzliche Gesetze. Und wenn wir noch das Materielle sehen, dann müssen wir diese Probleme bewältigen und nach Gesetzen kämpfen, die in dieser Welt und der menschlichen Gesellschaft gelten. Denn diese Gesetze sind ebenfalls eine Folge unseres Defekts, und so haben wir sie zu befolgen.

Wenn ich in einer menschlichen Gesellschaft lebe, dann sei es unwichtig, was ich für ein großer Kabbalist bin – ich muss mich in dieser Gesellschaft so verhalten, wie es die gesellschaftlich aufgestellten Normen von mir verlangen. Wir alle haben sie zu befolgen, und obwohl sie keinen Bezug zu Spiritualität haben, dürfen wir sie nicht missachten. Zum Beispiel, wenn jemand vorhat, mich zu töten, dann muss ich mich verteidigen und den anderen überwältigen.

Beispiel für alle Völker sein

Frage: Während des Völkermordes an den europäischen Juden haben nicht nur die Ideologen, sondern das ganze Volk einen instinktiven Hass gegen die Juden empfunden…

Meine Antwort: Sagen wir mal: das ganze Volk war bereit, die Völkermordpostulate tatsächlich anzunehmen, ohne jegliche Scham und Gewissensbisse. Es ist ein Krieg, ein ideologischer Krieg, der nur auf diese Weise zu gewinnen ist – indem das Volk, welches eine entgegengesetzte Idee besitzt, vernichtet wird.

Heutzutage sind dutzende Völker in der Lage, den gleichen Weg, den damals die Deutschen gegangen sind, zu beschreiten. Und jeder wird sofort spüren, dass in erster Linie gerade die Juden seine Hasser und Feinde sind. Dabei ist es unwichtig, mit welchen seiner Nachbarn er den Krieg führt: „Wir haben hier Unruhen, und die Juden sind an allem schuld“.

Jedes Volk, das den Weg des Faschismus gehen wird, wird sich ideologisch unerlässlich auf Israel stürzen. So ist die Natur, da kann man nichts dagegen tun.

Aus diesem Grund wird von uns nur eins verlangt – die Korrektur zu beschleunigen. Wir sind bereits soweit, dies tun zu können. Wir müssen uns korrigieren und vereinen und ein Beispiel und das Licht für alle Völker sein. Und dann werden sie verstehen, dass dieses Beispiel richtig und vollkommen ist und nicht nur eine Lösung in der Ebene unserer Welt mit sich bringt, sondern den Menschen auch zu der spirituellen Stufe, zum ewigen Leben aufsteigen lässt.

Indem wir mit einem solchen Beispiel vorangehen, werden wir den Dritten und den Vierten Weltkrieg und alle damit verbundenen Leiden verhindern können. Es gibt keine andere Lösung. Und darum muss sich jeder, der begreift, welche Gefahr dem jüdischen Volk und der gesamten Menschheit droht, mit aller Kraft und dem ganzen Herzen an der Korrektur beteiligen.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Holocaust-Gedenktag“, 02.05.2011