Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Beginn'

Kabbala ist für alle!


Eine Frage, die ich erhielt: Nach einem Leben des Studierens und Suchens konvertierte ich vor fünf Jahren zum Judentum. In diesen vergangenen Jahren war ich von der Tora und ihrem Pardes eingeschüchtert. Nun bin ich aufgrund Ihrer Vorträge zu einer gefährlichen Frage gekommen. Wenn Bore Olam (der Schöpfer) sagt: „Meine Gedanken sind nicht deine Gedanken“ und die Weisen sagen, die Tora sei die Weisheit des Bore Olam, also seine Gedanken, bedeutet das, die Juden haben all das während der letzten tausend Jahre falsch verstanden und meine Suche hat mich in Wirklichkeit zum falschen Platz gebracht?

Meine Antwort: Der Mensch wurde von Beginn an egoistisch geschaffen. Seine Gedanken sind im Gegensatz zu den Gedanken des Schöpfers. Die kabbalistische Gruppe (Abrahams Studenten) wurde aufgrund ihres Strebens „das Volk Israel“ genannt. Isra-El – direkt zum (Ähnlichkeit mit dem) Schöpfer. So lebten sie, bis sie vom spirituellen Niveau des „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ in den Egoismus abfielen. Das wird die Zerstörung des Tempels genannt.

Seither existierte diese Gruppe im Exil vom spirituellen Niveau – im Egoismus und „unbegründeten Hass zueinander“. Anstatt zum Schöpfer zu gelangen, ist Er vor ihr verborgen. Anstatt direkter Kommunikation mit Ihm gibt es die Religion. Anstatt der gemeinsamen Handlung mit dem Schöpfer (Korrektur und Anheftung) führt sie auf dem Egoismus basierende mechanische „Gebote“ aus (Mizwot Anashim Melumeda – mechanische Handlungen, die uns von Kindheit an beigebracht und automatisch ausgeführt werden.)

Niemand trägt die Schuld an diesem Zustand der Nation – der Verderben musste geschehen. Aber heute (seit bereits fast 100 Jahren schon) sind wir verpflichtet, mit unserer eigenen Korrektur und dadurch aus dem Exil heraus zu kommen. Jene, die sich dem widersetzen, sind die Widersacher der Nation, der Welt und des Schöpfers.

Dazu sollten Sie gerade die Kabbala studieren. Es ist egal, welcher Religion Sie angehören. Kabbala ist für alle!

Verwandtes Material:
Blog-post: Tauche in die Wasser des Schenkens ein und du wirst rein werden
Baal HaSulam Artikel: Matan Torah (Gabe der Tora)
Baal HaSulam Artikel: Exil und Erlösung
Artikel: Erbe das Land

Das siebente Asien-Europa Treffen bringt keine guten Nachrichten mit sich


News Report: (übersetzt von MK.ru):
„Das Weltfinanzsystem ist überholt.“ Das war die Schlussfolgerung der Teilnehmer des siebenten Asien-Europa Gipfeltreffens, das am 24. und 25. Oktober in Peking, China, abgehalten wurde. Am Treffen nahmen die Führer und Repräsentanten aus 45 asiatischen und europäischen Nationen teil, die sich eingestanden, dass die weltweite Wirtschaftskrise zwingend den Beginn einer weitreichenden Reform des internationalen Finanzwesens erforderlich macht, ausgeführt durch gemeinsame Anstrengungen.

Vorschläge werden am 15. November beim G20 Gipfel in Washington mitberücksichtigt werden. „Es ist uns allen absolut klar, dass es nicht länger akzeptabel ist, wenn wir uns nur zum Reden treffen,“ erklärte der Präsident von Frankreich, Nicolas Sarkozy.

Mein Kommentar: Das Beste was geschehen kann ist, wenn sie nur miteinander reden und ihre eigenen Wege gehen. Wenn alle G20 Mitglieder übereinkommen und eine Entscheidung treffen, wird es nur die egoistische Entwicklung begünstigen und folglich die Welt zu noch größerem Gegensatz zur Natur und größeren Katastrophen bringen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Finanzkrise hat Karl Marx in Europa modern gemacht

„Tod in der Professorenschaft“


Als ich einige Recherchen über moderne kabbalistische Quellen machte, stieß ich auf ein Buch von Prof. Moshe Idel mit dem Titel „Kabbalah: New Perspective“. Darin erwähnt er ein Gedicht von Prof. Gershom Scholem (1897-1982) – dem Begründer des modernen akademischen Zweigs der Kabbala. Aber bevor ich mehr über das Gedicht sage, hier ein wenig Hintergrund über den Autor.

Scholem widmete seine Karriere der Erneuerung der traditionellen Kenntnisse der Kabbala durch akademische und philologische Forschung. Beispielsweise beschreibt er in einem seiner Vorträge, der im Buch „Major Trends in Jewisch Mysticism“ veröffentlicht wurde, die Kabbala seiner Zeit auf folgende Weise: „Als Ergebnis des langwierigen Entwicklungsprozesses der Kabbala, während dem die Kabbala paradoxerweise die jüdische Geschichte beeinflusste, wurde sie wieder zur selben Sache, die sie zu Beginn war – eine esoterische Weisheit kleiner Gruppen von Menschen, denen der Kontakt mit dem Leben vorenthalten ist und die darauf keinen Einfluss haben. Ebenso schreibt Scholem im Artikel „On the Possibility of Jewish Mysticism in Our Time“: „Es besteht kein Zweifel, dass es in den letzten Generationen keine erwachten Individuen gab, die die mystischen Lehren in eine neue Form bringen oder bedeutsame soziale Bewegungen einleiten konnten.“

In diesem Artikel, wie in vielen anderen auch, bestreitet Scholem eine moderne Kabbala oder eine Kabbala des 20. Jahrhunderts. Er betont, dass Kabbala aufgehört hat, eine wichtige Rolle in der Jüdischen Kultur seiner Zeit zu spielen und dass keine originären und innovativen kabbalistischen Methoden seit dem 18. Jahrhundert hervorgebracht wurden! [Rest des Beitrags lesen →]

Die jetzige Krise ist gleichzusetzen mit einem Vertrauensverlust der Menschen in das egoistische System unserer Beziehungen

Frage: Warum beharren Sie so darauf, dass sich die derzeitige Finanzkrise nur durch eine Änderung der zwischenmenschlichen Beziehungen lösen lässt?

Antwort: Diese Frage wurde bereits in einem anderen Blogeintrag beantwortet.

Wirtschaftswissenschaftler behaupten ebenfalls, dass die Gründe für die Aktienmarktkrise im Verlust des Vertrauens der Menschen in Banken und Firmen liegen. Der Auf- und Abstieg der Kurse hängt vom Auf- und Abstieg der menschlichen Erwartungen von Firmen und Banken ab.

Zusätzlich argwöhnen Menschen selbst in Krisensituationen, dass Firmen beträchtliche „Erträge“ auf die Seite bringen. Manager bankrotter Banken und Firmen wussten über die kommenden Ereignisse Bescheid und erhöhten rechtzeitig das eigene Gehalt und das der Angestellten, um für schlechte Zeiten „anzusparen“. Daher ist die jetzige Krise (und es wird noch andere geben) ein Ausdruck des Vertrauensverlustes der Menschen in Firmen, Banken und die Zukunft überhaupt. Dem egoistischen System und dass es weiterhin unser Leben regeln kann, wird nicht länger vertraut.

Kabbala sieht darin den Beginn der Korrektur der Welt. Wir müssen realisieren, dass wir völlig von einander abhängig sind und dass man sich dieser Abhängigkeit nicht entziehen kann. Wir sind wie Mitglieder einer einzigen Familie, die gemeinsam Freud und Leid teilen. Wir sollten eine Atmosphäre familiären Vertrauens schaffen und uns um den gesamten Planeten kümmern – erst dann wird die Globale Krise enden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Eine Analyse der Krise
Blog-post: Wie fühlt sich ein Kabbalist bei den aktuellen Ereignissen?
Blog-post: 7 Wege zur korrekten annäherung an die Globalisierung

Was hält das Neujahr für uns bereit?


Zwei Fragen, die ich über das Neujahr erhielt:

Frage: In letzter Zeit wurde viel über das Jahr 2012 als eine Zeit der Veränderung des kosmischen Bewusstseins gesprochen. Gibt es dafür Anlagen in der Kabbala?

Meine Antwort: Ich denke, dass die Veränderung des Bewusstseins vorher stattfinden wird. Kein Jahr ist „besonders“. Alle Veränderungen – ob zum Schlechten oder zum Guten – hängen nur von uns ab. Hinzu kommt, dass das Neujahr, das wir hier in Israel feiern, kein Kalenderfeiertag ist, sondern eine Feier des ersten Males, an dem der Egoismus als böse erkannt wurde und des ersten Males, an dem seine Korrektur begonnen hatte. Dies fand vor 5768 Jahren in einem Menschen statt. Das Neujahr ist der Beginn der Korrektur und heute führen wir sie in globalem Umfang fort!

Darum betrachten wir die erste spirituelle Geburt als Feiertag und darum wurde Adam der erste Mensch genannt – das Wort Adam stammt von dem Wort Dommeh, dem Schöpfer ähnlich. Das ist es, worauf jeder einzelne von uns wartet.

Frage: Vor kurzem schrieben die Massenmedien über die Entwicklung eines Plans, der von nun an bis zum Jahr 2020 reicht. Können wir heutzutage, wo alles so miteinander verbunden ist und sich so schnell ändert, für eine solch ausgedehnte Zeitspanne im Voraus planen?

Meine Antwort: Unglücklicherweise sind ausgedehnte Pläne dazu entworfen, um egoistische Ziele zu befriedigen, die heute jemandem zugute kommen und da endet alles, während die ausgedehnten Pläne in Vergessenheit geraten. Das entfernte Ziel dient als Rechtfertigung und Vertuschung für sofortigen Betrug.

Genau wie es in Zeiten von Terrorregimen und Kriegen geschah, werden Menschen wiederum gezwungen, im Namen einer nationalen Idee zu leiden und sogar zu sterben. Wenn ein Ziel Opfer verursacht, dann ist es ein falsches Ziel! Ich denke, dass sich alles anders abspielen wird. Globalisierung und weltweite Wechselbeziehungen werden uns zwingen, zusammenzuwirken!

Verwandtes Material:
Blog-post: Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala (für Fortgeschrittene)
Blog-post: Katastrophen und Krankheiten werden beendet, wenn…
Blog-post: Die Methode Glück zu erlangen ist für alle oder keinen
Kabbala Heute Artikel: Das spirituelle Rosh HaShana
Artikel von Baal HaSulam: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Die Reshimot, die heute an die Oberfläche gelangen, verlangen nach dem spirituellem Aufstieg der gesamten Menschheit


Eine Frage, die ich erhielt: Worin besteht die Verbindung zwischen Reshimot und der Menschheitsgeschichte? Sie sagten, dass das erste Reshimo, das sich in der Welt entwickelte, der Punkt im Herzen war. Heißt das, dass die Menschheitsgeschichte nur ein Ausdruck von Reshimot ist?

Meine Antwort: Alles, was von Oben herabsteigt – aus der Welt der Unendlichkeit in unsere Welt – und jede Stufe des Abstiegs ließ Reshimot (Erinnerungen, Informationen) zurück. In unserer Welt entfaltet sich diese gesamte Reshimot-Spirale in umgekehrter Reihenfolge – von unten nach Oben.

Zuerst kommt die Entwicklung der Reshimot auf der unbelebten Stufe der Natur, dann auf der belebten Stufe und schließlich auf der menschlichen/sprechenden Stufe. Der Mensch entwickelt sich ebenfalls stufenweise entlang dieser Kette von Reshimot und dies bewirkt die geschichtliche Entwicklung.

Das erste spirituelle Reshimo auf unserem Rückweg (von unten nach Oben) erschien erst vor 5768 Jahren in einem Mann namens Adam. Später dann in immer mehr Menschen. Daher betrachtet die Kabbala Adam als Beginn der Zeitrechnung. Das Volk Israel entstand aus der Gruppe Kabbalisten und daher sieht es ebenfalls Adam als Beginn der Geschichte an. Adam war der erste Mensch, der den Schöpfer suchte, und er erzählte uns über Ihn im Buch „Der Engel Raziel“.

Heutzutage treten Reshimot in ihrem letzten Entwicklungsstadium an die Oberfläche – und sie fordern ihre spirituelle Verwirklichung von allen Menschen. Sie fordern den Aufstieg aller Menschen in die Welt der Unendlichkeit.

Verwandtes Material:
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns
Blog-post: Die Fromel der Seele
Artikel: Freier Wille

Der Schöpfer hat weder Arme noch Beine


Fragen, die ich über Religion und Kabbala erhielt:

Frage: Vielleicht sollte den Leuten (Juden wie Nichtjuden), die am Studium der Kabbala interessiert sind, die Sache einfacher gemacht werden, indem man ihnen sagt, dass es am Ende der Korrektur zu einer Verbindung zwischen den eigenen Handlungen und der Spiritualität kommt. Dies ist die Ganzheit von Pardes – Judaismus (den Handlungen) und Kabbala (Spiritualität) -, und früher oder später wird dies zum einzigen Weg im Leben der gesamten korrigierten Gesellschaft werden. Mit allem Respekt, aber es ist doch Tatsache, dass Sie sich wie ein religiöser Jude verhalten, wie auch Ihr Rav Rabash und dessen Rav vor ihm, Baal HaSulam, und wie seit Beginn der heiligen Generationen jeder andere auch.

Meine Antwort: Ich erkläre es nochmal: Die körperliche Befolgung von Gebräuchen in dieser Welt ist nichts anderes als eine Tradition, wohingegen Kabbala über die Korrektur der Verlangen der Seele spricht. Niemand wird verpflichtet sein, die mechanischen Vorschriften (Gebote) zu befolgen. Stattdessen werden die Leute nur die spirituelle Befolgung der Gebote ausführen müssen – in ihren Verlangen. So werden wir ähnlich wie der Schöpfer. Es wird nicht mechanisch getan, denn der Schöpfer hat weder Arme noch Beine! Wir müssen die Seele korrigieren. Studieren Sie Baal HaSulams Artikel über Körper und Seele. Dort erklärt er, dass wir die Seele nicht durch den Körper korrigieren können.

Dennoch ist es gut, den Traditionen zu folgen, auch den religiösen, um einen Rahmen für unsere kulturelle und soziale Existenz auf dieser Welt zu wahren. Ich kann Leute, die an der Kabbala interessiert sind, nicht belügen, genauso wenig wie deren Gegner.

Frage: Wo sagt Baal HaSulam, dass man innerlich weltlich werden muss? Ihre Argumente machen Sinn, jedoch scheinen Sie kein Vertrauen in die Fähigkeit der Leute zu haben, äußere Vorschriften zu erfüllen und zugleich mit der inneren Absicht (Kawana) in kabbalistischer Weise zu arbeiten. Ihre Lehrer vor Ihnen und alle früheren Kabbalisten taten aber genau das, hab ich nicht recht? Weshalb sollte man dann den Leuten erzählen, dass sie aufhören sollen, religiös zu sein?

Meine Antwort: Ich habe den Leuten nie erzählt, dass sie aufhören sollen, religiös zu sein, genauso wenig wie ich ihnen das Gegenteil gesagt habe! In „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“ schreibt Baal HaSulam, dass zukünftig, in der korrigierten Gesellschaft, jede Person ihre Religion beibehalten kann. Hierdurch wird klar, was die wahre Definition von Religion ist – sie ist Teil der Kultur, und nicht mehr als das. Und alle werden dies erkennen und so akzeptieren, sobald sich der Schöpfer in ihnen enthüllt. Die Leute werden Religion von allem trennen, was sich auf den Schöpfer, die kommende Welt und die Belohnung und Bestrafung im körperlichen Leben bezieht.

Dies ist deshalb so, weil alles in „dieser Welt“ sogleich wahrgenommen wird – gegenwärtig und sofort – und es keine „andere Welt“ oder eine Welt „auf der anderen Seite“ gibt . Es gibt nichts außer den realen, gegenwärtigen Zuständen. „Auf der anderen Seite“ bedeutet auf der anderen Seite des Egoismus. Verändern Sie Ihren Egoismus ins Gegenteil, und Sie werden die Welt auf der anderen Seite wahrnehmen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala
Blog-post: Kabbala lehrt Liebe und Schenken – sonst nichts!
 

Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nehme an den Lektionen teil, die von Bnei Baruch angeboten werden. Aber ich habe den Eindruck, jetzt ein schlechterer Mensch zu sein, als vor Beginn des Studiums. Was mache ich falsch? Ich glaube zu verstehen, wie wichtig die Gruppe ist, aber ich empfinde keine Liebe für sie. Stattdessen fühle ich eine tiefe, sich stets vergrößernde Kluft. Ich bin wertend und zynisch, in meinem Privatleben bin ich deprimiert, zornig und gereizt, aber es gibt dafür keine logische Erklärung. Trotzdem spüre ich all diese Gefühle sehr stark. Es scheint, als ob mein Verstand oder ein Teil von mir auf einer Seite einer Fahrbahn, und mein fühlender anderer Teil (welcher mich lenkt) auf der anderen Seite in entgegengesetzter Richtung unterwegs wären, verbunden mit einem Hass/Liebe-Verhältnis zur Kabbala und dem Studium.

In den Lektionen wird uns klar gemacht, dass sich das Studienmaterial ausschließlich auf spirituelle Zustände bezieht. Aber wie sieht der „praktische“ Teil aus? Was für eine Person soll ich sein?

Meine Antwort: Alle von uns erleben solche Zustände, wenn wir abzuwägen beginnen, ob das spirituelle Wachstum, das die Kabbala uns lehrt, richtig und notwendig ist. Im Augenblick erreicht die gesamte Menschheit eine Periode der Neuorientierung ihres Wertesystems und erlebt daher Krisen in allen Bereichen des Lebens – in Bildung, Politik, Gesellschaft, Familie, Wissenschaft, Ökologie, Natur, usw.

Wir bewerten zudem unsere körperliche Existenz, wie auch die Notwendigkeit, unseren unkorrigierten egoistischen Verlangen (Herz) und Gedanken (Verstand) Spiritualität hinzuzufügen (also die Enthüllung der Höheren Welt und des Schöpfers). Ihr Egoismus wird weiterhin viele „Enttäuschungen“ auf dem Weg der spirituellen Entwicklung erleben, weil er auf diesem Weg keine Erfüllung findet – sondern das Gegenteil. Um Spiritualität entwickeln zu können, muss der eigene Egoismus ausgelöscht werden. Aber es muss betont werden, dass nicht die Verlangen und Gedanken ausgelöscht werden sollen, sondern es muss die Absicht „für sich selbst zu empfangen“ in eine Absicht „für andere zu empfangen“ umgewandelt werden.

Wie kann man auf dem spirituellen Weg vom Egoismus abrücken, ohne dabei den Egoismus zu Hilfe zu nehmen. Egoismus steht im Gegensatz zur Spiritualität. Deshalb wird Egoismus als „Hilfe gegen sich selbst“ bezeichnet, weil er sich letztendlich selbst annulliert. Denn wenn du egoistisch in einer Gruppe Kabbala studierst und versuchst, dich mit den anderen zu verbinden, ziehst du das Höhere Licht an, welches dann den Egoismus korrigiert. Die Misserfolge und Abstiege sind daher nur der vom Egoismus wahrgenommene Mangel an egoistischen Füllungen. Die zukünftige Erfüllung wird nicht durch Empfangen, sondern durch Geben für andere erreicht. Dies wird durch das Gefühl der Liebe und der Erkenntnis, dass jeder in einem einzigen Ganzen eingebunden ist, entstehen.

Das einzige was dich ans Ziel bringt – zum ewigen Schöpfungsziel – sind das beständige Studium, die Teilnahme an der Gruppe und die Verbreitung und zwar trotz deinem Egoismus, „wie ein Ochse zu Bürde und ein Esel zur Last“. Alle Shamati Artikel sprechen darüber, also lest weiterhin darin! Dieser Pfad kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Hast du Zweifel, verbreite!
Blog-post: Richtlinien zu Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Artikel von Baal HaSulam: Frieden in der Welt

Das Geheimnis der Heiligen Bücher


Zwei Fragen, die ich erhielt über das geheimnisvolle Schicksal heiliger Bücher

Frage: Alle heiligen Bücher, die nichts mit der irdischen Welt zu tun haben, wurden jahrelang als Vorbild fürs Leben und für die Kultur benutzt, und leider verursachten sie mehr Leiden als Erleuchtung. War dies ein Fehler?

Meine Antwort: Man brauchte dies, um die Eigenschaften des Egoismus mit denen des Schöpfers, die in uns verdorben waren, zu mischen, damit wir dann später, wenn diese beiden Gegensätze sich vermischt haben, in der Lage sind, uns selbst zu korrigieren, indem wir das Licht der Korrektur (Or Makif) erwecken. Fehler passieren nur aus unserer Sicht, unserem Verständnis, von dem, was geschieht, aber nicht in dem, was in Wirklichkeit geschieht.

Frage: Warum wurde Das Buch Sohar geschrieben und dann für so viele Jahre verborgen? Warum kam es dann so früh in diese Welt, wenn die Menschen seiner nicht bedurften?

Meine Antwort: Es wurde zu einer Zeit geschrieben, als „Licht“ Seelen in unserer Welt auftauchten, am Beginn des Exils der spirituellen Stufe, auf der 125sten Stufe des Erlangens. Doch es wird jetzt gebraucht, am Ende des Exils aus der spirituellen Welt, beginnend mit der niedrigsten Stufe (Stufe Null), von Menschen, die erkannt haben, dass es keinen anderen Weg gibt. Und das Buch Sohar selbst spricht davon.

Verwandtes Material:
Blog-post: So verwenden sie kabbalistische Quellentexte richtig!
5 Dinge, die Sie über den Sohar wissen sollten!