Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bedürfnisse'

Die materialistische Psychologie der Liebe

Die Liebe bezieht sich nicht auf unsere Welt. Wenn du gegenüber den anderen die Liebe empfindest, dann bedeutet es, dass deine Seele in dir zu handeln beginnt.

Und jetzt hast du von dieser Seele nur einen zerbrochenen Punkt. Wenn du aus diesem Punkt heraus, die Beziehungen der Liebe zu anderen Menschen aufbaust und einen „Vektor“ der Absicht, eine Bestrebung, die Liebe heißt, schaffst, dann wird diese Absicht zu deiner Seele.

Denn diese Absicht wird auf deinem Wunsch zu genießen aufgebaut, der mittels der Absicht „um des Gebens willen“ korrigiert wurde. Das heißt die Liebe eben.

Wenn du solche Absicht erreichst, dann wirst du schon zu einer spirituellen Persönlichkeit. In dieser Beziehung zu dem anderen Menschen beginnst du, das Licht NARANCHAJ, die höheren Welten und alles was sich zwischen Dir und Ihm befindet zu empfinden.

Es dauert so lange, bis du ihn, wie dich selbst, wie ein Ganzes empfinden wirst. Das bedeutet, dass du die Welt der Unendlichkeit erreicht hast. Denn es bleiben keine Grenzen, keine Beschränkungen mehr. Das bedeutet nämlich die spirituelle Welt.

Zu allem, was geschieht, soll ich mich mit der Liebe verhalten. Aber wenn mich jemand mit dem Messer angreift, was soll ich dann machen? Ich soll auch ein Messer nehmen und ihn mit der Liebe töten… So ist das Gesetz eben. Und wenn zu mir der Lewy – Kassierer der Steuern kommt und sagt, dass ich bezahlen soll, dann bezahle ich auch. In meinem Herzen kann ich über die leere Tasche weinen, aber meine Seele wird sich freuen.

Man muss verstehen, dass unsere Beziehung zum Nächsten auf unserem Wunsch zu genießen und seiner Korrektur für das Geben aufgebaut ist! Wenn ich alle Bedürfnisse eines anderen Menschen nehme und sie erfülle, unter der Benutzung von meinem eigenen Wunsch, dann bedeutet es, dass ich ihn liebe.

Und wenn ich meinen Wunsch beschränke, um dem anderen nicht zu schaden, dann befinde ich mich im Zustand „Des Gebens um des Gebens willen“ (Chafez Chessed), und nicht in der Liebe. Es steht geschrieben: „Was dir verhasst ist, das tue deinem Nächsten nicht an“, es ist eine Prüfung, wie ich mich verhalten soll. Wenn du selbst etwas nicht magst, dann tue es anderen nicht an.

Aber vielleicht liebt er etwas anderes? Das weiß ich nicht, ich prüfe es nur mittels eigener Wünsche. Das ist „die materialistische Psychologie“.

Und die Liebe bleibt auch innerhalb der materialistischen Psychologie. Aber ich fühle den anderen bis zu solchem Ausmaß, dass ich seine Wünsche empfinde. Deshalb nehme ich seine Wünsche und erfülle mich damit, womit ich sie mit Hilfe meiner Wünsche-Möglichkeiten tatsächlich erfüllen kann.

Wenn ich den Nächsten liebe und in mich seine Wünsche einsauge, dann kann ich seine Bitte (МАN) bis zur Welt der Unendlichkeit erheben! Er selbst kann das nicht machen, und ich kann es für ihn tun!

In der Spiritualität kann niemand von uns ein Stück direkt nehmen und in den Mund legen. Nur dann, wenn ich es dir gebe, und du es mir gibst. Und nur unter der Bedingung, dass ich genau weiß, was du willst, und du es von mir auch weißt! Dann kannst du mir dieses Stück in den Mund legen, und ich tue das gleiche für dich. So sind wir verbunden, und keiner von uns kann die Füllung alleine bekommen.

Und das alles soll hier, in dieser Welt geschehen! Das Licht der Unendlichkeit muss sich bis zu dieser Welt erstrecken, wie es geschrieben steht: „Und seine Beine werden auf dem Ölberg stehen“. Die spirituellen Beziehungen werden so sein, dass du auch im Materiellen nicht anders handeln können wirst.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Der allgemeine Charakter der Wissenschaft der Kabbala „, 12.01.2011

Kabbalisten zur Tora und den Geboten, Teil 22

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

(Anmerkungen in Klammern sind von mir)

Was ist ein Gebet?

Eine Bitte ist eine Empfindung eines Mangels. D.h. es ist nicht wichtig, was man dabei sagt, weil „eine Bitte“ im Wunsch, im „Herz“ entsteht. Wenn dem Menschen an etwas mangelt, darüber bittet er im „Herzen“. Und manchmal hört der Mensch sein Herz selbst nicht. Alle Wünsche des Menschen heißen sein Herz, und von da aus empfinden sie den Schöpfer. Deshalb, OBEN wird nur das erhört, was das Herz fordert, und nicht das, was der Mund sagt. Denn der Mund, äußert NICHT die Bedürfnisse des Menschen, die erfüllt werden müssen.

Rabasch. Shlavey HaSulam. Artikel 27. 1991 „Wenn die Frau früher zeugen wird – es wird ein Sohn geboren.“

Der Schöpfer hört ein Gebet, und Er wartet nur auf ein volles, vollkommenes Gebet.

Baal HaSulam. Brief 57.

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Was ist das Geld

Frage: Was ist das Geld? Warum interessiert es die Menschen so sehr?

Meine Antwort: „Das Geld“ (Kesef) symbolisiert den Schirm und kommt vom Wort „die Deckung“ (Kisufa). Es ist das Licht Chassadim, das deckt, sowie den egoistischen Wunsch verbirgt, und deshalb ermöglicht, das ganze Licht Chochma zu empfangen.

Deshalb hat das Geld in der materiellen Welt solch großen Wert, und man dafür alles Mögliche kaufen kann. Eine beliebige Sache hat immer das geldliche Äquivalent, und alles wird hinsichtlich des Geldes gemessen.

Und in der Spiritualität wird alles mittels des anti-egoistischen Schirmes gemessen, mittels der vorhandenen Deckung aus dem Licht Chassadim. Dadurch klärt sich die Größe, die Höhe, die Macht des Menschen, denn er kann dank dieses Gewandes das Licht Chochma empfangen.

Es gibt somit die egoistische Nutzung „des Geldes“ sowie dessen Nutzung „für das Geben“. Und dementsprechend werden die rituellen Gefäße im Tempel auf „die Silbernen“ (das Silber/Kesef kommt vom Wort die Deckung/Kissufa) und „die Goldenen“ (das Gold/Sachaw kommt von den Worten „gib es“/Se-aw) aufgeteilt.

Es gibt den Begriff „des Taschengeldes“ (das man manchmal dem Kind gibt), welches der Mensch benötigt, um sich vom „Elend“ zu schützen, und die notwendige Deckung für den Wunsch „zu genießen“ symbolisiert.

Somit symbolisiert „die Tasche“ das bekommende Gefäß, und das Taschengeld ist eine Deckung, die meinen bekommenden Wünschen/Gefäßen genau entspricht und mir deshalb zulässt, auf der minimalen Stufe des Gebens, Nefesch, festgehalten zu werden, „Chafez-Chessed“ entsprechend, das keine großartige Füllung braucht.

Jeder bestimmt das Ausmaß der notwendigen Deckung seiner Stufe entsprechend. Aber wenn beim Kind die Frage entsteht, wofür das Geld auszugeben ist, dann heißt es nicht das „Taschengeld“, weil es den Rahmen der notwendigen Bedürfnisse überschreitet.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 04.01.2011

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Der endlose Strom des Genusses

Die Wissenschaft der Kabbala spricht darüber, dass der Mensch sich nur dann füllen kann, wenn er den anderen Menschen Genuss bereitet. Das Problem besteht jedoch darin, dass der Mensch sich wünscht, alleine zu genießen.

Aber wenn er den Genuss einem Anderen bereiten würde, und der Andere wiederum das Gleiche tut, wonach die Erfüllung zwischen allen verbreitet wird, dann könnte man von einem endlosen geschlossenen Strom des Genusses sprechen!

Folglich würde man das Leben nicht nur in diesem kurzen Augenblick empfinden, in welchem der Genuss einen ausfüllt und später verschwindet.

Wenn wir uns untereinander im allgemeinen geschlossenen System verbinden, damit durch uns, wie durch die Zellen unseres allgemeinen „Körpers“, der Strom des Genusses die ganze Zeit fließt, dann werden wir das ewige Leben im absoluten Guten empfinden, das von allen kommt.

Und was ist das absolute Gute? Der ununterbrochene, nicht aufhörende, unendliche Genuss!

Wenn du dich auf die Weise mit den anderen verbindest, dass durch dich der Genuss, das Licht, die Empfindung des Lebens durchläuft, dann gleicht das den Zellen des biologischen Organismus, die gemeinsam seine Existenz gewährleisten, weil du diesem System das Leben gibst.

Aber außer dem tierischen Leben, auf dem unser Körper existiert, entsteht in diesem System das Begreifen des Niveaus „Mensch“. Folglich gibt jede „Zelle“ an die anderen nicht nur die lebenswichtige Energie, sondern auch die Wünsche und Gedanken weiter.

Der Genuss an sich ist etwas abstraktes, wie die Elektrizität, die man entsprechend den Bedürfnissen verwenden kann: sowohl für das Erwärmen, als auch für die Abkühlung, und für die Bildung des Drucks oder des Vakuums, usw. Und wenn in einem solchen geschlossenen System der Genuss zirkuliert, dann füllt sich jeder gerade damit an, was er sich wünscht, was er anstrebt.

Aber außer der Empfindung des ewigen und vollkommenen Lebens, entsteht in einem solchen System die Empfindung des Lebens des ganzen Systems – des Schöpfers, Seines Niveaus und Seines Vorhabens. Wie unser Körper infolge des biologischen Funktionierens, die Bedingungen für die Empfindung des „Menschseins“ schafft, was sich über dem Niveau des Tieres beindet.

Aus der Vorlesung in Auditorium „Kabbala für Alle“ zum Thema „Mein erster Kongress“, 30.10.2010

Womit beginnt die Gruppe?

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet das uneigennützige Geben an den Nächsten? Was muss ich dem Freund geben, was losgelöst vom egoistischen Genuss wäre?

Meine Antwort: Du musst ihm nichts Materielles geben. In deinen Verlangen bietest du ihm deine Unterstützung an, damit er an das Vorankommen zum Schöpfer denkt. Genau das ist dein Geben.

Was können die Seelen einander geben, wenn sie getrennt sind? Sie können nur einander erwecken und einander Kraft spenden. Man braucht nicht die Taschen oder den Kühlschrank von dem Freund zu füllen. Nur eine richtige Verbindung ist nötig – und das höhere Licht wird alle Bedürfnisse stillen.

Versorge den Freund mit Lebensmut, Teilnahme, Freude am Ziel – das ist deine Pflicht. Ohne diese Verpflichtung und diesen Geist gibt es keine Gruppe.

Der Schöpfer hat es so arrangiert, dass wir uns alle an einem Ort – in einem spirituellen Raum, in einem für alle Freunde aus der ganzen Welt gemeinsamen Verlangen befinden. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir eine Gruppe sind.

Die Gruppe beginnt mit der Verpflichtung, einander zu erwecken. Dabei ist die Rede nicht von äußeren Handlungen, sondern vom inneren Verlangen, in dem wir verbunden sind. Jeder gibt einen gemeinsamen Impuls, die Überzeugtheit vom Weg, an die anderen weiter – das bedeutet Bürgschaft.

Wenn ich aber die Fähigkeit verliere, die anderen zu entflammen, dann bohre ich ein Loch in unser Boot. Und wenn ich müde bin und Erholung brauche? – Dann kannst du dich von den anderen nicht begeistern lassen, du bohrst unter dir ein Loch im gemeinsamen Boot und alle gehen unter.

Entweder beteiligst du dich an der Bürgschaft oder nicht. Auf diese Weise müssen wir unsere Reihen zusammenschweißen. Jeder Einzelne und alle gemeinsam müssen erkennen, wie wir immer mehr voneinander abhängen.

Das ist die praktische Arbeit: der Mensch überprüft Tag für Tag seine Forderung an die Verbindung mit der Gruppe. Genau auf diesen Punkt der gegenseitigen Abhängigkeit müssen wir all unsere Hoffnung setzen.

Das Boot kommt an seinem Bestimmungsort an, unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es keine Löcher hat, damit sich unter allen die Sicherheit an der Erreichung des Ziels, die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels breit macht. Denn es gibt nichts Wichtigeres, als uns zu verbinden und eine allgemeine Kraft des Gebens – den Schöpfer, das Licht – unter uns zu enthüllen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.10.2010

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Am Ende des letzten Exils

Der Sohar, Abschnitt „Wajikra“, Punkt 80: Als er zu ihr kam, sah er, dass sie im Staub lag. Wer sah die Pracht der Königin zu dieser Zeit, und die Bitte des Königs an sie? Schließlich hielt der König sie in seinen Armen, hob sie auf und brachte sie zu seinem Palast. Und er schwor ihr, dass er sich nie wieder von ihr trennen werde und nie mehr fern von ihr sein werde.

Jedes Mal kommt ein immer größeres Zerbrechen, ein immer realeres Exil. Das letzte Exil ist überhaupt nicht zu vergleichen mit dem vorangegangenen.

Denn der Unterschied zwischen ihnen besteht in der Enthüllung des Bösen, in der Enthüllung der Dicke des egoistischen Verlangens (Awiut) auf der Stufe Alef (Ego-1), Bet (Ego-2), Gimel (Ego-3) und Dalet (Ego-4).

Während des letzten Exils hat sich das Ego-4 enthüllt, und alle vorangegangenen Exile waren lediglich Vorbereitungen dazu. Denn gerade das Ego-4 muss korrigiert werden.

Alle anderen Exile und Stufen des Egos existieren nicht für sich allein, wie auch die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen nur dazu da sind, damit die menschliche Art, das Ego-4, entsteht.

Genauso kann sich auch die vierte Stufe der Entwicklung des Verlangens, Malchut, ohne die Stufen 0, 1, 2, 3 nicht enthüllen. Doch gerade Malchut der Stufe 4 ist das Ziel, in ihr werden alle Korrekturen vollzogen.

Daher ist dieses letzte Exil auch so besonders, es entspricht der Stufe „Mensch“ in dem Verlangen zu genießen.

Gerade hier enthüllen sich Bedürfnisse, Bestreben, Verlangen und Ziele des Schöpfers hinsichtlich aller Geschöpfe, einschließlich der Stufen 0, 1, 2, 3, – das, was Er von ihnen will.

Genauso teilt sich auch dieses letzte, vierte, Exil seinerseits in Unterstufen auf: die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche.

Es hat vor fast 2000 Jahren begonnen, doch erst jetzt treten wir in das vierte, menschliche, Stadium des vierten Exils ein, wenn der Mangel an Erfüllung sich auf der Stufe des Menschen offenbart, was die Ausbreitung von Depressionen, den Familienzerfall, die Erziehungskrise, sprich alles, was sich auf die Stufe „Mensch“ bezieht, bedeutet.

Das Hauptproblem ist nicht mehr der Hunger (die tierische Stufe), sondern gerade die inneren Probleme, auf der menschlichen Stufe, welche es in den vorangegangenen Zuständen nicht gab.

Deshalb hat der König die Königin für lange Zeit in die Ferne verbannt. Damit aber die Möglichkeit gegeben ist, sich aus einem solchen Abstieg zu erheben, und damit dies zur Verbindung mit Ihm führt, erscheint Er selbst im zerbrochenen Zustand und enthüllt ihn nach und nach. Die Königin liegt im Staub, und der König muss sich ihr gerade in einem solchen Zustand enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.05.201

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Mitten in der Nacht wird es einen hellen Tag geben…

Weil wir aus dem Wunsch „Genuss zu empfangen“ geschaffen sind, wird unsere geistige Arbeit nachts durchgeführt.

Wenn wir aber nicht den Genuss empfinden, dann können wir prüfen, ob wir fähig sind, etwas zu machen, ohne dass die Belohnung bestimmen würde, wie viel gearbeitet wird, sondern die Arbeit an sich – d.h. nicht die Enthüllung des Schöpfers, sondern der Glaube daran, dass wir Ihm dadurch Genuss bereiten können. Und um Ihm Genuss zu bereiten, und nicht dafür, um uns selbst zu befriedigen, können wir nun “ nachts“ arbeiten – in den Zuständen, wenn wir den Genuss nicht empfinden.

Deshalb wird jedes Mal in unserem Wunsch „Genuss zu empfangen“, eine neue Schicht des noch nicht korrigierten Wunsches hervorgerufen, welche die Belohnung, die Füllung erfordert. Dann können wir an diesem fehlerhaften Wunsch arbeiten, damit darin das Streben erscheint, nicht für Bezahlung zu arbeiten, sondern um dem Schöpfer Genuss zu bereiten, damit nicht die Eröffnung des Schöpfers als Belohnung gilt, sondern die Arbeit für Ihn. Dann wird sie aus dem Begreifen der Größe des Schöpfers stammen.

Wenn der Mensch aber entdeckt, dass er darin nicht begabt ist, bittet er um Hilfe von oben. Und die Höhere Kraft kommt zu ihm durch die Gruppe. Denn der Mensch hat sonst keine Verbindung mit dem Höheren. Er beginnt, diese “ Hilfe von oben“ zu suchen und verzweifelt nach vielen Versuchen, bis er versteht, dass „von oben “ eben „durch die Gruppe“ bedeutet. Wenn er sich in die Gruppe einreihen wird, so kann er dadurch die Kraft bekommen, die seine Natur von der empfangenden in die gebende verändern wird, und er wird fähig sein, „nachts“ zu arbeiten, und dabei den Schöpfer segnend. Dann arbeitet der Mensch nicht, um die leeren egoistischen Wünsche auszufüllen, die die Füllung erfordern, vielmehr hebt er sich mit Hilfe dieser „Nacht“ zum Geben hinauf. Der Mensch fordert nicht, dass „die Nacht“ vergeht, denn der Tag besteht für ihn darin, dass er für das Geben arbeitet. Wenn er in seinen Wünschen nicht „das Licht“ fühlt, und über eigene Wünsche hinweg arbeitet, dann empfindet er „den Tag“, ohne seine Bedürfnisse zu erfüllen.

Deshalb hält er sich in den Empfindungen der bekommenden Wünsche wie in „der Nacht“ auf, wogegen ihm in den Empfindungen der gebenden Wünsche „der Tag“ leuchtet.

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Karl Marx über den Einfluss der Umgebung

K. Marx: „Unsere Bedürfnisse und Genüsse entspringen aus der Gesellschaft; wir messen sie daher an ihr; wir messen sie nicht an den Gegenständen ihrer Befriedigung. Weil sie gesellschaftlicher Natur sind, sind sie relativer Natur“.
(K. Marx. Lohnarbeit und Kapital, 1849)

Kommentar: Unterschied in den Methoden, eine vollkommene Gesellschaft nach Marx und nach Kabbala zu erreichen:
Kabbala sagt, dass die Veränderung der menschlichen Natur durch die Tora, d.h. das Licht der Korrektur, erreicht wird. Marx sagt, dass die Veränderung der menschlichen Natur durch den Einfluss der Umgebung, der gesellschaftlichen Beziehungen möglich ist.

Doch es ist wahrscheinlich, dass Marx sich darüber im Klaren war, dass er nur die erste Stufe der Korrektur, sprich die Verbindung, beschreibt. Und später, bei dem Versuch sich zu verbinden, werden die Menschen begreifen, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Natur zu besiegen, und dann werden sie die Möglichkeit enthüllen, das höhere Licht für die Verbindung zu benutzen (Siehe, was Baal haSulam im der Zeitung „Ha Uma“, in dem Artikel „Kritik am Marxismus“ darüber geschrieben hat).

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Die magische Anziehung der Spiritualität

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man den Schöpfer um die Belebung der Punkten im Herzen bitten, für die Menschen, bei denen sie noch nicht aufgewacht sind?

Meine Antwort: Man muss beten, dass die gesamte Menschheit schneller das wahrhafte geistige Bedürfnis zum Schöpfungsziel erreicht.

Zu beten, bedeutet, die innere Vereinigung, Anstrengung und die Kraft anzustreben, welche seitens der anderen wie flammendes Feuer empfunden wird. Stellen Sie sich vor, die Menschheit ist heute der leblose Körper, noch nicht ganz tot, aber komplett bewusstlos.

Und wir seien seine Organe, die versuchen würden, sich zu beleben und das Leben in diesem allgemeinen Organismus zu erneuern. Allmählich beginnt der ganze Körper aufzuwachen. Darin besteht eben unsere Arbeit.

Die Hauptarbeit der Verbreitung besteht nicht in den zahlreichen äußeren Bemühungen (in der Menge der ausgegebenen Büchern oder der Materialien im Internet),  sondern in der Vereinigung zwischen uns, wodurch später die Liebe, die Verbindung, die Wärme in unserer weltweiten Vereinigung der Menschen entsteht, die sich mit der Kabbala beschäftigen.

Gerade diese Handlung beeinflusst alle anderen, und sie beginnen plötzlich zu fühlen, dass ihnen daran etwas liegt! Sie wissen nicht genau, was es ist, aber plötzlich finden sie uns.

Denn das Herz hat jeden von uns zur Kabbala geführt, und er hat selbst nicht verstanden, wie das passieren konnte. Eines Tages wurde dieses Bedürfnis aufgewacht und der Mensch hat begonnen so lange zu suchen, bis sein Herz gefühlt hat, dass hier, bei uns, seine Stelle ist. Weil sein innerer Wunsch sich schon zu dieser Richtung geneigt hatte.

Es war ein sehr kleiner Wunsch zur Spiritualität, denn der Punkt im Herz  verbarg sich tief im Inneren – aber wir haben so ein starkes Feuer angezündet, dass die Menschen es von weitem gefühlt haben. Deshalb hängt alles von unserer inneren Vereinigung ab, welche die wirksamste Form der Verbreitung ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 11.06.2010

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Wohin bringt uns der stürmische Ozean in Zukunft?


Eine Frage, die ich erhielt: Was wird in der menschlichen Gesellschaft geschehen, wenn die Menschen eine minimale Stufe der Spiritualität erreichen, also das Geben in der Absicht um zu geben? Wie werden sie beginnen, zu denken und einander zu fühlen? Was wird sich in unserer Welt ändern?

Meine Antwort: Ich glaube, dass wir bereits jetzt Veränderungen in dieser Welt sehen können. Die Weltkrise fängt an, uns zu zwingen, die Maßlosigkeit abzulehnen und zeigt uns, dass es viel angenehmer ist, mit einer mittleren Ebene der Existenz zufrieden zu sein. Das Verlangen nach übermäßigem Genuss schwindet, wie bei jungen Menschen in den vergangenen Jahren belegt ist.

Die Menschheit beginnt mehr qualitative Eigenschaften zu enthüllen. Anstatt Gold brauchen sie Ehre, statt Ehre – Macht, statt Macht – den Sinn des Lebens, die Erkenntnis der Tatsache, dass wir Befriedigung nur in unseren Verbindungen mit anderen Menschen finden können. Maßlosigkeit gibt uns diese Befriedigung nicht.

Das Leben selbst lehrt uns, dass die wirtschaftliche Kraft uns keine Befriedigung bringt. Die Menschen erkennen, dass all dies kommt und wieder verschwindet. Letzten Endes ist die menschliche Entwicklung in der Geschichte ähnlich wie das Schwimmen in einem stürmischen Ozean der Zukunft, in dem große Wellen einige Länder nach oben gedrückt haben, während andere in den Abgrund gerissen wurden. Alles verändert sich so schnell. Länder steigen auf und fallen wieder, genauso wie wir zum Beispiel nun Zeuge des Abstieges von Amerika und des Aufstieges von China werden.

Die Menschen sehen, dass Macht kommt und geht und große Zivilisationen zusammen brechen – Babylonien wurde von den Persern, dann von den Griechen und dann von den Römern verdrängt. Für sich alleine kann daraus niemand etwas lernen, da die Menschen nicht aus der Vergangenheit lernen. Die Verlangen (Reshimot) werden jedoch erneuert und sie entwickeln uns, damit wir neue qualitative Erfüllung fordern und neue Bedürfnisse wahrnehmen.

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