Tag der Unabhängigkeit vom Egoismus

Frage: Wenn jemand der Meinung ist, dass er eine gute Arbeit und eine Familie hat, dass in seinem Leben alles in Ordnung ist und er die Kabbala nicht braucht, wie kommt er dann zum Spirituellen?
Antwort: Dann ist seine Zeit noch nicht gekommen. Wir verbreiten das Wissen der Kabbala für alle, und wer es braucht, wird es nutzen.
Für das Streben nach Spiritualität sind irdische Leiden nicht notwendig. Der Mensch offenbart das Spirituelle nur unter der Voraussetzung, dass es das Einzige ist, was ihm fehlt.
Die Wörter „Exil“ und „Erlösung“ unterscheiden sich nur durch den Buchstaben „Alef“, der den Herrscher der Welt symbolisiert – dem Menschen fehlt nur der Schöpfer, alles andere berücksichtigt er nicht.
Er mag in dieser Welt unbegrenzte Möglichkeiten haben, doch das hat keinerlei Bezug auf den Wunsch, den Schöpfer zu offenbaren.
Dieser Wunsch steht über der materiellen Welt und hängt nicht davon ab, ob der Mensch darin in Wohlstand lebt oder nicht.
Ich hatte zum Beispiel nie materielle Probleme, aber das Bedürfnis, das Spirituelle zu offenbaren, verzehrte mich so sehr, als hätte ich überhaupt nichts in diesem Leben.
Es heißt, dass die Juden in Ägypten die wunderschönen Städte Pitom und Ramses bauten und materiell alles Nötige hatten – doch sie hatten nichts, womit sie ihre Seele beleben konnten!
Und deshalb schrien sie vor dieser Arbeit auf, denn sie konnten das Spirituelle nicht erreichen.
Deshalb ist das Werkzeug zur spirituellen Offenbarung das ausschließliche Bedürfnis, nur den Schöpfer zu erkennen, damit in mir die Eigenschaft des Gebens herrscht.
Wenn das Einzige, was dem Menschen fehlt, darin besteht, für alle gebend zu werden, dann ist er bereit für die spirituelle Erlösung.
Erlösung bedeutet, aufzuhören, an sich zu denken und damit zu beginnen, anderen zu geben.
Wir nähern uns dem Feiertag des Unabhängigkeitstages. Unabhängigkeit kann nur die Befreiung vom eigenen Egoismus sein.
“Ein freies Volk in seinem Land” bedeutet die Freiheit vom eigenen egoistischen Verlangen, die Eigenschaft des Gebens, dann werden wir wirklich frei sein.
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Aus dem Unterricht zum Artikel von Baal HaSulam, “das Erbe des Landes”








Wir schauen auf Jerusalem und sehen eine schöne Stadt, Straßen und Häuser. Aber wenn wir sie von innen sehen könnten, so wie man die Rückseite einer Stickerei betrachtet, würden wir die Stiche und Knoten sehen, das heißt die verborgenen Verbindungen, die zwischen allen Teilen dieses schönen Bildes bestehen müssen.
Frage: In der jüdischen Tradition glaubte man, dass das Buch Zohar nicht von einer unvorbereiteten Person gelesen werden darf. Besteht hier eine Gefahr?
Vor Baal haSulam existierten zwei Methoden der Korrektur (des Kabbalastudiums) – mittels der Vernunft (die Methode von АRI) und mittels des Herzens (die Methode von Baal Schem Tow).
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