Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bedingungen'

Wo stellt man sich zum Zwiebelschälen an?

Frage: Was ist, wenn ich auf dem Kongress während des Unterrichtes im Wachdienst bin? Alle sitzen und hören Ihnen zu, und ich kontrolliere draußen Passierscheine. Selbst wenn ich den Unterricht über die Kopfhörer mitverfolge, ist es trotzdem was anderes…

Meine Antwort: Gerade das ist deine „Belohnung“. Denn du bedienst die anderen: alles, was sie während des Unterrichts „auffangen“, organisierst und gewährleistest du. Mit anderen Worten: sie bekommen in diesem Moment durch dich die Erfüllung.

Frage: Aber wie soll das funktionieren, denn nichts von ihren Eindrücken kommt bei mir an?!

Meine Antwort: Im Gegenteil, alle ihre Eindrücke kommen von oben durch dich hindurch, als ob du die Belohnung eines jeden von ihnen bekommen würdest. Ist das etwa schlecht?

Frage: Und wenn ich im Wachdienst bin und das auch genieße, weil ich dabei helfe, die Wissenschaft der Kabbala zu verbreiten? Darf man eine solche Erfüllung empfangen?

Meine Antwort: Empfange deine Erfüllung. Aber im Ganzen genommen, führe möglichst wenige theoretische Berechnungen durch. Eine Handlung ist eine Handlung.

Frage: Nehmen wir an, ich komme zum Kongress und will nicht in der Küche arbeiten. Mir wird aber aufgetragen, Zwiebeln zu schälen – lächerliche 100 Kilo (!), eine Arbeit für einen halben Tag. Ich mache das ohne jegliche Lust, mir ist es unangenehm, das kehrt mir den Magen um, ich verfluche die Freunde, ich verfluche diesen ganzen Kongress und will jede Sekunde flüchten…

Meine Antwort: Schau doch nur, was für eine großartige Arbeit du leistest, welche Gedanken an die Wichtigkeit der Gruppe und des Ziels jede Sekunde durch deinen Kopf beim Zwiebelschälen durchrasen, wie viele Berechnungen du durchführen musst, um diese Stunden doch in der Küche zu verbringen!

Du wirst so viel überlegen müssen, du wirst deine Haltung gegenüber den Freunden und dem Schöpfer klären müssen, du wirst mit dir selbst kämpfen müssen, du wirst dich abplagen müssen – und letztendlich wirst du erkennen, dass du einfach keinen anderen Ort hast. Wo sonst würdest du all diese Klärungen machen können?

In solchen Situationen ist die Genauigkeit der Analyse sehr hoch. Sobald du dich an irgendeine Arbeit machst – von der angenehmsten bis hin zur unangenehmsten – kommen sofort Gedanken und Zweifel. Das ist eine großartige Gelegenheit.

Wenn alle in der Küche arbeiten und sich gleichzeitig die Lektion anhören könnten, würde ich in meinem Zimmer sitzen und übers Radio, ohne Bildübertragung sprechen. Selbst wenn in der Küche niemand gebraucht wird – es ist unwichtig, wenn es nur Hindernisse und Überwindung gibt. Das ist die beste Bedingung zum Vorankommen!

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 15.09.2010

Kabbala Akademie

 

Du sollst nicht stehlen!

Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Frieden“, dass die Gesellschaft dafür bestraft wird, dass der Mensch stiehlt, aber darauf, dass der Mensch der Gesellschaft nichts gibt, was er geben soll, folgt keine Strafe.

Ebenso erfolgt es auf dem geistigen Weg: jeder bekommt von oben die eigenen Bedingungen. Und weiterhin, wenn man die erhaltenen Bedingungen nicht 100 %ig benutzt, dann bedeutet es, dass man die Gruppe bestiehlt!

Es heißt auch „das Loch im allgemeinen Boot zu bohren“. Deshalb soll sich jeder fragen, ob er die maximalen Bemühungen leistet…..

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 11.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Gruppe als Struktur und Gruppe als Verbindung

Eine Frage, die ich erhielt: Wie weit muss ich mich über das Wissen erheben, wenn die Gruppe mir schlecht erscheint?
Denn es steht geschrieben: „Einer Versammlung von Spöttern sollst du nicht beiwohnen“. Was ist, wenn die Freunde meinem spirituellen Vorankommen schaden?
Meine Antwort:
Es ist alles richtig, und doch muss der Mensch verstehen, dass dieser Zustand ihm von oben geschickt wurde. Er sieht niemals die Wahrheit. Wenn er sie anstelle von ständiger Kritik an ihnen über dem Wissen annimmt, dann hilft ihm selbst der kleinste Funke von Freunden beim Vorankommen.
Die Realität muss so wahrgenommen werden, wie sie ist. Ich befinde mich nicht in willkürlichen, zufälligen Bedingungen, sondern in einer Situation, die der Schöpfer für mich erschaffen hat. Er ist derjenige, der bestimmt, was ich sehe und fühle. Und darum kann und muss ich über das Wissen gehen.
Neben dem Gruppenaufbau und der konstruktiven Kritik, muss ich in der spirituellen Hinsicht den jetzigen Zustand als den effektivsten, als optimal für mein Vorankommen annehmen.
Schwierige Diskussionen, Zusammenstöße beim Aufbau und im Alltag der Gruppe haben nichts mit Spiritualität zu tun. Das ist materielle Arbeit, bei der wir aufbauen, zerstören und wieder aufbauen.
Und gleichzeitig, auf einer anderen Ebene, hält jeder die Freunde für die Größten, beugt sich vor ihnen und sieht in ihnen „Engel“ – Abgesandte des Schöpfers.
Die Rede ist von zwei Ebenen der Wahrnehmung, und wir müssen lernen, diese voneinander zu trennen. Einerseits steht die Gruppe als Struktur in dieser Welt und andererseits als Verbindung der Seelen, der ich mich anschließen muss. Diese Ebenen der Wahrnehmung der Gruppe bedürfen eines unterschiedlichen Verhaltens.
Ich kann etwas gegen bestimmte Formen der Verbreitung haben, gegen Freunde, die die Unterrichte versäumen bzw. ihre Verpflichtungen gegenüber der allgemeinen Struktur nicht erfüllen oder nicht zustimmen. Doch wenn ich mich mit ihnen zum Zwecke meiner spirituellen Weiterentwicklung verbinde, muss ich über meine Meinung/mein Wissen gehen und mich vor ihnen beugen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 10.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Der spirituelle Richtsatz

Aus dem Wunsch, der als „etwas aus nichts“ geschaffen wurde, erschuf der Schöpfer die Welt der Unendlichkeit.Dort ist der Wunsch mit dem Licht in seiner Schlussform verschmolzen, welche von Ihm gewünscht und erschaffen war. Diese Vollkommenheit ist folglich auf Seinem Einfluss gegründet.

Dann hat der Schöpfer diese Struktur in die Teile gesplittert: in die Wünsche und Lichter – welche Er in unsere Nutzung übergab.

Somit sollen wir den Wunsch und das Licht verwenden, um das Ziel zu erreichen, d.h., dem Schöpfer ähnlich zu werden. Alles steht uns zur Verfügung: wir müssen nur verstehen, was von uns erforderlich ist, um es machen zu können.

Bitte, nimm dir alles und bau auf. Du hast alle notwendigen Bedingungen, um allmählich den Zustand der Welt der Unendlichkeit zu erreichen.

Es nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch, um diese Arbeit zu verstehen, sie tief zu empfinden. Was ist das Licht? Was ist der Wunsch: der Gedanke oder die Handlung? Was wird als die Handlung bezeichnet?

In diesen Begriffen ist der Mensch verwirrt und verloren, wie das kleine Kind am Anfang seines Lebenswegs. Es werden die Jahre gebraucht, um die Grundlagen verstehen zu können: das Wesen des Materials, woraus die Schöpfung geschaffen ist, das Wesen der Kraft, das für die Veränderungen benötigt wird.

Für den intensiven und wirksamen Aufstieg hat man uns den laufenden Zustand gegeben. Es sind nicht die künstlichen Bedingungen, sondern das natürliche Ergebnis aller Stufen der Entwicklung – die Welt, woraus wir beginnen können, uns aufzubauen, etwas Neues mit Hilfe des Wunsches und des Lichtes zu bilden.

Wenn ich mich auf dem tierischen Niveau befinde, dann habe ich die Möglichkeit, das Wesen zu bilden, das zur folgenden, menschlichen Stufe gehört und das über eine spirituelle, und nicht über die materielle Form verfügt. Ich verwende hierfür zwei Kräfte: den Wunsch und das Licht, und kombiniere sie auf die Art und Weise, dass daraus etwas Drittes geboren wird.

Gerade in mir gibt es die Fähigkeit, das zu verwirklichen. Auf welche Weise? Indem ich die Umgebung organisiere. Die „Umgebung“ ist die Vorstellung über jene Utopie, die ich realisieren will.

Ich muss das entsprechende Bild vorstellen, und wollen, dass es sich ins Leben verwirklicht. Indem ich seine Details schärfe, seine Deutlichkeit erhöhe, die Beziehungen und die Widersprüche darin zeige, erfülle ich in einem Moment „die Norm“ – wonach es sich in die Realität verwirklicht.

Darin liegt das Wesen meines „Spieles“ verborgen: ich strenge mich an, bis es endlich mal geschieht. Und steige jedes Mal höher hinauf, dringe tiefer ein, verstehe und empfinde immer mehr.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 05.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Zum richtigen Zeitpunkt im Epizentrum zu sein

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist die physische Teilnahme am Kongress so wichtig?

Meine Antwort: Der Schöpfer gibt dem Menschen die Umstände, und wenn er sich in solch einer Situation befindet, dass er auf keine Weise kommen kann – dann sind es die gegebenen Bedingungen. Mann muss nur dafür sorgen, sich an den Kongress in der maximal möglichen Form anzuschließen.

Möglicherweise, habe ich keine physische Möglichkeit, oder keine finanziellen Mittel. Aber es muss schon eine ernste Rechtfertigung geben. Nachdem mir die Möglichkeit gegeben wird – hängt alles nur von mir ab, ob ich sie später nutze oder nicht. Und jeder soll eigene ehrliche Berechnung machen, und wissen, dass es hier keine doppelte Berechnung geben kann.

Der Mensch kann sich darin prüfen, ob er gefahren wäre, wenn man ihm hierfür eine riesige Summe Geld, die Verbesserung seiner Gesundheit, die Rettung seines Lebens angeboten hätte. Danach kann er seine Berechnung ausrichten. Es gibt keinen Zweifel, dass man an keinem anderen Ort solche Kraft der Vereinigung erreichen kann, wie am Ort des Kongresses. Wir veranstalten die Kongresse auch im Ausland, aber dieser Kongress ist der stärkste. Deshalb stelle ich mir keine Situation vor, in der die Menschen, die in Israel leben, keine Möglichkeit hätten, daran teilzunehmen. Dann können sie uns schreiben, was sie daran verhindert – und wir werden es in Betracht ziehen. Gebot, Handlung, KorrekturWenn der Mensch aber im Ausland lebt, dann kann es natürlich zum Problem werden.

Möglicherweise lebt er in einem Land, aus welchem die Ausreise gefährlich ist, oder er dafür keine Mittel hat. In diesem Fall, muss man die anderen Menschen aufsuchen, die am gleichen Ort bleiben, um sich mit ihnen verbinden zu können, und zusammen die Kongressunterrichte anschauen. Somit ist die Vereinigung sehr wichtig. Wenn es auch niemanden in der Umgebung gibt, dann schaut man den Kongress alleine an. Aber ich hoffe, dass es so was nicht mehr gibt. Denn das Wesen unserer ganzen Handlung, unserer ganzen Korrektur, besteht in der Vereinigung.

Das einzige Gebot ist – sich zu verbinden.Wie kann es also sein, dass der Mensch an den Ort nicht kommen möchte, wo es die größte Macht der Vereinigung geben wird, die man nur erreichen kann. Er soll nach keiner Rechtfertigungen suchen, warum es nicht machbar ist. Denn von Oben zieht man nur Eins in Betracht: wie man die gegeben Umstände verwendet. Deshalb wollen wir hoffen, dass sich auf dem Kongress viele unserer Freunde versammeln werden, dass es die optimalen Bedingungen für die Vereinigung an allen Orten geben wird, und dass wir die spirituelle Offenbarung erlangen.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Den Augenblick schätzen

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, dass wir Persönliches tun, zum Allgemeinen aber nicht kommen?

Meine Antwort: Wir können alle die Korrektur begleitenden Handlungen ausführen (Freundesversammlungen organisieren, studieren, der Gruppe und den Freunden helfen), wir können wie Ameisen in einem Ameisenhaufen geschäftig hin und her laufen, doch das Wichtigste ist: Was wollen wir dadurch erreichen?

Wollen wir Einheit, Bürgschaft, Liebe – eine solche Verbindung zwischen uns, in der wir den Schöpfer enthüllen werden?

Das vergessen wir. Der Mensch müht sich ab und fragt anschließend: „Und wo ist die Bezahlung?! Wo ist die Spiritualität? Wo ist die Kraft des Gebens?“ – Er versteht nicht, dass er noch nichts dafür getan hat.

Er hat viel Kraft aufgewendet, viel in der Verbreitung mitgewirkt, d.h. die Welt wirklich in Richtung Korrektur bewegt und ist in allgemeiner Hinsicht vorangekommen.

Er ist nicht von diesem Weg abgekommen und akkumuliert eine richtige Forderung in sich. Das heißt, in einigen Jahren kommt er zur Wahrheit – er wird verstehen, dass ihm die richtige Absicht gefehlt hat.

Doch heute vergisst er, dass diese Absicht jede Handlung begleiten soll! Und aus diesem Grund hat er die spirituelle Enthüllung noch nicht erreicht…

Und so verlängert er die Zeit! Es heißt, dass man für den Eintritt in die spirituelle Welt drei bis fünf Jahre für die Vorbereitung der Absicht braucht – und in der heutigen Zeit noch weniger! Alles hängt jedoch von der Vereinigung und der richtigen Absicht ab.

Wir haben heute Bedingungen, von denen man früher nur träumen konnte. Noch nie gab es in der Welt dermaßen günstige Bedingungen für die Enthüllung des Schöpfers – es gibt Bücher, Kommunikationsmittel, gleichgesinnte Freunde überall auf der Welt.

Doch das Wichtigste fehlt – die Absicht zu geben – und das ist das Schwierigste, darin liegt die Ursache dessen, dass die Welt uns noch nicht als eine Quelle des Lichts wahrnimmt.

Alles hängt allein von unserer Absicht bei jeder, selbst der kleinsten Handlung ab. Hier kann es keine Kompromisse geben.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 06.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die virtuelle Gruppe vs. physische Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: Welchen Vorteil hat das gemeinsame Studium in einer physischen Gruppe im Vergleich zur virtuellen Ausbildung durch das Fernsehen, oder das Internet?

Meine Antwort: Wenn der Mensch eine Möglichkeit hat, physisch am Unterricht in irgendwelchem unserer Zentren teilzunehmen, und sich entscheidet, regelmäßig anwesend zu sein, dann ist seine Vorbereitung wirksamer als die virtuelle Verbindung.

Aber wenn es keine Möglichkeit für die physische Anwesenheit im Unterricht mit den Freunden gibt, dann hat die höhere Lenkung für ihn solche Bedingungen erschaffen, und er verliert nichts, wenn er den Unterricht im Fernsehen oder im Internet verfolgt.

Aber es gilt nur unter der Bedingung, dass es so vom Schöpfer veranstaltet wurde, dass der Mensch sich irgendwo, fern von allen Lehrzentren befindet. Wenn der Mensch jedoch in Israel lebt, dann stelle ich mir keine Situation vor, in der er nicht wenigstens ein Mal pro Woche einen unserer vielen Lehrcampuse besuchen könnte.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Auswahl ohne Vorsagen

Wir können uns nicht vorstellen, was die freie Wahl ist. Wir fühlen uns einigermaßen frei, aber in Wirklichkeit sind wir und unsere Gedanken über die Freiheit vollständig unter Kontrolle und deshalb verstehen wir nicht, was die spirituelle Welt ist.

Dort empfinden wir uns vom Schöpfer getrennt. Wir empfinden Ihn als Kraft, die alles realisiert, entscheidet und bestimmt und gleichzeitig haben wir einen gewissen Punkt der Vorbereitung, in dem wir uns von Ihm abschalten können.

Genau dann enthüllt sich die Möglichkeit eine Wahl zu treffen, wobei wir danach die Einschränkung wiederholen und eine Form unserer Freiheit aufzubauen beginnen.

Aber zur Zeit sind wir wie ein Fetus im mütterlichen Leib. Ist er in irgendetwas selbständig? Nein, er wird entwickelt. Seine Realität ist das Echo der Zukunft, seine Freiheit liegt noch vor ihm.

In unserer Welt stellt der Mensch eine Sammlung der vorgegebenen Eigenschaften dar, hier gibt es keine Bedingungen für die freie Wahl, sondern nur ihre Illusion in der Eiweißmaterie.

Die ursprüngliche Bedingung der Freiheit ist ähnlich dem Schöpfer „ohne Vorhersagen“ zu sein, von Null an. Wenn dich etwas im Voraus angeregt hat, dann ist es keine Freiheit mehr.

Deswegen wacht in uns der besondere Punkt des Schöpfers auf, den wir entwickeln und der egoistischen Natur entgegensetzen.

„Der Punkt des Wunsches“ und ihm gegenüber „der Punkt des Lichtes“ – beide sind als Folge der Zerbruchs erschienen und wenn wir die Verbindung zwischen ihnen korrigieren, erreichen wir die freie unabhängige Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Ohne diese „Gegenüberstellung“ hätten wir nicht erscheinen können und wir hätten keine Schöpfung werden können, die dem Schöpfer ähnlich ist,

Oben ist GE, die Heiligkeit, unten ist ACHaP, die Unreinheit und in der Mitte ist das mittlere Drittel Tiferet.

Dieser besondere Zustand heißt „Klipat Noga“. Oben ist die Eigenschaft des Schöpfers, unten ist die Eigenschaft der Schöpfung und in der Mitte ist mein „neutrales Territorium“.

Hier kämpfen in mir Heiligkeit gegen Unreinheit und ich bestimme den Ausgang ihres Kampfes.

Gerade hier gelingt es mir diese zwei Kräfte richtig zu steuern, die der Schöpfer speziell geschaffen hatte, damit ich zwischen ihnen meine Freiheit und meine Unabhängigkeit aufbaute.

Aus dem Artikel nach dem Buch „Schamati“ vom 24.09.2010

Zum Kabbalalernzebtrum–>

Wie vertieft man sich in das Buch Sohar

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 376: Wo auch immer Segnungen gefordert werden, sollte der Schöpfer, Malchut, zuerst gesegnet werden. Und wenn der Schöpfer nicht zuerst gesegnet wird, dann werden die Segnungen nicht fortbestehen.

In den heiligen Büchern lesen wir über die spirituellen Zustände, die wir in der Zukunft empfinden werden. Wir empfinden jedoch noch nicht den Text, der in solcher Form von den Kabbalisten geschrieben wurde.

Aber es ist unmöglich, die Spiritualität anders zu beschreiben – man nimmt also die Worte aus der materiellen Welt. Denn in der Spiritualität gibt es eigentlich keine Worte. Wie kann man darüber erzählen? Wie kann man Erscheinungen erklären, die nicht in unserer Welt existieren?

Man muss aus unserer Welt etwas Ähnliches nehmen, und mit diesen Worten die Spiritualität beschreiben. Der Mensch, der sich nicht darin befindet, versteht auf keinen Fall,worum es sich „dort“ handelt, und liest einfach durch.

Wenn wir jedoch über die Spiritualität lesen, ohne sie zu empfinden, aber dennoch wünschen, das Gleiche zu fühlen, was die Kabbalisten enthüllt haben, und worüber sie in ihren Bücher schrieben – wie Rabbi Schimon mit den Schülern, die Autoren des Buchs Sohar, Baal HaSulam, der den Sohar mit seinen Kommentar ergänzt hat, wenn wir uns also wünschen, mit ihnen verbunden zu werden, damit ihr Begreifen und ihre Kraft auf uns einwirkt – dann entwickeln wir uns ebenso natürlich, wie das kleine Kind, das neben dem Erwachsenen aufwächst, und von ihm alles lernt, was nur möglich ist.

Deshalb sollen wir uns beim Lesen des Sohars in der Absicht den Autoren möglichst näher kommen. Und in der Spiritualität ist die Nähe durch die gleichen Eigenschaften gekennzeichnet, im Unterschied zur materiellen Wahrnehmung der Nähe oder der Weite. In der Spiritualität nähere ich mich jemandem, wenn ich seine Eigenschaften annehme und ihm ähnlich bin.

Die Eigenschaft der Sohar Autoren ist das Geben, und unsere das Empfangen. Wie können wir also einander näher kommen? Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich unter Freunden befinde, und mich vor ihnen aufhebe, dann erreiche ich den Zustand, worin wir uns gemeinsam in einem Wunsch, uns zu verbinden, bemühen – und dadurch nähern wir uns also den Sohar Autoren, ihrem Zustand der Einigkeit, der auf uns folglich einwirkt.

Der Zustand selbst, in dem wir miteinander verbunden sind, mithilfe des Gebens, mit dem Besitzer der Eigenschaft des Gebens – mit den Sohar Autoren, mit dem Text, den sie schrieben – wirkt auf uns ein.

Und obwohl wir nicht verstehen, worüber sie uns erzählen, uns aber trotzdem wünschen, von den Weisen zu lernen, weil sie eben die Erfahrenen sind, – dann wirkt ihre ganze Kraft und das Begreifen, die sie in diese Bücher gelegt haben auf uns ein – und wir beginnen uns zu verändern. Es ist also unsere Arbeit – unter denselben natürlichen Bedingungen dieselben Etappen der Entwicklung durchzugehen. So kommen wir voran.

Man muss also beim Sohar Lesen nicht vergessen, wie man sich mit ihren Autoren verbinden kann. Dann wird uns der innere Sinn offenbart, wir werden uns in das Buch vertiefen können, wir werden folglich zu seinen Teilnehmer.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wegweiser durch das Buch Sohar. Die Gruppe ist das Mittel der geistigen Entwicklung

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Um uns zur geistigen Entwicklung vorzubereiten, weckt der Schöpfer zwei Empfindungen in uns.Erstens ist die Leere dieser Welt, und zweitens ist das Streben die Quelle des Lebens zu begreifen- das Erwachen des „ Punkten im Herzen“.
Der Punkt im Herzen bringt uns, wie eine Ladung, die sich im elektrischen Feld bewegt, zur Stelle, wo wir ihn auffüllen und versorgen können. Diese Stelle ist eben die Gruppe.
Und man kann wirklich bemerken, dass Menschen bei denen, der Punkt im Herzen erwacht, auf natürliche Weise zueinander hingezogen werden. So ist es immer in der menschlichen Gesellschaft. Menschen, die über die ähnlichen Wünsche verfügen, nähern sich und versammeln sich in Gruppen.

Eine Gruppe ist der Ort, wo Menschen die Verbindung mit dem Nächsten aufgrund der neuen Prinzipien der Liebe und der Vereinigung anstelle des Hasses und der Absonderung praktisch realisieren.
Und deswegen ist die Arbeit in der Gruppe notwendig und obligatorisch, um die Enthüllung des Schöpfers zu erreichen. Sie ermöglicht dem Menschen auf wahrhafte Weise, die Beziehung zum Nächsten zu beurteilen und nicht in eine Illusion bezüglich der Geistigkeit und seiner persönlichen Verbindung mit dem Schöpfer zu geraten.
Im Laufe der menschlichen Geschichte entstanden immer solche Gruppen. Wenn Menschen die Beziehungen untereinander in der Gruppe auf das gegenseitige Geben und die Liebe änderten, schufen sie die Bedingungen, die für die Empfindung der höchsten, wahrhaften Realität notwendig waren.
Die Lektüre der Bücher, die sie über die Welt geschrieben haben, die sich vor ihnen enthüllte, ermöglicht uns, die von ihnen gesammelte, riesige Erfahrung zu sammeln und zu verstehen, wie man mit dem kürzesten und wirksamsten Weg das neue Leben erreichen kann.
So eine Gruppe nennt man Kabbalisten-Gruppe. Ihr Ziel ist es, sich miteinander im Geiste der geschriebenen Tora zu verbinden – „wie ein Mensch in einem Herzen“, „tue einem anderen nicht an,was dir selbst verhasst ist“, „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Dadurch korrigieren sie sich und erreichen die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Zum Kabbalalernzentrum–>