Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie kann man das spirituelle Feld erfassen?

Kommentar: Wenn Sie über spirituelle Bilder sprechen, beschreiben Sie oft, dass wir uns selbst im Moment anders wahrnehmen. Sie versuchen jedoch, diese Erfahrungen zu erklären und in bestimmte Formen zu fassen.

Frage: Angenommen, ich frage Sie, wie man das Spirituelle übertragen kann. Im visuellen Sinne ist das schwierig. Gibt es vielleicht Allegorien oder Kategorien, die dabei helfen?

Antwort: Ich verwende das Wort „Feld“ als eine solche Allegorie.

Frage: Unter „Feld“ verstehen Sie Wellen und Vibrationen in der Luft?

Antwort: Nein, es ist ein Raum, der mit etwas gefüllt ist, in dem man sich bewegen kann. Je nachdem, wo sich der Mensch in diesem Raum befindet, nimmt er seine neuen Eigenschaften wahr.

Und dann beginnt der Mensch zu verstehen, dass diese Wahrnehmung nicht dadurch geschieht, dass sich das „Feld“ bewegt, sondern weil diese Bewegungen im Grunde seine eigenen sind. Das Feld – es ist ständig vorhanden, und darin gibt es nichts anderes als Liebe.

Frage: Aber dieses Feld ist unendlich. Und ist der Mensch nur ein Element, das sich darin bewegen kann?

Antwort: Ja, der Mensch ist ein endlicher Punkt, ein Detektor.

Frage: Aber wie kann man das ganze Feld erfassen, wenn man nur ein kleines Element ist?

Antwort: Selbst wenn der Mensch sehr klein ist, kann er, wenn er die gleiche Eigenschaft der Liebe besitzt wie das Feld, die Barriere überwinden. Dann gibt es keine Trennung mehr zwischen ihm und dem Feld, und er kann sich vollständig mit ihm verbinden, es wahrnehmen und erfassen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Spirituelle Bilder“

 

Persönlichkeitsspaltung

Frage: Manche Menschen haben psychische Störungen und denken, sie seien in den spirituellen Welten. Ein Kabbalist, der Spiritualität erlangt hat, fühlt ebenfalls eine gewisse Dualität. Wo ist die Grenze zwischen psychischer Instabilität und der spirituellen Errungenschaft eines Menschen?

Antwort: Menschen kommen zu mir und sagen: „Ich bin bereits in der Welt der Unendlichkeit. Ich habe alles korrigiert und wie geht es Ihnen?“ Es sind interessante Auffassungen, die ein Mensch von sich gibt.

Von außen kann man natürlich nicht erkennen, ob jemand in der Spiritualität ist oder nicht. Wenn es ein Außenstehender ist, kann er sich verhüllen.

Normalerweise sieht jeder von uns die Höhere Welt mit seinem inneren Empfindungsorgan, mit der Eigenschaft des Gebens. Es entwickelt sich nur dann, wenn man im konstanten Kontakt mit der Höheren Natur steht und der Schöpfer nicht nur für einen Augenblick offenbart wurde.

Man kann natürlich, wenn man es wirklich will oder sehr leidet, die Offenbarung der Höheren Kraft in einer verdeckten Form, für kurze Zeit wahrnehmen. Das ist keine klare Wahrnehmung des Schöpfers, sondern ein Gefühl von Wärme, in die man eintaucht.

Ein Mensch erkennt und versteht Spiritualität nur dann, wenn er die Barriere zwischen den beiden Welten überschritten hat. Woran erkennt man, ob man hinter der Barriere ist oder nicht? Durch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die ihn ständig in allem umfasst. Aber auch das kann täuschen.

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Aus der Fernsehsendung „Bei mir klingelte das Telefon, Persönlichkeitsspaltung“

Kampfbereit zum Kongress

Wir bereiten uns auf den Kongress vor, als würden wir gegen unseren Egoismus, der zwischen uns steht, in die Schlacht ziehen.

Ich bin verpflichtet, die Mauer in meinem Herzen niederzureißen, die mich von allen anderen trennt. Ich will eine Verbindung zu meinen Freunden herstellen, sodass das Höhere Licht ungehindert passieren kann..

Das Höhere Licht konzentriert sich in den Räumen, die der Schöpfer zwischen uns geschaffen hat. Wir müssen diese Zwischenräume überbrücken, damit das Licht überall hingelangen kann.

Die Barriere trennt uns zunehmend; ich spüre, wie mein Egoismus wächst und mich von meinen Freunden entfernt, gleichzeitig wächst mein Wunsch, die Barriere zu überwinden und mich mit allen zu verbinden.

Durch unsere Verbindung und die Überwindung unseres Widerstandes vergrößern wir das Höhere Licht, damit es über die trennende Mauer scheinen kann. Das anfänglich minimale Licht Nefesh, das in Adam HaRishon enthalten war, steigt bis zur Höhe des Schöpfers auf. Wir vergrößern es durch unsere Kraft, in unserem Verstand und Gefühl und machen eine genaue Berechnung, wie viel Licht wir zu empfangen imstande sind.

Die Korrektur der Sünder, die sich uns offenbaren, ermöglicht es uns, die Macht des Schöpfers zu erreichen, Seine Kraft und Seine Eigenschaften zu erlangen.

Das alles geschieht dank des Widerstands gegen unser Verlangen zu genießen und dank des Zerbrechens, das uns die wahre Distanz zwischen uns offenbart. In diesem Maß werden wir die Verbindungen zwischen uns offenbaren können, bis wir den Schöpfer in Seiner ganzen Macht enthüllen.

Aus dem Unterricht, „Wir bitten den Schöpfer, den Raum zwischen uns zu füllen“, 03.01.2022

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Veränderungen unter dem Einfluss von Licht

Frage: Über welche Art von Unabhängigkeit kann man sprechen, wenn alle Verlangen und Zustände in mir der Schöpfer bildet und er die einzige Quelle aller Genüsse ist?

Antwort: Wenn ich mithilfe des Schöpfers/des Höheren Lichtes die Einschränkung durchführe, sowie den Schirm aufbaue, dringt das Licht nicht mehr in mich hinein.

Ich setzte eine Barriere zwischen mir und dem Licht und beginne es so zu kontrollieren. Ich möchte, dass das Licht mich verändert. Es soll  mich zuerst in einen Nicht-Empfänger und dann in einen Gebenden verwandeln.

Frage: Sind in der Kabbala nicht die Taten eines Menschen gefragt sondern lediglich die Versuche, etwas zu unternehmen?

Antwort: Man verlangt vom Menschen keine Handlungen. Die gesamte spirituelle Welt befindet sich in unseren Gedanken und Verlangen.

Frage: Was ist dann die Methode? Wie komme ich von dem egoistischen Zustand, bei dem ich alles in meinem Inneren wahrnehme, zu einem Zustand, in dem ich etwas außerhalb von mir wahrnehme?

Antwort: Hier wird das höhere Licht benötigt. Wir müssen das Licht anziehen, damit es immer intensiver auf uns einwirken kann. Das wird mit Hilfe der Gruppe und dem Studium erreicht. Wir beschäftigen uns nicht mit dieser Wissenschaft, um klüger zu werden.

Nach einigen hunderten von diesen Unterrichten versteht man, wovon gesprochen wird. Schließlich spürt man, was in einem geschieht und was außerhalb von einem stattfindet. Nach und nach bilden sich neue Sinnesorgane für das höhere Licht.

Frage: Die Methode besteht also darin, dass ein Mensch eine bestimmte Energie, Licht und Kraft anzieht. Woher weiß er, dass ihn diese Energie beeinflusst?

Antwort: Er spürt, dass er sich verändert. Der Sinn des Lebens wird für ihn immer offensichtlicher und klarer. Nach und nach versteht er, wie man diese Methode realisiert, wie man die Wahrnehmung der Höheren Welt hier und jetzt erreicht.

Aus dem Unterricht, 15.07.2018

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Die potentielle Barriere überwinden

Die höhere Lenkung organisiert immer unseren laufenden Zustand und beleuchtet ein wenig unseren Zustand auf der nächsten Stufe. Und wenn wir unseren laufenden Zustand überwinden, dann können wir um den folgenden, schwach leuchtenden Zustand bitten.

Unser folgende Zustand scheint uns unerwünscht zu sein, anderenfalls würden wir ihn egoistisch anstreben, ohne über die Freiheit der Wahl und über die Unabhängigkeit zu verfügen. Genau aus diesem Grund ist der folgende Zustand von unserer Selbstsucht so verhasst. Deshalb bin ich ständig auf die Unterstützung seitens der Umgebung, der Büchern, des Lehrers angewiesen, und soll sie bitten, mich in jenen Zustand zu begleiten, der mir heute als unerwünscht, schlecht und verhasst vorkommt.

Das heißt ich mobilisieren meine Kräfte, steigere die Empfindung der Wichtigkeit für die höhere Stufe. Und wenn ich über ein starkes Streben verfüge, um die potentielle Barriere zu überwinden, die mich vom folgenden Zustand abtrennt, dann ziehe ich das Licht heran, das zur Quelle zurückführt, und mich verändert. Dann werde ich auf der nächsten Stufe geboren, und werde zu ihrem „Sohn“.

Natürlich „gibt es niemanden außer Ihm“ – aber dieser Eine erschafft sowohl unseren heutigen Zustand, als auch unseren folgenden Zustand, der Ihm entgegengesetzt ist, sowie alle Möglichkeiten für das Begreifen meiner Empfindungen. Und ich soll sie als die speziell für mich durchdachten, notwendigen Mittel betrachten.

Es gibt nichts Überflüssiges in mir und in der ganzen Umwelt, in allen inneren und äußerlichen Bedingungen, alles ist ideal organisiert, um mir zu helfen, die Kraft des Wunsches zu mobilisieren und den folgenden Zustand zu erlangen. Und wenn ich zum Aufstieg nicht bereit bin, dann bin ich nicht aufmerksam genug und beachte nicht das, was mit mir geschieht.

Deshalb müssen wir den Schöpfer in voraus rechtfertigen, ungeachtet des ungeeigneten, unangenehmen, schlechten Zustandes, in dem wir uns befinden. Denn es ist das gute Zeichen und eine riesige Hilfe, die anhand dieses schweren Zustandes mich aufs Ziel ausrichtet, mich vorankommen lässt.

Der heutige, unangenehme Zustand hilft mir also. Aber nach dem Aufstieg auf die höhere Stufe empfindet der Mensch seinen neuen Zustand als angenehm. Und trotzdem, soll er weiterhin hinaufsteigen wollen. Das heißt er muss zusätzlich arbeiten, um die Mängel am laufenden Zustand zu erkennen. Und es ist gar nicht einfach.

Wir befinden uns heute in einem schweren Zustand. Und der zukünftige Zustand wird auch ziemlich dunkel sein. Wir sollen unseren folgenden Zustand, als einen für das Vorankommen erwünschten Zustand betrachten um damit mit Hilfe der Umgebung und der Büchern zurecht zu kommen.

Uns sind alle Bedingungen und alle Möglichkeiten gegeben, um auf die nächste Stufe aufzusteigen. Daran soll der Mensch von vornherein glauben, denn wir befinden uns jeden Augenblick des Lebens in den besten Zuständen. Ich habe sowohl im laufenden Zustand, als auch im folgenden all die Mitteln, um aus mir denjenigen zu machen, der ich auf der folgenden Stufe sein soll. Es fehlt uns immer nur das Eine, die Aufmerksamkeit!

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.10.2011

Fragen über einen Ehepartner, die Barriere und das Böse

Frage: Ich habe eine Frage bezüglich meines Ehemannes. Wir nehmen beide unsere Arbeit sehr ernst, und mein Mann kommt oft an den Punkt totaler Frustration, großer Sorgen, Leid und sogar „Ärger“ über den Zustand der Welt, über alles, was er in seinem Innern und außerhalb spürt, als ob er das Gewicht aller Welten auf seinen Schultern spürt, und er muss eine Lösung für all das „Chaos“ finden.

Gibt es etwas, dass ich als seine Frau tun kann, um die Arbeit zu erleichtern, ihm zu helfen, dass er sich ausgeglichen fühlt oder mehr Frieden und möglicherweise Verständnis für seine Verantwortung erlangt?

Meine Antwort: Eine Ehefrau kann ihren Mann besser als jeder andere beruhigen und stabilisieren. Er muss die Wahrnehmung der Welt und die Lenkung einer einzelnen Kraft tiefer untersuchen. Wir nehmen die Welt nur innerhalb von uns wahr, in unseren Eigenschaften. Mit anderen Worten: In dem Maße unserer Verdorbenheit nehmen wir anstatt den Schöpfer die Welt wahr. Wenn du dich selbst korrigierst, wirst du die Welt der Unendlichkeit in der Erscheinung des Schöpfers vor dir fühlen.

Frage: Wenn jemand die Barriere überschreitet, gibt es da einen Punkt, wo er sich bewegen muss, um einer Gruppe nah zu sein, und wenn er es nicht tut, wird er sich selbst schaden?

Meine Antwort: Die Barriere ist die Grenze zwischen dir und deinen Freunden.

Frage: Ich weiß, dass die Konfrontation mit dem bösen Trieb in mir Teil des Weges der Wahrheit auf dem Weg der Korrektur ist. Ich weiß ebenfalls, dass der Schöpfer mir zeigen will, dass ich mich im Gegensatz zu Ihm befinde, wenn ich dem bösen Trieb begegne und dass ich von der Eigenschaft des Gebens noch sehr weit entfernt bin.

Doch genügt es nicht, zu erkennen, dass ich böse bin? Wieso wächst das Böse zu solch einem riesigen Monster heran, das scheinbar alles kontrolliert? Ich fühle mich, also ob ich in meinem Leben schlechter als je zuvor bin, und ich tue vielen Menschen weh, die um mich sind.

Meine Antwort: Dies sind die Verlangen, die dir in dem Maße deiner Kraft enthüllt werden, um sie zu bewältigen und zu korrigieren.

Gemeinsam den Machsom überqueren

Frage: Können wir den Machsom während dem bevorstehenden Kongress überqueren?
Meine Antwort: Das ist, was wir alle erwarten und zusammen tun wollen! Der „Machsom“ ist die Barriere zwischen dieser und der spirituellen Welt, das heisst, die Erneuerung der egoistischen Absicht im Menschen in der Absicht zu geben. Die Kluft zwischen ihnen, die Grenzlinie, die undurchdringliche Trennwand, wird als der „Machsom“ (eine Barriere, eine Strassensperre) betrachtet.
Wir leben alle in einer einzigartigen Zeit. Bis zu unserer Generation hat jeder, der diese Barriere überquerte, den „Machsom“, individuell überwunden, seine inneren Anstrengungen bis zu einem ausreichenden Mass angesammelt, der „Becher quoll über“ und ein neuer Zustand wurde für einen Menschen enthüllt.
Heute leben wir in einer sich vor uns mehr und mehr entfaltenden globalen Welt. Und unsere Kabbalistische Gruppe sind nicht nur einige Menschen, wie es in der fernen Vergangenheit der Fall war, als sich nur zehn Kabbalisten versammelten, jetzt haben wir Millionen von Freunden in der ganzen Welt.
Deswegen denke ich, leben wir in einer neuen Epoche, in der die Überquerung des Machsom, wie in der Tora beschrieben, geschehen wird: „durch die ganze Nation“ oder en masse. Ich nehme an, dass sich die Enthüllung für die ganze Weltgruppe ereignen wird oder wenigstens für einen Teil von ihnen, die in fortwährender Verbindung mit uns verbleiben, in Studium und Arbeit. Das heisst, es werden nicht nur einige wenige, aus der Menge ausgesuchte Personen sein, sondern alle zusammen.
Schliesslich hat der Prozess der Korrektur eine solch fortgeschrittene Phase erreicht, dass die Kabbala aus der Verborgenheit herausgekommen ist und für alle offengelegt wurde. Die Veränderung wird nicht nur für eine kleine isolierte Gruppe geschehen, wie es früher war, sondern für eine große Weltgruppe wie die unsere.
Aus dem Unterricht über die innere Vorbereitung für den WE! Kongress vom 10/03/2011

Etappen des Krieges mit dem Pharao

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, die zerbrochenen Wünsche/Kelim entdecken? Wir entdecken sie in unserem Streben, den Schöpfer zu erreichen oder in dem Verlangen, sich miteinander zu verbinden?

Meine Antwort: Nur in dem Verlangen, sich miteinander zu verbinden, um den Schöpfer zu erreichen, entdecken wir unsere zerbrochenen Kelim und jedes Mal sehen wir mehr.

Zum Beispiel haben wir auf dem vergangenen Kongress entdeckt, dass wir auf der einen Seite uns verbinden wollen, auf der anderen Seite wollen wir das nicht, etwas in uns drinnen verhindert es, irgendein Hasser, Feind, innere Erstarrung, Barriere, die mich daran hindert, mich anderen anzunähern und mich mit ihnen zu verbinden.

Das ist der erste Schlag von den zehn ägyptischen Plagen, zehn Schläge gegen den Pharao, so nennt sich derjenige, der mich zurückhält. Ich spüre, dass er mich daran hindert, mich mit anderen zu verbinden, verstehe aber noch nicht ganz, wozu ich diese Verbindung überhaupt brauche, wo ist hier der Schöpfer und wie kann man Ihm geben… Zur Zeit ist es nur ein Verlangen, sich zu verbinden, mehr nicht.

Beim zweiten Mal wird es schon anders. Wir wollen uns verbinden, wir sind verpflichtet, zusammen zu sein, um das Spirituelle zu erreichen, denn das Spirituelle enthüllt sich nur in der Verbindung zwischen uns. Das ist schon etwas klarer.

Und als Gegengewicht dazu spüren wir wieder, wie uns etwas behindert. Wir fordern: „Lass uns frei!“, er lässt aber nicht. Jedes Mal enthüllt der Schöpfer ein stärkeres Ego in uns, „verhärtet das Herz des Pharao“.
Dann attackieren wir wieder, nicht unbedingt auf einem Kongress, und sehen, dass wir dies nicht selbst machen können, wir brauchen eine Kraft von außen. Wo ist diese Kraft? Wir beginnen zu wünschen, dass uns der Schöpfer verbindet – und dann reißen wir uns durch den Machsom.

Das nächste Mal beginnen wir zu spüren, dass den Machsom (hebr., Barriere) durchzureißen bedeutet, den Machsom zwischen uns durchzubrechen. Wir brauchen keine äußere Schranke zu stürmen. Der Machsom befindet sich in uns, in unseren Herzen, die voneinander durch eine egoistische Trennwand isoliert sind.

Dann in einer weiteren Attacke werden wir spüren, dass wir all dies nicht für uns selbst brauchen, nicht um uns zu verbinden und die Spiritualität zu enthüllen, sondern dafür, um mittels dessen dem Schöpfer geben zu können, das ist unsere „Endstation“.

Das alles enthüllt sich stufenmäßig. Wenn wir alle diese Etappen in der Praxis entdecken werden, sie völlig durchspüren werden, schaffen wir dadurch ein richtiges Verlangen/ Gefäß/Kli für das Empfangen des Lichtes.

Sonst kannst du das Licht nicht entdecken. Das Licht befindet sich hier in Hülle und Fülle, aber du musst das Verlangen/Kli dafür enthüllen, den gleichen Frequenzbereich, die gleichen Eigenschaften erreichen.
Das ist nur durch solche Handlungen möglich, die über uns geschehen, bis sie ein wahres Verlangen, in welchem sich das Licht enthüllen kann, schaffen.

Bereiten wir uns auf den nächsten Angriff gegen den Pharao vor!

Aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sefirot“, 30.11.2010

Der Stolz trennt uns vom Licht

Es ist gesagt: „Ich kann nicht mit dem stolzen Menschen am gleichen Ort bleiben“ – dort wo der Stolz ist, gibt es kein Licht. Anfangs nimmt der Gast das Essen vom Tisch des Gastgebers, weil er nicht spürt, nicht sieht und nicht weiß, dass der Gastgeber existiert. Und plötzlich merkt er, dass es den Gastgeber gibt, und es sein Tisch ist – alles gehört dem Gastgeber. All die Gerichte stehen nicht zufällig auf dem Tisch, denn sie sind absichtlich für den Gast – mit Liebe vorbereitet.

Wenn der Mensch erkennt, dass der Gastgeber ihn mag, kann er nichts annehmen – weil er irgendwie verpflichtet ist, dem Gastgeber zu antworten. Er weiß nicht, was er machen soll! Dabei liegt das Problem nicht im Erhalten sondern in der Beziehung – wozu sie mich verpflichtet. Ich werde mich nicht an solchen Ort begeben, wo die Menschen mich zu sehr mögen, oder hassen. Die Liebe stört auch, denn was werde ich mit dieser übermäßigen Liebe machen, wenn ich auf sie nicht antworten kann?! Auf welche Art einer Beziehung kann ich für die Liebe bezahlen? Ich kann von Ihm die Genüsse annehmen – denn der Genuss bekommt mein Tier in mir, und Seine Liebe dagegen – ist auf den Menschen in mir gerichtet!

Was muss ich dann machen – Er erzwingt mich dadurch, sich genauso herzlich zu benehmen? Ich soll entweder aufhören, dahin zu kommen, oder zu überlegen, wie ich dafür bezahlen kann. Dann trenne ich mich mit der Barriere, mit dem Stolz ab. Ich steige über Seine Beziehung zu mir hinauf, höher als der Hass und die Liebe, als ob sie nicht existieren würden. So handelt in mir die Schutzkraft, die mir hilft, vor Scham oder Liebe nicht zu verbrennen.

Der Stolz kommt aus dem leeren Raum innerhalb der Schöpfung und stammt von der Schlange, Malchut der Welt der Unendlichkeit. Jede beliebige Eigenschaft kann man korrigieren – außer dem Stolz! Denn er trennt uns von dem Schöpfer ab, zerreißt unsere Verbindung. Wenn ich mich in der Gruppe befinde , sind darin alle beliebigen Konflikte zulässig – außer dem Stolz! Mit dem Stolz schneidet sich der Mensch vom Einfluss der Umgebung ab und hat folglich keine Chancen, voranzukommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 14.07.2010

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Die psychologische Barriere auf dem Weg zum Geben

Es gibt eine psychologische Barriere auf dem Weg zum geistigen Ziel. Wenn ich das Geben erreichen will, dann muss ich nichts anderes fragen, außer wie ich den Zustand des Gebens erreichen kann.

Dieser Zustand des Gebens befindet sich nicht in den Definitionen meiner egoistischen Vernunft und meines heutigen Wunsches.

Das heißt, ich darf nichts verlangen, was mir jetzt klar ist – denn es wird dem echten Geben, dem wahrhaft spirituellen Zustand entgegengesetzt.

Wenn ich diesen Zustand erreichen werde und mir diese geistige Eigenschaft aneignen werde, dann werde ich mich dort schon mit der neuen Vernunft und dem neuen Herz prüfen – ich werde in den gebenden Wünschen fühlen und verstehen.

Aber wenn ich über das Geben in den egoistischen Wünschen erfahren möchte, dann werde ist keine Erkenntnis erlangen. Deshalb heißt die allererste Etappe „der Übergang des Machsom“ (der Barriere zur spirituellen Welt).

Es bedeutet, die Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens in der Loslösung von allem, was in meinen heutigen Wünschen empfunden wird.

Deshalb verlange ich die Eigenschaft, die höher als mein Verstand ist: Ich will nur wissen, wie diese Eigenschaft zu bekommen ist, aber was diese Eigenschaft bedeutet – weiß ich nicht.

Ich habe mit ihr keine Verbindung, keinen Punkt des Kontaktes, keine Prüfung – ich nehme sie als solche, die mir von oben geben wird.

Es scheint so zu sein, dass eine solche Herangehensweise für den ernsten, entwickelten, klugen Menschen unpassend wäre. Aber im Gegenteil!

Gerade diejenigen, die über das entwickelte Gefühl oder die Vernunft und das Verständnis bezüglich aller Prozesse verfügen, die über den Egoismus nachdenken und erkennen, wie sehr sie sich in seiner Macht und in der Sklaverei befinden, verstehen auch folglich, dass wir keine andere Wahl haben, als darüber aufzusteigen und uns von den heutigen Wünschen, von egoistisch beschränkten Gefühlen und Vernunft vollständig loszulösen!

Deshalb bitte ich während des Unterrichts nur um die Einwirkungen des Lichtes – ungeachtet davon, was es mit mir machen wird.

Ich fühle mich wie das Kleinkind, das nichts versteht, und mit allem einverstanden ist, was die Mutter macht, während es sich in den Händen seiner Mutter befindet.

Gerade solche Hingabe und solche Ergebenheit muss ich gegenüber dem Höheren erreichen: Ich bitte es, heile mich! Und außer dem verlange ich nichts mehr.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.06.2010

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