Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Balance'

Glücksindex

Mitteilung: Bhutan hat der UNO vorgeschlagen, eine Verbreitung der Politik des nationalen Glücks zu besprechen. Die Idee basiert auf ein in Bhutan umgesetztes Modell eines bruttosozialen Glücks.

Kriege und internationaler Streit spiegeln den Glücksstand oder das Unglück eines Volkes nicht wider; sie werden durch persönliche Interessen und den Egoismus ihrer Führungskräfte hervorgerufen. Die Messung der Qualität des Lebens wird durch die Messung der Balance vom Materiellen und Spirituellen durchgeführt.

Kommentar: Ich bin dafür.

Der Knopf

Schließlich gibt es nur eine Handlung, in der wir frei sind und mit deren Hilfe wir etwas bewirken können. Alle übrigen Handlungen schlagen nicht an.

Angenommen, ich brenne vor Begierde, etwas zu machen, etwas zu verändern und mein Leben zu verbessern. An der Wand vor mir befinden sich tausend Schalter. Ich drücke die Knöpfe in der Hoffnung, eine Veränderung herbeizuführen. Ich versuche zu verstehen, ob sich dadurch etwas ändern kann, verliere aber dabei die Reihenfolge und werde verwirrt …

Genauso passiert es in unserem Leben, wir sind von der Menge „der Knöpfe“ überfordert. Wir schaffen es kaum, alle diese Knöpfe zum Einsatz zu bringen. „Beruhigen Sie sich, sagen uns die Kabbalisten. Sie werden dadurch nichts erreichen. Es gibt nur einen Knopf, auf den man drücken muss, damit es Ihnen gut geht. Wenn Sie auf andere Knöpfe drücken, wird es Ihnen schlecht gehen“.

Warum sind diese Knöpfe notwendig? Damit wir aus den vergeblichen Versuchen klüger werden und den Weg zum richtigen Knopf suchen. Dieser Weg heißt „der Weg des Leidens (Beito)„. Aber es gibt auch einen anderen Weg – „den Weg der Tora (Achischena)“. Er erklärt uns:

„Berühre alle übrigen Knöpfe an der Wand nicht; davon wird es nur schlechter sein. Du bildest dir ein, dass sie arbeiten, und wartest auf die guten Ergebnisse. Die Zeit vergeht, deine Erwartungen und Hoffnungen erfüllen sich nicht, und du bist nicht auf den Schöpfer gerichtet. Du orientierst dich nicht auf diese einzig wirksame Kraft im Universum. Mit anderen Wörtern, du dienst den anderen Göttern.

Erstarrt in einer falschen Erwartung kannst du keine Fortschritte machen. Das Folgen dem Tempo der Korrektur ist nicht möglich, und du kehrst auf den Weg des Leidens (Beito) zurück. Im Endeffekt führt jeder falsche Knopfdruck und der nachfolgende Stillstand zu den negativen Folgen“.

Welche Lösung gibt es? So schnell wie möglich den richtigen Knopf zu finden. Im Artikel „Freiheit des Willens“ erklärt uns Baal HaSulam, wie wir es machen können. Wenn du jedes Mal zu diesem richtigen Knopf zurückkehrst, wenn du ihn immer wieder in deinen Gedanken festhältst, dann findest du die Quelle des Lebens, die dich korrigiert und mit dem ganzen Wohl ausfüllt.

Nur dieser Knopf setzt das System in Bewegung, und alle übrigen sind trügerisch. Wenn du dich auf diese Knöpfe konzentrierst, störst du deine Entwicklung und verlierst den einzig wirksamen Mechanismus aus den Augen . Diese Verspätung in der Korrektur verursacht negative Ereignisse in deinem Leben. Wenn du deinen Teil der Arbeit im spirituellen System nicht rechtzeitig machst, versetzt diese Verspätung der Korrektur das ganze System in eine negative Balance.

Deshalb muss man den richtigen Knopf unter allen übrigen finden und sich zwingen, nur auf sie  ihn zu drücken. Das ist unsere ganze Arbeit. Wer sucht den Erfolg? Es ist der „Erfolg“ eben.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Freiheit des Willens“, 29.04.2011

Gleichgewicht zwischen den Ländern herstellen

Das unkontrollierte Drucken von Geld und finanzielle Tyrannei hat Grenzen, und ich denke, sie sind bald erreicht. Die Balance in der globalen Welt wird von uns fordern, zwischen Ländern ein Gleichgewicht herzustellen. Das heißt, jeder, wenn auch egoistisch, wird fähig sein, genau die gleichen Kräfte, die er oder sie entwickelt, einzusetzen.

Darum müssen die Länder, die auf Kosten anderer leben, untergehen, denn solch eine unausgeglichene Situation, die wir heute haben, kann in einer globalen Welt nicht existieren. Sie werden mit sehr ernsten Krisen konfrontiert. Ich kann nicht sagen, in welcher Form sie sich manifestieren werden. Es können natürliche Phänomene sein, so wie Umweltkatastrophen. Letzen Endes sind alle Ebenen der Natur, die Unbelebte, Pflanzliche, Tierische und Sprechende, Teile ein und desselben Systems.

Das Gesetz der Natur, der Schöpfer, muss uns zur Gleichheit der Form führen und vor allem anderen, muss Er uns mehr oder weniger zu einem einheitlichen, integralen System machen, das heißt, dass wir ein bestimmtes inneres Gleichgewicht zwischen uns erreichen müssen – alle Länder und Nationen.

Deshalb werden große Veränderungen auf uns zu kommen. Sogar jetzt sehen wir Kriege um Währungen, die weiter zunehmen werden.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.03.2011, Unterricht über Geld

Kabbala Akademie

Fallen Sie nicht auf die Tricks Ihres Egos herein

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Politiker in unserer Welt an die Macht kommt und motiviert durch leidenschaftlichen Ziele ist, wie z.B. Gutes für die Gesellschaft zu tun, lässt es sich dennoch nicht vermeiden, in diverse Dinge, die die politische Macht mit sich bringt, verstrickt zu werden und seine hehren Ziele zu vergessen. Wie können wir auf unserem spirituellen Weg sicherstellen, dass wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren und auf die Tricks unseres Egoismus hereinfallen?

Meine Antwort: In der Tat, wenn wir spirituelle Arbeit verrichten, müssen wir unser Ego belügen. Wir stehen entgegengesetzt zum Schöpfer, ob wir wollen oder nicht, und Er ist der einzige, der die Kräfte lenkt, welche die inneren Störungen und Einsichten an uns herantragen.

Sobald Sie aber Ihn vergessen und sich vom Weg, welcher direkt zu Ihm führt, abwenden, beginnen Sie Leiden zu fühlen. Diese Leiden aber bringen Sie schließlich wieder zu einer richtigen Berechnung zurück: alle Kräfte müssen sich zu einem einzigen Streben nach dem Schöpfer vereinen. So funktionieren die Dinge in der Spiritualität, weil alles was geschieht, vom Schöpfer gelenkt wird.

Der Schöpfer steht über dem Menschen, in welchem der Punkt im Herzen erwacht ist und zwischen den beiden existiert ein System von zwei Kräften: die rechte Linie und die linke Linie. Du steigst von unten nach Oben durch den Weg der „mittleren Linie“ zum Ziel auf. Sobald man sich jedoch auch nur ein bisschen von diesem Weg abbringen lässt, wirkt eine Kraft auf dich ein, um dich wieder auf die mittlere Linie zu bringen, da wir nur dort ein Gefühl der Einheit mit dem Schöpfer wahrnehmen, wo völlige Balance herrscht.

Sobald du dieses Gleichgewicht herstellen kannst, erreichst du eine höhere Stufe. Dann zwingt dich die Suche nach dem Gleichgewicht auf dieser höheren Stufe erneut, alle Teile des Systems zu durchforschen und Hilfe von Oben zu erbitten. Letzten Endes geht es nur um die Korrektur deiner Verlangen, damit du dich über sie erhebst und eine neue Welt in diesen korrigierten Verlangen enthüllst.

Alle diese Kräfte steigen von Oben herab, um dir beim Aufstieg zu helfen. Es ist unmöglich hier etwas zu vermischen. Das einzige was von dir abhängt, ist, ob du das Ziel auf einem kurzen oder einem langen Weg erreichst. Das liegt alleine an dir.

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Das Wesentliche, was wir aus der Krise lernen können, ist, dass wir alle Teil der Natur sind

Eine Frage, die ich erhielt: Die Wirtschaft von heute und das Leben im Allgemeinen scheinen im Chaos zu liegen. Dinge sind schwierig zu lenken, unter Kontrolle zu bringen oder vorauszusagen. Was sollen die Menschen in dieser Situation tun?

Meine Antwort: Zuerst sollte man aus der Krise lernen. Die Krise und die Unsicherheit in der Welt sollten uns helfen, dass wir uns nach gewissen Gesetzen entwickeln, ohne Rücksicht auf unseren Willen. Außerdem wissen wir nicht, was diese Gesetze sind.

Es wäre schön, wenn wir in gewisser Weise Dinge voraussagen könnten, doch all unsere Versuche, irgendetwas vorauszusagen oder zu verändern, bringen keine guten Resultate. Würden wir jedoch die Naturgesetze studieren, dann würden wir Weisheit und Stärke erlangen.

Frage fortgesetzt: Was müssen wir nun in dieser Situation tun?

Meine Antwort: Alle Versuche der Menschen, etwas in Ordnung zu bringen, haben keine positiven Ergebnisse gebracht. Diese Tatsache sollte den Menschen zur Erkenntnis verhelfen, dass all ihre Fehler von der Natur programmiert worden sind, um uns etwas zu lehren. Auf diese Weise will die Natur den Menschen helfen, voranzukommen.

Frage fortgesetzt: Ist das nicht Fatalismus?

Meine Antwort: Die Natur umfasst alles, auch den menschlichen Instinkt, die menschlichen Verhaltensmotive und Handlungen. Die Basis aller menschlichen Probleme ist, dass wir uns von der Natur aussondern.

Die Natur beabsichtigt, dem Menschen zu zeigen, nicht außerhalb zu stehn oder sich von der Natur zu trennen. Die Menschen müssen sich bewusst werden, dass wir alle Teil der Natur sind, sozusagen in sie „eingebaut“.

Die Aufgabe des Menschen in der Natur ist, durch die Nutzung all seiner Kraft, seiner Kontrolle und seinem Verlangen, die gesamte Natur zu integrieren.Um es anders zu sagen, wir müssen das gesamte System in Harmonie und Balance bringen. Die Natur schubst den Menschen voran und erteilt ihm Lektionen dabei. Ein Mensch mag sich dabei elend fühlen oder Angst haben, doch dient ihm das alles zum Verständnis, dass die gesamte Natur im Moment unzusammenhängend, widersprüchlich und krisenanfällig aus nur einem einzigen Grund ist: weil die Menschen das natürliche Gleichgewicht stören.

Der Mensch muss alles tun, um alle Teile der Natur zu einem Ganzen zusammenzubringen und somit die Harmonie wiederherzustellen. Dies ist etwas, was von jedem Menschen abhängig ist.

 

Das Verschwinden der Bienen ist ein weiteres Symptom für das Ungleichgewicht des Menschen mit der Natur


In den Nachrichten (aus The Guardian): „Bombe im Bienenstock“ – „Wenn die Biene von der Oberfläche der Weltkugel verschwindet, dann würde der Mensch nur noch vier Jahre zu leben haben. Keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Das ist, was Einstein angeblich gesagt haben soll … und die Empfindung klingt immer noch nach. Ein Drittel von allem, was wir essen und vieles von dem, was wir anziehen, beruht auf der Bestäubung durch die Bienen, jedoch sterben sie an allen Plätzen der Welt in einem verheerenden Ausmaß. In 2007 erschien das „Bienenvölkersterben“ plötzlich in den Schlagzeilen. Fantasiereiche Theorien über „Bienen Aids“ und was dahinter steckt, reichen von einem Plot der Al-Qaida und Bestrahlung durch Mobiltelefonmasten bis hin zu einem himmlischem Eingriff in Form einer „Honigbienenverzückung“.

Mein Kommentar: Das Ungleichgewicht in der Natur ist ein Resultat des stets wachsenden Egoismus des Menschen und des Hasses unter den Leuten. Wir sind der mächtigste Faktor, der einen Bruch des Gleichgewichts in der Natur verursacht.

Die Ursache dafür ist, dass je mächtiger eine Kraft ist, desto subtiler und unscheinbarer ist sie. Demzufolge ist die mächtigste und einflussreichste Kraft in der Welt unser Verlangen und unsere Gedanken (Herz und Verstand). Folglich, wenn wir nicht versuchen, eine harmonische Beziehung mit anderen und der uns umgebenden Welt zu schaffen, dann begehen wir eine Sünde und zerstören das ökologische und spirituelle Gleichgewicht der Natur.

Wir spüren nicht, woher die Kräfte, die uns bewegen und zur Balance treiben, herkommen, aber sie wirken. Das ist kein Mystizismus. In der Tat ist das Leiden, das wir verspüren, ein Ergebnis des Einflusses dieser Kräfte, und unglücklicherweise manifestieren sich die Ergebnisse auf der physischen Ebene.

Jeder Mensch und die Menschheit als Ganzes können von nichts überzeugt werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie es klar wahrnehmen können. Deshalb ist es so wichtig für uns, die Weisheit der Kabbala zu entwickeln und zu verbreiten, denn es ist die Wissenschaft der Offenbarung des Schöpfers, der allgemeinen, lenkenden Kraft der Natur. Diese Offenbarung wird uns überzeugen, unsere Beziehungen zu korrigieren – und wir werden überleben.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Jeder von uns kann die Welt mit seinen Gedanken verändern
 
Kabbala Akademie

 

Jeder muss das Naturgesetz des Ausgleichs lernen

Eine Frage, die ich erhielt: Begriffe wie „Gott“ oder „universelle Kraft der Natur“ sind doch für normale Menschen uninteressant. Wie können wir solch erhabene und globale Konzepte dem Leben der Menschen im 21. Jahrhundert anpassen? Die Menschen fühlen keine Notwendigkeit für eine innere Offenbarung einer universellen Naturkraft.

Meine Antwort: Das ist nicht richtig. Wir befinden uns heute in einem Zustand, in dem alle voneinander abhängig sind. Wir sind wie Zahnräder, die eng in einem eineitlichen System zusammengefügt sind. Momentan verhalten wir uns aber gänzlich gegensätzlich zur Natur. Dies ist ein großes Problem, da dies die einzige Ursache für die heutigen Krisen darstellt. Diese Krisen werden nicht aufhören, sondern weiterhin eskalieren, womit ihre Auswirkungen auf uns stetig an Umfang gewinnen werden.

Dies ist auch der Grund, warum eine Person, die nicht fühlt, dass ihre Verbindung mit der Welt und der Menschheit der Natur entgegengesetzt ist, dies entweder mit Hilfe unserer Erklärungen oder durch Schläge entdecken wird. Und selbst die „einfachste“ Person, der scheinbar alles gleichgültig ist, wird erkennen müssen, dass die Art, wie sie sich zu ihren Mitmenschen verhält, sie entweder in Einklang mit der Natur oder in den genauen Gegensatz bringen wird.

Jede Person muss dieses natürliche Gesetz der Balance erlernen, denn ohne dieses Wissen wird sie nicht in der Lage sein, ihr Leben zu korrigieren. Man muss das allgemeine System erkennen und verstehen, dass die gesamte Menschheit

miteinander verbunden ist und keine mechanischen Handlungen die Seele korrigieren werden.

Sobald ein Mensch die Erklärung hört und versteht, dass seine Verbundenheit mit der Menschheit seinen Erfolg, sein Leben, seine Familie, Gesundheit, Sicherheit, Rente, Arbeit usw. bestimmt, wird er sich fragen: „Wie kann dies geschehen? Wie kann ich mich korrigieren?“ Dann ist er reif, die Methode der Korrektur zu erhalten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Einheit ist der Weg, um vollständige Erfüllung zu erhalten
Blog-post: Wenn wir uns nicht ändern, könnte die Natur für die Menschen fatal werden
 

Einsicht muss vor Handlung kommen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe, dass eine spirituell entwickelte Person fühlen und begreifen kann, dass es notwendig ist, die Balance mit der allgemeinen Natur – der Höheren Kraft – zu bewahren. Aber in der allerersten Phase, wenn man zum ersten Mal diese Erklärung hört, was bedeutet diese Balance für einen? Wie muss man seine Einstellung zum Leben beim allerersten Schritt auf seinem Weg verändern?

Meine Antwort: Man kann nicht handeln, ehe man zur Erkenntnis seines wahren Zustands gelangt ist! Man kann nicht zur Tat eilen, bevor man eine Berechnung bezogen auf diese Erkenntnis gemacht hat – das ist wirklich zerstörerisch! Wir haben unseren angemessenen Anteil an solcher Torheit bekommen!

Zuerst muss man unsere Welt studieren. Es ist eine globale Welt, in der alle Teile voneinander abhängig sind. Man muss es fühlen! Nur dann kann man zur Handlung voranschreiten. Bis man zur Einsicht gelangt ist – sollte man nichts unternehmen. Das ist vergleichbar mit dem Dutzend Schuljahren, das man als Kind gemacht hat. Nun muss man studieren, bevor man bereit und fähig ist, um irgendeine Handlung korrekt auszuführen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Menschheit ist wie Fische, die im Netz der Natur gefangen sind
Blog-post: Sollten Arbeitslose im Bildungswesen eingesetzt werden?

In der neuen Gesellschaft werden wir keinen Überfluss benötigen


Frage: Als Sie die Prinzipien der Korrektur erläuterten, sagten Sie, dass eine Organisation nur das Nötigste für ihre Aufrechterhaltung behalten sollte und den Gewinn auf ein gemeinsames Konto übertragen soll, welches allen Menschen gehört. Auf diesem Konto würde eine sehr große Summe zusammenkommen, aber wofür würde es verwendet werden?

Antwort: Wenn man dieses System anwendet, wird die Welt Gleichgewicht mit der Natur erreichen, denn die Welt wird nicht mehr nehmen, als sie braucht, und vom Luxus absehen. Was dann übrig bleibt, wird mit Spiritualität gefüllt werden. Dies bedeutet, dass ein Mensch Freizeit haben wird, ein gutes Gehalt, ein Auto usw. Und zusätzlich wird er auch ein richtiges Verhältnis mit anderen Menschen und der gesamten Natur bekommen – ihren unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebenen. Folglich wird er nicht das ökologische Gleichgewicht der Natur zerstören. Im Verhältnis zu anderen Menschen wird er nur das verbrauchen, was er zum normalen Lebensunterhalt benötigt, und im Verhältnis zur gesamten Natur würde die ganze Menschheit das Gleiche tun.

Wenn man mit der Natur im Gleichgewicht ist, dann gibt es keine ökologischen Anomalien. Auch Gesundheitsprobleme werden aufhören zu existieren – sowohl diejenigen, die aus unserem Inneren kommen, d.h. von der tierischen Stufe, als auch solche, die uns von außen befallen. Da die Menschen sich dann im Gleichgewicht befinden, wird es keine Überschüsse geben, da es nichts geben wird, was übrig bleiben könnte. Wenn jeder nur das nimmt, was für seine Existenz nötig ist, dann würden wir auch nicht 20 Stunden am Tag arbeiten müssen, nicht die Umwelt verschmutzen und wir hätten auch kein Problem mit der Frage, was man mit den Überschüssen machen sollte – es würde einfach keine geben.

Jeder wird sein Leben rechtschaffen leben, und nichts für sich selber verlangen. Wenn ich alles Notwendige besitze, und mein Denken mit Spiritualität beschäftigt ist, dann werde ich in der spirituellen Welt und glücklich sein. In der Vergangenheit war alles was ich genießen konnte 20 Pfund Fleisch, das ich im Vorratsschrank gelagert hatte. Überschuss ist nur solange notwendig, solange nicht jeder alles hat, was er benötigt. Wenn jedoch jeder mit allem, was er braucht, versorgt ist, dann werden wir nichts anderes aus der Natur benötigen. Wenn die Menschheit sich zu einem Menschen vereint, dann wird sie mit der Natur nur auf der Basis der Notwendigkeit zusammenwirken.

So handelt ein Kabbalist: Er konsumiert nur, was er für das tägliche Leben braucht und widmet den Rest seines Lebens der spirituellen Arbeit. Dies ist wirklich das Einzige, was ihn erfüllt. Wir müssen nur 8-10 Stunden am Tag arbeiten, solange es bedürftige Menschen gibt. Und wenn es die nicht mehr gibt, brauchen wir auch nicht mehr solange zu arbeiten. Wie viel werden die Menschen arbeiten? Dies wird durch die Notwendigkeit bestimmt. Und wie bestimmt man die Notwendigkeit? Der Mensch definiert es nach seinem Gefühl der Ausgeglichenheit.

Auf diese Weise werden wir Balance erreichen, wie auch die Weltbevölkerung. Wir wissen nur nicht, was Balance eigentlich bedeutet. Das ist, wenn das Pferd (das Geschöpf) sich mit dem Reiter (dem Schöpfer) voran bewegt, und es keine Spannungen sondern nur Harmonie zwischen ihnen gibt.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Ein Gebot“ am 08.03.2009)

Kabbala Akademie

Die globale Krise verstärkt die Beziehungen zwischen den Menschen

Nachrichten (von World News): „Scheidungen sind aufgrund der Wirtschaft rückläufig“. Die Rezession und die wirtschaftlichen Turbulenzen erzeugen eine neue Gruppe von Opfern: Verheiratete Paare, die es sich nicht leisten können, sich scheiden zu lassen. In diesen harten Zeiten finden es viele Leute billiger, zusammen zu bleiben, selbst wenn sie sich gegenseitig nicht ertragen können.

Mein Kommentar: In gleicher Weise werden die Nationen der Welt einsehen, dass es notwendig ist, verbunden zu bleiben. Und dann werden sie begreifen, dass jede Verbindung derartige Vorteile bringt, dass selbst wenn sie die Möglichkeit der Trennung haben, sie es niemals tun werden.

Aus den Nachrichten (von Pew Research Center): „Das Internet überholt Zeitungen als Nachrichtenvertrieb“. Das Internet, das dieses Jahr als Marktführer bei den Nachrichtenaktivitäten hervortrat, hat jetzt alle anderen Medien, außer das Fernsehen, als Vertrieb für nationale und internationale Neuigkeiten überholt. Zum ersten Mal sagen mehr Leute, dass sie für Nachrichten meistens auf das Internet zugreifen, als Zeitungen zu lesen (35%). Für junge Leute rivalisiert das Internet jetzt mit dem Fernseher als eine Hauptquelle für nationale und internationale Nachrichten.

Mein Kommentar: Die Leute wollen lieber eine facettenreiche, interaktive Verbindung, als eine einseitige Information. Das Internet macht es leichter, Lügen zu entlarven, die alle Massenmedien durchziehen, denn die Nutzer erzeugen eine multipolare Quelle von Informationen und Kommentaren. Wenn die Technologie es ermöglicht, dass Fernsehen über das Internet gesendet wird, werden alle anderen Nachrichtenkanäle verschwinden.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Sehen wir doch die Krise, wie sie wirklich ist