Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Hat die Leber eine Seele?!

Eine Frage, die ich erhielt: Im Buch „Die Grundlagen der Absicht“ schreibt Baal HaSulam, dass sich die Höhere Seele (Neschama) im Gehirn, der Geist (Ruach) im Herz, und die Untere Seele (Nefesch) in der Leber befinden! Wie ist das zu verstehen?!

Meine Antwort: Die Kabbalisten benutzen die Wörter dieser Welt, weil alles, was es darin gibt, aus der spirituellen Welt gekommen ist.

Deshalb kann muss man die Höheren Kräfte beschreiben, indem man Begriffe aus dieser Welt verwendet. Was kann man sonst machen, wenn es in der Höheren Welt keine Sprache, sondern nur Kräfte gibt. Man kann sie benennen oder durchnummerieren. Doch diese Bezeichnungen sollen etwas erklären.

Deshalb haben die Kabbalisten eine einfache Lösung gefunden, indem sie Begriffe aus unserer Welt nahmen und damit die Höheren Kräfte beschrieben.

Sie sind in die spirituelle Welt eingegangen und haben ihre Kräfte, ihre Erscheinungen, ihre Handlungen empfunden. Sie leben dort! Sie sehen die spirituelle Welt durch diese Welt, als ob diese durchsichtig wäre. Hinter jedem Gegenstand dieser Welt sehen sie die Kräfte, die dahinter, hinter dem ganzen Bild gelten.

Als ob man die spirituelle Kraft durch ein durchsichtiges Glas sehen würde. Hinter jedem Menschen und hinter jeder Handlung dieser Welt sehe ich die Kraft, die sie bewegt, weshalb es leicht für mich ist, alles zu begreifen!

Sie unterscheiden sich nur bezüglich des Menschen, der sie öffnet, entweder öffnet er sie in den 5 körperlichen Sinnesorganen, oder in 5 spirituellen Sinnesorganen.

Aber es sind dieselben Erscheinungen, weil unsere Welt illusorisch ist, sie wird auf diese Weise in unseren Empfindungen wahrgenommen. Und wenn du die zusätzlichen Organe der Empfindung entwickelst, dann siehst du das Geschehende auf zwei parallelen Bildschirmen.

Folglich verstehst du alles und bist nicht mehr verwirrt. Dir ist klar, was „Gehirn“, „Herz“, „Leber“ und „Ibur – Enika – Mochin“ (Keim – Ernährung – Erwachsener) bedeuten.

Alle Wörter, die aus dieser Welt genommen wurden, werden in der Spiritualität klar sein: was „Aufstiege“, „Fallen“, „Umarmung“, „Verschmelzung“, „rechts“, „links“ bedeuten. Alles ist so eindeutig, dass es anders nicht sein kann.

Denn die spirituelle Welt wird nur durch die materielle Welt begriffen, sie ist ihre Wurzel. Sie wird immer mehr klar sein, weil du immer die Sprache aus dieser Welt verwendest, als ob man sie auf den durchsichtigen Film auflegen würde.

Du hattest irgendwelche materiellen Gestalten, an deren Stellen jetzt nur die Definitionen bleiben, die du parallel auf den anderen Bildschirm verlegst, in die Spiritualität, worin sie auf die passenden Stellen angeklebt werden.

Du kannst sie benutzen und wirst niemals verwirrt, du musst sie den anderen nicht erklären. Denn sie sehen folglich dasselbe Bild, die spirituelle Welt und begreifen, welche optische Täuschung die materielle Welt war.

„Die Seele im Gehirn“ bedeutet, dass sich das Licht (Neschama, Seele) ins Kli (das Gehirn) einkleidet. Es gibt nichts außer dem Licht und dem Wunsch.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 25.11.2010

Wie dringt man bis zum Herzen durch?

Das Material der Schöpfung, d.h. wir selbst, ist das Verlangen zu genießen. Wir können keine einzige Handlung ausführen, wenn wir sie nicht für unseren Genuss brauchen.

Wir handeln nur auf Geheiß unseres Verlangens, das als „Ort“ (Makom) bezeichnet wird.

Es steht geschrieben: „Der Mensch lernt nur dort, wo sein Herz ist“ – das heißt, er lernt nur aus der Notwendigkeit, aus dem Bestreben heraus.

Was macht es in diesem Fall für einen Sinn, zu sitzen und zu versuchen, irgendeine besondere Absicht in mir aufzubauen? Denn das alles ist eine Lüge. Mein Herz will was Eigenes, und ich weiß noch nicht einmal, was genau.

Ist es dann nicht besser, einfach nur den Text zu lesen, ohne zu hoffen, bis zum Herzen durchzudringen? Wie können wir das Verlangen verändern, wenn wir selbst dieses Verlangen sind?

Die Kabbalisten geben folgende Antwort darauf: Ihr müsst euch verbinden, euch ineinander einschließen, das für alle gemeinsame Verlangen finden und es verstärken, es verändern, eure Absichten und Ziele mit Hilfe der Umgebung verändern.

Alles Andere hängt nicht von uns ab. Im Artikel „Die Freiheit des Willens“ erklärt Baal HaSulam, dass wir, indem wir uns der Gruppe anschließen, mit ihr zusammen „fließen“ und in allem ihrem Einfluss ausgesetzt sind. Dennoch haben wir erreicht, was wir wollten – denn jetzt handeln wir nach dem Willen eines neuen Verlangens, das von der Gruppe erhalten wurde.

Immer und immer wieder versucht der Mensch, sich mit der Gruppe zu verbinden, und sein Verlangen ändert sich. Dadurch wird er mit einer anderen Forderung zum Studieren kommen und das sich ständig erneuernde höhere Licht anziehen, welches ihn verändern und zu einem klareren Ziel, zu einer höheren Stufe hinziehen wird.

Selbst wenn mein Verlangen egoistisch ist: ich will alles Gute dieser Welt und der zukünftigen Welt, mich gehen noch nicht einmal die Anderen oder der Schöpfer was an – doch zugleich spricht die Gruppe um mich herum über die höheren Dinge.

Es kann sein, dass alle meine Freunde vom spirituellen Standpunkt her Lügner und Betrüger sind, doch sie sprechen schön und ich lasse mich von ihren Worten begeistern.

Im Endeffekt übernehme ich von der Gruppe, ob ich will oder nicht, zusätzlich zu meinem einfachen egoistischen Verlangen eine neue Richtung zum Geben, ich will mich anschließen, fange an, die Vereinigung zu schätzen.

Ob ich will oder nicht, werde ich von den Werten der Gruppe durchdrungen. Die Freunde werden zu einem Teil von mir, und meine Absicht ändert sich.

Jetzt, wenn ich während des Studiums die Einwirkung des Lichts wünsche, kommt es natürlich – ähnlich einem „Virus“, den ich von der Umgebung eingefangen habe.

Ich habe bereits etwas außer meinem eigenen Ego – eine neue Ausrichtung auf das Ziel, an das ich früher nicht denken wollte, ja noch nicht einmal konnte.

Die Gruppe verpflichtet. Denn in unserer Wurzel sind wir zu einer Seele vereint, und deshalb werde ich von den Verlangen der Freunde durchdrungen, sie wirken auf mich ein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 17.11.2010. Das Vorwort

Tag der Einheit. Die Vorlesung vom 31.10.2010

Die Vorlesung zum Thema „Einheit wie Vorbereitung auf dem Kongress“
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Das Verlangen das der Mensch aus sich selbst heraus hat, ist möglicherweise nicht gross genug, um damit zu arbeiten das spirituelle Ziel zu erreichen. Es gibt aber einen Weg, ebenso wie im Körperlichen, dieses Verlangen durch Menschen von aussen zu erweitern, die den einzelnen Menschen dazu anregen, ihren Sichtweisen und ihrem Geist zu folgen. Dies geschieht durch die Vereinigung mit jenen Menschen, bei denen er sieht, dass auch sie ein Bedürfnis nach Spiritualität haben. Und dieses gemeinsame Verlangen erzeugt in ihm eben das grössere Verlangen nach Spiritualität.
Mit anderen Worten, zusätzlich zu seinem eigenen Verlangen, welches er in seinem Innersten hat, empfängt er ein Verlangen nach Spiritualität, welches die anderen in ihm erzeugen, also er bekommt das grosse Verlangen mit welchem er das Ziel erreichen kann.
Der Hort meiner Erlösung, Artikel 13, 84/85 Rabash

Wenn ein Mensch kein Verlangen zur Spiritualität hat, sich aber unter Menschen befindet die ein solches Verlangen haben, und wenn ihm diese Menschen auch noch angenehm erscheinen, bekommt er von ihnen die Kraft des Verlangens und des Gedankens.
Obwohl er diese selbst gar nicht hat, aber eben dadurch weil er diese Menschen achtet und respektiert, bekommt er von ihnen neue Kräfte.
Baal HaSulam „Ich hörte“ Artikel 99  „Sünder oder Gerechter – wurde nicht gesagt“

Es gibt eine ganz besondere Eigenschaft innerhalb der Verbindung der Freunde : Wünsche und Gedanken fliessen von einem zum anderen.
Jeder bekommt die Kräfte von allen, er bekommt die gesamte Kraft der Gruppe.
Rabash, Stufen der Leiter, Artikel „Notwendigkeit der Liebe zu Freunden“

In der Vereinigung aller Punkte im Herzen enthüllt sich der Schöpfer.
Wisst, dass es in jedem Freund viele spirituelle Funken gibt. Und wenn wir diese Funken in ihrer Anstrengungen verbinden, zweifellos erscheint in euch ein neuer spiritueller Niveau, das mit dem Licht erfüllt ist.
Baal HaSulam, Brief 13

Der Mensch kann seine spirituelle Kraft durch die Verbindung mit den Freunden vermehren. Wenn jeder sich anulliert und für die Verbindung mitden anderen bereit ist, stellen sie einen einzigen Körper dar, in welchem jedes Teilchen mit allen anderen darin eingebunden ist. So bekommt auch jeder eine große Kraft. Und dann kann auch jeder die Liebe zum Nächsten erreichen, und darüberhinaus die Liebe zum Schöpfer.
Rabasch. Artikel „Über dem Regel, liebe deinen Nächsten wie dich selbst“
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Kabbalisten über das Studium der Kabbala, Teil 16

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Studium der Kabbala erfordert keine besonderen Talente
Aus diesem Grunde führt Chaim Vittal eine schöne Bestätigung aus der Gemara (Babylonischer Talmud) an: „Folglich wird ein Schüler (der den Babylonischen Talmud studiert), der in fünf Jahren (des Studiums) kein gutes Zeichen (Enthuellung des Schöpfers) im Studium sah, es auch nicht mehr sehen (in diesem Leben, folglich lebt er es umsonst)“.
Und warum sah der Mensch kein gutes Zeichen (Enthüllung des Schöpfers) in seinem Studium? Natürlich nur wegen (einem einzigen Grund) eines Mangels an Absicht (der Liebe und des Gebens) im Herzen (in seinen Wünschen), und nicht wegen mangelnder Fähigkeit zum Studium, da die Weisheit der Tora keine besonderen Talente erfordert (denn es handelt sich nicht um das Lernen, sondern nur darum, das Licht der Korrektur auf sich herabzurufen).
Wie es oben heißt: „Es sagte der Schöpfer dem Volk Israel (denen die aufsteigen wollen, Isra-El, direkt zum Schöpfer): „Euer Leben, eure Weisheit und die ganze Tora sind einfache Dinge (die nicht von der Vernunft abhängen). Jeder, der Mich fürchtet (wer eine Absicht hat, zu lieben und zu geben wie ich) und die Anweisungen der Tora ( die eigenen egoistischen Absichten zu korrigieren) ausführt – die ganze Tora und die ganze (höhere) Weisheit (das Licht Chochma) sind in seinem Herzen (erfüllen seine Wünsche)“.

Baal HaSulam. Einführung zu der Lehre der Zehn Sfirot, P. 23

Die Sorge mit Freude auffüllen

In der letzen Zeit bekomme ich viele Briefe, dass die Menschen sich in einer großen Begeisterung, Aufregung und Spannung befinden, die sie noch vor keinem Kongress gespürt haben.Früher kamen sie in einer heiteren Erwartung, weil es ihnen Spaß gemacht hat. Diesmal empfinden sie eher Unruhe.Das ist ein Ergebnis der Verbindung. Wir haben noch niemals über der Verbindung zwischen uns so energetisch und unwiderruflich gesprochen. Wir haben alle Artikel von Baal HaSulam („Die Gabe der Tora“, „Bürgschaft“ u.a.) noch nie so kraftvoll  durchgenommen, und die Wichtigkeit der Verbindung haben wir noch nie auf solch eine Höhe erhoben.Jetzt, dank unserer Durchdringung, stecken sich alle einander an mit inneren Vibrationen, geben einander über das Verlangen, die Begeisterung, die Eindrücke. Gerade solche gegenseitige Durchdringung bringt jedem solch ein  Gefühl der Spannung.Jetzt ohne das Gefühl von inneren Unbehagen zu dämpfen, sollen wir den Kongress mit Freude und Sicherheit, das wir gerade dabei sind etwas Großes zu erlangen, auffüllen.Das Verlangen, dass wir durch solche Durchdringung geschaffen haben, von der wir momentan nur inneres Unbehagen und Unruhe empfinden, werden wir mit Sicherheit, mit Bürgschaft und Freude auffüllen.Aber jeder muss froh sein, dass all dieses gemeinsames Unbehagen davon kommt, dass er die andere mehr empfindet und die gemeinsame Aufregung ihn mit einbezieht. Jetzt ist es sehr gut zu spüren.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar, 31.10.2010
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Innere Konzentration

Unser Hauptproblem besteht darin, dass wir die Kraft der Gedanken unterschätzen. Eine auf die Verbindung in ein System gerichtete innere Konzentration, dort wo wir alle zusammen sind, ist notwendig. So finden wir das Wesen der Tora, ihrer Methodik, unsere innere Kraft.
Dieser Moment ist noch nicht genügend geklärt worden, nicht genug geschätzt und wichtig in unserern Augen. Wir schenken ihm nicht genung Aufmerksamkeit.
Den Stoff kennt ihr, dass es niemanden gibt, der ihnen darin gleicht. Es werden allerlei getan. Aber was uns von jedem Einzelnen selbst fehlt, ist die innere Konzentration.
Denn ich verbinde mich nicht mit der Gruppe, die ich mit meinen Augen sehe. Ich verbinde mich mit dem gemeinsamen Sehnen nach Gegenseitigkeit, nach gegenseitiger Verschmelzung, nach dem Geben.
Das ist einer “Wolke” der spirituellen Energie zwischen uns ähnlich. Sie sollen wir suchen und nach ihr streben.
Ich analysiere [wörtl. grabe in] nicht meinen Freund, indem ich seinen Punkt im Herzen zu fühlen versuche. Sie erscheint in mir selbst, und gerade in mir finde ich das innere Wesen der Gruppe.
Alles wird in Gedanken geklärt und gerade an der inneren Konzentration fehlt es uns. Während tagsüber ist sie entweder völlig abwesend oder nicht ausreichend.
Wir urteilen nach den äußeren Handlungen, und das ist ein falsches Kriterium. Wenn ich  immer tiefer eintauche, konzentriere ich mich gedanklich darauf, dass die innere Verbindung zwischen uns mir wie ein Programm, ein Verlangen, ein System, in welchem ich existiere, offenbart werden soll.
Deshalb heißt Kabbala die innere Wissenschaft. Baal HaSulam schreibt viel über die Vernunft und über die gedankliche Analyse. Gerade durch gedankliche Konzentration gelangen wir zu der inneren Klarheit.
Und es handelt sich nicht darum, wie klug Du bist, sondern darum, wie sehr Du dich anstrengst. Unsere Bemühungen müssen auf diese  innere  Suche konzentriert werden.
Das gemeinsame Feld unseres Verlangen befindet sich zwischen uns, in uns. Das spielt keine Rolle, dass es von uns verhüllt ist, es ist da. Auf dem Weg von oben nach unten ist alles schon vorbereitet worden. Jetzt muss ich ihn entdecken, indem ich mich von unten nach oben bewege.

Aus einem Gespräch über die Bürgschaft, 29.10.2010
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Die Formel für die optimale Entwicklung

Der Sohar ist die stärkste Quelle der spirituellen Kraft, aus der wir das Licht, die Kraft – alles, was man sich wünschen kann – schöpfen können. Doch wir müssen verstehen, dass wir alles entsprechend unserem Verlangen erhalten.

Wenn ich das Schöpfungsziel erreichen will und genau darauf gerichtet bin, dann bekomme ich die hundertprozentige Unterstützung und Kraft davon.

Wenn ich aber in eine andere Richtung gehe, dann muss das Licht in dem Maße meiner Abweichung auf mich, auf mein Verlangen zu genießen einwirken, um es zu bezwingen und mich auf den rechten Weg zurückzubringen.

Den Unterschied zwischen dem direkten Weg zum Ziel und der Abweichung davon empfinde ich als Leiden. Diese Leiden zwingen mich, zurückzukehren.

So will auch ein kleines Kind, das ich an der Hand halte, mich zur Seite ziehen, und ich halte es fest und ziehe es zurück, es zieht mich in eine andere Richtung, und ich ziehe es wieder zurück.

Genauso auch wir. Wenn wir von dem Weg abkommen, bringt das Licht uns mit Gewalt zurück. Doch diese Kraft, die als Gegengewicht zu unserem Verlangen wirkt, empfinden wir als böse – bis hin zu Krankheiten, Problemen, Leiden, Kriegen und dem Tod.

Deshalb, wenn wir auf gutem Wege wie liebe Kinder voranschreiten wollen, um nicht mehr zu leiden, müssen wir uns die Frage stellen: wie kann man Gehorsam leisten und auf dem richtigen Weg, direkt und ohne Fehler voranschreiten?

Baal HaSulam schreibt, dass es eine einfache Formel gibt: „Israel (jene, die nach dem Schöpfer streben: Isra – direkt und El – Schöpfer), die Tora (von Or – Licht und Oraa – Anleitung) und der Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) sind eins“.

Israel bin ich. Die Tora ist das Licht, das auf mich einwirken und mich auf gutem und direktem Wege vorantreiben wird. Der Schöpfer ist das Geben.

Wie kann ich meine Entwicklung nach dieser Formel organisieren? Baal HaSulam erklärt im Artikel „Die Freiheit des Willens“, dass es nur mit Hilfe der Gruppe möglich ist.

Wenn ich die Erreichung des Ziels mit der Gruppe, in der Gruppe, verbinde, dann füge ich mich in sie ein und will in der Verbindung zwischen uns den Schöpfer enthüllen – auf diese Weise gehe ich zweifelsohne in die richtige Richtung.

Deshalb, wenn wir während des Lesens des Buches Sohar sein Licht anziehen wollen, müssen wir uns möglichst viele Gedanken darüber machen, dass das Licht sich auf die richtige Art und Weise zeigt.

Denn die Tora kann sowohl zum Lebenselixier als auch zum tödlichen Gift werden. Und es kann passieren, dass wir uns in eine vollkommen anderen Richtung bewegen, dann ist es „vorzuziehen, zu sitzen und nichts zu tun“, wie es geschrieben steht.

Darum sollten wir uns mit der richtigen Absicht wappnen und daran denken, dass wir alle zusammen den Sohar lesen, damit das Licht uns die Einheit bringt.

Und es ist unwichtig, was genau wir lesen, wie weit wir verstehen, ob wir hören oder die Sprache kennen. Das Wichtigste ist die Absicht.

Denn die „wundersame“ Kraft (Sgula) des Sohar wirkt auf den Menschen nur in Abhängigkeit von seinem Verlangen. Deshalb lasst uns die Verbindung und in unserer Verbindung die Enthüllung des Schöpfers herbeisehnen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 22.10.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 11

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Jede niedere Welt ist ein Abdruck der verhältnismäßig höheren Welt. Und alle Formen, die in der höheren Welt existieren, werden sowohl qualitativ als auch quantitativ in der unteren Welt abgedruckt.

Also gibt es in der unteren Welt kein einziges Detail der Wirklichkeit oder deren Erscheinung, für welches es nicht ein Muster in der höheren Welt gäbe und welche sich nicht wie zwei Wassertropfen vollkommen gleichen würden.

Das heißt „Wurzel und Zweig“ und bedeutet, dass die in der unteren Welt befindliche Ausprägung als „Zweig“ des in der oberen Welt befindlichen Musters bezeichnet wird, das gleichsam die Wurzel der unteren Ausprägung ist, weil diese Ausprägung der höheren Welt entspringt und in der unteren abgedruckt wird.

Das meinten die Weisen, wenn sie schrieben, dass „es keinen einzigen Grashalm unten gibt, welcher kein Schicksal und keinen Aufseher oben hätte, der ihn schlagen und dabei sagen würde: Wachse!“

Das heißt, dass die Wurzel, die „Schicksal“ genannt wird, ihn dazu zwingt, qualitativ sowie quantitativ zu wachsen, indem der Grashalm sich die Eigenschaften aneignet, die für den Abdruck des Stempels charakteristisch sind. Das ist das Gesetz von Wurzel und Zweig, welches in jeder Welt gültig ist, in allen Erscheinungsformen der Realität in Bezug auf die jeweils höhere Welt.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Denn es gibt nichts in der niederen Welt, das nicht seinen Anfang in der jeweils höheren Welt nehmen und nicht daraus resultieren würde, ähnlich wie ein Abdruck die Form des Stempels wiederholt.

Die Wurzel, die sich in der höheren Welt befindet, zwingt den entsprechenden Zweig in der niederen Welt dazu, ihre Form und ihre Eigenschaften anzunehmen.

So schrieben die Weisen: „Das Schicksal aus der höheren Welt, welches für den Grashalm in der niederen Welt bestimmt ist, schlägt diesen Grashalm und zwingt ihn dabei, entsprechend seiner Bestimmung zu wachsen“. Und dementsprechend spiegelt jeder Zweig in dieser Welt genau das Muster wieder, welches sich in der höheren Welt befindet.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Die wahre Methode ist die Methode der mittleren Linie

Baal haSulam wurde einer sehr hohen spirituellen Erkenntnis würdig.

Andererseits betete er darum, von seiner Stufe herabgesetzt zu werden, um die Wissenschaft der Kabbala an die Menschen herantragen zu können.

Das Wichtigste, was ihm dabei geholfen hat, ist der Einschluss der Seele von ARI in ihn (Ibur Neshama).

Die ganze Methode der Wissenschaft der Kabbala, bezogen auf den letzten Korrekturabschnitt, kommt von ARI zu uns und erklärt, wie man aus dem letzten, vierten Exil in die vollständige spirituelle Befreiung auszieht.

Aus diesem Grund hat kein ernsthafter Kabbalist seit der Offenbarung der Methode von ARI andere Bücher, die es vor ihm gab, studiert.

Baal haSulam hat als Antwort auf seine Bitte die Enthüllung der Seele von ARI in ihm vom Schöpfer erhalten und konnte deshalb den Sulam-Kommentar zum Buch Sohar und den Kommentar „Die Lehre von den zehn Sefirot“ zu allen Werken von ARI, wo es um den Aufbau der spirituellen Welt geht, schreiben.

Kein anderer Kabbalist vor ihm konnte die Methode der „drei Linien“ der Korrektur der Seele beschreiben. Denn die gesamte Tora ist die mittlere Linie, auch die Bürgschaft ist die mittlere Linie.

Unsere Hauptarbeit und die Enthüllung des Schöpfers bestehen in der mittleren Linie. Daher ist die Enthüllung der Arbeitsmethode in der mittleren Linie die spirituelle Rettung für uns.

Es gibt keinen anderen Kabbalisten wie ARI, der diese Methode entdeckt hat, und es gibt keinen anderen Kabbalisten wie Baal haSulam, der diese an uns weitergegeben und uns die Arbeit mit ihr erklärt hat.

Darum sind seine Bücher die Quelle des höheren Lichts für uns.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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